{"id":12697,"date":"2008-06-24T00:00:00","date_gmt":"2008-06-24T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12697"},"modified":"2008-06-24T00:00:00","modified_gmt":"2008-06-24T00:00:00","slug":"12697","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/06\/12697\/","title":{"rendered":"Irland: Das Nein zum Vertrag von Lissabon schockiert das politische und \r\n      &#246;konomische Establishment"},"content":{"rendered":"<p>  Privatisierung und Arbeitnehmerrechte sind Schl&#252;sselthemen in der   Debatte um die Kampagnen zum Referendum<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i><b>von Kevin McLoughlin, Socialist Party (Schwesterorganisation der   SAV und Sektion des CWI in Irland), Dublin, 14. Juni 2008<\/b><\/i><\/p>\n<p>  Mit einer f&#252;r eine solche Abstimmung vergleichsweise hohen   Wahlbeteiligung von 53,1 Prozent wurde vergangenen Donnerstag (12.6.)   der &#8220;Vertrag von Lissabon&#8221; (die umbenannte EU-Verfassung) in Irland mit   53,4 Prozent zu 46,6 Prozent deutlich abgelehnt. Da die Nein-Seite in   jeder Meinungsumfrage bis zur letzten Woche noch zur&#252;ck lag, stellt dies   einen schweren Schock f&#252;r das politische wie auch das wirtschaftliche   Establishment in Irland dar.<\/p>\n<p>  Die Regierung mit Taoiseach (Premierminister) Brian Cowen, die meisten   Oppositionsparteien (einschlie&#223;lich der Labour-Party), Bauern- und   Arbeitgeberverb&#228;nde, die Mehrzahl der Gewerkschaftsvorsitzenden,   Kirchen, Medien und jedes andere Mitglied des Establishments hatten   zuvor ihre enormen Ressourcen miteinander verbunden und benutzt, um zu   einem &#8222;Ja&#8220; aufzurufen. Ob dieser Abstimmungsniederlage sind sie nun alle   reichlich fassungslos.<\/p>\n<p>  Damit haben auch die Interessen der Gro&#223;unternehmen und die politische   Elite, die die EU kontrollieren, einen D&#228;mpfer erhalten. &#8222;Bei allem   Respekt vor der irischen Abstimmung k&#246;nnen wir nicht hinnehmen, dass die   gewaltige Mehrheit Europas von einer Minderheit einer Minderheit der   Minderheit betrogen wird&#8221;, so der Kommentar von Axel Sch&#228;fer (SPD),   Vorsitzender der Bundestagskommission f&#252;r Europaangelegenheiten. Einige   Kommentatoren forderten, dass Irland, ein Land mit weniger als einem   Prozent der europ&#228;ischen Bev&#246;lkerung, nicht einger&#228;umt warden darf, ganz   Europa &#8222;aufzuhalten&#8220;. Die Wahrheit ist allerdings, dass es in allen   EU-Mitgliedsstaaten Volksabstimmungen zum Vertrag von Lissabon h&#228;tte   geben m&#252;ssen, wenn die EU demokratisch w&#228;re. Und auf der Grundlage der   Ablehnung in Irland und vorangegangenen ablehnenden Abstimmungen zur   EU-Verfassung w&#228;re auch der Vertrag von Lissabon von der Arbeiterklasse   in vielen weiteren L&#228;ndern abgewiesen worden. Die wahre Minderheit, die   das Leben von Millionen von Europ&#228;erInnen beherrscht, sind die winzigen   jeweiligen herrschenden Klassen.<\/p>\n<p>  Die Socialist Party war wichtiger Teil der Nein-Kampagne. Wir   verkn&#252;pften unsere eigenen und unabh&#228;ngigen Aktivit&#228;ten mit der   Teilnahme an der breiteren, losen &#8222;Kampagne gegen die EU-Verfassung&#8221;   (&#8222;Campaign Against the EU Constitution, CAEUC&#8220;), die dreizehn andere   Parteien, Gruppierungen und AktivistInnen einschloss, welche eine   fortschrittliche und linke Position voranbrachten. &#8222;Sinn Fein&#8221;, die   einzige Partei mit Parlamentsabgeordneten gegen den Lissabon-Vertrag,   war besonders in den Medien prominent vertreten. Doch ihre zentrale   Forderung, dass der Lissabon-Vertrag nachverhandelt werden k&#246;nne und   m&#252;sse, war schwach und m&#246;glicherweise nur eine Vorbereitung darauf, ein   solches Abkommen dann zu unterst&#252;tzen, wenn sie selbst an einer   zuk&#252;nftigen Regierung beteiligt werden.