{"id":12718,"date":"2008-08-07T00:00:00","date_gmt":"2008-08-07T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12718"},"modified":"2008-08-07T00:00:00","modified_gmt":"2008-08-07T00:00:00","slug":"12718","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/08\/12718\/","title":{"rendered":"Debatte: Wie weiter f&#252;r Kuba?"},"content":{"rendered":"<p>  Droht auf Kuba die Wiedereinf&#252;hrung des Kapitalismus?<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Ein halbes Jahrhundert nach der Kubanischen Revolution hat Fidel   Castro die F&#252;hrung des zw&#246;lf Millionen Menschen z&#228;hlenden Landes an   seinen Bruder Raul &#252;bergeben. Der neue Staatschef zeichnet sich bereits   f&#252;r kleinere marktwirtschaftliche Reformen auf der Karibik-Insel   verantwortlich. Die Europ&#228;ische Union hat ihre diplomatischen Sanktionen   aufgehoben. Sollte Barack Obama der n&#228;chste Pr&#228;sident der Vereinigten   Staaten werden, dann ist von einer Lockerung des US-Embargos auszugehen.   Private Investoren stehen schon in den Startl&#246;chern, sie erhoffen sich   Gesch&#228;fte auf Kuba. <\/b><\/p>\n<p>  <b>Ist das Land auf dem Weg zur&#252;ck zum Kapitalismus? Welche Ma&#223;nahmen   sind n&#246;tig, um Verarmung und kapitalistische Restauration zu verhindern?<\/b><\/p>\n<h4>  Mehr Sozialismus!<\/h4>\n<h5>  Lazaro Mora, Sozialwissenschaftler, Vizepr&#228;sident der Sociedad Econ&#243;mica   de Amigos del Pa&#237;s, lebt in Havanna<\/h5>\n<p>  Es gibt eine weitverbreitete Tendenz, die Ereignisse auf Kuba und Kubas   Standpunkte zu bewerten, ohne die Blockade und die aggressive Politik   der Vereinigten Staaten gegen unser Land zu beachten. Als w&#252;rden Kubas   Regierung oder sein Volk unter denselben Bedingungen leben wie andere   L&#228;nder, die keiner Hetzjagd seitens der wichtigsten Wirtschafts- und   Milit&#228;rmacht der Welt ausgesetzt sind.<\/p>\n<p>  Dar&#252;ber hinaus &#252;ben die USA Druck auf ihre engsten Verb&#252;ndeten aus,   diese Politik zu unterst&#252;tzen. Dies war der Fall, als die EU 1996 ihren   &#8222;Gemeinsamen Standpunkt&#8220; und 2003 Sanktionen gegen Kuba beschloss, die   aber 2006 aufgrund ihrer Unwirksamkeit teilweise aufgehoben wurden.<\/p>\n<p>  Seit 1962 hat die Blockade Kuba nicht weniger als 89 Milliarden Dollar   gekostet. Ressourcen, die Wirtschaft und Sozialpolitik h&#228;tten   voranbringen k&#246;nnen. Doch niemand kann bestreiten, dass selbst unter   diesen schwierigen Bedingungen dank einer konsequenten Politik der   sozialen Gerechtigkeit wichtige Errungenschaften auf sozialem Gebiet   verwirklicht worden sind.<\/p>\n<p>  Wir Kubaner haben seit dem Sieg der Revolution getan was wir konnten,   obwohl wir mehr ersehnt hatten. Aber wegen der permanenten Bedrohung   durch den Nachbarn im Norden waren wir dazu gen&#246;tigt, Dinge zu tun, die   wir andernfalls nicht h&#228;tten tun m&#252;ssen. Die Ursachen daf&#252;r liegen zum   einen am Mangel an finanziellen Mitteln und dem fehlenden Zugang zu   Krediten der internationalen Finanzinstitute und zum anderen in der   unerl&#228;sslichen Notwendigkeit der Landesverteidigung.