{"id":12528,"date":"2008-02-20T00:00:00","date_gmt":"2008-02-19T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12528"},"modified":"2012-05-15T15:32:42","modified_gmt":"2012-05-15T13:32:42","slug":"12528","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/02\/12528\/","title":{"rendered":"BASG: Schluss mit Reallohnverlusten durch SPD-\/DIE-LINKE-Senat in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>  dokumentiert: Offener Brief der BASG an die Mitglieder der Partei DIE   LINKE<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h3>  Endlich mehr Lohn f&#252;r die Besch&#228;ftigten des &#214;ffentlichen Dienstes Berlin   und der BVG!<\/h3>\n<p>  <i>&quot;Berlin, 16.02.08 <\/i><\/p>\n<\/p>\n<p>  <i><b>Liebe Mitglieder der LINKEN,<\/b><\/i><\/p>\n<p>  wir gratulieren euch zum Einzug der LINKEN in Hessen und Niedersachsen.   Wir haben geh&#246;rt, dass beim ersten hessischen Landesparteitag nach dem   Einzug in den Landtag unter anderem beschlossen wurde, am ersten Tag der   konstituierenden Sitzung des Landtags eine Protestdemonstration   durchzuf&#252;hren f&#252;r die R&#252;cknahme von Studiengeb&#252;hren und der   Arbeitszeitverl&#228;ngerung im &#214;ffentlichen Dienst. Ebenfalls hat der   Parteitag seine Solidarit&#228;t mit den Besch&#228;ftigten im &#214;ffentlichen Dienst   bekundet, die in Bund und Kommunen in der Tarifauseinandersetzung   stehen. Wir begr&#252;&#223;en das.<\/p>\n<p>  Leider ist die Haltung der LINKEN im rot-roten Senat von Berlin eine   andere. W&#228;hrend die LINKE im Bund oder auch in Hessen f&#252;r h&#246;here L&#246;hne   eintritt, verweigert die LINKE im rot-roten Senat von Berlin den   Landesbesch&#228;ftigten und den Besch&#228;ftigten der Berliner Verkehrsbetriebe   (BVG) Lohn- und Gehaltserh&#246;hungen.<\/p>\n<h4>  Beispiel &#214;ffentlicher Dienst Berlin<\/h4>\n<p>  Wir ihr wisst, ist das Land Berlin 2003 unter Rot-Rot aus dem Kommunalen   Arbeitgeberverband ausgetreten. Bereits das war ein Skandal. Damals   hatten Rot-Rot und ver.di den sogenannten Anwendungstarifvertrag   beschlossen, demzufolge die L&#246;hne bei gleichzeitiger   Arbeitszeitreduzierung um acht bis zw&#246;lf Prozent abgesenkt wurden. Seit   2003 gab es keine Lohnerh&#246;hung! Verdi fordert jetzt Einmalzahlungen von   drei mal 300 Euro f&#252;r die Jahre 2005 bis 2007 (einen Betrag, den alle   Kommunalbesch&#228;ftigten au&#223;er in Hessen und Berlin bereits erhalten haben)   plus die Lohnerh&#246;hung, die in anderen Bundesl&#228;ndern 2008 gezahlt wird.   Rot-Rot lehnt dies kategorisch ab.<\/p>\n<p>  Ausgerechnet die bundesweit &#8222;linkeste&#8220; Landesregierung macht in diesem   Bereich die rechteste Politik. Dieser Zustand muss sofort beendet   werden. Mehrere Warnstreiks haben bereits gegen die   arbeitnehmerfeindliche Haltung von Rot-Rot stattgefunden. So erkl&#228;rten   die Berliner Verb&#228;nde von ver.di, GdP, GEW und IG BAU in einer   gemeinsamen Presseerkl&#228;rung am 30.01.08: &#8222;Der<\/p>\n<p>  Senat muss jetzt auch damit rechnen, dass die Arbeitskampf-ma&#223;nahmen in   dem sich zuspitzenden Berliner Tarifkonflikt mit denen, die gegen&#252;ber   der Vereinigung Kommunaler<\/p>\n<p>  Arbeitgeberverb&#228;nde und dem Bund drohen, koordiniert werden.