{"id":12752,"date":"2008-07-22T21:13:52","date_gmt":"2008-07-22T19:13:52","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12752"},"modified":"2012-05-25T15:26:01","modified_gmt":"2012-05-25T13:26:01","slug":"12752","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/07\/12752\/","title":{"rendered":"Der Fall von Fannie und Freddie: Symptom der wachsenden Krise des Weltkapitalismus"},"content":{"rendered":"<p>  Bush-Regime taumelt vom Neoliberalismus zu Staatlicher Intervention<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Lynn Walsh, Herausgeber der Socialism Today (dem monatlichen   Magazin der Socialist Party; Schwesterorganisation der SAV und Sektion   des CWI in England und Wales)<\/i><\/p>\n<p>  Fannie Mae (weltweit gr&#246;&#223;te, reine Hypothekenbank; 1968 privatisiert)   und Freddie Mac (zweitgr&#246;&#223;te Hypothekenbank.), die beiden Grundfesten   des US- Immobilienmarktes, sind in die Krise geraten. Nur drei Monate   nach den Sicherheitsb&#252;rgschaften f&#252;r Bear Stearns (US-amerikanische   Investmentbank, die im Zuge der Sub-Prime Krise im Mai 2008 mit   Unterst&#252;tzung der US-Notenbank von der Bank JPMorgan &#252;bernommen wurde.)   und dem folgenden Zusammenschmelzen dieses Bankhauses wurden das   US-Finanzministerium und die Federal Reserve erneut gezwungen, mit   Notma&#223;nahmen einzugreifen, um einem potentiellen Crash im globalen   Finanzsystem zuvorzukommen.<\/p>\n<p>  Sowohl US-Banken als auch ausl&#228;ndische Investoren (einschlie&#223;lich   Zentralbanken) halten Milliarden von Dollar aus durch Hypotheken   abgesicherten Wertpapieren, die ausgegeben und garantiert wurden von   Fannie Mae und Freddie Mac (das offizielle Akronym f&#252;r Federal National   Mortgage Association, gegr&#252;ndet 1938, und die Federal Home Loan Mortgage   Corporation, gegr&#252;ndet 1970). Ein Zusammenbruch dieser Sicherheiten, die   alles in allem rund f&#252;nf Billionen US-Dollar wert sind, h&#228;tte desastr&#246;se   Konsequenzen f&#252;r die kapitalistische Weltwirtschaft.<\/p>\n<p>  Das Debakel um Fannie\/Freddie stellt einen weiteren bedrohlichen Schwenk   in der Krise am Herzen des Bankensystemes dar. Diese Entwicklung   widerlegt die j&#252;ngste optimistische Behauptung des Internationalen   W&#228;hrungsfonds (IWF), wonach sich die Kreditklemme beruhigt und ein   neuerliches weltwirtschaftliches Wachstum einstellt. Die Kreditkrise ist   weit davon entfernt vor&#252;ber zu gehen und die US-Immobilienkrise   versch&#228;rft sich. Die Hypothekenvergabe durch kommerzielle Banken ist   nahezu zum Erliegen gekommen. Fannie\/Freddie halten jetzt fast die   H&#228;lfte der auf insgesamt 12 Billionen US-Dollar zu beziffernden   US-Hypotheken und finanzieren gegenw&#228;rtig zwischen 60 Prozent und 80   Prozent der neuen Hypotheken f&#252;r Einfamilienh&#228;user.<\/p>\n<p>  Unter den Investoren hat dies die Sorgen vergr&#246;&#223;ert, dass sich die   beiden quasi-staatlichen bzw. pseudo-privaten Institutionen trotz   vorbehaltloser Staatshilfen im Verh&#228;ltnis zu ihrer vergleichsweise   geringen Kapitaldecke &#252;bernommen haben. Im M&#228;rz dieses Jahres hatten   Fannie und Freddie eine Kapitalbasis von 81 Millliarden US-Dollar   gegen&#252;ber Verbindlichkeiten und Kreditgarantien von 5,3 Billionen   US-Dollar.<\/p>\n<p>  Solche &#196;ngste wurden durch die steigende Zahl an Zahlungsausf&#228;llen im   prim&#228;ren Hypothekenmarkt, in dem Fannie und Freddie operieren,   verst&#228;rkt. Wie bei der Krise im Subprime- Sektor k&#246;nnte eine Lawine aus   Abschreibungen und Zwangsvollstreckungen den Zusammenbruch der durch   Hypotheken gest&#252;tzten Sicherheiten ausl&#246;sen, die von den beiden   Institutionen garantiert wurden. Ohne angemessene Kapitaldeckung k&#246;nnten   diese beiden riesigen Kreditgeber zahlungsunf&#228;hig werden &#8211; mit   dominoartigen Folgen f&#252;r das gesamte System.