{"id":12386,"date":"2007-11-03T16:00:50","date_gmt":"2007-11-03T16:00:50","guid":{"rendered":".\/?p=12386"},"modified":"2007-11-03T16:00:50","modified_gmt":"2007-11-03T16:00:50","slug":"12386","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/11\/12386\/","title":{"rendered":"Solidarit&#228;t mit den Lokf&#252;hrern: Durchbruch gegen Lohnverzicht und f&#252;r \r\n      Arbeitszeitverk&#252;rzung schaffen!"},"content":{"rendered":"<p>  Endlich: Die schlimmsten Angriffe auf das Streikrecht im Interesse der   Arbeitgeber wurden von s&#228;chsischen Arbeitsrichtern zur&#252;ck genommen. Dies   geschah vor dem Hintergrund der Kampfbereitschaft der Lokf&#252;hrer und der   wachsende Unterst&#252;tzung in der arbeitenden Bev&#246;lkerung. Jetzt gilt es,   diese Unterst&#252;tzung zu nutzen und den Arbeitgebern keine Zeit zu lassen,   erneut Angriffe auf den Streik und Medienhetze gegen die Lokf&#252;hrerInnen   zu starten. Mit einem entschlossenen Kampf und der Solidarit&#228;t der   betrieblichen und gewerkschaftlichen AktivistInnen anderer Bereiche   k&#246;nnen die Forderungen der GDL voll durchgesetzt werden!<\/p>\n<p align=\"center\">  [<a href=\"\/media\/2007\/SAV-SoliFlugblatt_2007-11-02.pdf\">  Flugblatt der SAV<\/a> | <a href=\"\/media\/2007\/2007_gdl_streik_usl.pdf\"> Unterschriftenliste<\/a>| <a href=\"http:\/\/www.bahnstreik-soli.de\/\">Soliwebsite<\/a>  ]<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Wie kann der Streik erfolgreich gef&#252;hrt werden?<\/p>\n<h4>  1. Kampfkraft voll nutzen<\/h4>\n<p>  Die Bahn und hinter ihr die Bundesregierung muss jetzt schnell und   effektiv unter Druck gesetzt werden: Das ist am ehesten mit einer   geballten, &#246;ffentlichkeitswirksamen Streikwelle zu bewerkstelligen.   Liegt der G&#252;terverkehr erstmal fl&#228;chendeckend und dauerhaft lahm und   wird das kombiniert mit Streik im Fernverkehr hat dies enorme   wirtschaftliche Auswirkungen. Eine schnelle Steigerung des   Arbeitskampfes hin zu einem Streik- und Aktionstag, an dem an zentralen   Orten die Unterst&#252;tzung f&#252;r den Streik auch durch andere Gewerkschaften   und linke Parteien und Organisationen sichtbar gemacht wird, kombiniert   den &#246;konomischen mit einem politischen Druck. Dazu k&#246;nnte jetzt ein   Aufruf der GDL den Startschuss geben. Ein unbefristeter Streik im   G&#252;ter-, Fern- und Nahverkehr k&#246;nnte dann folgen.<\/p>\n<p>  Es ist nachvollziehbar, die anderen Arbeitnehmer als Pendler m&#246;glichst   wenig treffen zu wollen. Aber sie profitieren am ehesten davon, wenn ein   entschlossener Kampf in kurzer Zeit Erfolg zeigt &#8211; und wenn die   Lokf&#252;hrer einen Durchbruch gegen den Lohnraub und anhaltenden Verzicht   aller Besch&#228;ftigten erzielen. Das wird alle KollegInnen ermutigen. Auch   das spricht f&#252;r eine rasche Entfaltung hin zu einem Vollstreik in allen   Bereichen.