{"id":12387,"date":"2007-11-05T09:11:42","date_gmt":"2007-11-05T09:11:42","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12387"},"modified":"2012-06-29T14:04:38","modified_gmt":"2012-06-29T12:04:38","slug":"12387","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/11\/12387\/","title":{"rendered":"F\u00fcr ein freies, sozialistisches Kurdistan"},"content":{"rendered":"<p>Die Kurden sind eines der unterdr\u00fccktesten V\u00f6lker auf der Welt. Mit einer eigenen Sprache, Geschichte und Kultur sind sie eine Nation von 25 bis -40 Millionen. (je nach Sch\u00e4tzung), dem historisch die elementarsten Rechte vorenthalten werden. Sie leben in einer der am wenigsten entwickelten Regionen der Erde, ohne demokratische Rechte und Freiheiten, wobei ihnen das Recht auf Selbstbestimmung vorenthalten wird.<br \/>\u00a0<\/p>\n<p><em>von Andreas Payatsos, Athen<\/em><\/p>\n<p>Kurdistan ist auf vier L\u00e4nder aufgeteilt worden: auf die T\u00fcrkei, wo auch ihre Mehrheit lebt, auf den Irak, Syrien und den Iran. Als allgemeine Regel kann man feststellen, dass sie (mit Ausnahme des Irak) nicht das Recht haben, zu sagen, dass sie Kurden sind, in ihrer Sprache unterrichtet zu werden und diese zu sprechen.<\/p>\n<p>Die Kurden sind die gr\u00f6\u00dfte Nation, die keinen eigenen Staat hat.<\/p>\n<h4>Die Heuchelei des Westens<\/h4>\n<p>Die entwickelten Industriel\u00e4nder der Erde &#8211; USA, Britannien, Frankreich usw. &#8211; beziehen sich auf das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung, das angeblich die UNO verteidigt. Alle wenden dieses Recht jedoch nur dort an, wo es ihnen n\u00fctzt.<\/p>\n<p>Das Recht auf Selbstbestimmung bietet jedem Volk bzw. jeder Nation die M\u00f6glichkeit, seinen \/ ihren eigenen Staat zu schaffen, wenn es \/ sie dieses w\u00fcnscht. Den Kurden wurde diese M\u00f6glichkeit nie gegeben. Die Verantwortung daf\u00fcr tragen nicht nur die autorit\u00e4ren Regierungen der L\u00e4nder, in denen heute die Kurden leben, sondern auch die englischen und franz\u00f6sischen Imperialisten, die die Region bis zum 2. Weltkrieg verwalteten und in der Folge die USA.<\/p>\n<p>Die Grenzen der vier L\u00e4nder, die heute von Kurden bewohnt werden, wurden von den Imperialisten nach dem 1. Weltkrieg und dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches gezogen. Der Vertrag von Sevres erkannte den Kurden das Recht zu, ihren eigenen unabh\u00e4ngigen Staat zu bilden. Doch dieser Vertrag wurde nie umgesetzt und der Bezug darauf wurde durch den Vertrag von Lausanne aufgegeben, der zweieinhalb Jahre sp\u00e4ter folgte.<\/p>\n<p>Trotz der Gr\u00f6\u00dfe ihrer Bev\u00f6lkerung und der Ausdehnung ihres Landes wurden die Rechte der Kurden von den Gr\u00f6\u00dfm\u00e4chten des Westens vollkommen beiseite gedr\u00e4ngt. Doch das gilt auch f\u00fcr die Sowjetunion, die das Selbstbestimmungsrecht der Kurden nie wirklich unterst\u00fctzte. Die Haltung der Amerikaner, Briten, Franzosen, Sowjets usw. wurde immer bestimmt durch ihr Bem\u00fchen um gute Beziehungen zu den Regimes der L\u00e4nder, in denen die Kurden lebten.<\/p>\n<p>Nur wenn sie mit diesen Regimes in Konflikt gerieten, wie k\u00fcrzlich die USA mit Saddam Hussein, erinnerten sie sich daran, dass auch die Kurden Rechte haben.<\/p>\n<h4>Das Recht auf Selbstbestimmung im Kapitalismus<\/h4>\n<p>Die Kurden haben an allen gro\u00dfen nationalen und sozialen Bewegungen in den L\u00e4ndern, in denen sie lebten, teilgenommen. Sei es im \u201eBefreiungskrieg\u201c von Kemal Atat\u00fcrk 1920-1922, sei es im Kampf um eine Republik im Irak (1958), sei es im Kampf f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit Syriens (1946) von den britischen und franz\u00f6sischen Imperialisten, sei es in der iranischen Revolution 1979. Immer k\u00e4mpften die Kurden zusammen mit den V\u00f6lkern dieser L\u00e4nder in dem Glauben, dass in der Folge auch ihre eigenen Rechte geachtet w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Dies geschah nicht, weil die Bed\u00fcrfnisse des kurdischen Volkes mit den Interessen der herrschenden Klassen in Konflikt gerieten, die in der Folge die Herrschaft \u00fcbernahmen, und die die Kurden grausam unterdr\u00fcckten.