<\/p>\n<p>  Kein anderes Land war innerhalb von drei Jahrzehnten dazu gezwungen,   gleich zwei Mal seine technologische Basis komplett auszutauschen,   seinen Au&#223;enhandel neu auszurichten und neue Finanzierungsquellen zu   suchen. Das erste Mal, als die Vereinigten Staaten Anfang der sechziger   Jahre die Blockade anordneten: Da zu diesem Zeitpunkt fast alle   technischen Anlagen in Kuba aus den USA stammten, waren wir gezwungen,   nach neuen Technologien in der UdSSR und den sozialistischen Staaten   Europas Ausschau zu halten. Das zweite Mal geschah dies beim Zerfall des   Rates f&#252;r gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW\/Comecon) und der UdSSR   zwischen 1989 und 1991. Wie viele Ressourcen musste die kubanische   Regierung in die Bew&#228;ltigung dieser Herausforderungen stecken? Wie viele   L&#228;nder w&#228;ren im Stande gewesen, das zu ertragen, was das kubanische Volk   durchzustehen hatte?<\/p>\n<p>  Die Anfang der neunziger Jahre wegen dieser sehr ernsten Situation von   der kubanischen Regierung beschlossene Wirtschaftspolitik hat   schlie&#223;lich im Jahre 1994 den freien Fall unserer Wirtschaft   aufgehalten. 1995 konnte man ein bescheidenes Wachstum verzeichnen, das   seitdem anh&#228;lt und uns erlaubt, neuen Ma&#223;nahmen seitens der USA zur   Versch&#228;rfung der Blockade zu widerstehen. Deren Politik hat allerdings   sch&#228;dliche Auswirkungen, zu deren Abwehr wir die n&#246;tigen Ver&#228;nderungen   vornehmen m&#252;ssen.<\/p>\n<p>  Die Tragweite und die Vielschichtigkeit der Probleme, denen die   Kubanische Revolution heute ausgesetzt ist, wirken sich auf die gesamte   Gesellschaft aus. Deshalb ist es auch die gesamte Gesellschaft, die sich   in einen Denkprozess vertieft hat, um die Ursachen zu analysieren und   L&#246;sungen vorzuschlagen. Was jedoch nicht in Frage gestellt wird, ist die   Daseinsberechtigung des sozialistischen Systems.<\/p>\n<p>  Wir wollen den Staat st&#228;rker zur Sache der Gesellschaft machen, die   Beteiligung an der politischen Macht sowie die Verpflichtung und   Verantwortlichkeit der B&#252;rger f&#252;r die Zukunft unserer Nation st&#228;rken.   Die sch&#228;dliche Tendenz, alles vom Staat zu erwarten, muss beseitigt und   das Bewusstsein daf&#252;r gesch&#228;rft werden, dass wir nur &#252;ber das verf&#252;gen   werden, was wir selbst herstellen und erschaffen k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Es ist nicht einfach, kurz zusammenzufassen, was in Kuba geschehen ist   und noch geschieht, seitdem Ra&#250;l Castro am 26. Juli 2007 zur F&#246;rderung   der aktuellen Debatte aufrief. Aber wir sollten daran erinnern, dass   diese Diskussion schon durch Fidel Castro angeregt wurde, der am 1. Mai   2000 w&#246;rtlich sagte: &#8222;Revolution ist ein Gef&#252;hl f&#252;r den historischen   Moment, alles zu ver&#228;ndern, was ge&#228;ndert werden muss. Sie bedeutet die   v&#246;llige Gleichheit und Freiheit, den Umgang mit anderen auf einer   menschlichen Ebene, die Emanzipation aus eigener Kraft, das   Herausfordern m&#228;chtiger und dominanter Kr&#228;fte innerhalb und au&#223;erhalb   des sozialen und nationalen Bereichs, die Verteidigung der Werte, an die   man glaubt [&#8230;].<\/p>\n<p>  Sie ist die tiefe &#220;berzeugung davon, dass keine Macht der Welt dazu im   Stande ist, die Kraft der Wahrheit und der Visionen zu zerst&#246;ren.&#8220;<\/p>\n<p>  Kuba hat einen &#228;u&#223;erst wichtigen Beitrag zur weltweiten revolution&#228;ren   Bewegung geleistet, indem es die F&#228;higkeit zum Widerstand und zur   Verwirklichung einer sozialistischen Revolution gezeigt hat. Mit der   Einheit des Volkes, das seine Souver&#228;nit&#228;t und seine Rechte verteidigt,   kann man die gr&#246;&#223;ten Hindernisse &#252;berwinden. Jetzt ist der Zeitpunkt   gekommen, Impulse in Richtung eines st&#228;rker partizipativen Sozialismus   zu geben, durch die Mitwirkung der gesamten kulturell, technisch und   politisch hochgebildeten Bev&#246;lkerung als Subjekt der Ver&#228;nderungen, die   notwendig sind, um die Revolution unzerst&#246;rbar zu machen.