<\/p>\n<p>  Wie in der Krise um Bear Stearns bedeutet die Fannie\/Freddie-Krise einen   verheerenden Schlag f&#252;r den US-Kapitalismus und das Ansehen der freien   Marktwirtschaft. Eine Schlagzeile im International Herald Tribune vom   14. Juli lautete: <i>&#8222;US-Kreditkrise schafft neue Tatsachen: Glaube der   Regierung in die Kraft des Marktes wird ersetzt durch Hang zur   Restwertwirtschaft.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>  Ein Journalist fasste die Verzweiflung vieler Kommentatoren der   Wirtschaftszeitungen so zusammen: <i>&#8222;Es ist in der Tat entmutigend,   sich das US-Finanzsystem &#8211; den vermeintlichen Neidapfel der Welt &#8211;   anzusehen, wie er in die Knie geht. Doch was wir hier sehen k&#246;nnen ist   die Show, die uns von schlafwandelnden Aufsichtsbeh&#246;rden, gierigen   Bankenvorst&#228;nden und unf&#228;higen Konzernmanagern geboten wurde. Es ist   nicht die Art, auf die die &#187;Besitz-Gesellschaft&#171; funktionieren sollte.&#8220;   (Gretchen Morgenson: The Mortgage Lender Illusion, International Herald   Tribune, 13. Juli 2008)<\/i><\/p>\n<p>  Wie im Falle von Bear Stearns war der Staat gezwungen einzugreifen,   indem er tats&#228;chlich unbegrenzte Finanzmittel versprach, um einen   Kollaps dieser beiden so wichtigen Finanzh&#228;user zu verhindern. Dieser   Fall, der untrennbar verkn&#252;pft ist mit der Situation auf dem   US-Immobilienmarkt, stellt dennoch ein gr&#246;&#223;eres Problem dar als Bear   Stearns.<\/p>\n<p>  Die Staatssicherheiten f&#252;r Fannie und Freddie sind &#8211; wie die staatlich   finanzierte Rettung von Bear Stearns &#8211; ein riesiger Schritt weg vom   neoliberalen Ansatz, welchen die US- und andere kapitalistische   Regierungen in den letzten 30 Jahren der intensivierten Globalisierung   angenommen haben. Mit dem m&#246;glichen katastrophalen Zusammenbruch des   Finanzsystems konfrontiert, der zweifelsohne einen tiefen Einbruch auch   in der Realwirtschaft bewirken w&#252;rde, wird sogar das   marktwirtschafts-fetischistische Bush-Regime gen&#246;tigt einzugreifen &#8211; mit   dem weitergehenden Interesse, den Kapitalismus aufrechtzuerhalten. Dies   best&#228;tigt die Prognose des CWI, die auf dem H&#246;hepunkt der   Globalisierungsphase in den 1990er Jahren aufgestellt wurde und nach der   neoliberale Tendenzen letztendlich an ihre Grenzen kommen und damit   begonnen wird sie umzukehren. Diese Entwicklung beginnt sich jetzt   abzuspulen. Ferner wird das Verpuffen der &#187;Magie des Marktes&#171; in den   n&#228;chsten paar Jahren zu tiefgreifenden politischen Reaktionen gegen den   krisengesch&#252;ttelten Kapitalismus f&#252;hren.<\/p>\n<p>  <b>Was hat Fannie und Freddie zu Fall gebracht?<\/b><\/p>\n<p>  Die Krise wurde durch einen Bericht ausgel&#246;st, wonach Fannie und Freddie   zus&#228;tzliches Kapital in H&#246;he von 75 Milliarden US-Dollar n&#246;tig h&#228;tten,   um ihre Reserven zu st&#252;tzen, damit diese vor potentiellen Verlusten bei   Immobilienkrediten abgefedert sind. Die Ank&#252;ndigung von Finanzminister   Henry Paulson, dass es &#8222;kein Problem&#8220; gebe, verhinderte das Debakel   nicht. Die Aktion&#228;re von Fannie und Freddie bef&#252;rchteten, dass sie &#8211; wie   die Aktion&#228;re von Bear Stearns vor ihnen &#8211; schlecht wegkommen w&#252;rden.   Wenn die Regierung neu ausgegebene Aktien ankauft, w&#252;rde sie den Wert   der bisherigen Aktien verw&#228;ssern. Wenn die Regierung weiter gehen und   die Gesch&#228;fte der beiden Hypothekenbanken im Endeffekt &#252;bernehmen w&#252;rde,   dann w&#252;rden die Aktion&#228;re alles verlieren. Es w&#252;rde wenig &#252;berraschend   zu Massenverk&#228;ufen kommen, was dann auch den Verkauf betr&#228;chtlicher   Anteile von Fannie\/Freddie seitens gro&#223;er Finanzinstitutionen beinhaltet.