{"id":12482,"date":"2008-01-14T00:00:00","date_gmt":"2008-01-14T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12482"},"modified":"2008-01-14T00:00:00","modified_gmt":"2008-01-14T00:00:00","slug":"12482","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2008\/01\/12482\/","title":{"rendered":"Nazis stoppen"},"content":{"rendered":"<p>  Die Angriffe von Nazis auf MigrantInnen, Linke und Gewerkschafter nehmen   zu. Bei den Landtagswahlen (im Januar in Hessen und Niedersachsen, im   Februar in Hamburg) versuchen NPD und DVU, sich als angebliche   Alternative zu Sozialabbau und Arbeitslosigkeit zu pr&#228;sentieren.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<h4>  <i>von Linda Fischer, Hamburg<\/i><\/h4>\n<p>  Auf Wahlplakaten der DVU in Hamburg hei&#223;t es: &#8222;Hartz IV &#8211; Armut. Oben   prassen, unten hungern&#8220;. Die NPD fordert in ihrem Wahlprogramm die   Abschaffung der Ein-Euro-Jobs und tritt f&#252;r einen Mindestlohn von zehn   Euro ein.<\/p>\n<p>  In Wirklichkeit sind die Nazis alles andere als sozial oder gar   antikapitalistisch. Die NPD bekennt sich in ihrem Grundsatzprogramm zum   &#8222;freien Unternehmertum&#8220; und ist der Meinung: &#8222;Eine Sozialpolitik nach   dem Traumbild des totalen Wohlfahrtsstaates, dessen Belastungen f&#252;r alle   Schaffenden zum Albtraum werden, verfehlt ihre Aufgabe und ist   unsozial.&#8220; Da ist es nur folgerichtig, dass sich die NPD in   Kommunalparlamenten selbst an der Umsetzung der Hartz-Gesetze beteiligt.<\/p>\n<h4>  Besser leben ohne NPD<\/h4>\n<p>  Der Sozialabbau und staatliche Rassismus der etablierten Parteien macht   es den Nazis einfacher, ihre rassistischen Vorurteile zu verbreiten und   Ausl&#228;nder als S&#252;ndenb&#246;cke darzustellen. In Niedersachsen plakatiert die   NPD mit den Slogans &#8222;Besser leben ohne Multikulti&#8220; und &#8222;Sozial geht nur   national&#8220;. Mit dieser unertr&#228;glichen Hetze gegen MigrantInnen wollen die   Nazis von den wahren Schuldigen an Armut und Arbeitslosigkeit in den   Chefetagen der Konzerne und ihrer Lobbyisten in der Regierung ablenken.   Der gemeinsame Widerstand von deutschen und nicht-deutschen   ArbeiterInnen soll verhindert werden.<\/p>\n<p>  NPD und DVU nutzen die Parlamentssitze, um ihre rassistische Propaganda   zu verbreiten. Gleichzeitig kassieren sie Steuergelder; so erh&#228;lt die   NPD monatlich 100.000 Euro aus der s&#228;chsischen Landtagsarbeit!<\/p>\n<h4>  F&#252;r eine radikale linke Alternative<\/h4>\n<p>  Es ist gut, bei den anstehenden Landtagswahlen DIE LINKE zu w&#228;hlen. Aber   das reicht nicht. N&#246;tig ist, sich den Nazis direkt in den Weg zu stellen   und ihre Veranstaltungen und Aufm&#228;rsche zu verhindern. Dazu muss auch   die Partei DIE LINKE verst&#228;rkt einen Beitrag leisten.<\/p>\n<p>  Der Kampf gegen Neonazis muss mit dem Kampf gegen Sozialk&#252;rzungen und   das Profitsystem einhergehen. Immer mehr Menschen lehnen heute den   Kapitalismus ab und erteilen den etablierten Parteien eine Absage. Das   ist auch der Grund, warum sich die Neonazis als angeblich   antikapitalistische Alternative pr&#228;sentieren. Die LINKE wird die Nazis   gemeinsam mit anderen nur dann wirksam bek&#228;mpfen k&#246;nnen, wenn sie eine   sozialistische Antwort auf die Krise des Kapitalismus gibt und Menschen   begeistert, selbst aktiv zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Die Angriffe von Nazis auf MigrantInnen, Linke und Gewerkschafter nehmen<br \/>\n      zu. 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