{"id":12527,"date":"2008-02-19T01:00:00","date_gmt":"2008-02-19T01:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12527"},"modified":"2008-02-19T01:00:00","modified_gmt":"2008-02-19T01:00:00","slug":"12527","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/02\/12527\/","title":{"rendered":"Klinikum Kassel: Bericht vom Warnstreik am 14. Februar 2008"},"content":{"rendered":"<p>  Am Donnerstag den 14. Februar haben sich am Klinikum Kassel laut   offiziellen Angaben rund 350 Besch&#228;ftigte zum Warnstreik versammelt &#8211;   darunter auch etwa 50 Auszubildende des Klinikums und des   Kinderkrankenhaus Parksch&#246;nfeld.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Neben Klinikum Kassel und Parksch&#246;nfeld waren ebenfalls das   Ludwig-Noll-Krankenhaus und die Orthop&#228;dischen Klinik durch Streikende   vertreten.<\/p>\n<p align=\"center\">  <img src=\"\/media\/m\/20080218204512Kassel_2008-02-14.jpg\">  <\/p>\n<h4>  Erfolgreicher Streik<\/h4>\n<p>  Durch die Teilnahme des OP-Pflegepersonals fielen an diesem Tag im   Klinikum etwa zwei Drittel der geplanten Operationen aus, in der   Orthop&#228;dischen Klinik mindestens 15!<\/p>\n<p>  In der Krankenpflegeschule fand an diesem Tag kein Unterricht statt, da   auch LehrerInnen von ihrem Streikrecht Gebrauch machten. Klassen, die an   diesem Tag Unterricht hatten, nahmen geschlossen am Streik teil und   brachten selbst gemalte Transparente mit.<\/p>\n<p>  Die Anwesenden demonstrierten vor dem Infocenter am Haupteingang seit   7:15 morgens auf Schildern und Transparenten ihre Forderungen in der   laufenden Tarifrunde:<\/p>\n<p>  <i><b>8% mehr Lohn \/ mindestens 200&#8364; f&#252;r die Besch&#228;ftigten im   &#214;ffentlichen Dienst <\/b><\/i><\/p>\n<p>  <i><b>120 &#8364; mehr f&#252;r Auszubildende <\/b><\/i><\/p>\n<p>  <i><b>die unbefristete &#220;bernahme der Auszubildenden in den Beruf statt   Verl&#228;ngerung der Wochenarbeitszeit<\/b><\/i><\/p>\n<h4>  Demonstration und Kundgebung auf dem Kliniksgel&#228;nde<\/h4>\n<p>  Gegen 10 Uhr formierten sich die Versammelten zu einem eindrucksvollen   Demonstrationszug &#252;ber das Krankenhausgel&#228;nde. Mit Trillerpfeifen wurde   das Gel&#228;nde mit einem lauten Pfeifkonzert beschallt. Ein Blick in die   Fensterfront der Operationss&#228;le verdeutlichte: zu diesem Zeitpunkt lief   nur eine einzige Operation!<\/p>\n<p>  Anschlie&#223;end versammelten sich die Demoteilnehmer\/innen vor dem   GNH-Geb&#228;ude auf der anderen Stra&#223;enseite, um so vor allem der   Pflegedirektion zu zeigen: Uns reicht&#8217;s &#8211; Wir sind nicht l&#228;nger bereit,   Lohnabsenkungen und Personalmangel zu akzeptieren.<\/p>\n<p>  Bei der Hauptkundgebung gegen 11 Uhr kamen verschiedene Redner\/innen zu   Wort. Neben dem Betriebsratsvorsitzenden des Klinikums, dem   DGB-Vorsitzenden von Nordhessen und einer Landtagsabgeordnete der Partei   Die Linke in Hessen, auch eine Vertreterin der Auszubildenden im   Klinikum: &#8222;Wir alle wollen eine Entlohnung, die der Arbeit gerecht wird,   die wir t&#228;glich verrichten! Es darf keine Kompromisse geben &#8211; nicht bei   uns Auszubildenden und auch nicht bei den examinierten Kolleginnen und   Kollegen. Am Ende m&#252;ssen 120 &#8364; mehr auf unserem Lohnzettel stehen.   Genauso wie auf dem Lohnzettel der Examinierten 200&#8364; mehr!&#8220;.<\/p>\n<p>  Gegen 13 Uhr endete dieser erfolgreiche erste Warnstreiktag. Die gro&#223;e   Teilnahme und die Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen   verdeutlichten die vorhandene Kampfbereitschaft sowie die Erwartung,   dass die gestellten Forderungen voll durchgesetzt werden!<\/p>\n<h4>  Aktionen Bundesweit!<\/h4>\n<p>  Die Gewerkschaft ver.di hat f&#252;r die Zeit von 14. bis 22. Februar   bundesweit die Besch&#228;ftigten des &#214;ffentlichen Diensts zu Warnstreiks   aufgerufen, nachdem auch in der dritten Verhandlungsrunde der   Tarifauseinandersetzung am 11. und 12. Februar kein akzeptables Ergebnis   erreicht wurde.<\/p>\n<p>  An diesem 14.2. waren es zun&#228;chst nur die Besch&#228;ftigten der   Krankenh&#228;user: Hessenweit legten rund 4000 Kolleginnen und Kollegen in   verschiedenen Kliniken ihre Arbeit nieder. So zum Beispiel auch unweit   von Kassel entfernt am Zentrum f&#252;r soziale Psychiatrie (ZSP) in   Merxhausen 250 Kolleginnen und Kollegen.<\/p>\n<p>  Zur zentralen hessischen Hauptkundgebung in Hanau versammelten sich 1500   Menschen.<\/p>\n<p>  Am 22. Februar wird ein weiterer Aktionstag f&#252;r die anderen Branchen im   &#214;ffentlichen Dienst folgen.<\/p>\n<h4>  Gemeinsam Streiken!<\/h4>\n<p>  Insgesamt befindet sich ver.di zurzeit in Bereichen mit fast 7 Millionen   Besch&#228;ftigten in Tarifauseinandersetzungen, neben dem &#214;ffentlichen   Dienst zum Beispiel auch im Einzelhandel und in Telekombereichen. Am 14.   Februar streikten nur Krankenhausbesch&#228;ftigte. Doch bald muss es einen   gemeinsamen Streik und gemeinsame Aktionen aller Fachbereiche geben, um   den wirtschaftlichen Druck auf die Arbeitgeber weiter zu erh&#246;hen; damit   die Besch&#228;ftigten ihre berechtigten Forderungen endlich durchsetzen   k&#246;nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Am Donnerstag den 14. 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