{"id":12513,"date":"2008-02-07T00:00:00","date_gmt":"2008-02-07T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12513"},"modified":"2008-02-07T00:00:00","modified_gmt":"2008-02-07T00:00:00","slug":"12513","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/02\/12513\/","title":{"rendered":"Bundeswehr: Sonderpr&#228;mien f&#252;r KSK"},"content":{"rendered":"<p>  Mit einem &#8222;Attraktivit&#228;tsprogramm&#8220; will die Bundeswehr die akute   Personalnot der Eliteeinheit Kommando Spezialkr&#228;fte (KSK) lindern.   Geplant sind Geldpr&#228;mien, h&#246;here Zulagen und schnellere Bef&#246;rderungen.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Ivan Stablow, Berlin<\/i><\/p>\n<p>  Die seit der Gr&#252;ndung 1996 noch nie erreichte Sollst&#228;rke des   geheimniskr&#228;merischen Verbands im baden-w&#252;rttembergischen Calw betr&#228;gt   400 K&#228;mpfer plus 600 Mann Unterst&#252;tzungskr&#228;fte. Derzeit sind aber nur   gut 200 der Posten f&#252;r Kommando-Soldaten besetzt. Um mehr Bewerber zu   gewinnen, will das Wehrressort schon das Bestehen eines mehrw&#246;chigen   Eignungstests mit 5.000 Euro honorieren. Weitere 10.000 Euro Pr&#228;mie   k&#228;men nach Abschluss der dreij&#228;hrigen Ausbildung hinzu.<\/p>\n<p>  Entschlossene K&#228;mpfer, die sich bereit erkl&#228;ren l&#228;nger als die &#252;blichen   sechs Jahre beim KSK zu bleiben, k&#246;nnten obendrauf noch eine   &#8222;Weiterverpflichtungspr&#228;mie&#8220; von 5.000 Euro pro Jahr erwarten. Etwaige   Zulagen, die zum Bruttogrundgehalt von durchschnittlich etwa 1900 Euro   hinzukommen, sollen kr&#228;ftig steigen. Angedacht sind Erh&#246;hungen von 465   auf bis zu 1000 Euro monatlich.<\/p>\n<p>  Das Besondere an dieser Werbeaktion ist der Verantwortungsbereich der   Finanzierung: F&#252;r die Besoldung ist nicht Verteidigungsminister Franz   Josef Jung (CDU) zust&#228;ndig, sondern interessanterweise   Bundesinnenminister und &#8222;Antiterror-Experte&#8220; Wolfgang Sch&#228;uble (CDU).<\/p>\n<p>  Dieses Ma&#223;nahmenb&#252;ndel ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung des im   Januar 2004 vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vorgelegten   Konzeptpapiers &#8222;SkI 2010 &#8211; Streitkr&#228;fte und Industrie&#8220;. Darin fordert   der Unternehmerverband eine &#8222;Transformation der Bundeswehr von einer   klassischen Verteidigungsarmee zur flexiblen Krisen-Interventionsarmee&#8220;,   Bundeswehreins&#228;tze im Inneren und die stetige Erh&#246;hung der   R&#252;stungsausgaben.<\/p>\n<p>  Auch zur Absicherung des Finanzbedarfes f&#252;r derartige Vorhaben wurde   ebenfalls im Jahre 2004, stellvertretend vom damaligen Bundeskanzler   Gerhard Schr&#246;der, eines der gr&#246;&#223;ten sozialen K&#252;rzungsprogramme &#8211; die   Agenda 20010 &#8211; pr&#228;sentiert und sp&#228;ter dann auch von der rot-gr&#252;nen   Regierung durchgesetzt.<\/p>\n<p>  Die Gro&#223;e Koalition agiert weiterhin auf Basis dieser beiden Programme   2010: Einerseits werden Sozialausgaben gesenkt, w&#228;hrend andererseits der   R&#252;stungsetat steigt.<\/p>\n<p>  10.000 Bundeswehrsoldaten sind heute auf drei Kontinenten stationiert.<\/p>\n<p>  Die Herrschenden sehen sich l&#228;ngst noch nicht am Ziel. Darum werden f&#252;r   neue Waffensysteme in zehn Jahren 150 Milliarden Euro ausgegeben. Denn   heute, wie schon in der Vergangenheit, kommt dem deutschen Milit&#228;r die   Aufgabe zu, die Interessen ihrer Konzernherren wunschgem&#228;&#223; zu   verteidigen und durchzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Mit einem &#8222;Attraktivit&#228;tsprogramm&#8220; will die Bundeswehr die akute<br \/>\n      Personalnot der Eliteeinheit Kommando Spezialkr&#228;fte (KSK) lindern.<br \/>\n      Geplant sind Geldpr&#228;mien, h&#246;here Zulagen und schnellere Bef&#246;rderungen.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,64],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12513"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12513"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12513\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12513"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12513"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12513"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}