<\/p>\n<h4>  2. Streikversammlungen, Urabstimmung vor Abschluss<\/h4>\n<p>  Um die Auseinandersetzung gemeinsam zu gewinnen, m&#252;ssen die KollegInnen   der GDL immer wieder zusammen kommen und ihre Erfahrungen auswerten   sowie die n&#228;chsten Schritte diskutieren und beschlie&#223;en. Daf&#252;r sind   Streikversammlungen und die Wahl lokaler Streikleitungen von zentraler   Bedeutung. So sollte auch sichergestellt werden, dass es keinen   Abschluss ohne Diskussion und Urabstimmung und auch keinen Streikabbruch   vor einer Urabstimmung gibt!<\/p>\n<h4>  3. Kampf um K&#246;pfe<\/h4>\n<p>  In Zeitungen und Fernsehen wird berichtet, was deren Eigent&#252;mer   zulassen. Eine Ermutigung zu Streiks geh&#246;rt allgemein nicht zu dem, was   die Medienimperien erfreut.<\/p>\n<p>  Dagegen muss von unten informiert und Solidarit&#228;t aufgebaut werden.   Streikende Bahner k&#246;nnen Delegationen zu Aktionen,   Betriebsversammlungen, Demos zu anderen Betrieben, in Fu&#223;g&#228;ngerzonen,   vor Einkaufszentren schicken und so weiter Werbung f&#252;r ihren Kampf   machen und immer wieder erkl&#228;ren, worum es geht: Keine Bereicherung   einer kleinen spalterischen Minderheit sondern endlich eine Verbesserung   der miesen finanziellen Situation und der langen Arbeitszeiten.<\/p>\n<p>  Wenn sich die GDL endlich auch konsequent gegen die Privatisierung der   Bahn stellt, wird ein gemeinsamer Kampf basierend auf der Ablehnung der   Bahnprivatisierung durch mehr als zwei Drittel der Bev&#246;lkerung leichter. <\/p>\n<p>  Eine bundesweite Demo gegen die Bahnprivatisierung und f&#252;r die   Forderungen der Lokf&#252;hrer k&#246;nnte den Protest sichtbar zusammen bringen. <\/p>\n<h4>  4. Bahn lahm legen<\/h4>\n<p>  Alle KollegInnen bei der Bahn sind davon betroffen, dass f&#252;r die   zuk&#252;nftigen Profite m&#246;glicher Aktion&#228;re Lohnraub und Verzicht ge&#252;bt   werden soll. Gelingt der GDL der Durchbruch dagegen, k&#246;nnen auch die   Tarifvertr&#228;ge von Transnet und GDBA nach oben korrigiert werden. (Daf&#252;r   existiert eine Klausel im Tarifvertrag.) Das findet Transnet-Chef Hansen   schlecht. Die KollegInnen k&#246;nnen daf&#252;r aber begeistert werden.   Solidarit&#228;ts-Streiks sind legal m&#246;glich. Die GDL sollte alle   Bahn-Besch&#228;ftigten aufrufen, eine Unterst&#252;tzung der Streiks und des   Aktionstags durchzusetzen &#8211; und sich zu beteiligen! Gleiches gilt f&#252;r   die BeamtInnen: Mit welchem Recht werden bei der Deutschen Bahn, einer   100%-igen Aktiengesellschaft, Besch&#228;ftigte vom Streikrecht   ausgeschlossen?<\/p>\n<p>  Schon jetzt wird vielfach &#252;ber die &#8222;Berliner Krankheit&#8220; geredet (auch   &#8222;H6S6&#8220; = &#8222;Hartmut Mehdorn &#8211; sechs, Suckale &#8211; sechs&#8220; genannt): Massenhaft   waren Berliner S-Bahn-Fahrer aus Krankheitsgr&#252;nden nicht zum Dienst   erschienen, als der Arbeitgeber mit willk&#252;rlichen Dienstpl&#228;nen die   Gesundheit der Kollegen ruinierte. Auch die bisherigen Angebot der Bahn   machen krank.<\/p>\n<p>  Besser w&#228;re aber noch, sich an den Opel-Bochum-Kollegen ein Beispiel zu   nehmen: Sie nahmen ihr Recht auf Information durch den Betriebsrat 2004   sieben Tage lang war und legten damit den Betrieb lahm. So kann auch von   unten Handlungsf&#228;higkeit im Tarifkampf entwickelt werden.