{"id":12456,"date":"2007-12-31T00:18:28","date_gmt":"2007-12-31T00:18:28","guid":{"rendered":".\/?p=12456"},"modified":"2007-12-31T00:18:28","modified_gmt":"2007-12-31T00:18:28","slug":"12456","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/12\/12456\/","title":{"rendered":"Rezension zu Alan Greespan: Vom Schlemmern, Golfen und Orakeln"},"content":{"rendered":"<p>  &#220;ber Alan Greenspans Autobiografie &#8222;Mein Leben f&#252;r die Wirtschaft&#8220;<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Alan Grenspan war Unternehmens- und Regierungsberater, sa&#223; in 18   Aufsichtsr&#228;ten von Konzernen und stand von 1987 bis 2006 der   US-Notenbank vor. 1926 geboren, bewegt sich Greenspan seit &#252;ber vierzig   Jahren in den herrschenden Kreisen der Vereinigten Staaten. In seinen   Memoiren schildert er sein Arbeitsleben als permanentes Dinnieren mit   den Reichsten und M&#228;chtigsten in den exquisitesten Etablisments der   Ostk&#252;ste. Wenn er sich mit den CEOs, Pr&#228;sidenten und Medienmoguls nicht   in F&#252;nf-Sterne-Restaurants traf, dann sinnierte er mit ihnen auf dem   Golfplatz &#252;ber Steuergesetze, Handelspolitik und   Arbeitsmarkt-Flexibilisierung. Im &#220;brigen sieht Greenspan ein   untr&#252;gliches Zeichen daf&#252;r, dass China auf dem Weg der kapitalistischen   Restauration inzwischen weit voran geschritten ist, gerade in der   Veranstaltung hochkar&#228;tiger Golfturniere &#8222;in Shanghai mit Preisgeldern   von mehreren Millionen Dollar. &#220;berall in China schossen Golfpl&#228;tze wie   Pilze aus dem Boden&#8220;.<\/p>\n<p>  <i>von Aron Amm, Berlin<\/i><\/p>\n<p>  Kaum war Alan Greenspan 1987 als Vorsitzender der Federal Reserve Bank,   der US-Notenbank, ins Amt eingef&#252;hrt worden, erlebte er noch im Oktober   des gleichen Jahres den Schwarzen Montag. An jenem Tag wurden 22,5   Prozent der B&#246;rsenwerte an der Wall Street ausgel&#246;scht. Unter den oberen   Zehntausend der USA gern als &#8222;Magier&#8220; bezeichnet, sieht Greenspan das   Tun eines Zentralbank-Chefs n&#252;chterner. Viele Handlungsm&#246;glichkeiten   stehen ihm seiner Ansicht nach nicht offen. Greenspan beschreibt in   seinem Buch, wie er in dieser und anderen Krisensituationen vor allem   die w&#246;chentlichen Arbeitsmarktdaten verfolgte und abw&#228;gte, ob er   Liquidit&#228;tsspritzen erm&#246;glichen beziehungsweise an der Zinsschraube   drehen sollte oder nicht. Greenspan verweist in seinem Buch auf die   B&#246;rsenspr&#252;nge zehn Jahre sp&#228;ter. Damals wollte er mittels Zinserh&#246;hungen   eine &#220;berhitzung der Wirtschaft vereiteln. Das ging seinerzeit in die   Hose. Wie begrenzt die Mittel des Zentralbank-Chefs sind, gesteht er im   Kontext von 1997 selber ein: &#8222;Niemand wei&#223;, wann ein Markt &#252;berbewertet   ist, und niemand kann etwas gegen die Kr&#228;fte des Marktes ausrichten.&#8220;<\/p>\n<p>  Angefangen hatte Greenspan als Wirtschaftsforscher. Auch das in seinen   Augen ein schwieriges Unterfangen. Er schreibt, dass er &#8211; weil er die   &#220;berkapazit&#228;ten in der Stahlbranche feststellte &#8211; die Wirtschaftsflaute   1958 richtig prognostizieren konnte. Um flugs einzugestehen, dass ihm   dies kein zweites Mal gelingen wollte. Und nicht nur ihm. &#8222;Eine   Rezession ist schwer vorherzusagen, da sie zum Teil von irrationalen   Verhaltensweisen angetrieben wird.&#8220; Will man eine Vorhersage &#252;ber den   Verlauf von Aktienpreisen treffen, so Greenspan, hilft zwar das Studium   ihrer Vergangenheit &#8211; allerdings auch &#8222;nicht mehr als ein M&#252;nzwurf&#8220;. Das   Ausma&#223; einer Rezession l&#228;sst sich ebenfalls kaum voraussagen.   &#8222;Rezessionen sind wie Hurrikane, sie k&#246;nnen einen normalen Verlauf   nehmen oder katastrophale Sch&#228;den anrichten.