<\/p>\n<p>Auf dieselbe Weise, auf die die alten imperialen Regime den V\u00f6lkern, die sie unterdr\u00fcckten, das Recht auf Selbstbestimmung verweigerten, weigern sich die kapitalistischen Staaten auch heute, den Kurden dieses Recht zuzugestehen. Dasselbe gilt f\u00fcr Staaten, die sich selbst als \u201esozialistisch\u201c definieren, wie Syrien, das nach dem Vorbild der stalinistischen Sowjetunion aufgebaut wurde und das von einer b\u00fcrokratischen Kaste mittels der Baath-Partei regiert wird, die den Nationalismus als grundlegende Ideologie vertritt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Regime wie das der T\u00fcrkei, des Irak, Syriens und des Iran ist die Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts der Kurden unvorstellbar. Die Schaffung eines unabh\u00e4ngigen Staates f\u00fcr die Kurden w\u00fcrde f\u00fcr alle diese Regime gewaltige Verluste hinsichtlich der Wirtschaft, der Bev\u00f6lkerung und der geographischen Ausdehnung bedeuten. Es w\u00fcrde eine Reduzierung ihrer M\u00f6glichkeiten bedeuten, ein gewaltiges Potenzial an Menschen und an Rohstoffen auszubeuten, mit denen Reichtum produziert werden kann (insbesondere weil in kurdischen Gebieten die \u00d6lvorkommen von Kirkuk und Mossul liegen). Das w\u00fcrde die \u00f6konomische und strategische Schw\u00e4chung dieser L\u00e4nder bedeuten. Kein kapitalistisches Land akzeptiert jemals (im Rahmen der internationalen kapitalistischen Konkurrenz), freiwillig Gebiete abzugeben. Diese Fragen l\u00f6st der Kapitalismus mit Waffengewalt. Das gleiche gilt auch f\u00fcr Diktaturen sowjetischen Typs wie die von Assad in Syrien.<\/p>\n<h4>Die Marxisten und das Recht auf Selbstbestimmung<\/h4>\n<p>Das Selbstbestimmungsrecht geh\u00f6rt zu den wichtigsten Positionen des Marxismus in seiner ganzen Geschichte.<\/p>\n<p>Sich an die englischen Arbeiter wendend erkl\u00e4rte Marx, dass sie nie wirklich ihre Freiheit gewinnen k\u00f6nnten, solange sie nicht f\u00fcr die Freiheit Irlands von der britischen Besetzung k\u00e4mpfen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Im Programm der Bolschewiki war eine der wichtigsten Positionen die \u00fcber die Selbstbestimmung f\u00fcr die dutzenden Nationalit\u00e4ten und Nationen, die unter der brutalen Unterdr\u00fcckung im Zarenreich lebten. Es ist keine \u00dcbertreibung zu sagen, dass ohne diese Position die Revolution von 1917 in Russland zu einem Zusammensto\u00df zwischen den verschiedenen Nationen h\u00e4tte f\u00fchren k\u00f6nnen, der die Revolution h\u00e4tte vernichten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Praxis der bolschewistischen Oktoberrevolution war einzigartig in der Geschichte. Sofort nach der Eroberung der Macht erkannten die Bolschewiki f\u00fcr alle V\u00f6lker das Recht an, sich der von ihnen geplanten F\u00f6deration nicht anzuschlie\u00dfen, wenn sie dies wollten. Die Teilnahme an der Schaffung der ersten F\u00f6deration von Arbeiterstaaten auf der Welt, der Sowjetunion, war somit frei und freiwillig. Ein Land, Finnland, traf die Wahl, nicht teilzunehmen und die Regierung der Bolschewiki unternahm keinerlei Anstrengung, es daran zu hindern. Das Recht aller Nationen, sich loszul\u00f6sen und ihre eigenen unabh\u00e4ngigen Staaten zu bilden, in der Praxis anerkennend erreichten die Marxisten in Russland etwas einzigartiges: Die Vereinigung der gr\u00f6\u00dften Anzahl von Nationen auf freiwilliger Basis und mit friedlichen Mitteln, die es jemals gegeben hat.