&#8220;<\/p>\n<h4>  Beispiel BVG<\/h4>\n<p>  Auch die Kolleginnen und Kollegen der BVG befinden sich in Warnstreiks   f&#252;r h&#246;here L&#246;hne. Verdi fordert hier acht Prozent mehr Lohn f&#252;r die   Altbesch&#228;ftigten und zw&#246;lf Prozent mehr f&#252;r die Neueingestellten. Der   Hintergrund: Den Altbesch&#228;ftigten wurden 2005 die Geh&#228;lter um acht bis   zw&#246;lf Prozent gek&#252;rzt. Die L&#246;hne der Neueingestellten liegen dank   Rot-Rot nochmal drei&#223;ig Prozent unter denen der Altbesch&#228;ftigten.<\/p>\n<p>  Das jetzige &#8222;Angebot&#8220; von Rot-Rot ist eine volle Provokation: Keine   Lohnerh&#228;hung f&#252;r die weit &#252;ber 90 Prozent Altbesch&#228;ftigten und sechs   Prozent mehr Lohn f&#252;r den kleinen Teil der Neueingestellten. Das   bedeutet: 19 von 20 Besch&#228;ftigten der BVG sollen leer ausgehen. Stefan   Liebich, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der LINKEN meint   hierzu: &#8222;Die Fraktion DIE LINKE h&#228;lt es f&#252;r wichtig, dass einerseits die   Eink&#252;nfte der neuen und der l&#228;nger Besch&#228;ftigten angen&#228;hert werden und   andererseits eine sozial gerechte Tarifstruktur f&#252;r die Fahrg&#228;ste   gesichert und ausgebaut wird.&#8220; Hier sollen Stefan Liebich zufolge sowohl   die Fahrg&#228;ste gegen die KollegInnen der BVG, als auch die Alt- gegen die   Neueingestellten ausgepielt werden. Wir weisen dies mit aller Vehemenz   zur&#252;ck.<\/p>\n<p>  Wenn es der LINKEN nicht gelingt, sich gegen die SPD in der Koalition   durchzusetzen, wird sie in einem Streik der KollegInnen im &#214;ffentlichen   Dienst und bei der BVG erneut auf der Seite der Arbeitgeber anstatt auf   der Seite der Besch&#228;ftigten stehen. Aus unserer Sicht bedeutet &#8222;links&#8220;,   sich in der Klassengesellschaft Kapitalismus auf die Seite der abh&#228;ngig   Besch&#228;ftigten, Erwerbslosen und ihrer Familien zu stellen. Wir werden   den Kapitalismus in einer SPD-gef&#252;hrten Regierung oder durch Tolerierung   von Rot-Gr&#252;n nicht z&#228;hmen k&#246;nnen &#8211; weder in Berlin noch in Hessen.   Unsere einzige M&#246;glichkeit besteht im Kampf gegen die gesellschaftlichen   Verh&#228;ltnisse, die auf Konkurrenz und Profitgier beruhen.<\/p>\n<p>  Wir bitten euch, euch in der LINKEN f&#252;r eine Abkehr dieses Kurses in   Berlin einzusetzen und praktische Solidarit&#228;t mit den KollegInnen im   &#214;ffentlichen Dienst und der BVG zu &#252;ben.<\/p>\n<p>  <b>Solidarit&#228;tsschreiben<\/b> an <b>verd<\/b>i Berlin:   Bezirk.Berlin@verdi.de<\/p>\n<p>  <b>Protestmails<\/b> an die <b>SPD<\/b> Berlin: spd@SPD-Berlin.de<\/p>\n<p>  <b>Protestmails <\/b>an <b>LINKE<\/b> Berlin: info@dielinke-berlin.de<\/p>\n<p>  <b>Kopien eurer Mails bitte an:<\/b> info@b-asg.de<\/p>\n<p>  <i><b>Mit solidarischen Gr&#252;&#223;en <\/b><\/i>    <\/p>\n<p>  <i><b>Mitgliederversammlung der BASG &#8211; Berliner Alternative f&#252;r   Solidarit&#228;t und Gegenwehr <\/b><\/i>    <\/p>\n<p>  <i><b>i.A. Lucy Redler<\/b><\/i>&quot;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      dokumentiert: Offener Brief der BASG an die Mitglieder der Partei DIE<br \/>\n      LINKE\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[75,25],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12528"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12528"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12528\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12528"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12528"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12528"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}