<\/p>\n<p>  Am Freitag, 11. Juli, fielen Fannie-Aktien um 45 Prozent und die Aktien   von Freddie Mac gingen um 47 Prozent in den Keller (was einen Verlust im   Gegensatz zum letztj&#228;hrigen H&#246;chstwert um 88 Prozent beziehungsweise 85   Prozent bedeutet). H&#228;ndler an der Wall Street und Zentralbanken aus   &#220;bersee warnten die US-Regierung, dass der Kollaps der Aktienwerte   Panikverk&#228;ufe hypothekengest&#252;tzter Sicherheiten ausl&#246;sen k&#246;nnte, die von   Fannie und Freddie ausgegeben und garantiert wurden.<\/p>\n<p>  Wie in der Krise um Bear Stearns verbrachten Paulson, Ben Bernanke (Chef   der US-Notenbank) sowie weitere Vertreter von Finanzministerium und   US-Notenbank Federal Reserve zusammen mit der Gesch&#228;ftsf&#252;hrung von   Fannie und Freddie ein Wochenende damit, einen Notfallplan auszuarbeiten.<\/p>\n<p>  Am Sonntag, 13. Juli, &#8211; bevor die asiatischen M&#228;rkte am Montagmorgen   wieder aufmachten &#8211; k&#252;ndigte Paulson an, dass die US-Regierung jede   n&#246;tige Ma&#223;nahme ergreifen werde, um Fannie und Freddie zu stabilisieren.   Paulson w&#252;rde demnach den Kongress um Unterst&#252;tzung ersuchen, damit neue   Kredite verf&#252;gbar werden und die Regierung bitten, Aktien von Fannie und   Freddie zu kaufen. Gleichzeitig w&#252;rde die Federal Reserve den beiden   Institutionen gestatten, neues Geld zu denselben Konditionen aufzunehmen   wie kommerzielle Banken, Investmentbanken und H&#228;ndler von   Prim&#228;r-Anleihen.<\/p>\n<p>  Diese B&#252;rgschaften machten die stillschweigend unterstellten   Unterst&#252;tzungs-Garantien nun explizit klar, von denen die meisten   Investoren immer angenommen hatten, dass sie sowieso bestehen. Die von   Paulson angek&#252;ndigten Ma&#223;nahmen laufen im Prinzip auf massive, am Ende   offene Verbindlichkeiten durch die US-Regierung hinaus, um f&#252;r die mit   Problemen behafteten Institutionen die Haftung zu &#252;bernehmen.<\/p>\n<p>  Die Ank&#252;ndigungen traten in Kraft. Am Montag, 14. Juli, war Fannie Mae   erfolgreich in der Lage, drei Milliarden US-Dollar an kurzfristigen   Schulden zu ver&#228;u&#223;ern. Jetzt, da die US-Regierung f&#252;r sie b&#252;rgt, kommt   es zu einem Run der Investoren, um &#8222;sichere&#8220; Hypothekenpfandbriefe zu   zeichnen.<\/p>\n<p>  Die von Paulson eingebrachten &#220;berbr&#252;ckungsma&#223;nahmen sind dennoch keine   langfristige L&#246;sung des Problems (selbst wenn sie vom Kongress gebilligt   sind). Die Stabilisierung von Fannie und Freddie mag f&#252;r sich selbst   genommen kein besonders schwieriger Akt sein. Beide haben eine gro&#223;e   Bandbreite an Darlehen und sie k&#246;nnten die Einnahmen aus diesen   Hypotheken (rund 10 Milliarden US-Dollar monatlich) nutzen, um &#8211;   zusammen mit zus&#228;tzlichem Kapital von der Regierung &#8211; alle Verluste der   n&#228;chsten Monate abzudecken. Aber K&#252;rzungen in deratiger H&#246;he w&#252;rden die   hypothekenbasierte Finanzierung des Immobilienmarktes drastisch   verringern und die ohnehin schon erhebliche Krise verschlimmern.<\/p>\n<p>  <b>Die Rolle von Fannie und Freddie<\/b><\/p>\n<p>  Historisch war es die Rolle von Fannie Mae (gegr&#252;ndet zur Zeit des New   Deal) und der in j&#252;ngerer Zeit gegr&#252;ndeten Freddie Mac, den Geldfluss an   Hypothekengeber zu sichern, damit Hauseigentum sich ausbreitet. Das   taten sie, indem sie Hypotheken von den urspr&#252;nglichen Gl&#228;ubigern   kauften und diese dann zu Sicherheitspaketen schn&#252;rten, um sie an andere   Investoren weiterzuverkaufen. Dabei garantierten sie, f&#252;r m&#246;gliche   Ausf&#228;lle der Kreditnehmer einzuspringen. Das gestand es dem   urspr&#252;nglichen Kreditgeber zu, weitere Hypotheken zu vergeben.