{"id":12583,"date":"2008-03-28T00:00:00","date_gmt":"2008-03-27T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12583"},"modified":"2012-08-21T12:52:51","modified_gmt":"2012-08-21T10:52:51","slug":"12583","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/03\/12583\/","title":{"rendered":"Erfolgreiche 11. SAV-Bundeskonferenz"},"content":{"rendered":"<p>  Vom ersten Mal und fr&#252;h aufstehen<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>130 Delegierte und Mitglieder aus 18 St&#228;dten versammelten sich &#252;ber   Ostern zur 11. Bundeskonferenz der SAV im hessischen Helmarshausen. &#220;ber   zweieinhalb Tage wurden internationale und deutsche Perspektiven, die   praktische Arbeit der SAV und des Komitees f&#252;r eine   Arbeiterinternationale (CWI) diskutiert, zwei Dokumente und weitere   Antr&#228;ge beschlossen und die Gremien der SAV neu gew&#228;hlt. <\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Sascha Stanicic, Berlin<\/i><\/h4>\n<p>  Die Konferenzdiskussionen waren gepr&#228;gt von der sich ausbreitenden   Weltwirtschaftskrise und ihren Folgen auf das Bewusstsein der   Arbeiterklasse, von der Zunahme von Streiks und   Klassenauseinandersetzungen in Deutschland, den Entwicklungen in der   Partei DIE LINKE und der Linksjugend[&quot;solid] und den vielen   erfolgreichen Aktivit&#228;ten der SAV im ganzen Bundesgebiet.<\/p>\n<p>  Michael Koschitzki, SAV-Bundesvorstandsmitglied aus Berlin, er&#246;ffnete   das erste Thema der Konferenz mit einem Referat zur internationalen   Lage. Er erl&#228;uterte die Hintergr&#252;nde der weltwirtschaftlichen   Krisenentwicklungen und betonte, dass diese zur tiefsten   Weltwirtschaftskrise seit Jahrzehnten f&#252;hren werden. In der Diskussion   wurde betont, dass diese Entwicklung nicht nur eine allgemeine   Best&#228;tigung der marxistischen Annahe von der Krisenhaftigkeit des   Kapitalismus ist, sondern dass auch im speziellen die vom CWI und der   SAV in den letzten aufgestellten Analysen und Perspektiven f&#252;r die   Weltwirtschaft sich best&#228;tigen.<\/p>\n<p>  Doch mehr als um die Ursachen der Krise drehte sich die Diskussion um   deren Folgen. Auch wenn keine exakten Vorhersagen dar&#252;ber gemacht werden   k&#246;nnen, waren sich die KonferenzteilnehmerInnen einig, dass diese   Weltwirtschaftskrise einen gesellschaftlichen Umbruch zur Folge haben   wird. Vor allem wird es zu einer weiteren qualitativen Zunahme der   Klassenpolarisierung kommen und damit einher wird sich das Bewusstsein   der Arbeiterklasse und der Jugend radikalisieren und die Offenheit f&#252;r   sozialistische Ideen massiv anwachsen. Ebenso wurde betont, dass es zu   einer Zunahme von Klassenk&#228;mpfen kommen wird, wenn dies auch nicht   notwendigerweise geradlinig und unmittelbar nach dem Einbruch der Krise   erfolgen muss.<\/p>\n<p>  Alexander, Taxifahrer aus Frankfurt\/Main, brachte seine ganz pers&#246;nliche   Sicht der Krisenprozesse in die Debatte ein. Er sagte, dass eine Krise   vor allem auch Angst bei Menschen ausl&#246;sen kann und dass Angst sowohl   demoralisieren k&#246;nne, aber auch einen Kampf ausl&#246;sen k&#246;nne: &#8222;Die   SAV-Mitgliedschaft ist bei mir der Faktor gegen die Ohnmacht. Vor allem   weil die SAV eine genaue Erkl&#228;rung der Krise gibt. Und weil die SAV   k&#228;mpft und K&#228;mpfe unterst&#252;tzt, wie den GDL-Streik.