&#8220; Zuzustimmen ist Greenspan,   wenn er darauf abhebt, dass Prognosen heute noch komplizierter geworden   sind, da &#8222;komplexe derivative Finanzinstrumente&#8220; entstanden sind, &#8222;die   das Risiko auf jede nur erdenkliche Weise auf Produkte, Orte und Zeit   verteilen k&#246;nnen&#8220;.<\/p>\n<p>  Alan Greenspans Buch umfasst zwei Teile. Die erste H&#228;lfte handelt davon,   wie der Neoliberalismus in den siebziger Jahren den Keynesianismus als   dominierende b&#252;rgerliche Wirtschaftspolitik abl&#246;ste. Daran war Alan   Greenspan als Berater der US-Pr&#228;sidenten Richard Noxon und Gerald Ford   sowie von 1987 an als Notenbank-Chef ma&#223;geblich beteiligt. Die zweite   H&#228;lfte der 550 Seiten widmet Greenspan seiner Sicht der wirtschaftlichen   Entwicklungen in den verschiedenen Regionen auf dem Globus und die f&#252;r   ihn als Erzkonservativen in den kommenden Jahrzehnten anstehenden   &#246;konomischen und politischen Entscheidungen.<\/p>\n<p>  Nach dem Fall der Berliner Mauer jubelte das Wall Street Journal: &#8222;Wir   haben gewonnen.&#8220; In diesem Geist ist auch &#8222;Mein Leben f&#252;r die   Wirtschaft&#8220; verfasst. Schon in der Einleitung hei&#223;t es: &#8222;Wenn die   Geschichte des letzten Vierteljahrhunderts einen roten Faden hat, dann   ist es die Wiederentdeckung der Marktwirtschaft. Nachdem sie sich   infolge der Krise der drei&#223;iger und des Erstarkens der Intervention bis   Ende der sechziger Jahre auf dem R&#252;ckzug befand, entwickelte sich die   Marktwirtschaft in den siebziger Jahren allm&#228;hlich wieder zu einer ernst   zu nehmenden Kraft und hat heute mehr oder weniger die gesamte Welt   erfasst.&#8220; Allerdings sorgt sich Greenspan um Krisenpotenziale in der   kapitalistischen Weltwirtschaft, darunter der Renaissance einer   kr&#228;ftigen Inflation, einer sich, so Greenspan, m&#246;glicherweise akut   anbahnenden US-Rezession und protektionistischen Tendenzen.<\/p>\n<h4>  Die Welt des Alan Greenspan<\/h4>\n<p>  Mit dem Scheitern der Sowjetunion und der Ostblock-Staaten hat sich f&#252;r   Alan Greenspan die &#220;berlegenheit der &#8222;freien Marktwirtschaft&#8220; ein f&#252;r   alle Mal bewiesen. Man h&#228;tte sich, so Greenspan, &#8222;kein besseres   Laborexperiment ausdenken k&#246;nnen als Ost- und Westdeutschland. Beide   L&#228;nder hatten dieselbe Ausgangsposition&#8220;. Mitnichten! Im Osten   Deutschlands waren vor dem Zweiten Weltkrieg nur 1,3 Prozent des   Roheisens, zwei Prozent der Steinkohle und sieben Prozent des Stahls   produziert worden. &#214;konomisch hatte die DDR weitaus schlechtere   Startbedingungen als die kapitalistische Bundesrepublik. Ihre   wirtschaftliche Entwicklung zeigte &#8211; aufgrund der b&#252;rokratischen Fesseln   lediglich in Ans&#228;tzen &#8211; das Potenzial einer geplanten Wirtschaft.<\/p>\n<p>  Nur auf der Basis von Staateigentum, Planung und staatlichem   Au&#223;enhandelsmonopol war es Russland m&#246;glich gewesen, von einem der   r&#252;ckst&#228;ndigsten L&#228;nder auf dem Planeten zu einer f&#252;hrenden   Industrienation aufzusteigen. Die gleichen Ursachen verhalfen China   dazu, Indien, das &#8211; in diesem Fall wirklich &#8211; ganz &#228;hnliche   Voraussetzungen hatte, nach 1945 hinter sich zu lassen. Aber in all   diesen F&#228;llen handelte es sich nicht, wie Greenspan behauptet, um   sozialistische, sondern um stalinistische Staaten. Den b&#252;rokratischen   Apparaten war es m&#246;glich, Schwerindustrien aufzubauen. Aber ohne   Arbeiterdemokratie mussten sie bei dem Versuch scheitern, technologisch   hoch entwickelte Volkswirtschaften weiterzubringen. Die B&#252;rokratie   wurde, in der DDR und den anderen Ostblock-L&#228;ndern Ende der siebziger,   Anfang der achtziger Jahre, von einer relativen zu einer absoluten   Fessel f&#252;r die Weiterentwicklung der Produktivkr&#228;fte.<\/p>\n<p>  Greenspan schw&#246;rt auf Adam Smith, den b&#252;rgerlichen &#214;konomen des 18.   