<\/p>\n<h4>  Entscheidende Rolle von Joe Higgins<\/h4>\n<p>  Es ist keine &#220;bertreibung zu sagen, dass der Repr&#228;sentant der &#8222;Socialist   Party&#8220;, Joe Higgins, eine absolut entscheidende Rolle beim Kurs der   Kampagne spielte. Joe war einer der f&#228;higsten Vertreter der   &#8222;Nein-Fraktion&#8220;, der sich der Argumentation der etablierten Politiker   und der Industrievertreter annahm. Dies wird allgemein anerkannt. In der   gestrigen Ausgabe der Tageszeitung &#8222;Evening Herald&#8220; brachte die   Medienanalystin und -beraterin Terry Prone eine Liste mit zehn Punkten,   weshalb der Lissabon-Vertrag abgelehnt worden ist. Und Joe Higgins ist   unter diesen ersten zehn. &#8222;Sie haben nicht verstanden, welchen Einfluss   Au&#223;enseiter wie Joe Higgins haben. Joe Higgins ist eine Institution. Er   ist mehr als ein Kuriosum. Auch Menschen, deren Herz nicht links   schl&#228;gt, identifizieren sich mit ihm, weil sie ihn als geradeaus und   leidenschaftlich und geistreich betrachten. Wenn er sagt, dass die   Gesundheitsversorgung privatisiert werden wird, dann sch&#252;ttelt es sie.&#8220;<\/p>\n<p>  W&#228;hrend der Kampagne ums Referendum behauptete die &#8220;Ja&#8221;-Fraktion, dass   der Lissabon-Vertrag haupts&#228;chlich zur Modernisierung der EU und zur   Ver&#228;nderung der EU-Strukturen diene, damit eine gr&#246;&#223;ere EU effizienter   arbeiten kann. Es wurde versucht, die wichtigen polititschen,   &#246;konomischen und milit&#228;rischen Aspekte, die der lange und praktisch   nicht lesbare Vertrag enth&#228;lt, zu relativieren.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend die Socialist Party eher allgemein mit dem Thema der   Militarisierung im Lissabon-Vertrag umging, konzentrierten wir uns   darauf, inwiefern der Vertrag die Privatisierung so grundlegender   &#246;ffentlicher Bereiche wie Gesundheit und Bildung erleichtert und wie er   einen Angriff auf die L&#246;hne, Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerrechte   bedeutet.<\/p>\n<p>  Der Vertrag von Lissabon wurde bewusst so geschrieben und mit   angeh&#228;ngten Protokolltexten verkompliziert, um es noch schwerer zu   machen, seinen neoliberalen und arbeitnehmerfeindlichen Inhalt   herauslesen zu k&#246;nnen. Enthalten ist auch eine sogenannte Charta der   Grundrechte, die keine neuen Rechte f&#252;r ArbeiternehmerInnen anf&#252;gt, aber   von der sozialdemokratischen (Erg. d. &#220;bers.) Labour-Partei und   Gewerkschaftsf&#252;hrern als Rechtfertigung f&#252;r die &#8220;Ja&#8221;-Kampagne   herangezogen wurde.<\/p>\n<p>  Im Gegensatz zum letzten Mal, als das Establishment erfolgreich sagen   konnte, man soll dem Vertrag zustimmen und mit dem Mantra spielte:   &#8220;verwehrt den zehn L&#228;ndern Osteuropas nicht das Recht, der EU   beizutreten&#8221;, konnte diesmal kein starkes Argument vorgebracht werden,   das ihre Kampagne h&#228;tte umrahmen k&#246;nnen. Die, die die &#8220;Ja&#8221;-Kampagne   f&#252;hrten, wollten den aktuellen Details des Vertrages von Lissabon   ausweichen und stattdessen weiterhin das Argument in den Mittelpunkt   stellen, dass Europa gut f&#252;r Irland ist. Damit wurden die sich   ver&#228;ndernden wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen, die die   arbeitenden Menschen Irlands erfahren, ausgeklammert.