<\/p>\n<p>Das Recht auf Selbstbestimmung ist eine der wichtigsten Waffen der Marxisten, um den nationalen Hass und das nationale Misstrauen zu brechen und die Klasseneinheit zwischen den arbeitenden Menschen unterschiedlicher Herkunft aufzubauen.<\/p>\n<p>Dieses wertvolle Erbe der Russischen Revolution von 1917 wurde in der Folge von Stalin und seinen sp\u00e4teren Nachfolgern mit F\u00fc\u00dfen getreten. Nachdem diese die Sowjetdemokratie zerst\u00f6rt hatten und an deren Stelle eine der barbarischsten und blutr\u00fcnstigsten Diktaturen gesetzt hatten, unterdr\u00fcckten sie ohne R\u00fccksicht die Nationalit\u00e4ten der fr\u00fcheren Sowjetunion.<\/p>\n<p>Das Ergebnis war, dass das nationale Problem explosive Dimensionen annahm und dass wir mit dem Zusammenbruch der UdSSR 1990 eine Reihe von Kriegen auf dem Territorium der ehemaligen UdSSR und Jugoslawiens gesehen haben.<\/p>\n<p>Um f\u00fcr denselben Kampf und unter derselben Fahne alle Arbeitenden unabh\u00e4ngig von nationaler Herkunft zusammenzuschlie\u00dfen, besch\u00e4ftigen sich die Marxisten sehr ernsthaft mit den nationalen Fragen, das hei\u00dft mit den F\u00e4llen national unterdr\u00fcckter V\u00f6lker. Marxisten f\u00fchren den Kampf f\u00fcr die nationalen Rechte in dem Verst\u00e4ndnis, dass der Kampf der Massen gegen ihre Unterdr\u00fcckung durch einen st\u00e4rkeren Staat nicht Nationalismus ist, sondern ein Recht.<\/p>\n<p>Ab dem Moment, wo die Marxisten zusammen mit der Arbeiterbewegung den Weg zum Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft betreten k\u00f6nnen, sind die Fragen, ob es Grenzen zwischen benachbarten Nationen gibt und wo sie genau gezogen werden, ob verschiedene Nationen zusammen zu einem einheitlichen Staat voranschreiten oder zu einem Bundesstaat und welches genau die Struktur des Staates sein wird, v\u00f6llig zweitrangig. Die Marxisten sind bereit, alle \u201eZugest\u00e4ndnisse\u201c zu machen, die erforderlich sind, um den V\u00f6lkern zu helfen, das nationale Misstrauen zu \u00fcberwinden, das sie m\u00f6glicherweise vom Kapitalismus ererbt haben.<\/p>\n<p>So werden die Grundlagen gelegt werden, dass die Nationen, die eine zuk\u00fcnftige sozialistische F\u00f6deration bilden werden, auf der Basis von Beziehungen kameradschaftlicher und br\u00fcderlicher Zusammenarbeit funktionieren anstatt auf der Basis harter Konkurrenz, die die kapitalistischen Staaten charakterisiert.<\/p>\n<h4>Die kurdische Frage nach den Entwicklungen im Irak<\/h4>\n<p>Eines der Ergebnisse des Irakkrieges ist die Gew\u00e4hrung einer weitgehenden Autonomie f\u00fcr die Kurden des Irak.<\/p>\n<p>Diese neue Entwicklung hat bei den Kurden international Hoffnungen entstehen lassen, dass die Autonomie der Kurden des Irak langsam befestigt werden kann und dass entsprechende Entwicklungen in den \u00fcbrigen L\u00e4ndern, in denen Kurden leben, diesem Beispiel folgen k\u00f6nnen und sie so langsam zur Schaffung ihres eigenen unabh\u00e4ngigen Staates voranschreiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Wirklichkeit ist jedoch eine andere.<\/p>\n<p>Die amerikanischen und britischen Imperialisten entdeckten die Rechte der Kurden, als sie beschlossen hatten, den Krieg gegen Saddam Hussein in Gang zu setzen. Dies war der fall, weil sie B\u00fcndnispartner innerhalb des Irak brauchten, auf die sie sich st\u00fctzen konnten, um ihre Ziele zu erreichen.<\/p>\n<p>In den vorangegangenen Jahrzehnten, als Saddam Hussein einen V\u00f6lkermord an den Kurden beging, schloss die amerikanische Regierung davor die Augen, weil Saddam Hussein ihr B\u00fcndnispartner gegen den Iran war.