&#8220; Unter gro&#223;em Applaus   sprach er sich f&#252;r die Losung der Vergesellschaftung der Banken als   wichtiger Parole in der gegenw&#228;rtigen Bankenkrise aus.<\/p>\n<p>  SAV-Mitglieder, die an der lateinamerikanischen CWI-Schulung im Februar   diesen Jahres teilgenommen hatten, bereicherten die Diskussion mit   Redebeitr&#228;gen und Berichten &#252;ber Brasilien, Venezuela und Bolivien.<\/p>\n<h4>  Neue linke Formationen<\/h4>\n<p>  Marie Rosa, Mitglied der SAV in Aachen und auf dieser Konferenz in den   SAV-Bundesvorstand gew&#228;hlt, leitete die zweite Diskussion zum Thema   &#8222;Neue linke Formationen international&#8220; ein. Sie erkl&#228;rte, wie die Folgen   des Zusammenbruchs des Stalinismus und die Verb&#252;rgerlichung der meisten   fr&#252;heren Arbeiterparteien zu einer Situation gef&#252;hrt haben, in der in   den meisten L&#228;ndern der Aufbau neuer, breiter sozialistischer   Arbeiterparteien auf der Tagesordnung steht. Detailliert wurden in der   Diskussion verschiedene Erfahrungen von neuen linken Formationen &#8211; von   der italienischen PRC (Rifondazione Comunista) bis zur brasilianischen   P-SoL (Partei f&#252;r Sozialismus und Freiheit) &#8211; untersucht und die Haltung   der Schwesterorganisationen der SAV in verschiedenen L&#228;ndern diskutiert.   Tinette Schnatterer, die die letzten Monate in Frankreich verbracht   hatte, berichtete von dem neuen Projekt einer antikapitalistischen   Partei, das von der Revolution&#228;r-Kommunistischen Liga (LCR) initiiert   und von der SAV-Schwestergruppe Revolution&#228;re Linke (Gauche   Revolutionnaire) unterst&#252;tzt wird. Lucy Redler von der SAV-Bundesleitung   nannte die Haltung der neuen linken Formationen zu   Regierungsbeteiligungen mit pro-kapitalistischen Parteien, die Frage des   sozialistischen Programms und der aktiven Beteiligung am Klassenkampf   als die zentralen Herausforderungen f&#252;r neue linke Parteien. Hubert   Sch&#246;nthaler berichtete von den gro&#223;en Streikbewegungen in Griechenland   und w&#228;hrend der Konferenz wurde die &#252;bliche Aufforderung &#8222;mit dem   Kapital franz&#246;sisch reden&#8220; in &#8222;k&#228;mpfen wie in Griechenland&#8220; umgewandelt.<\/p>\n<p>  Sascha Stanicic wies in seinem Schlusswort zu dieser Diskussion darauf   hin, dass die Frage neuer Arbeiterparteien f&#252;r MarxistInnen eine   Schl&#252;sselfrage in der aktuellen Situation ist. Gleichzeitig betonte er,   dass dabei aber niemals die Aufgabe des Aufbaus der marxistischen Kr&#228;fte   vergessen werden darf und die Aufgabe eine doppelte ist: Aufbau der   marxistischen Organisation und Wiederaufbau breiter Organisationen der   Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>  Der internationale Auftakt der Konferenz unterstrich nicht nur, dass die   SAV eine internationalistische Organisation und Teil einer   Internationale ist, sondern auch die Bedeutung an alle politischen   Fragen mit einem internationalen Blickwinkel heranzugehen. Bevor am   zweiten Konferenztag dann die Entwicklungen in Deutschland im   Mittelpunkt der Diskussionen standen, wurden Gru&#223;adressen aus Sri Lanka,   Pakistan, Schweden, Polen und Gro&#223;britannien verlesen.