Jahrhunderts, und seinen Ideen von Gewinnmaximierung, Freihandel und der   &#8222;unsichtbaren Hand des Marktes&#8220;. Inspiriert sieht sich Greenspan auch   von dem Wirtschaftwissenschaftler Joseph Schumpeter, der 1942 zum ersten   Mal den technologischen Wandel als &#8222;kreative Zerst&#246;rung&#8220; beschrieb. F&#252;r   Greenspan sind seitdem Massenentlassungen von Bergarbeitern oder   Stahlkochern und der Verfall von ganzen Regionen und Arbeiterstadtteilen   nichts weiter als Prozesse der &#8222;kreativen Zerst&#246;rung&#8220;.<\/p>\n<p>  Milton Friedman bezeichnet Greenspan als einen Mann, der sich so gut wie   nie geirrt haben soll. Friedman geh&#246;rte in den siebziger Jahren zu den   Architekten des Neoliberalismus, die soziale Rechte fast vollst&#228;ndig   beseitigen wollten. International war Lateinamerika f&#252;r die   Neoliberalen, auch Monetaristen genannt, das erste Experimentierfeld.   Angefangen mit Chile nach dem Sturz der Regierung des Sozialisten   Salvador Allende 1973 durch den Pinochet-Putsch.<\/p>\n<p>  Viel Lob hat Greenspan f&#252;r den US-Pr&#228;sidenten Ronald Reagan, den er in   Wirtschaftsfragen beriet, und f&#252;r die britische Premierministerin   Margaret Thatcher &#252;brig. Reagan und Thatcher waren diejenigen, die in   den achtziger Jahren an der Spitze der neoliberalen Offensive standen.   In beiden F&#228;llen legten sie es bewusst darauf an, die Arbeiterklasse   entscheidend zu schw&#228;chen, um ihre Programme von Privatisierung,   Deregulierung, Sozialkahlschlag und Steuergeschenken f&#252;r Unternehmer   durchzusetzen. Reagan attackierte die Fluglotsen, die sich 1981 in den   USA im Streik befanden. Margaret Thatcher nahm die Bergarbeiter ins   Visier. &#8222;Nach der Wahl im Jahr 1979 packte sie die Probleme der   britischen Wirtschaft bei den H&#246;rnern. Die Entscheidungsschlacht war der   Bergarbeiterstreik, der im M&#228;rz 1984 begann&#8220;.<\/p>\n<p>  In der Welt des Alan Greenspan sind demokratische Rechte h&#246;chstens als   &#8222;Sicherheitsventil&#8220; erw&#228;genswert, um sozialen Explosionen (die er   gegenw&#228;rtig vor allem in China bef&#252;rchtet) vorzubeugen. Er schimpft &#252;ber   den &#8222;Populismus&#8220; von Hugo Chavez und anderen in Lateinamerika.   Sozialausgaben betrachtet er in aller Regel als Hemmschuh f&#252;r die   wirtschaftliche Entwicklung. Die immer weiter auseinander klaffende   Schwere zwischen Arm und Reich betrachtet er lediglich als   Nebenerscheinung beim Vormarsch des Kapitalismus (unter anderem nennt er   die Zahl, dass in den gr&#246;&#223;ten US-Konzernen die CEO-Geh&#228;lter zwischen   1993 und 2006 um j&#228;hrlich zehn Prozent stiegen, die Geh&#228;lter von   Fabrikarbeitern nur um 3,1 Prozent pro Jahr). Greenspan schreibt ganz   offen, dass aus seiner Sicht der Irak-Krieg als Krieg f&#252;r &#214;l eine   Notwendigkeit war. &#8222;Es ist bedauerlich, dass man aus politischen Gr&#252;nden   besser nicht aussprechen sollte, was jeder wei&#223;: Im Irak-Krieg geht es   im Wesentlichen um das &#214;l der Region.&#8220;<\/p>\n<p>  Alan Greenspan und mit ihm sicherlich gro&#223;e Teile der Herrschenden   verkennen die nach wie vor potenziell vorhandene Kraft der   Arbeiterklasse; trotz aller R&#252;ckschl&#228;ge und Niederlagen in den letzten   zwanzig Jahren. In seinem Buch nehmen die j&#252;ngsten inflation&#228;ren   Tendenzen viel Raum ein, ebenso die Agenda 2010 und die aktuellen   K&#252;rzungs- und Umverteilungspl&#228;ne europ&#228;ischer Regierungen. Die Zunahme   an Protesten, gerade aufgrund dieser Fragen, in Europa im zweiten   Halbjahr 2007 &#8211; nach Drucklegung des Buches! &#8211; geben eine kleine Ahnung   von der Kampfbereitschaft der arbeitenden Bev&#246;lkerung. Nicht nur in   Deutschland ist angesichts von stagnierenden Reall&#246;hnen und steigenden   Preisen viel Druck im Kessel, in Br&#252;ssel kam es am 15. Dezember zu einer   Demonstration von offiziell 20.000 TeilnehmerInnen f&#252;r mehr Kaufkraft.   