<\/p>\n<p>Die amerikanische und die britische Regierung haben auch nie auf grunds\u00e4tzliche Weise die Regierung in Ankara f\u00fcr die massenhaften S\u00e4uberungen und die Einebnung der kurdischen D\u00f6rfer in der \u00f6stlichen T\u00fcrkei angeklagt. Im Gegenteil st\u00fctzen sie auf indirekte, aber klare Weise die t\u00fcrkischen S\u00e4uberungsangriffe, wobei sie f\u00fcr die Aggressivit\u00e4t Ankaras den \u201eTerror\u201c der PKK verantwortlich machen.<\/p>\n<p>Die Autonomie, die die Kurden des Irak heute haben, hatten sie schon in der Vergangenheit. Doch sie haben sie verloren. Autonomie war in der Vergangenheit auch den Kurden der T\u00fcrkei, Syriens usw. versprochen worden. Doch sie haben sie nie bekommen. Die Autonomie, die den Kurden des Irak aufgrund der Konstellation, die zur Zeit in der Region und international existiert, zugestanden wird, ist keine wirkliche. Denn mit der \u00c4nderung dieser Konstellation k\u00f6nnen sie sie durch diejenigen verlieren, die sie ihnen heute gew\u00e4hrt haben.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon ist das Zugest\u00e4ndnis der Autonomie an die Kurden des Irak weit entfernt von der L\u00f6sung des nationalen Problems Kurdistans. Solange die Kurden nicht die M\u00f6glichkeit haben, frei zu w\u00e4hlen, sich in einem eigenen Staat zu vereinen, wird das Kurdenproblem ungel\u00f6st bleiben.<\/p>\n<h4>Die Rolle der T\u00fcrkei<\/h4>\n<p>Das irakische Regime ist heute viel zu schwach, um die Entwicklungen in der Region Irakisch-Kurdistans zu kontrollieren. Dies ist der Hauptgrund daf\u00fcr, dass die Kurden des Irak heute eine relative, weitgehende Autonomie genie\u00dfen k\u00f6nnen. Wenn es m\u00f6glich w\u00e4re, dass sich das Regime des Irak stabilisiert, w\u00fcrde es versuchen, schrittweise die vielen Zugest\u00e4ndnisse wieder zur\u00fcckzunehmen, die den Kurden in der letzten Zeit gemacht wurden. Genau das war schon in der Vergangenheit sowohl im Irak wie auch in der T\u00fcrkei, in Syrien und im Iran geschehen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es keine Perspektive f\u00fcr die Stabilisierung der Verh\u00e4ltnisse im Irak f\u00fcr die vorhersehbare Zukunft. Die grundlegende Perspektive f\u00fcr die kommende Zeit ist der B\u00fcrgerkrieg und Tendenzen zum Zerfall des Irak. Doch trotzdem sind die \u201eErz\u201c-freunde der Kurden, Amerikaner und Briten, nicht bereit dazu, die Schaffung eines unabh\u00e4ngigen Staates zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Hoffnungen vieler Kurden, dass die Autonomie von Irakisch-Kurdistan der Vorbote f\u00fcr die Schaffung eines unabh\u00e4ngigen kurdischen Staates ist und dass die Stunde naht, Recht zu bekommen werden sich als falsch erweisen. Der Hauptgrund daf\u00fcr ist der, dass diese M\u00f6glichkeit in einem direkten Konflikt mit den Interessen der t\u00fcrkischen herrschenden Klasse steht.<\/p>\n<p>Die t\u00fcrkische Regierung kann Selbstbestimmung f\u00fcr die 15 bis 25 Millionen. Kurden, die auf t\u00fcrkischem Staatsgebiet leben, nicht akzeptieren. Und die Regierungen der USA und Gro\u00dfbritanniens werden nicht den Selbstbestimmungsrechten der Kurden zuliebe einen Konflikt mit dem t\u00fcrkischen Regime eingehen.