{"id":12568,"date":"2008-03-13T15:40:01","date_gmt":"2008-03-13T14:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12568"},"modified":"2012-05-15T15:30:46","modified_gmt":"2012-05-15T13:30:46","slug":"12568","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/03\/12568\/","title":{"rendered":"LINKE Bremen: Gute Argumente reichen nicht gegen den Haushalt des Senats!"},"content":{"rendered":"<p>  Bericht vom Abschlusshearing der Bremer LINKEN zum Haushalt des Landes   am 12.3.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Heino Berg, Bremen<\/i><\/p>\n<p>  Die Bremer LINKE hat in der B&#252;rgerschaft mehr als 40 &#196;nderungsantr&#228;ge   zum Haushalt des rotgr&#252;nen Senats eingebracht (die dort allesamt   abgelehnt wurden), aber dabei beinahe die Hauptaufgabe einer linken   Oppositionspartei vergessen: Die au&#223;erparlamentarische Aktion!<\/p>\n<p>  Nachdem die B&#252;rgerschaftsfraktion eigentlich in ihren Plakaten   versprochen hatte, den Betroffenen &#8222;zuh&#246;ren&#8220; zu wollen, mussten sich die   etwa 60 TeilnehmerInnen bei dem sog. &#8222;Abschlusshearing&#8220; zun&#228;chst drei   Stunden lang geduldig neun Referate anh&#246;ren. Die vorgetragenen Argumente   gegen eine neoliberale Haushaltpolitik, die den vom fr&#252;heren   SPD\/CDU-Senat betriebenen Sozialabbau (ca. jede 4 Stelle wurde seit 93   gestrichen) auch unter Rotgr&#252;n fortsetzen will, waren gut und richtig,   aber dem Publikum genauso bekannt wie den Verantwortlichen im Senat.<\/p>\n<p>  Dieser hat sp&#228;testens durch die Ablehnung der &#8222;linken&#8220; &#196;nderungsantr&#228;ge   bewiesen, dass er nicht auf Argumente und Antr&#228;ge h&#246;rt, sondern nur auf   &#246;ffentlichen Druck. Deshalb musste er bei der Beamtenbesoldung, wo   Tausende von Besch&#228;ftigten vor der B&#252;rgerschaft demonstriert hatten,   nachgeben. Genauso am Krankenhaus, wo der Senat Privatisierungspl&#228;ne   zur&#252;cknehmen musste.<\/p>\n<p>  Leider hat die Bremer LINKE in den Haushaltsberatungen bisher nicht auf   den Druck der Betroffenen gesetzt. Der Vorschlag der SAV-Mitglieder in   der LINKEN, mit Gewerkschaftern und sozialen Initiativen ein   Oppositions- und Aktionsb&#252;ndnis f&#252;r eine Kundgebung gegen den unsozialen   Haushalt vorzubereiten, liegt seit dem ersten Landesparteitag (Oktober   07) auf Eis. Die Partei- und Fraktionsf&#252;hrung hat sich weder dazu   ge&#228;u&#223;ert, noch die vielen Initiativen, die f&#252;r die &#8222;Hearings&#8220; eingeladen   wurden, &#252;ber diesen Aktionsvorschlag informiert. Der Landesparteitag im   Februar vertagte mit einer Stimme Mehrheit erneut die politische   Diskussion dar&#252;ber &#8211; und auch auf der Veranstaltung am 12.3. sollte sie   zun&#228;chst vermieden werden.<\/p>\n<p>  Erst eine Viertelstunde vor Schlu&#223; &#8211; nachdem 2\/3 der Anwesenden   aufgebrochen waren &#8211; wurde die Plenumsdiskussion er&#246;ffnet. Und sofort   brachen die D&#228;mme. Schon die erste Teilnehmerin, die f&#252;r die   eingeladenen sozialen Initiativen sprach, beklagte, da&#223; sie jetzt 3   Stunden vergeblich auf irgendwelche Aktionsvorschl&#228;ge der LINKEN gegen   den Haushalt gewartet habe. Sie bef&#252;rchte, da&#223; sich die LINKE genauso   wie alle anderen Parteien dem Parlamentsbetrieb unterordnen w&#252;rde.<\/p>\n<p>  S&#228;mtliche Redner sprachen sich nun daf&#252;r aus, ein Aktionsb&#252;ndnis f&#252;r   eine Kundgebung gegen den Senatshaushalt auf die Beine zu stellen. Dazu   z&#228;hlten nicht nur der Vertreter der SAV, der darauf hinwies, da&#223; dieser   Vorschlag bereits vor vier Monaten innerhalb der LINKEN unterbreitet und   vom offenen LINKENPLENUM unterst&#252;tzt worden ist, sondern auch der   fr&#252;here Fraktionsgesch&#228;ftsf&#252;hrer Christoph Spehr sowie der ehemalige   Landessprecher von ver.di, Klaus Busch. Beide betonten, dass die LINKEN   mit den Anh&#246;rungen und den Antr&#228;gen in der B&#252;rgerschaft den Senat   erfolgreich in die Enge getrieben h&#228;tten, dass aber jetzt auch   au&#223;erparlamentarische Aktionen gegen den Haushalt notwendig seien.<\/p>\n<p>  Viel Zeit bleibt daf&#252;r bis zur abschie&#223;enden Lesung am 10.4. nicht mehr.   Ein Vorbereitungstreffen f&#252;r die Kundgebung, zu dem die Vertreter der   Gewerkschaften und der sozialen Initiativen &#246;ffentlich eingeladen   werden, lehnte Peter Erlanson im Namen der Fraktion trotzdem ab.   Begr&#252;ndung: Ein solcher Beschluss sei auf einer Fraktionsveranstaltung   in den R&#228;umen der B&#252;rgerschaft nicht m&#246;glich und au&#223;erdem Aufgabe der   Partei. Die Landesprecherin der Bremer LINKEN, C. Barth k&#252;ndigte   daraufhin an, da&#223; sie nach R&#252;cksprache mit dem Landesvorstand einen   telefonischen Rundruf f&#252;r dieses Treffen &#252;bernehmen werde.<\/p>\n<p>  Kurz vor Beendigung der Versammlung teilte Ingo Tebje mit, da&#223; der   Gesamtpersonalrat am 25.3. &#252;ber Aktionen gegen den Haushalt beraten   werde. Sp&#228;testens dann wird sich die Partei- und Fraktionsf&#252;hrung der   Bremer LINKEN entscheiden m&#252;ssen, ob sie sich an der Vorbereitung von   Protestaktionen der 27000 Besch&#228;ftigten des &#214;ffentlichen Dienstes in   Bremen gegen den Senatshaushalt aktiv beteiligen &#8211; oder dabei weiter nur   zuschauen m&#246;chte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Bericht vom Abschlusshearing der Bremer LINKEN zum Haushalt des Landes<br \/>\n      am 12.3.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12568"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12568\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}