<\/p>\n<h4>  DIE LINKE<\/h4>\n<p>  Der zweite Konferenztag wurde mit einem Referat &#252;ber die politischen   Aussichten f&#252;r Deutschland von Lucy Redler eingeleitet. Im Mittelpunkt   stand dabei die Entwicklung der Partei DIE LINKE und der   Linksjugend[&quot;solid] und das Verh&#228;ltnis der SAV zu Partei und   Jugendverband.<\/p>\n<p>  Ausgangspunkt der Diskussion war die massive Linksverschiebung im   Bewusstsein der Arbeiterklasse und Jugend in Deutschland und deren   Folgen. Die politische Krise der etablierten Parteien manifestiert sich   unter anderem darin, dass sie immer weniger in der Lage sind eine   einheitliche Politik zu formulieren und stabile Koalitionsregierungen zu   bilden. DIE LINKE ist dabei sowohl Ausdruck von   Bewusstseinsver&#228;nderungen in der Arbeiterklasse, wirkt aber auch auf   diese zur&#252;ck und hat in der letzten Periode das anti-neoliberale   Bewusstsein gest&#228;rkt.<\/p>\n<p>  Die Wahlerfolge der LINKEN und ihre hohen Umfragewerte dr&#252;cken   einerseits das Potenzial f&#252;r die Partei aus, andererseits wurde von   vielen RednerInnen die Warnung ausgesprochen, dass es keinen   Automatismus f&#252;r eine positive Entwicklung der Partei gibt. Die   Tatsache, dass sie zum Beispiel einen realen Stimmenverlust in Hessen   und Hamburg im Vergleich zu den Bundestagswahlen erlitten hat, zeigt,   dass sie ihr Potenzial nicht aussch&#246;pft. Dies nicht zuletzt, weil eine   parlamentarische Orientierung die Partei bis in Teile des linken Fl&#252;gels   dominiert. Deutlich wurde das, als ein junge Welt-Interview mit der zu   dem Marx21-Netzwerk (ehemals Linksruck) geh&#246;renden hessischen   Landtagsabgeordneten Janine Wissler zitiert wurde, die darin davon   spricht, dass die hessische LINKE mit der SPD auf gleichem Kurs sei und   viel von parlamentarischen Antr&#228;gen, aber wenig von   au&#223;erparlamentarischen Mobilisierungen redet.<\/p>\n<p>  Als zentrale Auseinandersetzungen innerhalb der Partei wurden die Frage   der Regierungsbeteiligung bzw. -tolerierung, das Verh&#228;ltnis zu den   Gewerkschaftsf&#252;hrungen und gewerkschaftlichen K&#228;mpfen und die Frage des   Sozialismus definiert.<\/p>\n<p>  Hier steht die SAV f&#252;r eine klare Ablehnung jeglicher   Regierungsbeteiligung mit pro-kapitalistischen Parteien und Ablehnung   jeglicher Beteiligung an Ma&#223;nahmen des Sozialabbaus, der Privatisierung   oder Arbeitsplatzvernichtung. Regierungsbeteiligungen einer   sozialistischen Partei m&#252;ssen sich auf die Mobilisierung der   Arbeiterklasse und der Jugend st&#252;tzen und die &#220;berwindung des   Kapitalismus zum Ziel haben. Gleichzeitig wurde betont, dass diese   Position nachvollziehbar erkl&#228;rt werden muss, da auch in Teilen der   Arbeiterklasse eine linke Regierungsbeteiligung Hoffnungen wecken kann,   so lange sich diese nicht durch Beteiligung an K&#252;rzungspolitik selber   diskreditiert (wie im Berliner Senat geschehen).