{"id":12735,"date":"2008-08-05T00:00:00","date_gmt":"2008-08-05T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12735"},"modified":"2012-05-25T15:52:36","modified_gmt":"2012-05-25T13:52:36","slug":"12735","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/08\/12735\/","title":{"rendered":"USA: Sch\u00fcler vs. Milit\u00e4r-Anwerber \u2013 Erfolg in Minneapolis"},"content":{"rendered":"<p>Kommenden Herbst werden die Milit\u00e4r-Anwerber an den \u00f6ffentlichen Schulen in Minneapolis nicht arbeiten k\u00f6nnen ohne von Antikriegs-AktivistInnen mit ihren eigenen L\u00fcgen konfrontiert zu werden.<\/p>\n<p><!--more--><br \/> \u00a0<\/p>\n<p><em>von Peter Karns, Como Park High St. Paul, Minnesota, 15.6.08<\/em><\/p>\n<p>Eine Resolution des Sch\u00fcler-Ausschusses von Minneapolis besagt, dass jedes Mal, wenn ein Milit\u00e4r-Anwerber an die Tische kommt, Werbematerial verteilt oder durch die Essensr\u00e4ume der Highschool geht, AktivistInnen benachrichtigt werden sollen und Tische f\u00fcr Gegenaktionen aufgebaut werden. Diese Resolution wurde aufgrund einer kontinuierlichen Kampagne von Youth Against War and Racism (YAWR), einer Hochschulgruppe aus den Zwillingsst\u00e4dten St Paul und Minneapolis, angenommen. Das Besondere ist, dass es vergangenen November zu einem Ausstand von \u00fcber 1.000 Sch\u00fclerInnen kam, der den Sch\u00fcler-Ausschuss zwang, uns zuzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Resolution ist ein Schritt in die richtige Richtung, bleibt aber hinter den vollen Forderungen zur\u00fcck, die wir dem Sch\u00fclerausschuss von Minneapolis und St. Paul vorgelegt haben. Wir rufen zu einem Verbot von Milit\u00e4r-Anwerbern an Highschools auf. Magdalena Kaluza, eine YAWR-Aktivistin der South Highschool von Minneapolis, sagte: \u201eObwohl YAWR vorhat, vom j\u00fcngsten Sieg \u00fcber die Milit\u00e4r-Anwerber in G\u00e4nze Gebrauch zu machen, wird die Sch\u00fclergruppe weiterhin dazu aufrufen, f\u00fcr einen kompletten Abzug der Anwerber von den Highschools einzutreten.\u201c<\/p>\n<p>YAWR ruft dazu auf, die Armee-Anwerber vom Schulgel\u00e4nde zu verbannen, um somit kein Kanonenfutter mehr zu m\u00f6glich zu machen. \u201eDie US-Kriegsmaschine wird ge\u00f6lt mit jungen, meist dunkelh\u00e4utigen Rekruten aus dem Niedriglohnbereich. Wenn dieser absurde Armuts-Kreislauf gestoppt wird, dann muss der Krieg beendet werden\u201c, so die Klarstellung Kaluzas.<\/p>\n<p>Die Methoden, die die Armee-Werber anwenden, um Sch\u00fclerInnen zu k\u00f6dern, sind rassistisch. Sie gehen gezielt auf Jugendliche mit dunkler Haut und aus \u00e4rmeren Familienh\u00e4usern zu, erz\u00e4hlen ihnen, dass das Milit\u00e4r ihnen das College bezahlen wird und sie so bessere Jobs bekommen. Allerdings erh\u00e4lt nur einer von drei Menschen das versprochene Geld f\u00fcrs College aus dem Armee-Fonds. Veteranen verdienen 30 Prozent weniger als Leute ohne milit\u00e4rische Ausbildung und mit demselben demografischen und schulischen Hintergrund.<\/p>\n<h4>Widerstand ist m\u00f6glich!<\/h4>\n<p>Unser Erfolg ist der Beweis daf\u00fcr, dass Erfolge gegen die Armee und die hinter ihr stehenden Konzerne sehr wohl m\u00f6glich sind. Wir waren in der Lage, unser demokratisches Recht auf Organisierung innerhalb der Schule und Ausweitung einer Gegenkampagne zu erlangen. Wir werden es ebenso schaffen, den Erfolg in Minneapolis als Beispiel f\u00fcr einen Kampf f\u00fcr weitere Beschr\u00e4nkungen der Armee-Werber in unserem Schulbezirk zu nutzen<\/p>\n<p>Mit all den Kandidaten bei den kommenden Wahlen, die f\u00fcr die weitere Finanzierung des Krieges im Irak argumentieren, ist es entscheidend, den Kampf gegen solche Ungerechtigkeiten zu verst\u00e4rken und die Leute dazu zu bringen, die st\u00e4ndige Mauer der kapitalistischen Kriegspropaganda zu erkennen und dagegen anzuk\u00e4mpfen. Wir m\u00fcssen erkl\u00e4ren, dass wir Erfolge erzielen k\u00f6nnen, wenn wir uns organisieren.<\/p>\n<p>Wir meinen nicht, dass man an uns herantreten soll, um Kriege zu f\u00fchren, damit \u00d6lbarone und Gro\u00dfkonzerne ihre Taschen voll machen k\u00f6nnen. Mit Benzinpreisen, die sich der 4-Dollar-Marke pro Gallone (entspricht 3,78 Litern; Anm. d. \u00dcbers.) n\u00e4hern und t\u00e4glichen Kriegsberichten, die an Vietnam erinnern, k\u00f6nnen wir sehen, was passieren wird, wenn wir dabei ruhig bleiben und dem reichsten Prozent gestatten die Schulen, die Armee, die Wirtschaft und das ganze Land zu kontrollieren. Die in Minneapolis erzielten Reformen zeigen, dass es f\u00fcr uns m\u00f6glich ist zu k\u00e4mpfen und Erfolge gegen die Kriegsmaschinerie zu erlangen!<\/p>\n<p>Kaluza resumierte unsere Erfahrung: \u201eDie Kampagne von YAWR lief schon einige Jahre bevor dieser Teilsieg erreicht werden konnte. Der Erfolg kam dank der Leidenschaft und Energie der Sch\u00fclerInnen und Unterst\u00fctzerInnen. Gegen\u00fcber den Medien und dem Sch\u00fclerausschuss musste gro\u00dfer Druck aufgebaut werden. Weitere Erfolge k\u00f6nnen erzielt werden, wenn wir aus solchen Druck aus\u00fcbenden Kampagnen lernen. F\u00fcr solche Erfolge m\u00fcssen wir hart arbeiten und den Irakkrieg zu einem Ende bringen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Kommenden Herbst werden die Milit&#228;r-Anwerber an den &#246;ffentlichen Schulen<br \/>\n      in Minneapolis nicht arbeiten k&#246;nnen ohne von Antikriegs-AktivistInnen<br \/>\n      mit ihren eigenen L&#252;gen konfrontiert zu werden.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[61,47,42],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12735"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12735"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12735\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12735"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12735"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12735"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}