{"id":12607,"date":"2008-04-16T00:00:00","date_gmt":"2008-04-16T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12607"},"modified":"2008-04-16T00:00:00","modified_gmt":"2008-04-16T00:00:00","slug":"12607","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/04\/12607\/","title":{"rendered":"Arbeitszeitverk&#252;rzung muss die Losung sein"},"content":{"rendered":"<p>  Eine Hiobsbotschaft jagt die n&#228;chste: W&#228;hrend eine ganze Latte von   Konzernen das Jahr mit der Ank&#252;ndigung von Entlassungen einl&#228;utet,   stehen weitere Arbeitszeitverl&#228;ngerungen auf dem Plan.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Nelli T&#252;gel, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Mit der vereinbarten Arbeitszeitverl&#228;ngerung f&#252;r westdeutsche Kommunen   setzt sich in der Tarifrunde im &#214;ffentlichen Dienst der Trend der   letzten Jahre fort. Auch im Tarifkonflikt bei der Post wollen die   Arbeitgeber eine Erh&#246;hung von 38,5 auf bis zu 41 Stunden f&#252;r die   BeamtInnen durchboxen. Zudem soll es im Kfz-Handwerk unentgeltliche   Arbeitszeitverl&#228;ngerungen von bis zu f&#252;nf Stunden geben.<\/p>\n<h4>  Streichkonzert<\/h4>\n<p>  Gleichzeitig rei&#223;t die Kette der Unternehmen, die weitere Stellen   abbauen, nicht ab. W&#228;hrend der Vorsteuergewinn von BMW im letzten   Gesch&#228;ftsjahr schlappe 3,7 Milliarden Euro betrug, will der Konzern   8.100 Arbeitspl&#228;tze (davon 7.500 in Deutschland) vernichten. Bei Henkel   sollen 3.000 Besch&#228;ftigte gehen, bei Continentals neuer Tochter VDO   4.000.<\/p>\n<p>  Im ersten Quartal k&#252;ndigten die Unternehmer an, in den kommenden Monaten   knapp 40.000 Entlassungen durchzuf&#252;hren. Die Commerzbank rechnet durch   die Finanzkrise sogar mit 100.000 Stellenk&#252;rzungen.<\/p>\n<p>  Arbeitszeitverl&#228;ngerung und Stellenabbau sind zwei Seiten derselben   Medaille. Einer Studie der Citybank zu Folge fallen mit der Verl&#228;ngerung   der Arbeitszeit von zum Beispiel 37,8 auf 40,4 Wochenstunden allein   800.000 Jobs weg.<\/p>\n<h4>  6,3 Millionen sind ohne Arbeit&#8230;<\/h4>\n<p>  W&#228;hrend die, die Arbeit haben, immer l&#228;nger arbeiten sollen, sind   Millionen Menschen ohne Stelle. 2007 gab es offiziell 3,77 Millionen   Arbeitslose. Aber: 6,34 Millionen waren insgesamt auf Arbeitslosengeld   angewiesen. Millionen Erwerbslose &#8222;blendet die Statistik der   Bundesagentur f&#252;r Arbeit aus&#8220; (so die FAZ vom 12. M&#228;rz).<\/p>\n<h4>  &#8230;andere macht Arbeit krank<\/h4>\n<p>  Zahlreiche Studien belegen, dass sich der Arbeitsdruck in den letzten   Jahren enorm erh&#246;ht hat. In einer Umfrage von ver.di zum Beispiel, an   der sich 3.350 Mitarbeiter von 41 Banken in Hessen beteiligt haben,   klagten 80 Prozent der Befragten &#252;ber Stress am Arbeitsplatz. Bei einer   &#228;hnlichen Umfrage 1995 hatte der Anteil der Gestressten noch bei 50   Prozent gelegen.<\/p>\n<p>  24 Prozent der Besch&#228;ftigten in Deutschland belastet der Zeitdruck und   die Anforderungen im Job so sehr, dass sie nicht glauben, unter diesen   Bedingungen bis zum Rentenalter weiterarbeiten zu k&#246;nnen. Jeder zehnte   Fehltag geht auf das Konto von psychischen Erkrankungen.<\/p>\n<h4>  F&#252;r die 30-Stunden-Woche!<\/h4>\n<p>  Die Antwort auf diesen Irrsinn hei&#223;t: Arbeitszeitverk&#252;rzung bei vollem   Lohn- und Personalausgleich. Und zwar in gro&#223;en Schritten, um die   Arbeitsbedingungen sp&#252;rbar zu verbessern und deutlich mehr Arbeitspl&#228;tze   zu schaffen. Angesichts der gerade beginnenden Finanz- und   Wirtschaftskrise kommt dieser Forderung noch viel st&#228;rkere Bedeutung zu.   N&#246;tig ist der Kampf f&#252;r die 30-Stunden-Woche. Allein bei den von der   Tarifrunde der letzten Wochen betroffenen 2,6 Millionen in Bund und   Kommunen k&#246;nnten so mehr als 600.000 Stellen neu geschaffen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Eine Hiobsbotschaft jagt die n&#228;chste: W&#228;hrend eine ganze Latte von<br \/>\n      Konzernen das Jahr mit der Ank&#252;ndigung von Entlassungen einl&#228;utet,<br \/>\n      stehen weitere Arbeitszeitverl&#228;ngerungen auf dem Plan.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[203],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12607"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12607"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12607\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12607"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12607"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12607"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}