<\/p>\n<p>  In diesem Zusammenhang wurde betont, dass die SAV f&#252;r den Aufbau einer   sozialistischen Massenpartei eintritt, die hunderttausende und Millionen   organisiert, wie es die historische Sozialdemokratie im ausgehenden 19.   Jahrhundert tat und die das Potenzial zur Ver&#228;nderung der Gesellschaft   hat. In diesem Zusammenhang ist das offensive Vertreten einer   sozialistischen Programmatik von gro&#223;er Bedeutung, ebenso wie die   Unterst&#252;tzung von betrieblichen und gewerkschaftlichen K&#228;mpfen und   unabh&#228;ngiger und kritischer Gruppen in Betrieben und Gewerkschaften,   statt der zur Zeit dominierenden weitgehend unkritischen Haltung der   Partei zu den b&#252;rokratischen Gewerkschaftsf&#252;hrungen.<\/p>\n<p>  SAV-Mitglieder sind in Westdeutschland Teil der LINKEN und der   Linksjugend[&quot;solid]. Hier bekr&#228;ftigte die Konferenz den Anspruch einen   Beitrag zum Aufbau der Partei und des Jugendverbandes auf Basis   sozialistischer, k&#228;mpferischer und oppositioneller Politik zu leisten.   In Ostdeutschland waren SAV-Mitglieder nicht Mitglied der LINKEN   geworden, da die Partei dort durch b&#252;rokratische Strukturen dominiert   wird und oftmals auf lokaler und landesweiter Ebene Teil von Regierungen   bzw. des Establishments ist und keine Ans&#228;tze f&#252;r gesellschaftlichen   Widerstand bietet. Ostdeutsche SAV-Mitglieder berichteten in der   Konferenz aber auch davon, dass das oppositionelle &#8222;Lafontaine-Image&#8220;   auch auf DIE LINKE im Osten ausstrahlt und die SAV-Gruppen der Partei   dort Angebote zu gemeinsamem Widerstand machen sollte,n wo DIE LINKE   oder Teile von ihr, einen oppositionellen Anspruch formuliert.<\/p>\n<p>  Viele aktive Mitglieder der LINKEN griffen in die Debatten ein. Darunter   die Stadtr&#228;te Marc Treude (Aachen) und Claus Ludwig (K&#246;ln) und die   Mitglieder der Linksjugend[&quot;solid]-LandessprecherInnenr&#228;te Nina Bauke   (NRW) und Andreas Schmidtke (Hamburg).<\/p>\n<p>  Ein weiterer Aspekt der Diskussion war die Warnung vor einem m&#246;glichen   Erstarken neofaschistischer Kr&#228;fte, insbesondere wenn DIE LINKE, die in   sie gesetzten Hoffnungen entt&#228;uschen wird. Aber schon jetzt bauen   Nazi-Gruppen vor Ort weiter auf, auch wenn sie auf der Wahlebene zur   Zeit geschw&#228;cht scheinen.<\/p>\n<h4>  Gewerkschaftliche K&#228;mpfe<\/h4>\n<p>  Die beeindruckendste Diskussion drehte sich um die Aussichten f&#252;r   betriebliche und gewerkschaftliche K&#228;mpfe, die von Angelika Teweleit,   Mitglied der SAV-Bundesleitung und im Sprecherrat des Netzwerks f&#252;r eine   demokratische und k&#228;mpferische ver.di, eingeleitet wurde. Sie wies auf   die ansteigende Linie von Massenk&#228;mpfen und -mobilisierungen seit dem 1.   November 2003 (der von der SAV mit angesto&#223;enen ersten Massendemo gegen   die Agenda 2010) hin und erkl&#228;rte, warum das Potenzial f&#252;r weitere   scharfe K&#228;mpfe zunimmt. In der Diskussion griffen viele SAV-Mitglieder   aus Betrieben und Gewerkschaften ein, die zur Zeit in der   Tarifauseinandersetzung im &#246;ffentlichen Dienst &#8222;an der Front&#8220; stehen.   