<\/p>\n<p>  Artikel 188c des Vertrages von Lissabon w&#252;rde es &#8211; durch die Aufhebung   des Vetorechts einzelner Staaten bei Handelsabkommen in den Bereichen   Gesundheit und Bildung &#8211; erm&#246;glichen, dass Finanzspekulanten das Recht   erhalten, zu intervenieren und sich die Rosinen, die am meisten   profitablen Teile in Gesundheit und Bildung herauszupicken. Diese   kapitalistischen Aasgeier w&#252;rden neue Geb&#252;hrensysteme einf&#252;hren und den   &#246;ffentlichen Sektor grundlegend unterminieren.<\/p>\n<p>  Mit dem Vertrag von Lissabon wird mit der Politik fortgefahren, die das   Recht auf Handel und &#8220;Gesch&#228;fte zu t&#228;tigen&#8221; &#8211; mit anderen Worten: das   Recht, Profite zu erwirtschaften und auszubeuten &#8211; in den Mittelpunkt   der EU und &#252;ber die Rechte von ArbeitnehmerInnen auf angemessene   Bezahlung und Arbeitsbedingungen stellt. Dar&#252;ber hinaus wird es dem   Europ&#228;ischen Gerichtshof erleichtert, damit fortzufahren, neue Urteile   zu f&#228;llen, die Gro&#223;konzerne gegen&#252;ber ArbeitnehmerInnen bevorteilen (wie   z.B. in den F&#228;llen von Laval und Ruffert schon geschehen).<\/p>\n<h4>  Privatisierung und Arbeitnehmerrechte sind Hauptaspekte der   Auseinandersetzung<\/h4>\n<p>  Die Themen, zu denen sich durch die gesamte Kampagne um die Abstimmung   des Lissabon-Vertrages die gr&#246;&#223;ten Auseinandersetzungen abspielten,   waren Privatisierung und Arbeitnehmerrechte. Die Socialist Party half   mit Joe Higgins&#8217; Einflussnahme und auch &#252;ber unsere gro&#223;en Plakate zu   diesen Punkten, die in den wichtigsten St&#228;dten zu sehen waren, diese   Themen auf die Tagesordnung zu dr&#228;ngen. Zwei Plakate der Socialist Party   titelten: &#8216;Keine Privatisierung von Gesundheit und Bildung &#8211; Nein zu   Lissabon&#8217; und &#8216;Verteidigt Arbeiterl&#246;hne und Arbeitsbedingungen &#8211; Nein zu   Lissabon&#8217;. Im Vergleich zu nahezu allen anderen Plakaten, die   uninteressante, inhaltslose Slogans brachten, machten unsere deutliche   Aussagen zu den Schl&#252;sselthemen und zeigten echte Wirkung. In einer   Radiodebatte beklagte sich Gesundheitsministerin Mary Harney bitterlich,   dass Joe Higgins und die Socialist Party im ganzen Land Plakate geklebt   hatten, auf denen behauptet wurde, dass die Gesundheitsversorgung   privatisiert werden w&#252;rde. In einer Email einer W&#228;hlerin an die   Socialist Party wurde festgestellt: &quot;Ich muss sagen, dass ich wirklich   zwiegespalten war, bis ich Ihre Plakate sah. Als ich mitbekam, dass SF   [Sinn Fein] die einzige Partei war, die f&#252;r ein &#8220;Nein&#8221; eintrat, war ich   kurz davor, mit &#8220;ja&#8221; zu stimmen, weil ich kein SF-Fan bin. Aber als   langj&#228;hrige Anh&#228;ngerin von Ihnen und all Ihrer Ansichten, beeinflusste   mich Ihr Plakat, das zu einem &#8220;nein&#8221; aufrief, in meiner Entscheidung&quot;.<\/p>\n<p>  Tagein, tagaus klagte die &#8220;Ja&#8221;-Fraktion einschlie&#223;lich der F&#252;hrung von   Labour-Party und Gewerkschaften die Socialist Party und die   &#8220;Nein&#8221;-Fraktion unverbl&#252;mt an, &#8220;Panikmache&#8221; zu betreiben und sie   behaupteten, dass &#246;ffentlicher Dienst und Arbeitnehmerrechte durch ein   &#8220;ja&#8221; bei der Abstimmung abgesichert w&#252;rden. In diesem Zusammenhang ist   es sehr bedeutsam, dass der Vertrag von Lissabon ausdr&#252;cklich von   entscheidenden Teilen der Arbeiterklasse zur&#252;ckgewiesen worden ist.