{"id":12412,"date":"2007-11-22T13:00:18","date_gmt":"2007-11-22T12:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12412"},"modified":"2012-05-15T15:35:36","modified_gmt":"2012-05-15T13:35:36","slug":"12412","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/11\/12412\/","title":{"rendered":"Bremen: Mehr als 5.000 Besch&#228;ftigte im &#214;ffentlichen Dienst demonstrieren       gegen Reallohnsenkungen"},"content":{"rendered":"<p>  KollegInnen demonstrieren &#8211; LINKE schickt zahme Presseerkl&#228;rung<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Heino Berg, Bremen<\/i><\/p>\n<p>  Heute (21.11.) haben sich die Verantwortlichen der Bremer LINKEN   immerhin zu einer Pressemitteilung gegen &quot;Sparma&#223;nahmen bei der   Bev&#246;lkerung Bremens&quot; und gegen &quot;K&#252;rzungen im Sozialbereich&quot;   aufgerafft. In dieser Pressemitteilung empfiehlt die LINKE &#8211; man h&#246;re   und staune &#8211; sogar eine &quot;&#220;berpr&#252;fung der (bisherigen)   Wirtschaftsf&#246;rderung, wobei eine Rekommunalisierung der   existierenden GmbHs in Betracht zu ziehen&quot; sei.<\/p>\n<p>  Abgesehen davon, da&#223; von der Wahlkampfforderung der LINKEN nach Rekommunalisierung   der privatisierten Einrichtungen nur noch &#252;brig geblieben ist, da&#223;   der Senat sie &quot;in Betracht ziehen&quot; sollte &#8211; f&#228;llt in dieser   Pressemitteilung kein einziges Wort zu der Tatsache, da&#223; heute mehr   als 5000 Arbeitnehmer dem Aufruf der Gewerkschaften zu einer   Demonstration gegen die Nichtanpassung der Bremer Beamtenbesoldung an den   (ohnehin mageren) Tarifabschluss im &#214;ffentlichen Dienst gefolgt sind.<\/p>\n<p>  Die KollegInnen demonstrierten mit dem Aufruf des DGB und der   betroffenen Einzelgewerkschaften f&#252;r die berechtigte Forderung   &quot;Haushaltssanierung nicht auf unsere Kosten&quot; und verlangen eine   sofortige &#220;bernahme des Tarifergebnisses 2006 (2.9% ab 1.1.08).<\/p>\n<p>  Obwohl dieses Thema heute in der B&#252;rgerschaft behandelt werden sollte, hat   die LINKE zu dieser Demonstration weder aufgerufen, noch ihre eigene Position   bzw. ihr Abstimmungsverhalten &#246;ffentlich klargestellt. Sie &#252;berl&#228;&#223;t   es der CDU (und der DVU), sich scheinheilig durch eine Ablehnung dieser   unsozialen Sparbeschl&#252;sse des rotgr&#252;nen Senats als Anw&#228;ltin   einer Gleichbehandlung aller Arbeitnehmer im &#214;ffentlichen Dienst zu   pr&#228;sentieren. Die LINKE hat damit eine weitere Chance verpa&#223;t, als   einzige wirkliche Opposition in der B&#252;rgerschaft f&#252;r die Interessen von   Arbeitnehmern aufzutreten und zur Mobilisierung gegen Gehalts- und Stellenk&#252;rzungen   im &#214;ffentlichen Dienst beizutragen.<\/p>\n<p>  Es reicht aber nicht, wenn LINKE Abgeordnete wie Peter Erlanson oder K.R.   Rupp bei einer Demonstration von Tausenden von Arbeitnehmern mal eben   aus der B&#252;rgerschaft kommen, um ihr Gesicht (bzw. ihren roten Schal)   zu zeigen.<\/p>\n<p>  Sie h&#228;tten bereits im Vorfeld (bzw. sp&#228;testens mit der oben genannten Presseerkl&#228;rung)   deutlich machen m&#252;ssen, da&#223; sie in den Reallohnsenkungen des   rotgr&#252;nen Senats f&#252;r Lehrer, Feuerwehrleute oder Polizeibeamte   keinen geeigneten Weg sehen, um die durch Steuer- und Subventionsgeschenke   an die Unternehmer entstandenen Haushaltsl&#246;cher zu stopfen. Diese   Politik des rotgr&#252;nen Senats schw&#228;cht nicht nur die Qualit&#228;t   von &#246;ffentlichen Dienstleistungen (gerade auch in der Bildung), sondern   auch die Massenkaufkraft. Sie setzt nahtlos das Zerst&#246;rungswerk der   Gro&#223;en Koalition in Bremen und im Bund fort &#8211; und sollte daher auf den   kompromi&#223;losen Widerstand nicht nur der Gewerkschaften, sondern auch der   LINKEN sto&#223;en.<\/p>\n<p>  Davon war heute jedoch weder auf der Demonstration, noch in der Pressemitteilung   der LINKEN etwas zu sehen. Es wird Zeit, da&#223; die Ver&#228;nderungen, die   &#8211; nicht zuletzt durch das positive Beispiel des Lokf&#252;hrerstreiks &#8211; im   Bewu&#223;tsein der Bev&#246;lkerung und in den Gewerkschaften   stattgefunden haben, auch im Verhalten der LINKEN und ihrer   parlamentarischen Vertretungen ihren Niederschlag finden.<\/p>\n<p>  Daf&#252;r brauchen wir nicht nur eine konsequente Opposition in der B&#252;rgerschaft,   sondern offensichtlich auch innerhalb der LINKEN selbst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      KollegInnen demonstrieren &#8211; LINKE schickt zahme Presseerkl&#228;rung\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25,15,17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12412"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12412"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12412\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}