<\/p>\n<p>  Ihr Erfolg r&#252;hrte aus ihrem besonderen Status: einem Mischverh&#228;ltnis,   genannt &#8222;government-sponsored enterprises&#8220; (GSEs; sinngem&#228;&#223;: von der   Regierung protegiertes Unternehmen; Anm. d. &#220;bers.). Weil man davon   ausging, dass sie die stillschweigende R&#252;ckendeckung der US-Regierung   h&#228;tten, waren Fannie und Freddie in der Lage, g&#252;nstig Kapital   aufzunehmen. Zugleich waren sie rechtlich im Besitz privater Aktion&#228;re,   die (zusammen mit den Spitzenkr&#228;ften) aus deren Transaktionen enorme   Profite zogen.<\/p>\n<p>  Lange Zeit haben sich Marktwirtschafts-Fetischisten &#252;ber die   privilegierte Stellung von Fannie und Freddie beschwert. Die   Regierungsdeckung, so sagten sie, verschaffe diesen einen unfairen   Vorteil auf dem Kreditmarkt. Verglichen mit kommerziellen Banken   unterlagen sie nur wenigen Ausf&#252;hrungsrichtlinien. Und sie profitierten   von einer niedrigen Besteuerung seitens der Bundesstaaten und der   Bundesregierung selbst.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend der Clinton-Pr&#228;sidentschaft versuchte das Finanzministerium   Fannie und Freddie in Zaum zu halten. Die beiden Institutionen k&#228;mpften   dennoch erfolgreich gegen Versuche, strengere Reglementierungen gegen   sie durchzusetzen und Vorgaben f&#252;r eine Anhebung der Kapitalreserven.   Sie setzten sich intensiv beim Kongress ein. Hohe Barsummen wurden in   die Wahlkampfbudgets von Schl&#252;sselfiguren in den Aussch&#252;ssen geleitet.   2006 wurde Freddie Mac wegen Gesetzes&#252;bertretung mit einer Geldstrafe   von 3,8 Millionen US-Dollar belegt. Zum selben Zeitpunkt kam es bei   Fannie Mae zu einem Buchf&#252;hrungsskandal, in dem Gewinne um 6,3   Milliarden US-Dollar &#252;berbewertet worden waren, um die Boni f&#252;r die   Gesch&#228;ftsleitung zu erh&#246;hen.<\/p>\n<p>  Das Wall Street Journal fasst es ganz richtig so zusammen: <i>&#8222;Die   politische Klasse in Washington hat diese Finanz-Bestien als Dank f&#252;r   ihre Wahlkampfspenden und Lobby-Unterst&#252;tzung jahrzehntelang gef&#246;rdert   und subventioniert. Wall Street und H&#228;uslebauer profitierten ebenfalls   vom subventionierten Gesch&#228;ft, und sie bezahlten den Kongress wie in   einem Abholmarkt.&#8220; (Leitartikel, Fannie Mae Ugly, 14. Juli)<\/i>   Doch viele Politiker des Big Business &#8211; sowohl Demokraten als auch   Republikaner &#8211; verteidigen Fannie und Freddie auf der Grundlage, dass   sie das Angebot vergleichsweise g&#252;nstiger Hypotheken f&#252;r   &#8222;Mittelschichten&#8220;-Familien ausweiteten. Der Versuch, gegen die beiden   Grundfesten des Immobilienmarktes vorzugehen, h&#228;tte keine Stimme   bekommen.<\/p>\n<p>  Heute sind die Ideologen des Freien Marktes voll der Verachtung f&#252;r die   von der Regierung protegierten Unternehmen. Jetzt versto&#223;en sie Fannie   und Freddie als unrechtm&#228;&#223;ige &#8222;sozialistische&#8220; Institutionen, eine   Schande f&#252;r den Kapitalismus des Freien Marktes. Es handelt sich hierbei   jedoch, wie es ein Kommentator herausstellte, um eine ironische Wendung   der Ereignisse. Fannie und Freddie lieferten das Modell f&#252;r die   exotischen Finanz-Instrumentarien, die von markt-fetischistischen   Spekulanten in den letzten Jahren auf waghalsige Art und Weise   entwickelt wurden.