<\/p>\n<h4>  5. Unterst&#252;tzung der DGB-Gewerkschaften erk&#228;mpfen<\/h4>\n<p>  Die Spitzen der DGB-Gewerkschaften halten seit Jahren ihren Freunden in   der Regierung den R&#252;cken frei. Sie haben die Herrschaft der Profite   l&#228;ngst anerkannt. Doch auch hier gilt: Die KollegInnen in den   DGB-Gewerkschaften haben daran keinerlei Interesse. Sie k&#246;nnen f&#252;r einen   gemeinsamen Kampf f&#252;r h&#246;here L&#246;hne, f&#252;r Arbeitszeitverk&#252;rzung und gegen   die Privatisierungen gewonnen werden.<\/p>\n<h2>  K&#228;mpfen wie die Lokf&#252;hrer!<\/h2>\n<h3>  F&#252;r ein Ende der Bescheidenheit aller Gewerkschaften!<\/h3>\n<p>  Die Lokf&#252;hrer machen es vor: Durch Streiks k&#246;nnen die Arbeitgeber   gestoppt und der Kampf f&#252;r bessere Arbeitsbedingungen und h&#246;here L&#246;hne   gef&#252;hrt werden. Wir fordern die Spitzen der DGB-Gewerkschaften auf,   endlich ihren Widerstand gegen den Ausstand der Lokf&#252;hrer aufzugeben und   die Chance f&#252;r eine gemeinsame Offensive gegen die Arbeitgeber und ihre   Regierungen in Bund und L&#228;ndern zu nutzen.<\/p>\n<p>  Was die Lokf&#252;hrer jetzt noch stoppen kann, ist die Isolierung ihres   Kampfes und die Stimmungmache durch die Medienmacht der Konzerne. W&#252;rden   sie verlieren, w&#228;re das eine empfindliche Schw&#228;chung f&#252;r alle   Besch&#228;ftigten und Gewerkschaften. Gelingt ihnen der Durchbruch kann das   das Signal zur Offensive auch in anderen Bereichen werden. Daher:<\/p>\n<h5>  F&#252;r einen bundesweiten Streik- und Aktionstag der Lokf&#252;hrer, unterst&#252;tzt   von den DGB-Gewerkschaften<\/h5>\n<p>  Aber auf die Herren Sommer, Huber und Bsirske k&#246;nnen wir nicht warten.   Von unten kann die Unterst&#252;tzung der Lokf&#252;hrer aufgebaut, der Bahn und   der hinter ihr stehenden Bundesregierung eingeheizt und der Druck auf   die Gewerkschaftsf&#252;hrungen gesteigert werden.<\/p>\n<h5>  F&#252;r gemeinsame Aktionen aller betrieblichen und gewerkschaftlichen   AktivistInnen zur Unterst&#252;tzung der Bahner<\/h5>\n<p>  Beispiel: Protestaktion vor dem Bahn-Tower am Potsdamer Platz, 26.   Oktober. Rund 70 KollegInnen demonstrierten vor der DB-Zentrale f&#252;r die   Forderungen der Lokf&#252;hrer und gegen die Privatisierung der Bahn. Unter   den Rednern waren neben Enrico Forchheim, GDL-Ortsgruppenvorsitzender   der S-Bahn Berlin, auch Hans K&#246;brich, BMW-Betriebsrat und Mitglied im   Ortsvorstand der IG Metall Berlin, sowie Michael Koschitzki, SAV.<\/p>\n<h2>  Menschen statt Profite<\/h2>\n<h3>  Bahn-Privatisierung kippen!<\/h3>\n<p>  <b>Privatisierung bedeutet Profitherrschaft. Das geht nur auf Kosten der   L&#246;hne, der Arbeitsbedingungen und Jobs, der Sicherheit und des   umweltfreundlichsten Verkehrsmittels.