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend der Abstimmungskampagne unterst&#252;tzen die Medien die   &#8220;Ja&#8221;-Fraktion, indem sie versuchten, die Argumentation der   &#8220;Nein&#8221;-Kampagne zu unterminieren. F&#252;r einige Menschen mag es ausgesehen   haben, als ob die Auseinandersetzung zum Stillstand gekommen sei, da   einer Behauptung der einen Seite, die Gegendarstellung der anderen Seite   auf den Fu&#223; folgte. Es kam mithin die wichtige Frage auf, ob man auf das   vertrauen w&#252;rde, was politisches und wirtschaftliches Establishment &#252;ber   den Lissabon-Vertrag verbreiten w&#252;rden. Der Instinkt bedeutender Teile   der Arbeiterklasse zeigte den Eliten deutlich, dass sie ihr nicht   vertrauen!<\/p>\n<p>  Nach 15 Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs in Irland, einer   fehlenden politischen Alternative und ausbleibenden Massenbewegungen der   arbeitenden Menschen wurden nun die Gem&#252;ter, die Zuversicht und die   Einstellungen der Menschen ber&#252;hrt. Die Ablehnung des Vertrags von   Lissabon bleibt eine definitve Aussage der Arbeiterklasse. Von den   Kommentatoren wurde offen anerkannt, dass das Abstimmungsergebnis   zeigte, dass die Arbeiterklasse im Gegensatz zur Mittelschicht und zu   wohlhabenden Gebieten, wo der Lissabon-Vertrag Akzeptanz fand, st&#228;rker   an dem Referendum teilnahm<\/p>\n<p>  Es gab reaktion&#228;re Elemente auf Seiten der &#8220;Nein&#8221;-Fraktion wie z.B.   &#8216;Libertas&#8217;, eine vom neoliberalen irischen Milliard&#228;r Declan Ganley   gegr&#252;ndete Gruppierung. Unter dem Dach von &#8220;Coir&#8221; wurden religi&#246;se   Randgruppen und reaktion&#228;re Abtreibungsgegner zusammen gebracht. Als   Versuch, die Menschen einzusch&#252;chtern und doch noch mit &#8220;ja&#8221; zu stimmen,   wurde diesen Gruppierungen vor allem in den letzten Wochen der Kampagne   unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig gro&#223;e Beachtung geschenkt. Dennoch stie&#223;en w&#228;hrend der   Kampagne die Aspekte wie z.B. drohende steigende K&#246;rperschaftssteuern,   Abtreibung etc., die solche Gruppen herausstellten, nicht auf gr&#246;&#223;ere   Resonanz.<\/p>\n<h4>  Medien und Regierung versuchen den Sieg der &#8220;Nein&#8221;-Kampagne zu verdrehen<\/h4>\n<p>  In der Zeit nach dem Referendum werden die Medien und die Regierung   versuchen, die Gr&#252;nde der Menschen mit &#8220;nein&#8221; zu stimmen, zu verdrehen.   In einer Email an die Socialist Party erkl&#228;rte eine Frau jedoch: &quot;Ich   bin w&#252;tend auf unsere politischen Vertreter. Ich hatte das Gef&#252;hl, dass   sie die &#8220;Nein&#8221;-Kampagne und die Intelligenz der irischen W&#228;hlerInnen   abgetan und sie herabgesetzt haben. Ihr habt allerdings meine eigene   Sichtweise auf Europa, die Globalisierung und Privatisierung sowie die   Aush&#246;hlung der Demokratie sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Bedenken,   die, wie ich wei&#223;, viele teilen. Als sie dann versuchten, die   &#8220;Nein&#8221;-Stimmen mit der Haltung zur Wehrpflicht und zur Abtreibung zu   erkl&#228;ren, stellte die Regierung die W&#228;hlerInnen als S&#252;ndenbock dar, um   sich selbst aus der Verantwortung zu stehlen. Und wie sie dies taten,   zeigt, wie weit sie sich von der Lebenswirklichkeit der irischen   ArbeiterInnen entfernt haben.