<\/p>\n<p>  <i>&#8222;Fannie und Freddie waren die Erfinder der hypotheken-gest&#252;tzten   Sicherheiten, eine Hauptursache f&#252;r die Immobilien-Blase und deren   nachfolgende Deflation. Daf&#252;r ernteten sie Beifall: &#220;ber Jahre wurde die   B&#252;ndelung und der Weiterverkauf von Hypotheken als gute Sache   betrachtet, als das Geheimnis des Erfolges des US-Marktes.&#8220; (Clive   Crook: Guarantees for America&#8217;s Guarantors, Financial Times, 13. Juli)<\/i>   Fannie und Freddie trugen ihren Teil dazu bei, um die beispiellose   Immobilien-Blase in den letzten Jahren aufzupumpen.<\/p>\n<p>  &#220;berdies erzielen die Investmentbanken gro&#223;e Profite aus den Geb&#252;hren,   die sie bei den Verk&#228;ufen von Fannie- und Freddie-Hypothekenschulden und   -sicherheiten kassierten: 953 Millionen US-Dollar im Jahr 2007 und 550   Millionen US-Dollar in diesem Jahr.<\/p>\n<p>  <b>Das Dilemma der US-Regierung<\/b><\/p>\n<p>  Der gemischte Charakter von Fannie und Freddie (vorgeblich privat aber   quasi staatlich) bereitet den Gro&#223;unternehmen im allgemeinen und der   US-Regierung im besonderen ein gro&#223;es Dilemma. So sehr ihnen die   Gr&#252;ndung auch zuwider ist: Sie sind gezwungen, diese massigen   Institutionen zu retten, die <i>&#8222;zu gro&#223; sind, als dass sie scheitern   d&#252;rften&#8220;<\/i>. Als er die Rettungsabsichten erkl&#228;rte,   unterstrich Paulson, dass es sein <i>&#8222;prim&#228;rer Wunsch ist, Fannie Mae   und Freddie Mac in ihrer jetzigen Form zu unterst&#252;tzen&#8220;<\/i> &#8211;   als Aktiengesellschaften also. Paulson <i>&#8222;rede nicht von   Verstaatlichung&#8220;<\/i>.<\/p>\n<p>  Nichtsdestotrotz werden massive Interventionen der Regierung sehr wohl   in einer de facto-Verstaatlichung enden &#8211; wie widerlich auch immer dies   f&#252;r die Anw&#228;lte eines Kapitalismus des Freien Marktes sein mag. Wenn die   Regierung durch den Kauf neuer Fannie Mae- und Freddie Mac-Anteile Geld   reinpumpt, dann werden die bisherigen Aktion&#228;re durch die Verw&#228;sserung   ihrer alten Anteile schlecht dabei wegkommen. Wenn die Regierung Kapital   durch massive Regierungskredite (im Prinzip Subventionen wie im Falle   von Bear Stearns) nachschie&#223;t, dann wird die Bundesregierung in gewisser   Weise zum Eigner &#8211; und w&#252;rde die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung der beiden   K&#246;rperschaften &#252;bernehmen. Die Aktion&#228;re w&#252;rden ebenfalls schlecht dabei   wegkommen. Die Leitartikler der gro&#223;en Wirtschaftsmagazine geben zu,   dass Aktion&#228;re in der Realit&#228;t schlussendlich austauschbar sind und   Rettung wahrscheinlich nur unter der Kontrolle der Regierung zu erwarten   ist.<\/p>\n<p>  <b>Pseudo-Sozialismus<\/b><\/p>\n<p>  Das Wall Street Journal beispielsweise rief die Regierung dazu auf, die   Kapitaldecke von Fannie und Freddie zu verst&#228;rken: <i>&#8222;Finanzminsterium   und Kongress [sollten] jetzt mit einer &#246;ffentlichen Kapitalspritze   eingreifen, um den Unternehmen dabei zu helfen ihre Verluste heil zu   &#252;berstehen.&#8220;<\/i> Die Regierung sollte Aktienanteile der   Unternehmen zeichnen, damit Steuerzahler eine Gegenleistung erhalten   sobald die Krise vor&#252;ber ist.<\/p>\n<p>  <i>&#8222;Wir sind nicht pl&#246;tzlich zu Sozialisten geworden. Was die   US-amerikanischen Steuerzahler verstehen m&#252;ssen, ist, dass Fannie und   Freddie schon l&#228;ngst den Sozialismus praktizieren, wenn auch den der   unlauteren Art. Ihr Profit ist privatisiert aber ihr Risiko ist   sozialisiert. Wir schlagen eine redlichere Form des Sozialismus mit dem   Ausblick einer langfristigen Reform vor.&#8220;<\/i> Die Bandbreite der   Hypotheken von Fannie und Freddie, so sagen sie, sollte reduziert und   letztlich angekurbelt werden. (Fannie Mae Ugly, Wall Street Journal, 14   July)<\/p>\n<p>  Die Financial Times nimmt eine &#228;hnliche Haltung ein, indem sie f&#252;r <i>&#8222;ein   anst&#228;ndiges Begr&#228;bnis f&#252;r Fannie Mae&#8220;<\/i> aufruft.   (Leitartikel, 14. Juli) Fannie Mae und Freddie Mac, so ihre   Argumentation, <i>&#8222;k&#246;nnten in kleine Teile aufgeteilt und privatisiert   werden. Ein kleiner Teil k&#246;nnte vom Finanzministerium als kleines   antizyklisches Liquidit&#228;tsvehikel f&#252;r Hypotheken erhalten werden   [vermutlich staatlich subventionierte Hypotheken w&#228;hrend einer   Kreditkrise]. Der Vorgang kann auch eine zeitweilige Verstaatlichung mit   einschlie&#223;en. Das w&#252;rde bedeuten, dass die enormen Schulden der von der   Regierung gest&#252;tzten Unternehmen in die Bilanz der &#246;ffentlichen Hand   eingehen. Das ist allerdings unwichtig. Es w&#252;rde sich um eine   kosmetische Ver&#228;nderung handeln; die Regierung st&#252;tzt sie bereits; es   ist absurd, dass sie noch nicht in den B&#252;chern ber&#252;cksichtigt sein   sollten.&#8220;<\/i><\/p>\n<p>  In der Praxis w&#252;rde dies zus&#228;tzliche f&#252;nf Billionen US-Dollar (so die   angenommenen Verbindlichkeiten von Fannie und Freddie) zu den bereits   bestehenden neun Billionen US-Dollar Schuldenlast bedeuten.<\/p>\n<p>  <b>Verstaatlichung oder &#8222;Restaurierung&#8220;?<\/b><\/p>\n<p>  Die US-Regierung wie auch der Kongress werden alles nur Erdenkliche tun,   um den Eindruck zu vermeiden, sie w&#252;rden Fannie und Freddie   verstaatlichen. Wenn es denn so weit kommt, dann wird eine de facto   staatliche &#220;bernahme als &#8222;Restaurierung&#8220; ausgegeben werden.<\/p>\n<p>  <i>&#8222;Es existiert ein Plan zur &#220;bernahme der Unternehmen&#8220;<\/i>,   schreibt Clive Crook. <i>&#8222;Statt sie zu verstaatlichen &#8211; was   unamerikanisch w&#228;re und f&#228;lschlicher Weise als Sozialismus angesehen   w&#252;rde &#8211; werden sie in die &#187;Restaurierung&#171; &#252;bergeben. Es ist dieselbe   Sache, nur dass es der Regierung erlauben w&#252;rde, so zu tun, als seien   die Verbindlichkeiten der GSEs nicht ihre eigenen.&#8220; (Financial Times,   13. Juli)<\/i><\/p>\n<p>  Dies w&#252;rde auf der Feststellung der Beh&#246;rden basieren, wonach Fannie und   Freddie &#8222;kritisch unterkapitalisiert&#8221; sind und durch   Regierungsinvestitionen &#8222;ad&#228;quat mit Kapital auszustatten&#8220; sind. Solche   Ma&#223;nahmen w&#228;ren selbstverst&#228;ndlich nicht sozialistisch aber eine   Intervention durch den Staat zur Absicherung weitergehender   kapitalistischer Interessen. Sie w&#252;rden aber auch die Widerspr&#252;che und   Grenzen der Marktkr&#228;fte aufzeigen.<\/p>\n<p>  Paulson hoffte, dass seine Vorschl&#228;ge innerhalb weniger Tage durch den   Kongress gehen w&#252;rden, um ihm die Befugnis zu geben eine nicht   festgelegte und unbegrenzte Summe Kapitals in Fannie und Freddie zu   pumpen. Allerdings waren viele im Kongress &#8211; Demokraten wie Republikaner   &#8211; nicht willens, Paulson einen Blankoscheck auszustellen. Es ist   wahrscheinlich, dass es die Regierung mehr Zeit kosten wird, bis einer   Gesetzes&#228;nderung zugestimmt wird und diese kann st&#228;rker reglementiert   sein als Paulson es sich w&#252;nscht.<\/p>\n<p>  Die bisher durch Paulson angek&#252;ndigten Notma&#223;nahmen werden Fannie und   Freddie nur stabilisieren, sie werden nicht an sich schon den Cash-Flow   in den Hypothekenmarkt aufrechterhalten.<i> &#8222;Wenn [die Regierung] will,   dass die Hypotheken-Giganten viele neue Kredite machen, dann muss sie   entweder [Fannie und Freddie subventionieren] oder wirksam   verstaatlichen und Geld der Steuerzahler in das Hypothekensystem   pumpen.