Dieter Janssen, Personalratsvorsitzender im B&#252;rgerhospital von   Stuttgart, zog die Lehren aus dem Streik 2006 und betonte, dass die   Mitgliedschaft in der SAV f&#252;r ihn entscheidend ist, um dem Druck im   Betrieb t&#228;glich stand halten zu k&#246;nnen. Carsten Becker,   ver.di-Betriebsgruppenvorsitzender an der Berliner Charit&#233;, stellte die   These auf, dass der Druck der ver.di-Basis zur Zeit so gro&#223; ist, dass   die F&#252;hrung einem Schlichterspruch nicht wird zustimmen k&#246;nnen und ein   Streik die wahrscheinlichste Perspektive ist. Eckhard Geitz, Mitglied   der Streikleitung in einer hessischen psychiatrischen Klinik betonte,   dass es heute in jedem Betrieb potenzielle SAV-Mitglieder gibt. Katja   Hoffmann, Gewerkschafterin im Kasseler Klinikum, berichtete, dass ver.di   in ihrem Betrieb aufgrund der Zustimmung zu einem   Absenkungs-Tarifvertrag unter den KollegInnen einen schlechten Ruf hat   (&#8222;von denen h&#228;tte niemand mehr ein Brot genommen&#8220;), aber nun die   Beteiligung an den Warnstreiks &#8222;trotz ver.di&#8220; gut ist und die   KollegInnen die Tarifrunde sehr kritisch begleiten.<\/p>\n<p>  Martin L&#246;ber, Bademeister aus K&#246;ln begann seinen Redebeitrag so: &#8222;Ich   m&#246;chte Euch von meinem ersten Mal erz&#228;hlen. Nach zwanzig Jahren   Gewerkschaftsmitgliedschaft wurde ich nun zum ersten Mal zu einer   Kampfma&#223;nahme rausgerufen. Es war sch&#246;n und motivierend.&#8220;<\/p>\n<p>  Weitere RednerInnen berichteten aus der Autoindustrie, dem Einzelhandel,   vom Streik bei den Berliner Verkehrsbetrieben und dem Lokf&#252;hrerstreik   und der dort sehr erfolgreichen Unterst&#252;tzungsarbeit der SAV.<\/p>\n<p>  Praktische Konsequenz dieser Diskussion ist der unmittelbare Kampf   innerhalb von ver.di gegen die drohende Annahme eines   Schlichtungsergebnisses und die Vorbereitung aller SAV-Ortsgruppen auf   einen m&#246;glichen Streik im &#246;ffentlichen Dienst. Dann sind alle gefragt,   um Solidarit&#228;tsarbeit zu organisieren: in der LINKEN, durch die   Stadtr&#228;te, mit der Linksjugend[&quot;solid], als Eltern, Nutzer des   &#246;ffentlichen Dienstes und nat&#252;rlich vor allem in den Gewerkschaften.<\/p>\n<p>  Die Konferenz diskutierte ebenfalls die SAV-Forderungen f&#252;r die   Tarifrunde. &#8222;Volle Durchsetzung der Lohnforderung &#8211; Schotten dicht bei   Arbeitszeit und Eingruppierung&#8220; &#8211; das ist die grundlegende Haltung, die   wir einnehmen zur Abwehr aller Kompensationen und f&#252;r eine Offensive   beim Geld. Als Antwort auf die Angriffe der Arbeitgeber bei der   Arbeitszeitfrage best&#228;tigte die Konferenz die Forderung nach einer   Vereinheitlichung der Arbeitszeit auf 38,5 Wochenstunden f&#252;r alle bei   vollem Lohn- und Personalausgleich. Dies solle ver.di in der jetzigen   Tarifrunde als offensive Gegenforderung den Arbeitgeber-Versuchen, die   Arbeitszeit zu verl&#228;ngern, entgegen stellen. Gleichzeitig bringt die SAV   weiterhin offensiv die Forderung f&#252;r die 35-Stunden-Woche, also nach   Arbeitszeitverk&#252;rzung in gro&#223;en Schritten, in die gewerkschaftlichen   Debatten ein.