{"id":12608,"date":"2008-04-17T00:00:00","date_gmt":"2008-04-16T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12608"},"modified":"2012-05-15T15:29:48","modified_gmt":"2012-05-15T13:29:48","slug":"12608","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/04\/12608\/","title":{"rendered":"SPD auf Talfahrt"},"content":{"rendered":"<p>  Becks Partei hat in keinem Bundesland mehr eine Mehrheit<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die Wahlerfolge der LINKEN haben die Parteienlandschaft gr&#252;ndlich   durcheinandergewirbelt. DIE LINKE hat sich nach den Erfolgen in Bremen,   Hessen, Niedersachsen und Hamburg als f&#252;nfte Partei etabliert. Die   fr&#252;heren Zweier-Koalitionen sind &#8211; abgesehen von der Gro&#223;en Koalition &#8211;   zumeist keine Option mehr.<\/b><\/p>\n<p>  <b>In keinem Bundesland w&#228;re die SPD st&#228;rkste Kraft, wenn am Sonntag   Bundestagswahl w&#228;re (laut Forsa-Umfrage vom M&#228;rz).<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Gaetan Kayitare, Aachen<\/i><\/h4>\n<p>  Die Sozialdemokraten haben zu lange an das M&#228;rchen geglaubt, dass links   von der SPD keine Partei Fu&#223; fassen kann. Gerade in ihren fr&#252;heren   Hochburgen bricht die SPD jetzt ein. In Nordrhein-Westfalen f&#228;llt sie   gegen&#252;ber 2005 von 40 auf 23 Prozent ab. &#8222;In Ostdeutschland muss die   Partei damit rechnen, sich nicht mehr glaubhaft mit dem Etikett   Volkspartei versehen zu k&#246;nnen&#8220;, so die Berliner Zeitung vom 27. M&#228;rz.   Im Saarland kommt sie nur noch auf 16, DIE LINKE auf 29 Prozent.<\/p>\n<h4>  Dilemma der Herrschenden<\/h4>\n<p>  Egal wie bescheiden die Forderungen der LINKEN bislang sein m&#246;gen, die   Kapitalisten finden sie gef&#228;hrlich. Sie haben Angst davor, dass &#8211; bei   dem Unmut in der Arbeiterklasse &#8211; auch die kleinste Kritik am System   eine Lawine ausl&#246;sen kann. Nur, wie man DIE LINKE kleinkriegen kann, da   gehen &#8211; &#228;hnlich wie bei der SPD &#8211; die Meinungen auseinander: isolieren   oder durch Einbeziehung diskreditieren?<\/p>\n<p>  In der SPD-Debatte geht es nicht um eine inhaltliche Kurskorrektur,   geschweige denn um einen Schwenk nach links, sondern darum, wie die SPD   weiter Regierungspartei bleiben kann, ohne sich an die CDU zu ketten.<\/p>\n<p>  Kurt Beck, der SPD-Vorsitzende, versucht, die mit der Gro&#223;en Koalition   Unzufriedenen hinter sich zu scharen und eine &#214;ffnung der Partei   Richtung Tolerierung oder Koalition als neue Option durchzusetzen. Das   schmeckt nicht allen in der Parteif&#252;hrung, wie die &#196;u&#223;erungen von   Frank-Walter Steinmeier, Peter Struck oder Peer Steinbr&#252;ck zeigen.<\/p>\n<h4>  Rot-Rot?<\/h4>\n<p>  Jetzt, wo die Gr&#252;nen sich auch noch der CDU &#246;ffnen, haben Beck und Co.   Angst davor, ohne Koalitionspartner dazustehen. Die Einbeziehung der   LINKEN soll eben dies verhindern und sie gleichzeitig nach rechts   dr&#252;cken. Das Tabu, mit der LINKEN im Westen nicht zu koalieren, ist   jedenfalls gefallen. Eine solche Koalition einzugehen w&#228;re aber eine   Falle f&#252;r DIE LINKE, weil man mit der SPD nur Politik gegen die Masse   der Bev&#246;lkerung machen kann.<\/p>\n<p>  DIE LINKE k&#246;nnte noch mehr SPD-W&#228;hler binden, wenn sie sich konsequent   links profilieren und eine k&#228;mpferische Oppositionspolitik leisten   w&#252;rde. Eine Koalition auf L&#228;nderebene im Westen w&#228;re dagegen ein   weiterer Schritt in Richtung Regierungsbeteiligung auf Bundesebene. Die   F&#252;hrung der LINKEN ist dazu bereit, wie die Debatten um Hessen gezeigt   haben. Es liegt an der Basis der LINKEN, diesen Schritt zu verhindern   und jeglichen Koalitionen mit prokapitalistischen Parteien eine Absage   zu erteilen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Becks Partei hat in keinem Bundesland mehr eine Mehrheit\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,25,83],"tags":[203],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12608"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12608"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12608\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}