<\/b><\/p>\n<p>  Das kapitalistische System unterwirft alle Lebensbereiche den Interessen   der Konzerne und Banken. Wurden Bahn, Post und Telekom fr&#252;her   verstaatlicht, weil die Unternehmer nicht in der Lage war, eine   funktionierende Infrastruktur aufzubauen, so sollen heute all diese   Bereiche wieder zerschlagen und den Profithaien vorgeworfen werden.<\/p>\n<p>  Die Sozialistische Alternative, SAV, lehnt dies grundlegend ab. Wir   setzen uns gegen diesen Diebstahl &#246;ffentlichen Eigentums und f&#252;r die   demokratische Kontrolle und Verwaltung zum Beispiel der Bahn durch die   arbeitende Bev&#246;lkerung ein. Entweder es entscheiden die Interessen der   Masse der Bev&#246;lkerung und der Umwelt oder die Profitgier geht   buchst&#228;blich &#252;ber Leichen &#8211; siehe Privatisierungsmodell Gro&#223;britannien.   Die SAV k&#228;mpft f&#252;r eine sozialistische Demokratie, in der &#252;ber Konzerne   und &#246;ffentliche Betriebe endlich die arbeitende Bev&#246;lkerung bestimmen   kann &#8211; und nicht das gro&#223;e Geld.<\/p>\n<p>  Der Streik der Lokf&#252;hrer beginnt, die Privatisierung unattraktiv zu   machen: H&#246;here L&#246;hne und eine k&#228;mpferische Gewerkschaft sind Sargn&#228;gel   f&#252;r den Ausverkauf. Uneinigkeit zwischen L&#228;ndern und Bund sowie das   Wackeln der SPD unter dem Druck der Anti-Privatisierungs-Stimmung   er&#246;ffnen neue Chancen. Allerdings soll das &#8222;Volksaktienmodell&#8220; der SPD,   jetzt auch noch von Transnet-Chef Hansen unterst&#252;tzt, die Privatisierung   retten, statt sie zu stoppen.<\/p>\n<p>  <b>Setzen wir der Herrschaft der Profite den gemeinsamen Kampf von   Lokf&#252;hrern, Bahnbesch&#228;ftigten und allen von der Bahnprivatisierung   betroffenen Menschen entgegen!<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Endlich: Die schlimmsten Angriffe auf das Streikrecht im Interesse der<br \/>\n      Arbeitgeber wurden von s&#228;chsischen Arbeitsrichtern zur&#252;ck genommen. Dies<br \/>\n      geschah vor dem Hintergrund der Kampfbereitschaft der Lokf&#252;hrer und der<br \/>\n      wachsende Unterst&#252;tzung in der arbeitenden Bev&#246;lkerung. Jetzt gilt es,<br \/>\n      diese Unterst&#252;tzung zu nutzen und den Arbeitgebern keine Zeit zu lassen,<br \/>\n      erneut Angriffe auf den Streik und Medienhetze gegen die Lokf&#252;hrerInnen<br \/>\n      zu starten. Mit einem entschlossenen Kampf und der Solidarit&#228;t der<br \/>\n      betrieblichen und gewerkschaftlichen AktivistInnen anderer Bereiche<br \/>\n      k&#246;nnen die Forderungen der GDL voll durchgesetzt werden!\n    <\/p>\n<p align=\"center\">\n      [<a href=\"\/media\/2007\/SAV-SoliFlugblatt_2007-11-02.pdf\"><br \/>\n Flugblatt der SAV<\/a> | <a href=\"\/media\/2007\/2007_gdl_streik_usl.pdf\"><br \/>\nUnterschriftenliste<\/a>| <a href=\"http:\/\/www.bahnstreik-soli.de\/\">Soliwebsite<\/a><br \/>\n ]\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17,20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12386"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12386"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12386\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}