&quot;<\/p>\n<p>  Was geschieht nun? Das Abstimmungsergebnis bedeutet nicht, dass der   Vertrag von Lissabon vom Tisch ist. Es ist anzunehmen, dass das   EU-Establishment nicht genau wei&#223;, was es nun tun soll. Man ist aber   fest entschlossen fortzufahren. F&#252;r sie ist entscheidend, die EU auf die   Intensivierung des Wettbewerbs mit den USA und China sowie den Wettlauf   um M&#228;rkte, Ressourcen und Einflussnahme vorzubereiten. Sollte die   Ratifizierung des Vertrages von Lissabon durch die jeweiligen   Regierungen nach diesem Referendum weitergehen, ist es wahrscheinlich,   dass sie damit auch durchkommen werden. Sie werden Irland m&#246;glicherweise   unter Druck setzen, ein erneutes Referendum einzuholen oder die Iren   andernfalls &#8220;zur&#252;ckzulassen&#8221;!<\/p>\n<p>  W&#228;hrend einige Oppositionsparteien, die den Lissabon-Vertrag unterst&#252;tzt   hatten, gesagt haben, dass sie gegen eine Wiederholung des Referendums   sind und eine solche zweite Abstimmung ganz eindeutig ernste Gefahren   f&#252;r das politische Establishment Irlands bedeuten w&#252;rde, hat die   Dubliner Regierung diese M&#246;glichkeit ganz bewusst noch nicht   ausgeschlossen.<\/p>\n<p>  Was klar ist, ist, dass das beste Echo auf diesen Sieg eine aktive   Antwort der Arbeiterklasse w&#228;re, bei der Menschen am Arbeitsplatz, in   den Stadtvierteln, den Schulen und Universit&#228;ten aktiv werden, um eine   Opposition zur kapitalistischen neoliberalen Politik aufzubauen. Die   Socialist Party wird alles in ihrer Macht stehende tun, um solche   Kampagnen und Bewegungen aufzubauen. &#196;u&#223;erst wichtig ist, dass das   Referendum die Kluft zwischen arbeitenden Menschen und dem Establishment   (einschlie&#223;lich der F&#252;hrer von Labour-Party und Gewerkschaften)   entbl&#246;&#223;t. Dies wirft die dringliche Notwendigkeit f&#252;r den Aufbau einer   neuen Massenpartei der arbeitenden Menschen auf.<\/p>\n<p>  Die Socialist Party f&#252;hrte eine lebhafte &#8220;Nein&#8221;-Kampagne, die zu   Medieninteresse f&#252;hrte, Massenplaktierungen beinhaltete, in der   Zehntausende von Flugbl&#228;ttern verteilt, in vielen Stadtzentren   Infotische veranstaltet, Hausbesuche unternommen und eine Reihe von   &#246;ffentlichen Treffen und Diskussionsveranstaltungen organisiert wurden.   Unsere Kampagne markierte definitiv einen Wendepunkt und entwickelte das   landesweite Profil der Socialist Party weiter.<\/p>\n<p>  Die Diskussionsveranstaltungen mit f&#252;hrenden K&#246;pfen der &#8220;Ja&#8221;-Kampagne,   die wir in Cork, Limerick und Dublin organisiert haben, waren die   gr&#246;&#223;ten &#246;ffentlichen Debatten zu diesem Thema in besagten St&#228;dten und   hatten eine wichtige Bedeutung. Die Teilnehmerzahl lag jeweils bei 170,   100 bzw. 200 Menschen.<\/p>\n<p>  Die Socialist Party h&#228;lt in den kommenden Wochen Nachtreffen zur   Abstimmung &#252;ber den Vertrag von Lissabon in mehreren St&#228;dten ab und wir   sind &#252;berzeugt, dass uns wegen der Rolle, die die Socialist Party bei   diesem wichtigen Sieg spielte und aufgrund unserer klar sozialistischen   Alternative zum neoliberalen Kapitalismus neue Leute beitreten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Privatisierung und Arbeitnehmerrechte sind Schl&#252;sselthemen in der<br \/>\n      Debatte um die Kampagnen zum Referendum\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[46],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12697"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12697\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}