{"id":12420,"date":"2007-12-01T00:52:04","date_gmt":"2007-12-01T00:52:04","guid":{"rendered":".\/?p=12420"},"modified":"2007-12-01T00:52:04","modified_gmt":"2007-12-01T00:52:04","slug":"12420","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/12\/12420\/","title":{"rendered":"Rostock: Skandal um &#246;ffentliche Wohnungsgesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>  Christine Lehnert, Mitglied der B&#252;rgerschaft der Hansestadt Rostock, zum   Bericht des Nachrichtenmagazins &#8222;DER SPIEGEL&#8220; und den aktuellen   Diskussionen &#252;ber die WIRO<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b>Angesichts erneuter Medienberichte &#252;ber Vetternwirtschaft und   Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bei der WIRO muss endlich eine   unabh&#228;ngige und &#246;ffentliche Untersuchung durchgef&#252;hrt werden. Das   fordert Christine Lehnert, Mitglied der B&#252;rgerschaft f&#252;r die SAV und   sieht ihre Kritik durch die aktuellen Entwicklungen best&#228;tigt.<\/b><\/p>\n<h5>  Frau Lehnert (SAV) hierzu:<\/h5>\n<p>  &#8222;Eine unabh&#228;ngige Untersuchung forderte ich in den vergangenen Monaten   immer wieder, so etwa bei Bekanntwerden der Luxus-Rom Reise von   WIRO-Aufsichtsratsmitgliedern im Herbst 2006. Auch die Wiederwahl von   umstrittenen B&#252;rgerschaftsmitgliedern in den Aufsichtsrat habe ich   vehement bek&#228;mpft, doch bislang wurden alle Forderungen nach Aufkl&#228;rung   abgeschmettert. Das Resultat sehen wir nun. &#220;ber die Medien erfahren die   WIRO-Mieter, dass ihr Wohnungsunternehmen scheinbar nur durch Betrug   noch scharze Zahlen schreibt und neue &#196;ngste steigen auf. Auch die   Vorteilsname von B&#252;rgerschaftsmitgliedern ist erneut Thema und eine   Ohrfeige f&#252;r diejenigen, die mit der halbherzigen Neuwahl des   WIRO-Aufsichtsrates alles unter den Teppich kehren wollten.<\/p>\n<p>  Ungeachtet dessen, was die juristischen Untersuchungen zur WIRO nun   feststellen werden, steht f&#252;r mich fest, dass die Verstrickungen der   etablierten Parteien und der WIRO politisch und moralisch ohne jeden   Zweifel Korruption sind.<\/p>\n<p>  Die Verantwortlichen m&#252;ssen umgehend von ihren &#196;mtern zur&#252;cktreten und   die Strukturen der WIRO sowie aller st&#228;dtischen Unternehmen   demokratisiert werden. Schlie&#223;lich geht es nicht nur um einzelne   Personen, sondern um ein System von Kl&#252;ngel und Filz, welches   aufzudecken und zu bek&#228;mpfen ist.<\/p>\n<p>  Eine wirklich unabh&#228;ngige Untersuchung des WIRO-Skandals &quot;von unten&quot;,   durch normale B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, ist n&#246;tig. Die Berichte in der   Presse enthalten durchaus interessante Fakten, aber selten   zusammenh&#228;ngende Darstellungen. Viele Einwohner der Stadt wissen zwar   allgemein, dass mal wieder gekl&#252;ngelt wurde, haben aber nicht im Detail   verfolgt, wer die Verlierer und Gewinner dieses Gesch&#228;ftes sind. Folgt   nun von interessierter Seite die Forderung nach Privatisierung der WIRO   und Zerschlagung des &#8222;Konzerns WIRO&#8220;, wird dies vielen auf den ersten   Blick als gute L&#246;sung erscheinen. Aber hier ist Vorsicht geboten. Ein   Verkauf von Wohnungen oder Tochterunternehmen l&#246;st nicht das   Grundproblem von fehlender demokratischer Kontrolle und Selbstbestimmung   durch die Mieter und Nutzer. Eine Wohnungsprivatisierung zieht vielmehr   Mieterh&#246;hungen nach sich, da private Investoren ihr Handeln so   gestalten, dass es den gr&#246;&#223;tm&#246;glichen Profit erzielt. Somit werden gute   Wohnungen in bevorzugter Lage verkauft und es wird nur noch in sozialen   Brennpunkten st&#228;dtisches Eigentum &#252;brig bleiben. Kann heute mithilfe der   st&#228;dtischen WIRO noch soziales Engagement erm&#246;glicht werden, wird dies   bei einem WIRO-Verkauf direkt aus der Stadtkasse finanziert werden   m&#252;ssen oder &#8211; was aufgrund der leeren Kassen wahrscheinlicher ist &#8211;   komplett gestrichen.<\/p>\n<p>  Ich werde mich daf&#252;r einsetzen, dass diese Zusammenh&#228;nge dargestellt   werden, so dass die WIRO-Krise nicht zu einer Krise f&#252;r Mieter und   Mieterinnen wird.<\/p>\n<p>  <i>Christine Lehnert, Mitglied der B&#252;rgerschaft f&#252;r die SAV<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Christine Lehnert, Mitglied der B&#252;rgerschaft der Hansestadt Rostock, zum<br \/>\n      Bericht des Nachrichtenmagazins &#8222;DER SPIEGEL&#8220; und den aktuellen<br \/>\n      Diskussionen &#252;ber die WIRO\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12420"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12420"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12420\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}