{"id":12591,"date":"2008-04-02T00:00:00","date_gmt":"2008-04-02T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12591"},"modified":"2008-04-02T00:00:00","modified_gmt":"2008-04-02T00:00:00","slug":"12591","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/04\/12591\/","title":{"rendered":"Netzwerk: Stellungnahme zum Tarifabschluss im &#214;ffentlichen Dienst Bund &amp; \r\n      Kommunen"},"content":{"rendered":"<p>  dokumentiert: Stellungnahme des <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-verdi.de\">Netzwerks   f&#252;r eine k&#228;mpferische und demokratische ver.di<\/a>: &quot;<i>Es   wurde deutlich, dass die &#246;ffentlichen Arbeitgeber durch die   beeindruckenden Warnstreiks massiv unter Druck gerieten. [&#8230;] die volle   Durchsetzung der Forderungen ohne jegliche Kompensationen w&#228;re m&#246;glich   gewesen.<\/i>&quot;<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  &quot;<i>Das Netzwerk fordert eine Abstimmung unter ver.di Mitgliedern   &#252;ber das Verhandlungsergebnis. Das Netzwerk lehnt diesen Abschluss ab.   Es wurde deutlich, dass die &#246;ffentlichen Arbeitgeber durch die   beeindruckenden Warnstreiks massiv unter Druck gerieten. Sch&#228;uble als   Verhandlungsf&#252;hrer des Bundes hatte den klaren Auftrag, ein Angebot   vorzulegen, mit dem Streiks im &#214;ffentlichen Dienst verhindert werden   konnten. Doch die volle Durchsetzung der Forderungen ohne jegliche   Kompensationen w&#228;re m&#246;glich gewesen. <\/i><\/p>\n<p>  <i>Kampflos hat ver.di &#8222;Kr&#246;ten&quot; geschluckt, die nicht notwendig waren. <\/i><\/p>\n<p>  <i>Die Reallohnverluste seit 2004 werden mit dem Lohnabschluss nicht   wett gemacht. Inflationsbereinigt bedeutet die Lohnerh&#246;hung auf 24   Monate nur1,9 Prozent. Die Wut in den Betrieben war enorm und die volle   Durchsetzung der 200 Euro beziehungsweise 8 Prozent f&#252;r das Jahr 2008   w&#228;re mit einem Vollstreik m&#246;glich gewesen. <\/i><\/p>\n<p>  <i>Der Arbeitszeitverl&#228;ngerung h&#228;tte nicht zugestimmt werden d&#252;rfen.   Notwendig ist Arbeitszeitverk&#252;rzung bei vollem Lohn- und   Personalausgleich. Denn Arbeitszeitverl&#228;ngerung bedeutet weiteren   Stellenabbau und Zunahme von Stress. Die Arbeitszeitverl&#228;ngerung h&#228;tte   mit konsequentem Arbeitskampf abgewehrt werden k&#246;nnen. Hier h&#228;tte ver.di   schon zu Beginn, als die Arbeitgeber ihre Absicht erkl&#228;rten, eine klare   Gegenforderung aufstellen m&#252;ssen &#8211; nein zur Arbeitszeitverl&#228;ngerung,   stattdessen Vereinheitlichung auf 38,5 Stunden bei vollem Lohn- und   Personalausgleich f&#252;r alle. Dies h&#228;tte der erste Schritt sein k&#246;nnen, um   in der n&#228;chsten Runde f&#252;r weitere drastische Arbeitszeitverk&#252;rzung zu   k&#228;mpfen. <\/i><\/p>\n<p>  <i>Mit dem Abschluss wurde eine weitere Differenzierung und Aufsplittung   hingenommen. Schon der TV&#214;D hat eine Differenzierung f&#252;r die   Besch&#228;ftigten bedeutet, was die M&#246;glichkeit f&#252;r gemeinsamen Kampf   eingeschr&#228;nkt hat. Zus&#228;tzlich soll es nun f&#252;r die Pflegekr&#228;fte in den   Krankenh&#228;usern separate Tarifvertr&#228;ge geben. Das bedeutet eine weitere   Schw&#228;chung der Ausgangsposition f&#252;r alle Besch&#228;ftigten. <\/i><\/p>\n<p>  <i>Die Laufzeit von zwei Jahren n&#252;tzt nur den Arbeitgebern. Sie wollten   einen Streik im Bundestagswahljahr 2009 verhindern. Damit hat ver.di ein   Druckmittel aus den H&#228;nden gegeben, mit dem die Besch&#228;ftigten im   n&#228;chsten Jahr noch mehr h&#228;tten herausholen k&#246;nnen. N&#228;chstes Jahr   befinden sich auch die Landesbesch&#228;ftigten in Tarifauseinandersetzungen.   Mit einer 12-monatigen Laufzeit h&#228;tte man f&#252;r n&#228;chstes Jahr die   Kampfkraft aller der Besch&#228;ftigten in Bund, Kommunen und L&#228;ndern b&#252;ndeln   k&#246;nnen. <\/i><\/p>\n<p>  <i>Die Ost-West-Spaltung wurde fortgeschrieben. F&#252;r Besch&#228;ftigte in   Ostdeutschland gibt es Abstriche bei der Lohnerh&#246;hung &#8211; anstatt ab   1.1.08 sollen die L&#246;hne und Geh&#228;lter erst ab 1.4.08 steigen. Und   ostdeutsche Besch&#228;ftigte sollen weiterhin 40 Stunden arbeiten. <\/i><\/p>\n<p>  <i>Die Besch&#228;ftigten im &#214;ffentlichen Dienst (inklusive Beamte und   Eigenbetriebe insgesamt 2,6 Millionen) haben ihre Kampfkraft w&#228;hrend der   beiden Warnstreikwellen unter Beweis gestellt. Das Argument der ver.di   F&#252;hrung gegen&#252;ber den Delegierten der Bundestarifkommission f&#252;r Annahme   des Angebots war, dass man mit Streik nicht h&#228;tte mehr herausholen   k&#246;nnen. Das ist eine v&#246;llig falsche Einsch&#228;tzung der Stimmung an der   Basis. Ein bundesweiter Vollstreik f&#252;r die volle Durchsetzung der   Forderungen w&#228;re m&#246;glich gewesen und h&#228;tte auch Signalwirkung auf andere   Betriebe und Gewerkschaften gehabt.<\/i>&quot;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      dokumentiert: Stellungnahme des <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-verdi.de\">Netzwerks<br \/>\n      f&#252;r eine k&#228;mpferische und demokratische ver.di<\/a>: &quot;<i>Es<br \/>\n      wurde deutlich, dass die &#246;ffentlichen Arbeitgeber durch die<br \/>\n      beeindruckenden Warnstreiks massiv unter Druck gerieten. 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