<\/p>\n<h4>  Die SAV aufbauen<\/h4>\n<p>  In der von Holger Dr&#246;ge eingeleiteten Diskussion zur praktischen Arbeit   der SAV, kam die enorme Bandbreite der SAV-Aktivit&#228;ten zum Vorschein. Es   wurde von der vielf&#228;ltigen betrieblichen und gewerkschaftlichen Arbeit   berichtet, unter anderem von der Unterst&#252;tzung der Herausgabe einer   kritischen Betriebszeitung im Daimler-Werk Berlin-Marienfelde. Als eine   ganz praktische Voraussetzung f&#252;r erfolgreiche betriebliche Arbeit wurde   von einem Berliner SAV-Mitglied das &#8222;fr&#252;h aufstehen&#8220;, um den KollegInnen   bei der Verteilung der Zeitung an die Fr&#252;hschicht zu helfen , genannt.<\/p>\n<p>  Aus dem Kasseler Klinikum wurden erfolgreiche Jugend- und   Auszubildenden-Aktivit&#228;ten berichtet, die die Lernbedingungen f&#252;r die   Azubis verbessert haben.<\/p>\n<p>  LehrerInnen in der SAV berichteten von erfolgreichen Aktivit&#228;ten in der   Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und starteten eine   Vernetzung.<\/p>\n<p>  Christine Lehnert berichtete von ihrer schwierigen, aber erfolgreichen   Arbeit als einzige SAV-Abgeordnete in der Rostocker B&#252;rgerschaft und   rief die Konferenz dazu auf, den Wahlkampf im Sommer 2009 zur   Verteidigung dieses B&#252;rgerschaftsmandats tatkr&#228;ftig zu unterst&#252;tzen.   Ebenso wurde betont, dass der politische Kampf um die Verteidigung der   Stadtratsmandate von SAV-Mitgliedern in K&#246;ln und Aachen jetzt beginnt   und bedeuten muss, dass die Unterst&#252;tzung f&#252;r Claus Ludwig und Marc   Treude innerhalb der Partei DIE LINKE ausgebaut werden muss.<\/p>\n<p>  Die gr&#246;&#223;ten Fortschritte wurden aber im Jugendbereich erzielt. Durch   aktive Mitarbeit bei der Linksjugend[&quot;solid] in Westdeutschland konnten   in den letzten Monaten viele Jugendliche erreicht und mit den Ideen der   SAV in Kontakt gebracht werden. Der Aufbau des Jugendverbandes zu einer   k&#228;mpferischen und sozialistischen Jugendorganisation wurde als eines der   wichtigsten Ziele der n&#228;chsten Monate und Jahre diskutiert. In   Arbeitskreisen und Randtreffen wurde dies konkretisiert, so wurde unter   anderem diskutiert der Linksjugend[&quot;solid] auf dem anstehenden   Bundeskongress vorzuschlagen, eine bundesweite Mobilisierung gegen die   von Faschisten in K&#246;ln im Herbst geplante so genannte   &#8222;Anti-Islam-Konferenz&#8220; durchzuf&#252;hren und eine Gegenkonferenz zu   organisieren.<\/p>\n<h4>  Beschl&#252;sse<\/h4>\n<p>  Die Konferenz verabschiedete einstimmig zwei umfangreiche politische   Dokumente. Au&#223;erdem wurde auf Antrag der M&#252;nchener Ortsgruppe   beschlossen Aktivit&#228;ten gegen das geplante restriktive bayrische   Versammlungsgesetz zu unterst&#252;tzen.<\/p>\n<p>  Es wurde ein neuer Bundesvorstand, eine Kontrollkommission und neue   FinanzrevisorInnen gew&#228;hlt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Vom ersten Mal und fr&#252;h aufstehen\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[104,105],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12583"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12583"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12583\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}