<\/p>\n<p>  Uns ist bewusst, dass es kein Allheilmittel gibt, das uns erlaubt, alle   Probleme auf einmal zu l&#246;sen. Was z&#228;hlt, ist vielmehr, dass wir den   Anfang gemacht haben, um durch gemeinsame Anstrengung die L&#246;sung daf&#252;r   zu finden.<\/p>\n<h4>  Vorw&#228;rts zum Sozialismus!<\/h4>\n<h5>  Ren&#233; Henze, Rostock, ist Mitglied im Bundesvorstand der SAV<\/h5>\n<p>  Jede und jeder Linke sollte die Kubanische Revolution und die   Errungenschaften seit 1959 verteidigen.<\/p>\n<p>  Vermittels der nicht-kapitalistischen Wirtschaftsweise, das hei&#223;t durch   eine verstaatlichte und geplante Wirtschaft, steht Kuba im Vergleich zu   den anderen L&#228;ndern Mittel- und Lateinamerikas wesentlich besser da,   teilweise selbst zu den USA &#8211; zum Beispiel im Gesundheitswesen oder im   Bildungssektor. Auf 57 Einwohner kommt ein Lehrer. W&#228;hrend die   durchschnittliche Lebenserwartung in Russland nach der kapitalistischen   Restauration auf 57 Jahre zur&#252;ck ging, betr&#228;gt sie in Kuba heute 75   Jahre.<\/p>\n<p>  Aber die Kubanische Revolution und ihre Errungenschaften zu verteidigen,   hei&#223;t auch, es mit Rosa Luxemburg zu halten und &#8222;zu sagen, was ist&#8220;. Die   kubanische Gesellschaft &#228;hnelt in ihrer Grundstruktur der Struktur der   untergegangenen Staaten des Ostblocks. Eine regierende Staatspartei   kontrolliert und lenkt die Gesellschaft &#8222;von oben&#8220;. Da bleiben   Fehlentscheidungen, Korruption, Karrierismus und schlie&#223;lich Vettern-   und Misswirtschaft nicht aus. Auch wenn Fidel und Raul beileibe nicht so   verkn&#246;chert und abgehoben sind wie der letzte Staatschef der DDR, Erich   Honecker, oder wie die stalinistischen Betonk&#246;pfe der ehemaligen   Sowjetunion &#8211; das Regierungssystem und die b&#252;rokratische Struktur &#252;ber   der verstaatlichten Wirtschaft ist leider analog zu jenen.<\/p>\n<p>  Es gibt keine Arbeiterkontrolle und -verwaltung, es gibt auch keine   Arbeiter- oder Bauernr&#228;te oder auf den Bewohnern der Stadtteile   basierende Komitees, die die verstaatlichten Betriebe leiten und die   kubanische Regierung kontrollieren und denen die staatlichen Beh&#246;rden   rechenschaftspflichtig sind. All diese Elemente einer lebendigen   Arbeiterdemokratie &#8211; wie sie die Russische Revolution vor dem Aufstieg   Stalins in Russland bis Mitte der zwanziger Jahre kennzeichneten &#8211;   fehlen heute auf Kuba.<\/p>\n<p>  Im Unterschied zur Oktoberrevolution 1917 war es in Kuba nicht die   Arbeiterklasse gewesen, die in der Revolution 1959 die f&#252;hrende Rolle   innehatte. Zudem geriet die Revolution auf Kuba nach ihrem Sieg unter   den Einflussbereich der Stalinisten aus Moskau, Prag und Ost-Berlin.   (Che Guevara beklagte sich Anfang der sechziger Jahre mehrfach dar&#252;ber,   dass die sogenannten &#8222;Techniker&#8220; aus der DDR und der CSSR nach der   Revolution immer mehr Einfluss bekamen).