{"id":12573,"date":"2008-03-15T00:00:00","date_gmt":"2008-03-15T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12573"},"modified":"2008-03-15T00:00:00","modified_gmt":"2008-03-15T00:00:00","slug":"12573","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/03\/12573\/","title":{"rendered":"Solidarit&#228;t mit dem BVG-Streik!"},"content":{"rendered":"<p>  Aber Achtung: Ausverkauf durch ver.di-F&#252;hrung droht!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Die Besch&#228;ftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der   BVG-Tochter BT (Berlin-Transport) stehen seit dem 5. M&#228;rz im   unbefristeten Streik f&#252;r Lohnerh&#246;hungen. <\/b><\/p>\n<p>  <b>Nachdem diese Besch&#228;ftigten im Jahr 2005 Lohnk&#252;rzungen von drei&#223;ig   Prozent bei Neueingestellten und zehn Prozent bei Altbesch&#228;ftigten   hinnehmen mussten, fordern sie nun zw&#246;lf Prozent mehr Lohn f&#252;r die Neu-   und acht Prozent mehr f&#252;r die Altbesch&#228;ftigten.<\/b><\/p>\n<h4>  <i>von Sascha Stanicic, Berlin <\/i><\/h4>\n<p align=\"center\">  <small><b>[dokumentiert: <a href=\"\/media\/m\/20080314203945BVG_NwBerlinFlugblatt_2008-03-14.pdf\">Flugblatt   des Netzwerks<\/a>]<\/b><\/small><\/p>\n<p align=\"center\">  <img src=\"\/media\/2008\/a.JPG\" align=\"center\">  <\/p>\n<p>  Sie k&#228;mpfen gegen einen Senat aus SPD und der Partei DIE LINKE, der sich   einmal mehr als Vorreiter im Kampf gegen Arbeiterinteressen profiliert.   DIE LINKE beschimpfte die BVG-KollegInnen auch noch mit der Aussage,   dass diese &#8222;ihren Arbeitskampf noch immer mit der Westberliner   Mentalit&#228;t der &#220;berversorgten&#8220; f&#252;hrten und &#8222;nicht verstanden h&#228;tten, wie   privilegiert&#8220; sie seien.<\/p>\n<p>  Dabei sind die Forderungen der KollegInnen angesichts der   Reallohnverluste und der miesen und gef&#228;hrlichen Arbeitsbedingungen   (durchschnittlich werden jede Woche sechs Busfahrer t&#228;tlich angegriffen)   noch bescheiden.<\/p>\n<p align=\"center\">  <img src=\"\/media\/2008\/b.JPG\" align=\"center\">  <\/p>\n<p>  Am Donnerstag, den 13. M&#228;rz demonstrierten 1.000 Streikende im   str&#246;menden Regen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen und   deutlich zu machen, dass sie keinem faulen Kompromiss zustimmen werden.   Zu ihnen sprach unter anderem Lucy Redler, Sprecherin der Berliner   Alternative f&#252;r Solidarit&#228;t und Gegenwehr (BASG &#8211;   WASG-Nachfolgeorganisation in Berlin) und SAV-Mitglied. Sie forderte   dazu auf, die Kampfkraft zu b&#252;ndeln und rief zu einem Marsch auf das   Rote Rathaus auf, um den politisch Verantwortlichen einzuheizen. Ihre   Rede wurde mit tosendem Applaus aufgenommen und der ver.di-Sekret&#228;r   Frank B&#228;sler erkl&#228;rte daraufhin, dass das Rote Rathaus noch drankommen   werde.<\/p>\n<p>  Doch statt den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erh&#246;hen scheint die   ver.di-F&#252;hrung nun mit gro&#223;en Schritten auf diese zu zugehen. Ver.di hat   den Arbeitgebern ein Angebot f&#252;r einen Verhandlungekorridor unterbreitet   bei dessen Annahme sie bereit sind, den Streik auszusetzen. Dieser   Korridor sieht bei den L&#246;hnen eine Spanne zwischen drei und neun Prozent   vor. Damit gibt die ver.di-F&#252;hrung ohne Not 25 Prozent ihrer   urspr&#252;nglichen Forderung auf und nennt als Minimum eine Zahl, die sogar   unter (!) dem letzten Arbeitgeberangebot von 3,3 Prozent liegt.