In Griechenland fand vor Weihnachten ein eindrucksvoll befolgter   Generalstreik gegen Rentenk&#252;rzungen nach dem &#8222;deutschen Modell&#8220; statt.   Und in Frankreich hat die Arbeiterklasse die, von Alan Greenspan in   seinem Buch ausgefeierte, Kampfansage Nicolas Sarkozys&quot; angenommen.<\/p>\n<h4>  Einer der Macher des Neoliberalismus<\/h4>\n<p>  &#8222;Die Deregulierung war vielleicht die gr&#246;&#223;te Leistung der   Ford-Regierung&#8220;. Gerald Ford beerbte Richard Nixon Mitte der siebziger   Jahre als US-Pr&#228;sident. Alan Greenspan war einer von Fords   Wirtschaftsberatern. Der Neoliberalismus beziehungsweise &#8222;die   Deregulierung war der Auftakt zu einer massiven Welle kreativer   Zerst&#246;rung in den achtziger Jahren&#8220;. Parallel dazu beschloss Paul   Volcker, damaliger US-Notenbank-Chef Ende der siebziger Jahre die f&#252;r   Greenspan &#8222;vermutlich wichtigste wirtschaftspolitische Wende der   vergangenen f&#252;nfzig Jahre&#8220;, n&#228;mlich &#8222;den Drachen Inflation zu t&#246;ten&#8220;,   indem die Geldmenge reduziert wurde.<\/p>\n<p>  Der Neoliberalismus l&#246;ste den Keynesianismus der f&#252;nfziger und sechziger   Jahre als f&#252;hrende b&#252;rgerliche Wirtschaftsdoktrin ab. Hintergrund war   das Ende des kapitalistischen Nachkriegsaufschwungs mit der   internationalen Rezession 1974. In seinem Buch streift Greenspan   mehrfach die Frage, was die Faktoren f&#252;r den Boom und was die Gr&#252;nde f&#252;r   das Ende dieser &#196;ra waren. Entscheidende Ursachen f&#252;r den Aufschwung   waren aus Sicht von Greenspan der Abbau der Zollbarrieren,   Handelsliberalisierungen und die verst&#228;rkte internationale   Arbeitsteilung. Abgew&#252;rgt wurde der Aufschwung laut Greenspan   schlie&#223;lich durch den Ausbau des &#8222;Sozialstaates&#8220;. Neben Zahlen f&#252;r   Westeuropa gibt Greenspan an, dass die Staatsquote in den USA von 3,4   Prozent 1947 auf 8,1 Prozent im Jahr 1975 anstieg.<\/p>\n<p>  Seine Bewertung des Nachkriegsaufschwungs greift jedoch zu kurz.   Politisch war dieser das Nebenprodukt einer weit verbreiteten   antikapitalistischen Stimmung (in Osteuropa und China wurde der   Kapitalismus gest&#252;rzt, in der Kolonialen Welt tobten Aufst&#228;nde, in   Westeuropa hatten sozialistische Ideen Massenanhang). Wirtschaftlich war   der Nachkriegsaufschwung ein gro&#223;er internationaler Zyklus auf Basis der   Vernichtungsorgie des Zweiten Weltkrieges. Die US-Kapitalisten konnten   dank ihres Vorsprungs in Technologie und Produktivit&#228;t hohe Renditen   einstreichen. In Westeuropa und Japan konnte die Produktion angesichts   der vorhandenen Industrieanlagen (vom Krieg zerst&#246;rt waren vor allem   Transportwesen und Wohnungsbest&#228;nde) f&#252;r die B&#252;rgerlichen bei   Hungerl&#246;hnen mit einem relativ geringen Kapitalvorschuss wieder   profitabel in Gang gesetzt werden. Je mehr sich die &#8222;Technologie-L&#252;cke&#8220;   zwischen den USA und ihrer Konkurrenten schloss, um so geringer wurden   die Extra-Profite des US-Kapitals. In Japan und Westeuropa lie&#223;en sich   f&#252;r die Unternehmer niedrige L&#246;hne und extrem lange Arbeitszeiten nicht   mehr aufrecht erhalten. Mit ihrer &#8222;Aufholjagd&#8220; stieg die   Kapitalintensit&#228;t pro Arbeitskraft, die Profitraten sanken. Die   Profitbedingungen verschlechterten sich also f&#252;r die USA und f&#252;r ihre   Konkurrenten, wenn auch aus entgegengesetzten Gr&#252;nden. (Karl Marx&quot;   Theorie vom tendenziellen Fall der Profitrate fand Best&#228;tigung.) Damit   war das Ende des Nachkriegsbooms und die erste internationale Rezession   1974 eingeleitet. &#8222;Im Jahr 1974 war erstmals die Rede von der   &#8222;zweistelligen Inflation&#8220;, als die Rate auf schockierende elf Prozent   stieg. Die Arbeitslosenquote lag nach wie vor bei 5,6 Prozent, der   Aktienmarkt befand sich auf Talfahrt, die Wirtschaft stand vor der   schlimmsten Rezession seit den drei&#223;iger Jahren und der   Watergate-Skandal lag wie ein Leichentuch &#252;ber dem Land.