&#8220; (James Saft: What Next for Fannie and Freddie?, International   Herald Tribune, 15. Juli)<\/i><\/p>\n<p>  <b>Immobilienkrise spitzt sich zu<\/b><\/p>\n<p>  Die Fannie\/Freddie-Krise ist ein Symptom der sich zuspitzenden   Immobilienkrise mit einem Teufelskreis auf dem Immobilienmarkt. Seit dem   Platzen der Blase existiert ein enormes &#220;berangebot an Immobilien (im   Verh&#228;ltnis zur geldwerten Nachfrage, nicht aufgrund der   gesellschaftlichen Bed&#252;rfnisse). Die Preise fallen weiterhin dramatisch.   Gemessen am Case-Shiller index der 20 gr&#246;&#223;ten St&#228;dte fielen die Preise   zwischen ihrem H&#246;chststand von 2006 und April dieses Jahres nominell um   18 Prozent und um 22 Prozent in realiter. Fallende Preise bedeuten, dass   Hausbesitzer sich die Finanzierung ihrer Hypotheken nicht mehr leisten   k&#246;nnen und viele haben nun eine negative Eigenkapitaldecke (ihre   Hypothekenlast &#252;bersteigt den momentanen Wert ihrer H&#228;user).<\/p>\n<p>  Es wird gesch&#228;tzt, dass es bis Jahresende zu 2,5 Millionen   Zwangsvollstreckungen kommen wird. Der Verkauf r&#252;ck&#252;bereigneter   Immobilien dr&#252;ckt die Preise abermals. Aber die Banken sind extrem   abgeneigt Kredite zu bewilligen und die Menschen finden es extrem   schwer, Kredite sogar f&#252;r g&#252;nstigere Ank&#228;ufe zu bekommen. Die   Immobilienkrise ist weit davon entfernt zu Ende zu gehen. Im ersten   Quartal 2008 berichtete Fannie Mae, dass man 3,2 Milliarden US-Dollar   zur Deckung der Hypothekenabschreibungen bereitgestellt hat. Ein   Bruchteil seiner Darlehen aber genug, um Bef&#252;rchtungen unter den   Investoren zu verst&#228;rken, dass die Abschreibungen noch ansteigen werden.<\/p>\n<p>  Unterdessen erreichen die weltweiten Verluste aus den   Subprime-Gesch&#228;ften nach Berichten der gro&#223;en Bankh&#228;user und   Finanzinstitute jetzt die 400 Milliarden-Dollarmarke. Bridgewater   Associates (Globaler Investmentmanager, der sch&#228;tzungsweise 160   Millarden US-Dollar an Anlagewerten handelt) sch&#228;tzte j&#252;ngst, dass sich   die Gesamtverluste auf 1,6 Billionen US-Dollar belaufen k&#246;nnten.<\/p>\n<p>  <b>Zusammenbr&#252;che von Banken<\/b><\/p>\n<p>  W&#228;hrend sich das Drama um Fannie\/Freddie entwickelte fand ein   klassischer Ansturm auf die kalifornische IndyMac-Bank (Siebtgr&#246;&#223;ter   Hypothekenfinanzierer der USA) statt. Nach Berichten, dass die Bank   zahlungsunf&#228;hig sei, zogen Depotinhaber in elf Tagen 1,3 Milliarden   US-Dollar ab. Die Bundesbeh&#246;rde Federal Deposit Insurance Corporation   (FDIC) war gezwungen einzuschreiten und diese Bank zu &#252;bernehmen. Das   war der drittgr&#246;&#223;te Bankenzusammenbruch in der Geschichte der USA und   der gr&#246;&#223;te seit dem Kollaps der Sparkassen und Kreditinstitute in den   fr&#252;hen 1990er Jahren.<\/p>\n<p>  Nach den Problemen der gro&#223;en Investmentbanken werden nun kleine   regionale Banken von Immobilienkrise und Unternehmenszusammenbr&#252;chen &#8211;   vor allem bei Baufirmen &#8211; in Mitleidenschaft gezogen. Banktitel brechen   an den B&#246;rsen pl&#246;tzlich ein, da Investoren verkaufen, um ihre Verluste   gering zu halten. Und dies steigert die Angst unter den SparerInnen, die   denken, dass ihre Bank wom&#246;glich vor dem Zusammenbruch steht. W&#228;hrend   die gro&#223;en Banken <i>&#8222;zu gro&#223; sind, um zu scheitern&#8220;<\/i>   f&#252;rchten viele, dass kleine und mittlere lokale Banken <i>&#8222;zu klein   sind, um zu &#252;berleben&#8220;<\/i>.<\/p>\n<p>  Die FDIC garantiert Einlagen bis zu 100.000 US-Dollar. Sie braucht   zwischen vier und acht Milliarden US-Dollar, um die Geldanlagen der   SparerInnen bei der IndyMac abzusichern und sie hat Reserven von rund 53   Milliarden US-Dollar. Die FDIC prophezeit, dass zwischen 50 und 150 der   insgesamt 7.500 versicherten US-Banken in den n&#228;chsten zw&#246;lf bis 18   Monaten zusammenbrechen werden. Doch es kann weit schlimmer kommen. Im   ersten Quartal 2008 sagte die FDIC zum Beispiel, dass es 90 in der Krise   befindliche Banken g&#228;be &#8211; doch ihre Auflistung umfasste noch nicht   einmal die IndyMac!