{"id":12620,"date":"2008-04-14T02:00:00","date_gmt":"2008-04-14T02:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12620"},"modified":"2008-04-14T02:00:00","modified_gmt":"2008-04-14T02:00:00","slug":"12620","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/04\/12620\/","title":{"rendered":"Stolberg: 450 gegen Nazi-Aufmarsch"},"content":{"rendered":"<p>  800 gewaltbereite Neonazis marschierten am vergangenen Samstag durch   Stolberg in Nordrhein-Westfalen. Anlass war der Tod eines 19-j&#228;hrigen,   den die freien Nationalisten und die NPD zu einem M&#228;rtyrer erkl&#228;ren   m&#246;chten. Von einem &#8222;Trauermarsch&#8220; f&#252;r einen &#8222;Kameraden&#8220; war die Rede.   Obgleich Eltern, Freunde und Mitsch&#252;lerInnen des Todesopfers seine   Darstellung als Rassist oder Nazi zur&#252;ck weisen. Zu ihrem &#8222;Trauermarsch&#8220;   reisten die Nazis mit Schlaghandschuhen, einer Axt, Pfefferspray und   anderen Waffen an.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Doreen Ullrich, Aachen<\/i><\/h4>\n<p>  Trotz k&#252;rzester Mobilisierungszeit sammelten sich 450   GegendemonstrantInnen die versuchen wollten den Naziaufmarsch zu   verhindern. Angemeldet worden war die Demonstration von dem Aachener   Ratsmitglied der LINKEN und SAV-Mitglied Marc Treude.<\/p>\n<p>  Nach einer kurzen Blockade des Aufmarschortes, wo wenig sp&#228;ter die Nazis   eintreffen sollten, mussten die AntifaschistInnen aber der Polizei   weichen, die deutlich machte das sie notfalls auch mit Gewalt den   Neonazis den Platz freimachen w&#252;rde. An einem Versammlungsort in der   N&#228;he wurde dann eine Gegenkundgebung mit anschlie&#223;ender spontaner   Demonstration durch die Stolberger Innenstadt organisiert.<\/p>\n<p>  In den Tagen vor der Demonstration versuchten Polizei und die regionalen   Medien Angst bei der Bev&#246;lkerung zu sch&#252;ren. Immer wieder wurden dabei   AntifaschistInnen mit Nazis gleich gesetzt und als &#8222;Extremisten&#8220;   diffamiert. Von &#8222;Belagerungszustand&#8220; und &#8222;Ausnahmesituation&#8220; war die   Rede. Der Bev&#246;lkerung Stolbergs wurde geraten sich lieber in die   privaten vier W&#228;nde zur&#252;ckzuziehen.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend der Kundgebung redete unter anderem Nina Baucke, Mitglied im   Landesvorstand von Linksjugend [`solid] und auch in der SAV. Sie machte   deutlich welche Bedrohung Nazis heute f&#252;r MigrantInnen und Linke   darstellen und das nur eine starke antikapitalistische Bewegung in der   Lage ist, die Faschisten zu stoppen. Sie wies auch auf die Kampagne von   linksjugend [`solid] gegen die im Herbst geplanten   &#8222;Anti-Islam-Konferenz&#8220; der faschistischen Vereinigung ProK&#246;ln hin.<\/p>\n<p>  Manfred Engelhardt, ver.di-Mitglied und Vorsitzender der   Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerkspersonalr&#228;te NRW, stellte heraus,   dass KollegInnen verschiedenster Herkunft und Hautfarbe der braunen Brut   etwas entgegensetzen m&#252;ssen.<\/p>\n<p>  Auch Wolfgang Dressen, Mitglied im Landesvorstand der LINKEN NRW, sprach   und macht klar, dass weitere Aktionen folgen m&#252;ssen.<\/p>\n<p>  Weitere Mobilisierungen gegen Naziaufm&#228;rsche in der Region sind dringend   notwendig. Die NPD hat f&#252;r den 26. April einen weiteren &#8222;Trauermarsch&#8220;   angesetzt, f&#252;r den bundesweit mobilisiert werden soll. Redner bei dieser   Demonstration soll unter anderem ihr Bundesvorsitzender Udo Voigt sein.<\/p>\n<p>  Inzwischen ereignete sich im Keller des Hauses, in dem angeblich bis vor   kurzem noch die Familie des mutma&#223;lichen T&#228;ters wohnte, ein Brand.   Brandstiftung ist nach Angaben der &#246;rtlichen Medien nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>  Daraufhin versammelten sich vierzig AntifaschistInnen in einem spontanem   Zug durch die Aachener Innenstadt.<\/p>\n<p>  Gegen den geplanten Aufmarsch der NPD am 26. April muss ab jetzt massiv   &#252;berregional mobilisiert werden. Entscheidend dabei muss sein, dass auch   die Gewerkschaften gegen den Aufmarsch mobilisieren und massiv daf&#252;r   werben. Es ist die historische Aufgabe der Gewerkschaften KollegInnen   aller verschiedener Herk&#252;nfte und Hautfarben gegen das Anwachsen der   braunen Rattenf&#228;nger zu mobilisieren. Genauso ist es Aufgabe der Partei   DIE LINKE zumindest eine landesweite Mobilisierung ihrer Mitglieder und   Unterst&#252;tzerInnen ernsthaft zu betreiben.<\/p>\n<h5>  Ziel muss sei, am 26. April den Aufmarsch der Faschisten zu stoppen, um   deutlich zu machen : NO PASARAN! Sie kommen nicht durch &#8211; weder in   Stolberg noch anderswo!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      800 gewaltbereite Neonazis marschierten am vergangenen Samstag durch<br \/>\n      Stolberg in Nordrhein-Westfalen. Anlass war der Tod eines 19-j&#228;hrigen,<br \/>\n      den die freien Nationalisten und die NPD zu einem M&#228;rtyrer erkl&#228;ren<br \/>\n      m&#246;chten. Von einem &#8222;Trauermarsch&#8220; f&#252;r einen &#8222;Kameraden&#8220; war die Rede.<br \/>\n      Obgleich Eltern, Freunde und Mitsch&#252;lerInnen des Todesopfers seine<br \/>\n      Darstellung als Rassist oder Nazi zur&#252;ck weisen. 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