&#8220;<\/p>\n<p>  In den meisten f&#252;hrenden kapitalistischen Staaten wurde bis in die   siebziger Jahre hinein eine Politik verfolgt, die auf den Ideen des   b&#252;rgerlichen &#214;konomen John Maynard Keynes beruhte: staatliche   Interventionen (Subventionen von Unternehmen und Branchen), &#246;ffentliche   Investitionsprogramme und &#8211; allerdings nur auf massiven Druck von unten   &#8211; erh&#246;hte Sozialausgaben. Zudem galten feste Wechselkurse im Rahmen des   Bretton-Woods-Abkommen (was sich auf die Dominanz der US-Wirtschaft und   des Dollar st&#252;tzte). 1965 titelte das Time-Magazin: &#8222;Jetzt sind wir alle   Keynesianer.&#8220;<\/p>\n<p>  Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Abschw&#228;chung und einer   galoppierenden Inflation beerdigte man Anfang der siebziger Jahre das   Bretton-Woods-System. Die Wechselkurse wurden freigegeben. Gleichzeitig   kam es zu einer Liberalisierung des Welthandels. In der Folge wendeten   sich immer mehr b&#252;rgerliche Politiker vom Keynesianismus ab. Die   Kapitaleigner versuchten, ihre Profitkrise auf Kosten der Arbeiterklasse   zu &#252;berwinden. Sie setzten auf Privatisierung, Deregulierung,   Lohnsenkungen und Einschnitten in das &#8222;soziale Netz&#8220;. Sie setzten auf   Liberalismus, Neo-Liberalismus. Das war keine, an einem Tag getroffene   kollektive Entscheidung der B&#252;rgerlichen, sondern eine Position, die   sich nach und nach immer st&#228;rker durchsetzte. Und Alan Greenspan hatte   regen Anteil daran.<\/p>\n<p>  Diese Politik f&#252;hrte zu einer erneuten Steigerung der Profite. Von 1994   bis 2003 stieg der Umsatz der 500 gr&#246;&#223;ten Konzerne um 45 Prozent, die   Profite verdreifachten sich laut US-Wirtschaftsblatt Fortune sogar.   Damit ist die Theorie vom tendenziellen Fall der Profitrate keineswegs   widerlegt. Denn auch bei diesen Unternehmen sank die Profitrate in den   achtziger Jahren und in der Rezession zu Beginn der Neunziger; nach   einem kurzen Anstieg Mitte der neunziger Jahre trat ab 1997 wiederum ein   scharfer R&#252;ckgang ein. (Zwischen 1950 und Mitte der Siebziger war die   Profitrate in den USA von 22 auf etwa zw&#246;lf Prozent gefallen; seitdem   hat sie nur ungef&#228;hr ein Drittel ihres vorangegegangen Verlustes   wettgemacht, und das obgleich die Reall&#246;hne um etwa zehn Prozent zur&#252;ck   gingen.)<\/p>\n<p>  Der Neoliberalismus f&#252;hrte nicht nur zu massenhafter Verarmung, sondern   auch zu einem Abbau und einer Vernachl&#228;ssigung von Industrien,   anhaltenden Schuldenproblemen und zu spekulativen Blasen.<\/p>\n<h4>  Die Agenda eines Montetaristen<\/h4>\n<p>  In der US-amerikanischen Originalausgabe lautet der Buchtitel &#8222;The Age   of Turbulence&#8220;. Obgleich Alan Greenspan einige Gefahren f&#252;r die   Weltwirtschaft ausmacht, erwartet er doch, dass sich die Wogen bald   schon wieder gl&#228;tten werden. Er geht davon aus, dass sich der   Kapitalismus global behaupten wird und wirft im zweiten Teil seines   Buches die Frage auf, welche Politik eingeschlagen werden sollte, um   2030 in den USA und weltweit gut da zu stehen. Als Sch&#252;ler des   Monetaristen Milton Friedmans sind Greenspans Vorschl&#228;ge nicht all zu   &#252;berraschend.<\/p>\n<p>  Um den &#8222;demografischen Wandel&#8220; zu meistern, soll die Lebensarbeitszeit   verl&#228;ngert, die Rentenleistungen gek&#252;rzt und die Rentenversicherung   (teil-)privatisiert werden.<\/p>\n<p>  Die Sozialsysteme sollen weiter zerschlagen werden. Viel erhoffte sich   Greenspan von dem Programm &#8222;Europa 2010&#8220;, das auf dem EU-Gipfel in   Lissabon beschlossen worden war, und nach US-Vorbild Privatisierungen   und Deregulierungen forcieren sollte. &#8222;Aus 2010 wurde 201X, und seitdem   liegt das Programm auf Eis&#8220;, &#228;u&#223;ert sich ein entt&#228;uschter Greenspan (und   erkennt einmal mehr nicht, dass es der Druck der Arbeiterbewegung ist,   der den europ&#228;ischen Regierungschefs das Leben schwer macht).