{"id":12772,"date":"2008-08-21T00:00:00","date_gmt":"2008-08-21T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12772"},"modified":"2008-08-21T00:00:00","modified_gmt":"2008-08-21T00:00:00","slug":"12772","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/08\/12772\/","title":{"rendered":"Pakistan: Telekom-Besch&#228;ftigte setzen 35-prozentige Lohnerh&#246;hungen durch"},"content":{"rendered":"<p>  Die Redaktion von <a href=\"http:\/\/www.socialistworld.net\">www.socialistworld.net<\/a>   erreichte folgender kurzer Bericht &#252;ber das Ergebnis des j&#252;ngsten   Streiks der Telkom-Besch&#228;ftigten in Pakistan.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <b>Regelung f&#252;r 8.000 VertragsarbeiterInnen durchgesetzt<\/b><\/h4>\n<p>  <i>von Fazal Abbas Shah, Trade Union Rights Campaign Pakistan (TURCP,   Kampagne f&#252;r gewerkschaftliche Rechte in Pakistan), Lahore, 31.7.08<\/i><\/p>\n<p>  Gestern, am 30. Juli, ging mit der Billigung der Hauptforderungen des   Streiks seitens der Gesch&#228;ftsleitung eine zwei Wochen andauernde Streik-   und Protestbewegung der Telekom-Besch&#228;ftigten in Pakistan zu Ende. Das   Management unterzeichnete eine &#220;bereinkunft mit der United Workers   Alliance (Vereintes Arbeiter-B&#252;ndnis; Anmerkung des &#220;bersetzers) und   begann damit, diese unverz&#252;glich umzusetzen. Danach erhalten die   ArbeiterInnen im Sinne einer Teuerungszulage unmittelbar eine   Lohnerh&#246;hung von 35 Prozent. Es wird ein Komitee gebildet, um sich mit   den bisherigen Lohntabellen zu befassen und neue auszuarbeiten. Die   8.000 Vertragsangestellten wurden best&#228;tigt (f&#252;r sie wurde eine   &#8222;Regelung&#8220; vereinbart), und sie bekommen ebenfalls eine Lohnerh&#246;hung von   35 Prozent. Diesen ArbeiterInnen werden alle Zugest&#228;ndnisse und   Zusch&#252;sse zuteil, die auch die anderen Besch&#228;ftigten erhalten werden.   Insgesamt errangen die ArbeiterInnen 13 Zugest&#228;ndnisse und Zusch&#252;sse.<\/p>\n<h4>  Bedeutender Sieg<\/h4>\n<p>  Dies stellt einen bedeutenden Sieg f&#252;r die Telekom-Besch&#228;ftigten dar.   Der Kampf beweist abermals, dass ArbeiterInnen &#252;ber Massenstreiks   Erfolge, Zugest&#228;ndnisse und Zuwendungen erringen k&#246;nnen. Die   Telekom-Besch&#228;ftigten haben diesen Kampf unter &#228;u&#223;erst schwierigen   Voraussetzungen und diffizilen Umst&#228;nden ausgefochten. Die   Gewerkschaftsbewegung in Pakistan ist sehr schwach und es finden nur   wenige Arbeitsk&#228;mpfe statt. Dar&#252;ber hinaus war die Gewerkschaftsf&#252;hrung   nicht bereit, den Kampf zu f&#252;hren. Der Streik fand isoliert und nicht   besonders gut organisiert statt.<\/p>\n<p>  Trotz all dieser Schw&#228;chen und Schwierigkeiten f&#252;hrten Arbeitereinheit   und Entschiedenheit zu einem weitreichenden Erfolg. Azad Qadri, ein   f&#252;hrender Streikaktivist im Telkomsektor und einer der F&#252;hrer der   streikenden ArbeiterInnen, sagte: &#8222;Alle redeten von &#187;Niederlage&#171; und   bezeichneten diesen Streik als falschen Weg. Sie wurden widerlegt. Die   ArbeiterInnen sind f&#252;r den Kampf ger&#252;stet aber die Gewerkschaftsf&#252;hrer   sind unwillig. Die Arbeiterklasse ben&#246;tigt eine k&#228;mpferische und   radikale F&#252;hrung, um den kapitalsitischen Angriff und die Offensive der   Konzernchefs abzuwehren&#8221;.<\/p>\n<p>  Dieser Sieg wird den Telekom-Besch&#228;ftigten f&#252;r die zuk&#252;nftigen K&#228;mpfe,   die sie wagen werden m&#252;ssen, gesteigertes Vertrauen bringen und Mut   machen. Dieser Sieg muss genutzt werden, um die Gewerkschaftsbewegung im   Telekombereich noch besser zu organisieren. Die ehrlichen und   k&#228;mpferischen F&#252;hrungspersonen und AktivistInnen m&#252;ssen eine eine neue   k&#228;mpferische und demokratische Gewerkschaft im Telekomsektor (bei der   PTCL) gr&#252;nden, um weitergehende Ziele zu erreichen. Die Formierung der   United Workers Alliance und die Arbeitereinheit im Kampf, die sich   w&#228;hrend dieses Streiks zeigte, sind Beleg f&#252;r eine starke F&#252;hrung und   eine gewerkschaftliche Basis, die f&#252;r den Kampf wirklich ger&#252;stet sind.<\/p>\n<h4>  Opportunismus zur&#252;ckgewiesen<\/h4>\n<p>  Die dem Arbeitnehmerfl&#252;gel der Pakistan People&#8217;s Party (PPP) verbundenen   Gewerkschaftsf&#252;hrer versuchten, den Streikenden bis zum Ende der   Auseinandersetzung H&#252;rden in den Weg zu legen. Sie versuchten separate   Verhandlungen mit den Regierungsministern zu organisieren, um das Bild   zu vermitteln, sie seien die &#8222;wahren&#8220; Vertreter der ArbeiterInnen. Sie   versuchten alles M&#246;gliche, um die ArbeiterInnen parteipolitisch zu   spalten. Die meisten Gewerkschaftsf&#252;hrer sind formal nicht Mitglied der   PPP, sie stellen sich allerdings auf deren Seite, um einen pers&#246;nlichen   Nutzen zu erzielen. Einige der Gewerkschaftsf&#252;hrer verb&#252;ndeten sich mit   der fr&#252;heren PML-Q Regierung. Sie unterst&#252;tzten die neue PPP-Regierung   nicht politisch sondern aus rein opportunistischen Gr&#252;nden.   ArbeiterInnen lehnten es ab, diesen Gewerkschaftsf&#252;hrern zuzuh&#246;ren, und   sie bezogen eindeutig Stellung gegen deren Opportunismus. ArbeiterInnen   schlossen sich um die F&#252;hrung des Vereinten Arbeiter-B&#252;ndnisses   zusammen, wehrten sich gegen die opportunistische F&#252;hrung und rangen den   Konzernchefs dar&#252;ber hinaus weitreichende Zugest&#228;ndnisse ab.<\/p>\n<p>  Dieser Streik dient als Beispiel f&#252;r den weiteren Weg der pakistanischen   Gewerkschaftsbewegung.<\/p>\n<p>  <i>Homepage der TURC-P: <a href=\"http:\/\/www.turcp.org\">www.turcp.org<\/a><\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Die Redaktion von <a href=\"http:\/\/www.socialistworld.net\">www.socialistworld.net<\/a><br \/>\n      erreichte folgender kurzer Bericht &#252;ber das Ergebnis des j&#252;ngsten<br \/>\n      Streiks der Telkom-Besch&#228;ftigten in Pakistan.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[38,11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12772"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12772"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12772\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12772"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12772"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12772"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}