{"id":12452,"date":"2007-12-21T14:24:45","date_gmt":"2007-12-21T14:24:45","guid":{"rendered":".\/?p=12452"},"modified":"2007-12-21T14:24:45","modified_gmt":"2007-12-21T14:24:45","slug":"12452","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/12\/12452\/","title":{"rendered":"GDL: Mit Volldampf ins neue Jahr"},"content":{"rendered":"<p>  Der Kampf der Lokf&#252;hrer geht in eine neue Runde<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Kurz vor Weihnachten war die Provokation durch Bahn-Chef Mehdorn   perfekt: Nachdem die Bahn Anfang Dezember der GDL einen eigenst&#228;ndigen   Tarifvertrag f&#252;r die Bereiche Lohn und Arbeitszeit zugesichert hatte,   war dies auf einmal wieder vom Tisch. Die GDL hat darauf die richtige   Antwort gegeben: Streik in allen drei Bereichen der Bahn ab dem   7.Januar, bis ein Ergebnis vorliegt!<\/p>\n<p>  <i>von Michael Koschitzki und Lucy Redler, Berlin<\/i><\/p>\n<p>  Die GDL hat jetzt angek&#252;ndigt, zu streiken, ohne einen Endtermin zu   nennen. Das ist absolut rich&#173;tig, angesichts des Versuchs von Mehdorn   und Suckale, die Verhandlungen immer wieder zu sabotieren. Es best&#228;tigt   sich, dass Zugest&#228;ndnisse wie Streikunterbrechung vom Bahnvorstand nur   ausgenutzt werden, um die Lokf&#252;hrer zu schw&#228;chen. Jetzt gibt es erst   Recht keinen Grund mehr f&#252;r eine Stop-and-Go-Taktik im Streik. Jetzt   kann die einzige Antwort nur der unbefristete Vollstreik in allen   Bereichen sein. Die Forderungen der Lokf&#252;hrer nach 2.500 Euro   Einstiegsgehalt und Arbeitszeitverk&#252;rzung m&#252;ssen voll durchgesetzt   werden.<\/p>\n<p>  Die Bahn hat alle bisherigen Zusagen ihrerseits gebrochen. Die GDL war   bisher zu dem Zugest&#228;ndnis an die Bahn bereit, einen eigenst&#228;ndigen   Tarifvertrag nur f&#252;r die Lokf&#252;hrer abzuschlie&#223;en. Angesichts der   R&#252;cknahme aller Zusagen durch die Bahn: Warum sollte die GDL jetzt nicht   auch zu ihrer urspr&#252;nglichen Forderung nach einem   Fahrpersonal-Tarifvertrag zur&#252;ckkehren?<\/p>\n<p>  <b>Mitglieder aktiv einbeziehen<\/b><\/p>\n<p>  Es geht um sehr viel bei diesem Streik &#8211; nicht nur f&#252;r die Lokf&#252;hrer.   Obwohl viele selbst vom Streik betroffen sind, gibt es eine gro&#223;e   Begeisterung daf&#252;r, dass der Verzichtspolitik endlich mal etwas   entgegegen gesetzt wird. Wenn der Streik ab 7. Januar in allen drei   Bereichen und tats&#228;chlich unbefristet beginnt, wird eine neue Qualit&#228;t   erreicht.<\/p>\n<p>  Ein Erfolg der Lokf&#252;hrer h&#228;ngt dann ma&#223;geblich davon ab, wie der Streik   gef&#252;hrt wird und ob die &#246;ffentliche Unterst&#252;tzung mobilisiert werden   kann. Um eine maximale Wirkung zu entfachen, m&#252;ssen sich so viele   Mitglieder wie m&#246;glich ein&#173;bringen und auf t&#228;glichen Streikversammlungen   mitdiskutieren k&#246;nnen. Streikkomitees sollten gew&#228;hlt werden, die   Streikposten und &#246;ffentliche Aktionen organisieren. Ohne R&#252;ckkopplung   mit den Ortsgruppen sollte es keine Zustimmung zu einem   Verhandlungsergebnis und keine Streikunterbrechung geben.<\/p>\n<p>  <b>Druck auf DGB erh&#246;hen<\/b><\/p>\n<p>  Genauso wichtig ist es, &#246;ffentliche Unterst&#252;tzung zu mobilisieren. F&#252;r   viele KollegInnen sind die Lokf&#252;hrer ein leuchtendes Beispiel. Eine   Herausforderung besteht darin, diesen R&#252;ckhalt weiter zu sichern. Das   erfordert &#246;ffentlichkeitswirksame Aktionen.<\/p>\n<p>  Es sollte aber auch der Schulterschluss mit den KollegInnen anderer   Gewerkschaften gesucht werden, die sich in Auseinandersetzungen   befinden. Hinter dem Bahnvorstand steht die Bundesregierung als   Eigent&#252;mer der Bahn. Auch die Besch&#228;ftigten des &#214;ffentlichen Dienstes   stehen in Tarifkonflikten mit Bund und Kommunen. Die Besch&#228;ftigten im   Einzelhandel k&#228;mpfen derzeit ebenfalls f&#252;r mehr Lohn. H&#246;chste Zeit, den   Druck im DGB zu erh&#246;hen und von unten einen gemeinsamen Streik- und   Protesttag durchzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Der Kampf der Lokf&#252;hrer geht in eine neue Runde\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,17,20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12452"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12452"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12452\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12452"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12452"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12452"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}