<\/p>\n<p align=\"center\">  <img src=\"\/media\/2008\/c.JPG\" align=\"center\">  <\/p>\n<p>  Die Forderung nach einer Erh&#246;hung um mindestens 250 Euro will ver.di   komplett und ersatzlos fallen lassen. Au&#223;erdem schl&#228;gt ver.di vor, &#252;ber   eine Laufzeit von bis zu drei&#223;ig Monaten zu verhandeln.<\/p>\n<p>  Diese Angebote sind die Vorbereitung eines faulen Kompromisses und   m&#252;ssen sofort zur&#252;ck genommen werden. Es m&#252;ssen t&#228;gliche   Streikvollversammlungen stattfinden und Angebote an die Arbeitgeber nur   mit Zustimmung auf diesen Versammlungen unterbreitet werden. Diese   Versammlungen k&#246;nnten Delegierte w&#228;hlen, die &#252;ber den weiteren Verlauf   des Streiks entscheiden k&#246;nnen. Solche Ma&#223;nahmen sind n&#246;tig, um eine   demokratische Streikf&#252;hrung zu garantieren und einen Ausverkauf der   Interessen der Belegschaft zu verhindern.<\/p>\n<p>  Die BVG-Streikenden brauchen Solidarit&#228;t! Sie sind einer enormen   Medienpropaganda ausgesetzt und Funktion&#228;re eine kleinen, offensichtlich   arbeitgeberfreundlichen Gewerkschaft Versorgung und Verkehr (GVV),   bieten dem Unternehmen &#246;ffentlich Streikbrechert&#228;tigkeiten an. Ver.di   m&#252;sste eine &#214;ffentlichkeitskampagne starten, in dem der Berliner   Bev&#246;lkerung offensiv erkl&#228;rt wird, dass der Streik im Interesse aller   Lohnabh&#228;ngigen ist, denn nur durch solche Beispiele sind Lohnerh&#246;hungen   erk&#228;mpfbar. Au&#223;erdem muss der Propaganda entgegen getreten werden,   Lohnerh&#246;hungen w&#252;rden automatisch zu Preissteigerungen f&#252;hren. In den   letzten Jahren gab es immer wieder Preissteigerungen &#8211; ohne   Lohnerh&#246;hungen! Letztlich ist der Kampf um menschenw&#252;rdige L&#246;hne im   &#246;ffentlichen Dienst ein politischer Kampf, der direkt mit der Frage   verbunden ist, woher der Staat die n&#246;tigen Finanzen f&#252;r seine Aufgaben   erh&#228;lt. Die einzige Antwort darauf kann sein: statt Verzicht bei L&#246;hnen   und &#246;ffentlichen Dienstleistugen muss das Geld da geholt werden, wo es   ist &#8211; auf den Konten der Banken, Konzerne und Superreichen!<\/p>\n<p>  Jetzt muss bundesweiter Druck aufgebaut werden. Insbesondere in der   Partei DIE LINKE muss Front gemacht werden gegen die arbeiterfeindliche   Politik des Berliner Landesverbandes.<\/p>\n<p>  Mitglieder der LINKEN, und vor allem GewerkschafterInnen mit Parteibuch,   sollten Protestbriefe an den Parteivorstand   (parteivorstand@die-linke.de) und den Berliner Landesverband   (info@dielinke-berlin.de) richten. Kopien davon bitte an   info@sav-online.de<\/p>\n<p>  <i>Unter <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-verdi.de\">www.netzwerk-verdi.de<\/a>   finden sich mehrere Flugbl&#228;tter der Berliner Gruppe des Netzwerks f&#252;r   eine demokratische und k&#228;mpferische ver.di zum BVG-Streik. <\/i><\/p>\n<p align=\"center\">  <i><img src=\"\/media\/2008\/n.JPG\" align=\"center\"> <\/i>    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Aber Achtung: Ausverkauf durch ver.di-F&#252;hrung droht!\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,15,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12573"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12573\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}