<\/p>\n<p>  Im Bildungswesen pl&#228;diert Greenspan f&#252;r mehr Wettbewerb, Elitef&#246;rderung   und eine noch st&#228;rkere Einmischung von Privaten. &#8222;Die   &#8222;Unternehmens-Universit&#228;t&#8220; ist eine neue Errungenschaft&#8220;, frohlockt er.   &#8222;General Motors verf&#252;gt &#252;ber ein ausgedehntes &#8222;Universit&#228;ts&#8220;-System mit   16 fachspezifischen Colleges. McDonald&quot;s bildet mehr als 5.000   Mitarbeiter j&#228;hrlich in einer Einrichtung mit dem treffenden Namen   Hamburger University aus.&#8220; Greenspan macht sich aber Sorgen &#252;ber das   &#8222;marode Schulsystem&#8220;. Seine Warnungen erinnern an die Initiative Neue   Soziale Marktwirtschaft in Deutschland (INSM). Wie die INSM sieht er   Nachteile f&#252;r die Kapitaleigner, wenn die Schulausbildung der gro&#223;en   Mehrheit weiter unter die R&#228;der kommen sollte. Gleichzeitig f&#252;rchtet er   die gesamtgesellschaftlichen Folgen beziehungsweise Kosten von Armut,   Verwahrlosung und Perspektivlosigkeit &#8211; schlie&#223;lich dreht sich bei   Greenspan alles um Kosten-Faktoren. Hier haben es die Herrschenden mit   einem Dilemma zu tun. Auf der einen Seite erkennen sie die   Notwendigkeit, die breite Masse im Schulwesen nicht v&#246;llig   vernachl&#228;ssigen zu d&#252;rfen. Auf der anderen Seite fehlt es ihren   Politikern &#8211; als Folge der neoliberalen &#196;ra &#8211; an den finanziellen   Mitteln, um gegensteuern zu k&#246;nnen.<\/p>\n<h4>  Krisenwolken an Greenspans Wirtschaftshimmel<\/h4>\n<p>  Ausgiebig schildert Alan Greenspan in &#8222;Mein Leben f&#252;r die Wirtschaft&#8220;   die S&#252;dostasien-Krise 1997, sowie die Einstellung der Kreditzahlung   seitens Russlands und die Pleite von Long Term Capital Management 1998   (als &#8222;die Topmanager der 16 wichtigsten Banken und Investmentfirmen der   Welt in einem Raum&#8220; zusammenkamen und eine Finanzspritze von 3,5   Milliarden Dollar locker machten). &#8222;Die Bedrohung einer weltweiten   Rezession erschien mir immer realer. Und ich war &#252;berzeugt, dass die   Notenbank nicht in der Lage war, mit dieser Frage allein umzugehen. Die   finanziellen Gefahren hatten globale Dimensionen erreicht, also musste   auch der Versuch, ihnen zu begegnen, global sein. Robert Rubin   [damaliger US-Finanzminister] teilte diese Einsch&#228;tzung. Hinter den   Kulissen setzten wir uns mit den Finanzministern und Zentralbankern der   G7-Staaten in Verbindung, um unsere Reaktionen zu koordinieren. Wir   sprachen uns ruhig, aber eindringlich f&#252;r eine Erh&#246;hung der Liquidit&#228;t   und eine Senkung der Zinsen in der gesamten entwickelten Welt aus.&#8220;<\/p>\n<p>  Mit dem Platzen der Dotcom-Blase trat die US-Wirtschaft 2000\/2001 in die   Rezession ein. Um die Krise einzud&#228;mmen und um nach dem 11. September   2001 einen &#8222;Zusammenbruch des Finanzsystems&#8220; zu verhindern, wurde   nochmal massiv Geld in die Wirtschaft gepumpt und die US-Leitzinsen bis   2004 von sechs auf ein Prozent gesenkt. Verbunden mit weiteren   spekulativen Ma&#223;nahmen und der Einf&#252;hrung neuer Finanzinstrumente wurden   &#8211; wie Greenspan korrekt aufzeigt &#8211; Probleme der kapitalistischen   Wirtschaft vertagt, verlagert, aber nicht gel&#246;st. Hervorgerufen durch   die US-Immobilien- und Bankenkrise werden diese Probleme nun mit voller   Wucht sp&#252;rbar. Auch heute versuchen Zentralbanker, Investment-Chefs und   Regierungen in gro&#223;em Stil Liquidit&#228;t in die Wirtschaft zu spritzen.   Dabei ist Liquidit&#228;t im &#220;berfluss vorhanden! Es handelt sich aktuell   nicht um eine Liquidit&#228;ts-, sondern um eine Vertrauenskrise.