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese ist das t\u00fcrkische Regime ein au\u00dferordentlich wertvoller Verb\u00fcndeter &#8211; trotz der Differenzen, die sich vielleicht von Zeit zu Zeit ergeben. Angesichts der ganzen Instabilit\u00e4t, die die Region des Nahen Ostens charakterisiert, ist die T\u00fcrkei einer der sehr wenigen stabilen und zuverl\u00e4ssigen Verb\u00fcndeten der USA. Trotz des Zusammenbruchs der Sowjetunion bleibt die Rolle der T\u00fcrkei f\u00fcr die westlichen Interessen au\u00dferordentlich wichtig. Sie grenzt weiterhin an die arabische Welt, die sich in dauernder Unruhe befindet und (f\u00fcr die Imperialisten) auf gef\u00e4hrliche Weise unberechenbar ist. Sie befindet sich weiterhin neben der \u00d6lregion. Und schlie\u00dflich ist die T\u00fcrkei in einer Zeit, in der der Westen in einem frontalen Konflikt mit Hunderten Millionen Muslimen steht, das einzige Land, in dem, ein mit den USA verb\u00fcndeter laizistischer Staat existiert, obwohl die Bev\u00f6lkerung muslimisch ist. Die Rolle der T\u00fcrkei im Rahmen von Bushs \u201eKrieg gegen den Terror\u201c ist von au\u00dferordentlicher Bedeutung. Die enge Beziehung mit dem t\u00fcrkischen Regime wird die amerikanische Au\u00dfenpolitik nicht den Kurden zuliebe opfern.<\/p>\n<p>Es ist nur nat\u00fcrlich, dass unterdr\u00fcckte V\u00f6lker sich immer an die Gro\u00dfm\u00e4chte wenden und darauf hoffen, dass diese eine L\u00f6sung f\u00fcr ihre Problemen finden werden. Die Wirklichkeit ist, dass Rechte nur durch K\u00e4mpfe errungen werden, dass die einzigen Kr\u00e4fte, auf die sich die V\u00f6lker st\u00fctzen k\u00f6nnen, ihre eigenen sind und dass ihre einzigen wirklichen Verb\u00fcndeten die Arbeitenden in der \u00fcbrigen Welt und die Klassensolidarit\u00e4t ist, die sie ihnen anbieten. Auf dieser Ebene hat der Beitrag der Marxisten eine entscheidende Bedeutung.<\/p>\n<h4>F\u00fcr ein Kampfprogramm f\u00fcr die kurdischen nationalen Rechte<\/h4>\n<h5>1. Das Volk von Kurdistan braucht die Unterst\u00fctzung und den Beistand der Arbeiterbewegung international.<\/h5>\n<p>Die aktive Verbindung des Kampfes der kurdischen politischen Fl\u00fcchtlinge und Migranten mit den Arbeiterbewegungen insbesondere in Europa ist notwendig. Es ist notwendig, gemeinsam intensive Kampagnen zu entwickeln f\u00fcr die Gew\u00e4hrung von Asyl f\u00fcr kurdische politische Fl\u00fcchtlinge. Es sind Kampagnen zur Informierung und Solidarit\u00e4t notwendig, mit ernsthafter Anstrengung und dem offensichtlichen Ziel, dass diese nicht einfach einen humanit\u00e4ren Inhalt haben, sondern einen politischen Klasseninhalt.<\/p>\n<p>Die Unterdr\u00fcckung der Kurden muss aufgezeigt werden. Gleichzeitig muss auf die Heuchelei der M\u00e4chtigen der Erde hingewiesen werden, die nicht nur die Augen vor ihrer Unterdr\u00fcckung verschlie\u00dfen, sondern auch die Schl\u00e4chter der Kurden mit Waffen ausr\u00fcsten. All die V\u00f6lkermorde an den Kurden in den letzten Jahrzehnten geschahen entweder mit amerikanischen, mit britischen oder mit sowjetischen Waffen.<\/p>\n<p>Schrittweise wird eine Massenbewegung mit wirksamen Kampfformen zur Unterst\u00fctzung aufgebaut werden k\u00f6nnen. Zu den Beispielen, die zu ber\u00fccksichtigen n\u00fctzlich ist, geh\u00f6ren die Streiks der t\u00fcrkischen Arbeitnehmer in Irland vergangenes Jahr und vor zwei Jahren (d.h. 2004 und 2005, der \u00dcbers.) mit der Hilfe der irischen Sektion des Komitees f\u00fcr eine Arbeiterinternationale (CWI), die von einem gro\u00dfen Sieg gekr\u00f6nt wurden. Ebenso die Mobilisierungen der migrantischen Kleinh\u00e4ndler in Griechenland, die sich auf die Hilfe der griechischen Sektion des CWI st\u00fctzen. Mobilisierungen entsprechender Art und auf h\u00f6herem Niveau k\u00f6nnen in der Zukunft gemeinsam mit kurdischen Arbeitnehmern, die in Europa leben stattfinden. Dies insbesondere wenn sich der Kampf der Kurden in ihren Herkunftsl\u00e4ndern intensiviert und sich die K\u00e4mpfe der Marxisten auf der \u00fcbrigen Welt verst\u00e4rken.