{"id":12606,"date":"2008-04-15T00:00:00","date_gmt":"2008-04-15T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12606"},"modified":"2008-04-15T00:00:00","modified_gmt":"2008-04-15T00:00:00","slug":"12606","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/04\/12606\/","title":{"rendered":"BVG: 12 Tage vorm Werkstor, was jetzt?"},"content":{"rendered":"<p>  SPD-LINKE-Senat versucht Vollstreik der BVG auszusitzen<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Nach einem zw&#246;lft&#228;gigen Vollstreik im M&#228;rz gibt es bei den Berliner   Verkehrsbetrieben (BVG) zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses der   Solidarit&#228;t noch immer keinen Abschluss. Der Arbeitskampf wurde von   ver.di komplett ausgesetzt.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Viktor Frohmiller, Berlin <\/i><\/h4>\n<p>  Beinahe jeder rechnete anfangs damit, dass ein unbefristeter Vollstreik   den SPD-LINKE-Senat in Berlin zum Einlenken zwingt. Doch Klaus Wowereit,   Harald Wolf (LINKE) und Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) legten nicht   einmal drei Prozent im Schnitt auf den Tisch.<\/p>\n<p>  Die letzte Lohnerh&#246;hung bei der BVG gab es im vergangenen Jahrhundert.   Vor rund zwei Jahren wurde die Belegschaft in Neubesch&#228;ftigte (Verluste   von 30 Prozent) und Altbesch&#228;ftigte gespalten. Zur Spaltung dient auch   die Berlin Transport (BT), eine 100 prozentige Tochter der BVG, die &#8211;   unter Rot-Rot gegr&#252;ndet &#8211; die M&#246;glichkeit bietet, rund 1.000   BusfahrerInnen unter BVG-Tarif zu bezahlen. DIE LINKE Berlin lie&#223; dies   geschehen. Aus ihren Reihen wurden jetzt die Busfahrer einer   &#8222;westberliner Mentalit&#228;t der &#220;berversorgten&#8220; gescholten.<\/p>\n<h4>  Wie konnte Rot-Rot damit durchkommen?<\/h4>\n<p>  ver.di Berlin verzichtete auf jede Zuspitzung gegen&#252;ber dem Senat. Es   gab keinerlei Aktionen vor dem Roten Rathaus oder den Parteizentralen   von SPD und der LINKEN. Als Lucy Redler, BASG- und SAV-Mitglied, in   einer Rede vor den Streikenden dazu aufrief, gab es tosenden Applaus.   ver.di-Verhandlungsf&#252;hrer Frank B&#228;sler beschwichtigte: &#8222;Nicht heute&#8220;,   &#8222;das kommt noch&#8220;. Am n&#228;chsten Tag wurde die Streikpause verk&#252;ndet.<\/p>\n<p>  Kurz vor Aussetzen des Streiks gab es einen &#8222;Sternmarsch&#8220;, von dem die   BVGler in zahlreichen Dienststellen erst hinterher aus der Zeitung   erfuhren. Von &#252;ber 10.000 Streikenden kamen gerade mal 1.000 &#8211; und das   nicht, weil die KollegInnen nicht bereit waren zu protestieren!<\/p>\n<p>  Die &#214;ffentlichkeitsarbeit wurde von ver.di fast eingestellt. B&#252;rgerliche   Zeitungen machten Stimmung gegen die Streikenden. Streikbrecher &#8211; die es   aber gar nicht erst versuchten, den Ausstand tats&#228;chlich zu unterlaufen   &#8211; wurden auf der Titelseite des Berliner Kurier, einem gro&#223;en Berliner   Boulevardblatt, gefeiert (siehe Foto). Notwendig w&#228;re es gewesen, gegen   diese Hetze eine ver.di-Massenzeitung zu produzieren. Damit h&#228;tten &#252;ber   10.000 Bus- und Bahnfahrer im Streik auf zentralen Pl&#228;tzen mit den   BerlinerInnen diskutieren und ihre Argumente vorbringen k&#246;nnen. Auch   hier h&#228;tte der SPD-LINKE-Senat ins Visier genommen werden k&#246;nnen. Und   der Schulterschluss mit anderen Besch&#228;ftigten w&#228;re m&#246;glich gewesen.<\/p>\n<p>  Aber gemeinsame Proteste der BVGler mit den 60.000 Besch&#228;ftigten des   Landes, im Einzelhandel, bei den Wasserbetrieben und der Stadtreinigung   &#8211; alle zum damaligen Zeitpunkt in Tarifauseinandersetzungen &#8211; wurden von   ver.di vermieden. Es gab Solidarit&#228;tserkl&#228;rungen von unten zum Beispiel   von der Betriebsgruppe der Charit&#233; und von IG-Metall-Betriebsr&#228;ten. Doch   gemeinsame Aktionen &#8211; Fehlanzeige!<\/p>\n<p>  <b>Noch ist ein Neustart m&#246;glich. Der muss mit aller Entschlossenheit   hingelegt werden!<\/b><\/p>\n<p>  <i>Viktor Frohmiller ist Azubi bei der BVG<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      SPD-LINKE-Senat versucht Vollstreik der BVG auszusitzen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,17],"tags":[203],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12606"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12606"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12606\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12606"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12606"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12606"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}