<\/p>\n<p>  <b>Zunehmende Erlahmung der entwickelten kapitalistischen L&#228;nder<\/b><\/p>\n<p>  Die US-Wirtschaft verliert weiter an Fahrt und kommt beinahe zum   Stillstand &#8211; mit steigender Arbeitslosigkeit und Inflation. Bernanke hat   gewarnt, dass der Abschwung weit vom Kurs abkommt. Der IWF hat dennoch   j&#252;ngst einen weit optimistischeren Bericht vorgelegt (Independent, 18.   Juli), in dem behauptet wird, dass sich die Auswirkungen der   Subprime-Krise abschw&#228;chen. Er hat seine Sch&#228;tzungen &#252;ber das   US-amerikanische Wirtschaftswachstum (von 0,5 Prozent) auf 1,3 Prozent   f&#252;r dieses Jahr angehoben und beziffert das Weltwirtschaftswachstum auf   4,1 Prozent (von ehedem 3,7 Prozent). Einige Kommentatoren sind vom Fall   des &#214;lpreises ermutigt, doch das hinge in erster Linie von einer   zur&#252;ckgehenden Nachfrage nach &#214;l ab, die durch eine Abschw&#228;chung der   Weltwirtschaft hervorgerufen w&#252;rde.<\/p>\n<p>  Die OECD hat die Gruppe der sieben f&#252;hrenden Industrienationen schon   davor gewarnt, wie Brasilien und Indien zuvor eine &#8222;zunehmende&#8220;   Verlangsamung zu erleben (Wall Street Journal, 14. Juli). Die Zahlen f&#252;r   Mai zeigen &#252;berdies, dass die Industrieproduktion in der Eurozone um 1,9   Prozent gesunken ist &#8211; der gr&#246;&#223;te R&#252;ckgang seit 16 Jahren. Das weist auf   einen signifikanten Abschwung in der 15-Staaten-Region hin. (Financial   Times, 14. Juli)<\/p>\n<p>  Hierbei handelt es sich nicht um einen kurzen zyklischen R&#252;ckgang in der   kapitalistischen Weltwirtschaft sondern um den Anfang einer sich lang   hinziehenden Krise. Das Debakel um Fannie und Freddie ist nur die   j&#252;ngste Episode davon.<\/p>\n<p>  Martin Wolf, Kolumnist bei der Financial Times, war fr&#252;her ein   begeisterter F&#252;rsprecher der Globalisierung und einer Politik des Freien   Marktes. Jetzt schreibt er: <i>&#8222;Es ist jetzt fast ein Jahr her, dass die   US-amerikanische Subprime-Krise globale Ausma&#223;e angenommen hat. Viele   hatten damals die Hoffnung, dass die Neubewertung der Risiken nicht mehr   als eine kurze St&#246;rung im Verlauf der US- und Weltwirtschaft ist. Solche   Hoffnungen sind entt&#228;uscht worden. Die Not bei Fannie Mae und Freddie   Mac, die taumelnden B&#246;rsenm&#228;rkte und der steigende &#214;lpreis machen   deutlich, wie weit der Aufruhr davon entfernt ist zu Ende zu gehen. Er   hat allem Anschein nach noch nicht einmal das Ende seines Anfangs   erreicht.&#8220; (A Year of Living Dangerously, 16. Juli)<\/i><\/p>\n<\/p>\n<p>  <i>Der Originalartikel in englischer Sprache erschien am 18. Juli 2008   auf der Webseite des &#187;Komitee f&#252;r eine Arbeiterinternationale&#171; (CWI;   dessen Sektion in Deutschland die SAV ist) und ist <a href=\"http:\/\/www.socialistworld.net\/eng\/2008\/07\/18economy.pdf\">hier<\/a>   zu finden.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Bush-Regime taumelt vom Neoliberalismus zu Staatlicher Intervention\n    <\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[42,127],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12752"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12752"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12752\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12752"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12752"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12752"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}