<\/p>\n<h5>2. Die Marxisten\/Sozialisten verteidigen das Recht der Kurden auf bewaffneten Widerstand. All die L\u00fcgen der westlichen Regierungen, die jede massenhafte bewaffnete Bewegung, die au\u00dferhalb ihrer eigenen Kontrolle ist, als \u201eterroristisch\u201c darstellen, m\u00fcssen beantwortet werden. Gleichzeitig halten die Marxisten das Recht auf Kritik an den Kampfformen aufrecht, die m\u00f6glicherweise verschiedene Organisationen der kurdischen Bewegung anwenden.<\/h5>\n<p>Die Marxisten unterst\u00fctzen nicht den \u201ebewaffneten Kampf\u201c isolierter Gruppen, jedoch das Recht der Massenbewegung, sich zu bewaffnen, um sich gegen die Angriffe zu verteidigen, denen sie ausgesetzt ist, sei es seitens organisierter Armeen oder paramilit\u00e4rischer Gruppen. Dieser bewaffnete Kampf muss kombiniert werden mit einem Programm, das auf seine Unterst\u00fctzung durch die Mehrheits-Nationalit\u00e4t abzielt (das hei\u00dft durch die t\u00fcrkischen Arbeitnehmer in der T\u00fcrkei, die arabischen Arbeitenden in Syrien und dem Irak usw.). Es ist also eine erg\u00e4nzende und nicht die haupts\u00e4chliche, viel weniger noch die einzige Kampfform. Wichtiger als der bewaffnete Kampf selbst ist also das politische Programm, in dessen Namen dieser Kampf durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Die Form der Organisierung des bewaffneten Kampfes der Massen ist auch eine sehr wichtige Frage. Marxisten treten f\u00fcr Volksmilizen ein, das hei\u00dft f\u00fcr bewaffnete Einheiten der Arbeitenden und des Volkes in D\u00f6rfern und in Stadtvierteln, die allerdings in ihrem Innern demokratisch funktionieren, demokratisch diskutieren und kollektiv Beschl\u00fcsse fassen. Die ihre Offiziere und Vorgesetzten kontrollieren. Wir sind f\u00fcr gew\u00e4hlte Offiziere und f\u00fcr F\u00fchrer, die von der Basis der Bewegung kontrolliert werden. Wir sind kategorisch gegen den Personenkult des einen und einzigen F\u00fchrers und f\u00fcr kollektive F\u00fchrungen.<\/p>\n<h5>3. Die Marxisten sind kategorisch gegen jede Form individuellen Terrors, obwohl sie die Hoffnungslosigkeit verstehen k\u00f6nnen, die zu solchen Aktivit\u00e4ten f\u00fchrt.<\/h5>\n<p>Angriffe, die sich gegen die Arbeitnehmer der Mehrheits-Nationalit\u00e4t richten, wie die Platzierung von Bomben in St\u00e4dten, auf Markpl\u00e4tzen oder an Orten, wo sich einfache Arbeitnehmer zu ihrer allt\u00e4glichen Besch\u00e4ftigung oder zur Erholung h\u00e4ufig aufhalten, sind vollkommen falsch, denn indem man Frauen und Kinder t\u00f6tet schl\u00e4gt man nicht nur nicht den Feind, sondern wendet massenhaft die Bev\u00f6lkerung gegen die Kurden.<\/p>\n<p>Das Endergebnis ist, dass der Staat solche Vorkommnisse ausnutzt, um seine Unterdr\u00fcckungsmaschinerie zu verst\u00e4rken, nicht nur gegen die kurdische Bewegung sondern auch gegen die Mehrheits-Nationalit\u00e4t. Die T\u00fcrkei ist ein typischer Fall f\u00fcr das oben genannte.<\/p>\n<h5>4. Zu den wichtigsten Pflichten der Marxisten geh\u00f6rt es, den Arbeiterbewegungen derjenigen L\u00e4nder, in denen die Kurden leben, geduldig die Gr\u00fcnde zu erkl\u00e4ren, weshalb die Arbeiterklasse der Mehrheits-Nationalit\u00e4t die nationalen Rechte der Kurden verteidigen muss.<\/h5>\n<p>Dies kann nur erreicht werden, wenn es kombiniert wird mit dem Aufbau der Kr\u00e4fte der Marxisten in den L\u00e4ndern, wo die Kurden leben. Kurdische, t\u00fcrkische, irakische, syrische und iranische K\u00e4mpfer k\u00f6nnen gemeinsam auf der Basis eines sozialistischen Programms in den Reihen einer einheitlichen marxistischen Organisation k\u00e4mpfen. Dies muss kombiniert werden mit der gemeinsamen Aktion der Kurden mit der Mehrheits-Nationalit\u00e4t in den Reihen der Gewerkschaften &#8211; wo diese existieren.