<\/p>\n<p>  Greenspan hebt in seinen Buch auch auf die Effekte des Immobilienbooms   ab. &#8222;Die Milde der Rezession [im Jahr 2001] schien eine Folge globaler   wirtschaftlicher Kr&#228;fte, die die Zinsen auf langfristige Anleihen immer   weiter gedr&#252;ckt und in vielen Teilen der Welt einen kr&#228;ftigen Anstieg   der Preise f&#252;r Wohneigentum bewirkt hatten. In den USA waren Eigenheime   derart im Wert gestiegen, dass die Privathaushalte sich in einem Rausch   zu befinden schienen und immer mehr Geld ausgaben.&#8220; Und weiter: &#8222;Die   Preise f&#252;r bestehende Wohnh&#228;user und Eigentumswohnungen stiegen in den   Jahren 2000, 2001 und 2002 um jeweils 7,5 Prozent pro Jahr und damit   doppelt so schnell wie nur wenige Jahre zuvor. [&#8230;] Einige Analysten   sch&#228;tzten, dass drei bis f&#252;nf Prozent des Wertanstiegs von Wohneigentum   sich in der Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen aller Art, von   Autos und K&#252;hlschr&#228;nken bis hin zu Urlaubsreisen und Unterhaltung,   niederschlug.&#8220; Auf den Aktienboom folgte die &#8222;Immobilienorgie&#8220;, so   Newsweek. Laut Economist ist der Marktwert des Wohnungseigentums in   zwanzig f&#252;hrenden Industriestaaten zwischen 2000 und 2005 von 40 auf 70   Billionen US-Dollar gestiegen, am meisten in den USA.<\/p>\n<p>  Greenspan macht eine &#8222;besorgniserregende Spreizung der Einkommenskala&#8220;   aus, die ihn an &#8222;Entwicklungsl&#228;nder&#8220; erinnert. &#8222;Seit den zwanziger   Jahren hat es in den USA keine derartigen Einkommensunterschiede mehr   gegeben. [&#8230;] Von den Hypotheken im Wert von drei Billionen US-Dollar,   die im Jahr 2006 neu vergeben wurden, galt ein F&#252;nftel als eingeschr&#228;nkt   kreditw&#252;rdig und ein weiteres F&#252;nftel als belastet. [&#8230;] Die Ausf&#228;lle   bei diesen zwei F&#252;nfteln haben dazu gef&#252;hrt, dass Banken die Neuvergabe   von Krediten einschr&#228;nken, was einen R&#252;ckgang der Hausk&#228;ufe in diesem   Segment des Hypothekenmarktes ausgel&#246;st hat.&#8220; Und es sind   Arbeiterfamilien, die vor allem betroffen sind. 650.000 von ihnen   konnten allein im dritten Quartal ihre Zahlungen f&#252;r das Haus nicht mehr   t&#228;tigen. Zur Subprime- kommt nun auch eine Krditkarten-Krise. Da die   kaufkr&#228;ftige Nachfrage in den letzten Jahren zwei Drittel der   US-Wirtschaft ausgemacht hat, bricht nun der st&#228;rkste St&#252;tzpfeiler f&#252;r   die Weltwirtschaft weg. China, die zweite Lokomotive des globalen   Aufschwungs, hat ebenfalls Krisenpotenziale angeh&#228;uft. Davon abgesehen   bel&#228;uft sich das US-Sozialprodukt weiterhin auf das Sechsfache von   China. Allein deshalb wird China die negativen Folgen einer US-Rezession   gar nicht auffangen k&#246;nnen.<\/p>\n<p>  Greenspan registriert auch den Sinkflug des US-Dollar (der seit 2002 um   40 Prozent gefallen ist), die Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft   (allen voran das gigantische US-Leistungsbilanzdefizit) und einen   &#214;lpreis, der laut Greenspan inflationsbereinigt fast auf dem Allzeithoch   von 1980 angekommen ist. Besonderes Augenmerk legt er allerdings auf die   neuerlichen Inflationsgefahren. Die vergangenen 25 Jahre mit einer sehr   niedrigen Inflation waren f&#252;r Greenspan eine historische Ausnahme, die   er an folgendem Prozess festmacht: &#8222;Bald str&#246;mten mehr als eine   Milliarde Arbeitskr&#228;fte, viele gut ausgebildet, alle schlecht bezahlt,   aus den lange vom globalen Wettbewerb isolierten Planwirtschaften auf   den internationalen Markt. Dieser Zustrom von Arbeitskr&#228;ften sorgte   weltweit f&#252;r einen R&#252;ckgang von L&#246;hnen, Inflation, Inflationserwartung   und Zinsen&#8220;. Dieser Sondereffekt war f&#252;r Greenspan einmalig, gilt nicht   l&#228;nger und macht die heutigen Preissteigerungen aus seiner Sicht noch   alarmierender.