<\/p>\n<p>  Es greift deshalb viel zu kurz, nur auf &#8222;die Blockade&#8220; durch USA und EU   und die milit&#228;rische Bedrohung aus dem Norden hinzuweisen. Jede   Revolution, die sich ein Ende der Ausbeutung und Armut auf die Fahnen   geschrieben hat, muss mit dem grimmigen Hass der verjagten bisherigen   Eigent&#252;mer und der Feindschaft der Gesamtheit der kapitalistischen   Staaten rechnen. Dagegen hilft letztlich nur die internationale   Ausweitung der Revolution.<\/p>\n<p>  Jetzt droht der Kubanischen Revolution eine neue Gefahr. Und diese wird   nicht aus Miami gelenkt, sondern kommt von der kubanischen Regierung   selbst &#8211; in Form von Reformen. Auch in Deutschland frohlockt die Presse   &#252;ber &#8222;erste Reformschritte&#8220; : Dazu z&#228;hlen der freie Verkauf von   Elektronikprodukten (darunter PCs), die schrittweise Einf&#252;hrung   marktwirtschaftlicher Produktionsbedingungen im Agrarsektor und stark   unterschiedliche L&#246;hne. &#8222;Ein kubanischer Arbeiter kann der geplanten   Neuregelung zufolge um f&#252;nf Prozent mehr verdienen, wenn er das   vorgegebene Produktionsziel erreicht. F&#252;hrungskr&#228;fte k&#246;nnten ihr Gehalt   um bis zu 30 Prozent steigern&#8220; (die Wiener &#8222;Presse&#8220; vom 16. Juni).<\/p>\n<p>  Das Problem ist nicht, dass Kubaner endlich Computer kaufen k&#246;nnen. Das   Problem ist, dass nicht alle Kubaner das Geld (Dollars) daf&#252;r haben. Die   Dollarisierung und Lohndifferenzierung bereiten den Boden, um wachsende   Teile der Wirtschaft dem kapitalistischen Profitprinzip zu &#252;berlassen   und ihm durch die Hintert&#252;r wieder Zutritt auf der Insel zu gew&#228;hren.<\/p>\n<p>  Richtig bedrohlich wird das Szenario, wenn man bedenkt, dass das   kapitalistisch agierende China inzwischen der zweitwichtigste Investor   auf Kuba ist.<\/p>\n<p>  Der Schl&#252;ssel zur Verteidigung der Revolution und ihrer Errungenschaften   liegt nicht in der &#214;ffnung der verstaatlichten Wirtschaft zum   Kapitalismus, sondern vielmehr darin, endlich eine Arbeiterdemokratie   basierend auf den Besch&#228;ftigten, den einfachen Bauern und vor allem der   Jugend in Kuba aufzubauen.<\/p>\n<p>  Und es gibt keinen nationalen, sondern nur einen internationalen Ausweg.   W&#228;re die Kommunistische Partei Kubas eine wahrhaft kommunistische   Partei, dann w&#252;rde sie auf eine R&#228;tedemokratie setzen, die gegen&#252;ber den   Diktaturen und Beschr&#228;nkungen der b&#252;rgerlichen Demokratien international   ein leuchtendes Beispiel sein k&#246;nnte. Zudem w&#252;rde sie den arbeitenden   Menschen und den armen Bauern in der ganzen Welt zurufen: Kuba hat den   Kapitalismus abgeschafft, aber wir sind noch kein sozialistisches Land.   Wir sind arm, weil wir uns im W&#252;rgegriff des Imperialismus befinden und   weil Sozialismus nicht allein in einem Land aufgebaut werden kann. In   euren L&#228;ndern k&#228;mpft ihr heute gegen Arbeitslosigkeit und Armut.   Verbindet diesen Kampf mit dem Kampf f&#252;r die Abschaffung des   Kapitalismus. Wenn in den USA, Europa, wenn in der ganzen Welt die   Diktatur der Konzerne gest&#252;rzt worden ist, dann k&#246;nnen wir gemeinsam   eine sozialistische Welt aufbauen und dann werden auf Kuba nicht nur die   Str&#228;nde paradiesisch sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Droht auf Kuba die Wiedereinf&#252;hrung des Kapitalismus?\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[41],"tags":[263,206],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12718"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12718"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12718\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}