<\/p>\n<h5>5. Die kurdischen K\u00e4mpfer m\u00fcssen Vertrauen haben in ihre eigene Intervention innerhalb der Arbeitnehmer der anderen Nationalit\u00e4ten, das hei\u00dft dass die t\u00fcrkischen, syrischen, irakischen, iranischen Arbeiter sich einander ann\u00e4hern k\u00f6nnen auf der Basis eines sozialistischen Klassenprogramms, das den gemeinsamen Kampf um die eigenen Probleme gegen einen gemeinsamen Unterdr\u00fccker, gegen die herrschende Klasse und die Imperialisten vorschl\u00e4gt. Auf dieser Grundlage k\u00f6nnen t\u00fcrkische, arabische usw. Arbeitnehmer die demokratischen und nationalen Rechte der Kurden unterst\u00fctzen.<\/h5>\n<p>Die grundlegenden Achsen eines solchen Programms k\u00f6nnen folgende sein:<\/p>\n<p><em>&#8211; Gemeinsamer Kampf gegen den Krieg und f\u00fcr den Frieden in der Region. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Gegen die Imperialisten, die die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der V\u00f6lker der Region hasst. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Gegen die Armut, die Arbeitslosigkeit, die Politik der Privatisierungen und die Ungleichheit. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Gegen die Vorenthaltung demokratischer Rechte und Freiheiten, f\u00fcr wirkliche Demokratie, f\u00fcr politische und gewerkschaftliche Freiheiten. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Daf\u00fcr, dass alle gro\u00dfen Unternehmen, ihr gewaltiger Reichtum und ihre Gewinne, die sich in den H\u00e4nden einer kleinen Minderheit befinden, in die H\u00e4nde der Gesellschaft \u00fcbergehen. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Daf\u00fcr, dass sie begleitet werden von gro\u00dfen Investitionen in neue Technologien, in die Gesundheit, die Bildung und in Wohnungen, damit es Arbeit f\u00fcr alle gibt und einen w\u00fcrdigen und steigenden Lebensstandard. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Daf\u00fcr, dass Arbeiterkontrolle und Arbeiterverwaltung in der gesamten Produktion eingef\u00fchrt werden, um die Korruption und den Nepotismus zu kontrollieren und um eine richtige Planung nach den Bed\u00fcrfnissen der gesamten Gesellschaft sicherzustellen. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; Daf\u00fcr, dass die Macht des Kapitals gest\u00fcrzt wird und dass eine sozialistische Gesellschaft, frei und demokratisch, mit lebendigen Arbeiter- und Volksr\u00e4ten und einem Mehrparteiensystem aufgebaut wird<\/em><\/p>\n<h5>6. \u00dcber den gemeinsamen Kampf f\u00fcr ein solches Programm k\u00f6nnen die t\u00fcrkischen, irakischen, syrischen, iranischen usw. Arbeitnehmer die Kurden als Verb\u00fcndete f\u00fcr ein besseres Leben sehen und nicht als gef\u00e4hrliche Nationalisten, die die \u201eterritoriale Unverletzlichkeit ihres Landes\u201c bedrohen, wie es die Propaganda der herrschenden Klassen behaupten w\u00fcrde. In diesem Sinne werden sie verstehen k\u00f6nnen, dass sie nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen haben, wenn sie die demokratischen Rechte der Kurden verteidigen.<\/h5>\n<h5>7. Mit einem solchen Programm treffen die kurdischen Klassenk\u00e4mpfer eine klare Unterscheidung zwischen der Arbeiterklasse der Mehrheits-Nationalit\u00e4t und der b\u00fcrgerlichen Klasse und schaffen die Voraussetzungen f\u00fcr eine gemeinsame Front gegen letztere.<\/h5>\n<p>Gleichzeitig unterscheiden sie sich selbst von den kurdischen Nationalisten, die m\u00f6glicherweise zur Entwicklung des Hasses zwischen den Nationalit\u00e4ten beitragen, sowie auch von den kapitalistischen Elementen innerhalb der kurdischen Bev\u00f6lkerungen, die, sobald sie ihre eigenen Interessen befriedigt sehen, leicht die nationalen Forderungen des kurdischen Volkes vergessen und den Kampf verkaufen.