{"id":12453,"date":"2007-12-21T14:30:46","date_gmt":"2007-12-21T14:30:46","guid":{"rendered":".\/?p=12453"},"modified":"2007-12-21T14:30:46","modified_gmt":"2007-12-21T14:30:46","slug":"12453","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/12\/12453\/","title":{"rendered":"Mindestens 200 Euro &#8211; ohne Kompensationen"},"content":{"rendered":"<p>  Mit der Forderung nach acht Prozent mehr Lohn und mindestens 200 Euro   sowie einer Erh&#246;hung der Auszubildendenverg&#252;tung um 120 Euro geht ver.di   gemeinsam mit dem Beamtenbund in die Tarifrunde f&#252;r die 2,1 Millionen   Besch&#228;ftigten in Bund und Kommunen. Das widerspiegelt den Druck in   Betrieben und Verwaltungen. Vor allem angesichts der Lokf&#252;hrer-Streiks.<br \/><i>von   Angelika Teweleit, Berlin<\/i><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Die Kommunalen Arbeitgeber nannten die ver.di-Forderungen &#8222;unerf&#252;llbar&#8220;.   Und verlangen sogar die Einf&#252;hrung der 40-Stunden-Woche! Das muss mit   der Gegenforderung nach einer Vereinheitlichung der Arbeitszeit auf 38,5   Stunden f&#252;r alle beantwortet werden. Dies w&#228;re der erste Schritt, den   Kampf f&#252;r eine weitere Arbeitszeitverk&#252;rzung in der n&#228;chsten Runde   aufzunehmen.<\/p>\n<p>  Die Besch&#228;ftigten in den Krankenh&#228;usern sollen mit einer Nullrunde   abgespeist werden. Hier gebe es keinen finanziellen Spielraum. Darauf   muss ver.di entgegnen: F&#252;r uns gibt es keinen finanziellen Spielraum f&#252;r   weiteren Verzicht!<\/p>\n<p>  Es darf diesmal keine Kompensationsgesch&#228;fte geben. Nicht bei der   Arbeitszeit, nicht in den Kli&#173;niken, und auch nicht durch vermehrte   Bezahlung nach Leistung.<\/p>\n<p>  Bei den Entgeltgruppen ist ebenfalls Gefahr in Verzug. Diese sollen neu   verhandelt werden. Auch hier drohen Lohnsenkungen. In der anstehenden   Tarifrunde m&#252;ssen zun&#228;chst die auslaufenden &#220;bergangsregelung   unbefristet verl&#228;ngert werden.<\/p>\n<p>  <b>Tarifforderungen von ver.di<\/b><\/p>\n<p>  Die Forderung der Bundestarifkommission ist die h&#246;chste, die ver.di in   den letzten 15 Jahren aufge&#173;stellt hat. Allerdings hatten viele   Untergliederun&#173;gen noch mehr gefordert.<\/p>\n<p>  Bedeutsam ist gerade die so genannte Festgeldkomponente. Bei ihrer   Umsetzung werden f&#252;r die KollegInnen in den unteren Lohngruppen   deutliche Verbesserungen sp&#252;rbar. Darum war das zuletzt immer st&#228;rker   eingefordert worden.<\/p>\n<p>  Die aufgestellte ver.di-Forderung darf jetzt nicht wieder &#8211; wie so oft &#8211;   runterverhandelt werden. Nur bei einer Durchsetzung ohne Abstriche   wer&#173;den die Besch&#228;ftigten wirklich mehr Geld in der Tasche haben. Um so   verheerender, dass ver.di-Chef Frank Bsirske k&#252;rzlich sagte, dass auch   eine Vier vor dem Komma stehen k&#246;nnte!<\/p>\n<p>  <b>Wie den Arbeitskampf f&#252;hren?<\/b><\/p>\n<p>  Bis Anfang M&#228;rz stehen drei Landtagswahlen und die Kommunalwahlen in   Bayern an. Das muss genutzt werden, um die Arbeitgeber unter Druck zu   setzen. Darum darf es nicht bei ver.dis bisheriger Planung, bis zum   6.\/7. M&#228;rz erstmal f&#252;nf Verhandlungsgespr&#228;che zu f&#252;hren, bleiben!<\/p>\n<p>  Um die Forderungen in dieser Tarifrunde voll durchzusetzen, wird es   nicht ohne Streiks gehen. Gerade die schw&#228;cheren Bereiche sind darauf   an&#173;gewiesen, dass die ganze Kampfkraft eingebracht wird. Deshalb sollte   ein Vollstreik in Bund und Kommunen vorbereitet werden &#8211; zeitgleich mit   den Besch&#228;ftigten im Nahverkehr, die sich ebenfalls im Tarifkampf   befinden.<\/p>\n<p>  Mit der Unterzeichnung des neuen Fl&#228;chentarifs TV&#214;D hatten die   Gewerkschaftsoberen schmerz&#173;hafte Einschnitte abgesegnet. Aufgrund   dieser und andere Erfahrungen sollten sich die ver.di-Mitglieder diesmal   von Anfang an einmischen. Dazu k&#246;nnen regelm&#228;&#223;ige   Mitgliederversammlungen dienen. Hier muss es ausf&#252;hrliche Diskussionen   &#252;ber den Stand der Verhandlungen und Pro&#173;testaktionen geben. Alle   Verhandlungen m&#252;ssen transparent sein. In den Betrieben sollten rasch   Vorbereitungen f&#252;r Streiks getroffen werden; gerade in den Kliniken, da   hier ja eine Nullrunde droht! &#220;berall sollten Streikleitungen gew&#228;hlt   werden.<\/p>\n<p>  Auch Lokf&#252;hrer, Stahlkocher und Verk&#228;uferInnen stecken in Arbeitsk&#228;mpfen.<\/p>\n<p>  Die Chance zum Br&#252;ckenschlag muss genutzt werden. Tous ensemble, alle   zusammen &#8211; so k&#246;nnte die Parole f&#252;r einen hei&#223;en Winter lauten!<\/p>\n<\/p>\n<p>  <b>Forderungen der SAV<\/b><\/p>\n<p>  Acht Prozent mehr Lohn und mindestens 200 Euro voll durchsetzen<\/p>\n<p>  Keinerlei Kompensationsgesch&#228;fte<\/p>\n<p>  Vereinheitlichung der Arbeitszeit auf 38,5 Stunden statt   Arbeitszeitverl&#228;ngerungen<\/p>\n<p>  Unbefristete Fortf&#252;hrung der bisherigen   Eingruppierungs-&#220;bergangsregelungen, bis eine bessere Regelung gefunden   wird, die keine Verschlechterungen beinhaltet<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Mit der Forderung nach acht Prozent mehr Lohn und mindestens 200 Euro<br \/>\n      sowie einer Erh&#246;hung der Auszubildendenverg&#252;tung um 120 Euro geht ver.di<br \/>\n      gemeinsam mit dem Beamtenbund in die Tarifrunde f&#252;r die 2,1 Millionen<br \/>\n      Besch&#228;ftigten in Bund und Kommunen. Das widerspiegelt den Druck in<br \/>\n      Betrieben und Verwaltungen. Vor allem angesichts der Lokf&#252;hrer-Streiks.<br \/><i>von<br \/>\n      Angelika Teweleit, Berlin<\/i>\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[15],"tags":[200],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12453"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12453"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12453\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12453"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12453"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12453"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}