{"id":12599,"date":"2008-04-08T00:00:00","date_gmt":"2008-04-08T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12599"},"modified":"2008-04-08T00:00:00","modified_gmt":"2008-04-08T00:00:00","slug":"12599","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/04\/12599\/","title":{"rendered":"Post: Arbeitszeitverl&#228;ngerung droht"},"content":{"rendered":"<p>  Deutsche Post: 15.000 Jobs in Gefahr<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Am 1. April dieses Jahres legten 7.000 Post-Besch&#228;ftigte in 14   St&#228;dten die Arbeit nieder, um gegen Arbeitszeitverl&#228;ngerung und f&#252;r   einen verl&#228;ngerten Schutz vor betriebsbedingten K&#252;ndigungen zu   demonstrieren. Hintergrund ist, dass die Deutsche Post AG den am 31.   M&#228;rz 2008 ausgelaufenen Tarifvertrag zur Besch&#228;ftigungssicherung nicht   verl&#228;ngert.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Ronald Luther, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Der erstmals 1994 geschlossene Pakt schlie&#223;t seither betriebsbedingte   K&#252;ndigungen aus. Daf&#252;r gestand ver.di dem Konzern die Streichung eines   Arbeitszeitverk&#252;rzungstages (AZV-Tag) und Arbeitsverdichtung zu. Die   Vorteile dieser Vereinbarung &#8211; eine Reduzierung der Lohnkosten um fast   100 Millionen Euro &#8211; nahm die Post-Spitze gerne mit. Doch die   Arbeitsplatzgarantie ist f&#252;r sie jetzt Schnee von gestern.<\/p>\n<h4>  ver.di kompromissbereit<\/h4>\n<p>  Ende letzten Jahres kam es zur Einf&#252;hrung eines Post-Mindestlohns von 8   bis 9,80 Euro in der Stunde. Eine Folge davon ist, dass sich seit Anfang   des Jahres der Eingang von Auftr&#228;gen bei der Deutschen Post erh&#246;ht hat.   Statt aber mehr Besch&#228;ftigte einzustellen, will das Unternehmen nun eine   Verl&#228;ngerung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 41 Stunden f&#252;r die   55.000 Post-BeamtInnen durchsetzen. Eine solche Verl&#228;ngerung w&#252;rde laut   ver.di bis zu 15.000 Arbeitspl&#228;tze bei der Post kosten.<\/p>\n<p>  ver.di will das durch die Forderung nach zehn AZV-Tagen f&#252;r die rund   130.000 Tarifbesch&#228;ftigten kontern. Allerdnigs beinhaltet das die Gefahr   einer Spaltung zwischen ArbeiterInnen und Angestellten auf der einen und   BeamtInnen auf der anderen Seite. Die Haltung der Gewerkschaft muss ganz   klar sein: Keine Minute Arbeitszeitverl&#228;ngerung! Keine Zugest&#228;ndnisse   f&#252;r den weiteren Ausschluss betriebsbedingter K&#252;ndigungen!   Neueinstellungen erk&#228;mpfen &#8211; zumal schon Zehn- tausende Stellen   gestrichen wurden!<\/p>\n<h4>  Arbeitgeber-Provokation<\/h4>\n<p>  Es ist notwendig, dass ver.di auf die Provokation mit der sofortigen   Einleitung einer Urabstimmung &#252;ber einen unbefristeten Streik bei der   Post und mit offensiven Forderungen wie der Einf&#252;hrung einer   35-Stunden-Woche als ersten Schritt hin zu einer 30-Stunden-Woche   reagiert. Mit der Forderung nach Arbeitszeitverk&#252;rzung bei vollem Lohn-   und Personalausgleich w&#252;rde nicht nur die Streikfront der   Post-Besch&#228;ftigten stehen, sondern die Streikenden k&#246;nnten sich auch der   Solidarit&#228;t aus der Bev&#246;lkerung sicher sein.<\/p>\n<h4>  Gemeinsam streiken<\/h4>\n<p>  Die BeamtInnen &#8211; um deren Arbeitszeiten es eigentlich geht &#8211; werden von   der ver.di-Spitze nicht in die Kampfma&#223;nahmen einbezogen. Das ist ein   Fehler. Es ist schlie&#223;lich nicht &#8222;gottgegeben&#8220;, dass BeamtInnen das   Streikrecht vorenthalten wird. Auch f&#252;r alle anderen Besch&#228;ftigten   musste die Arbeiterbewegung das Streikrecht in der Vergangenheit hart   erk&#228;mpfen. Es wird Zeit, dass ver.di endlich einen ernsthaften Kampf   daf&#252;r f&#252;hrt, dass BeamtInnen dieses Grundrecht nicht l&#228;nger vorenthalten   wird. Denn nur ein gemeinsamer Streik kann verhindern, dass das   Unternehmen die BeamtInnen zum Beispiel &#252;ber Notdienstverordnungen zu   Streikbrechert&#228;tigkeiten zwingt. Gemeinsame Demonstrationen aller   Post-Besch&#228;ftigten k&#246;nnen ein Anfang sein, um die gesamte Kampfkraft zu   mobilisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Deutsche Post: 15.000 Jobs in Gefahr\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17],"tags":[203],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12599"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12599"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12599\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12599"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12599"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12599"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}