<\/p>\n<h5>8. Auf dieser Grundlage kann ein auf ihren Klasseninteressen beruhendes Programm der t\u00fcrkischen, arabischen usw. Arbeitnehmer mittels der ausdauernden Anstrengung der Marxisten auch die Forderungen des kurdischen Volkes zur Befriedigung seiner demokratischen und nationalen Rechte mit einbeziehen.<\/h5>\n<p><em>&#8211; f\u00fcr den Gebrauch ihrer eigenen Sprache und deren Anerkennung als offizielle Sprache. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; f\u00fcr den Aufbau ihrer eigenen Schulen und Universit\u00e4ten. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; f\u00fcr die Erhaltung ihrer eigenen Traditionen und Kultur. <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; f\u00fcr ihre eigenen lokalen Verwaltungen und ihre eigene Selbstregierung, <\/em><\/p>\n<p><em>&#8211; und schlie\u00dflich und notwendig, f\u00fcr das Recht auf Selbstbestimmung der Kurden, das hei\u00dft das Recht, wenn sie es w\u00fcnschen, in einem eigenen kurdischen Staat zu leben.<\/em><\/p>\n<h5>9. Dies ist in groben Linien das Programm, das die Marxisten zum kurdischen nationalen Problem vorschlagen.<\/h5>\n<p>Ein solches Programm wird sicherlich entsprechend der nationalen Besonderheiten und Verh\u00e4ltnisse, die in den verschiedenen L\u00e4ndern, in denen die Kurden leben, angepasst werden. Es ist nat\u00fcrlich, dass es Unterschiede gibt zwischen einem politischen Programm, das die Bedingungen in der T\u00fcrkei, in Syrien, dem Irak oder dem Iran betrifft.<\/p>\n<p>Das Fehlen demokratischer Rechte in den verschiedenen L\u00e4ndern, wo Kurden leben, ist ein gro\u00dfes Problem f\u00fcr die Formulierung des Programms und f\u00fcr praktische Ma\u00dfnahmen und Initiativen, die zu unternehmen sind. Kein Land in der Region erlaubt wirkliche demokratische und gewerkschaftliche Rechte. In keinem Land ist es beispielsweise m\u00f6glich, offen und \u00f6ffentlich die Schaffung eines unabh\u00e4ngigen Kurdistan zu vertreten (mit Ausnahme zu einem gewissen Grade im Irak).<\/p>\n<p>Eine wirklich offene und \u00f6ffentliche Aktion w\u00e4re in jedem von den vorher genannten L\u00e4ndern unm\u00f6glich. In der Mehrheit der F\u00e4lle werden halbgesetzliche Kampfformen verlangt. Und in mehreren F\u00e4llen ist nur illegale Aktion m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Hauptpflicht, die sich stellt, ist die Notwendigkeit der Ausarbeitung eines Programms, das die Forderungen des kurdischen Volkes f\u00fcr seine nationale Befreiung kombiniert und vereinigt mit den Forderungen der arabischen, t\u00fcrkischen und anderen V\u00f6lker f\u00fcr soziale Befreiung, befreit vom Imperialismus und f\u00fcr tats\u00e4chliche Unabh\u00e4ngigkeit. Der Weg zur Annahme eines solchen Programms durch die Massen in der Region ist nicht einfach. Er verl\u00e4uft notwendigerweise \u00fcber den Aufbau einer marxistischen Linken, die geduldig diese Ideen in die Arbeiterklasse und die Volksmassen tragen wird. Dieser Weg ist weit. Doch es gibt keinen anderen. Alle anderen sind auf die Probe gestellt worden und gescheitert.<\/p>\n<p><em>Andreas Payatsos ist Sekret\u00e4r von \u201eXekinima\u201c, der Schwesterorganisation der SAV in Griechenland. Der Text wurde im Juli 2006 verfasst und aus dem Neugriechischen \u00fcbersetzt von Hubert Sch\u00f6nthaler.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kurden sind eines der unterdr\u00fccktesten V\u00f6lker auf der Welt.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[45],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12387"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12387"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12387\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}