<\/p>\n<h4>  Drohende US-Rezession<\/h4>\n<p>  Im Gegensatz zu anderen b&#252;rgerlichen &#214;konomen besteht f&#252;r Alan Greenspan   der zyklische Verlauf weiter, auf einen Aufschwung folgt fr&#252;her oder   sp&#228;ter eine Krise. Vor Weihnachten erkl&#228;rte Greenspan &#246;ffentlich, dass   er die Rezessionsgefahr der US-Wirtschaft mittlerweile auf mehr als 50   Prozent einstuft. Die durchschnittliche private Verschuldung eines   US-Haushalts betr&#228;gt heute 129 Prozent des verf&#252;gbaren Einkommens. Das   kann nicht dauerhaft gut gehen. Der Einbruch im Immobiliensektor   markiert den Anfang vom Ende des auf Pump finanzierten Aufschwungs.<\/p>\n<p>  Greenspan gibt in seinem Buch ein paar weitere interessante Hinweise auf   den Zustand der US-Wirtschaft. So schreibt er: &#8222;Nachdem der   Produktivit&#228;tszuwachs in den Jahren 2002 und 2003 bei vier Prozent und   dar&#252;ber gelegen hatte, ging er Anfang 2007 auf ein Prozent zur&#252;ck.   Gewinntr&#228;chtige M&#246;glichkeiten f&#252;r weitere Steigerungen scheinen f&#252;r den   Moment ausgesch&#246;pft&#8220;. Zudem macht Greenspan eine &#8222;Verlangsamung der   Innovation&#8220; aus. Immer mehr Unternehmen streichen ihre Gewinne ein und   verwenden das Geld vermehrt zum R&#252;ckkauf von Aktien statt zu   Investitionszwecken.<\/p>\n<p>  Dazu kommt eine Abschw&#228;chung der Profite. 19 aufeinander folgende   Quartale waren die Profite der Dow-Jones-Konzerne ununterbrochen   zweistellig gewesen, demgegen&#252;ber gingen sie im zweiten Halbjahr 2007   deutlich zur&#252;ck.<\/p>\n<h4>  Es wird ungem&#252;tlicher<\/h4>\n<p>  Alan Greenspan ist nicht blind gegen&#252;ber dem Abschwung der US-&#214;konomie   und den existierenden Problemen in der kapitalistischen Weltwirtschaft.   Allerdings baut er darauf, dass es sich nur um eine relativ kleine,   konjunktuelle Krise handelt. In seinen Augen wird sich der Siegeszug der   &#8222;freien Marktwirtschaft&#8220; weiter fortsetzen. Greenspan untersch&#228;tzt damit   nicht nur das m&#246;gliche Ausma&#223; der bevorstehenden Rezession, sondern vor   allem die potenzielle St&#228;rke der Arbeiterklasse als Gegenmacht.<\/p>\n<p>  Alan Greenspan schreibt in seiner Autobiografie, dass sich das globale   Sozialprodukt seit 1950 versiebenfacht hat. Es beunruhigt ihn aber nicht   weiter, dass trotz des geschaffenen Reichtums und der Fortschritte in   Wissenschaft und Technik Armut und Arbeitslosigkeit Massenph&#228;nomene   geblieben sind und die Kluft zwischen Arm und Reich, wie er selber   eingesteht, auch in den f&#252;hrenden Industriestaaten immer gr&#246;&#223;er wird.   &#220;ber eine halbe Million Arbeiterfamilien haben in den letzten Monaten im   reichsten Land der Welt ihr Haus verloren (viele von ihnen leben heute   in Zeltd&#246;rfern de facto auf der Stra&#223;e), &#252;ber 40 Millionen stehen seit   Jahren ohne Krankenversicherung da.<\/p>\n<p>  Wenn man sich auf den Golfpl&#228;tzen von Palm Springs bewegt oder ein   F&#252;nf-G&#228;nge-Men&#252; im New Yorker Waldorf-Astoria-Hotel einnimmt, kann man   die realen Geschehnisse auf der Welt schon mal vergessen. Aber die Krise   des Systems, das Greenspan f&#252;r die &#8222;beste aller denkbaren Welten&#8220; h&#228;lt,   und der Drang der Lohnabh&#228;ngigen und Erwerbslosen nach Ver&#228;nderung   werden dazu f&#252;hren, dass sich die von Greenspan totgesagte   Arbeiterklasse in den USA und international wieder erheben wird, um f&#252;r   eine grundlegende Alternative zum Kapitalismus zu k&#228;mpfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      &#220;ber Alan Greenspans Autobiografie &#8222;Mein Leben f&#252;r die Wirtschaft&#8220;\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[70,127],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12456"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12456"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12456\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12456"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12456"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12456"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}