{"id":12348,"date":"2007-10-21T18:04:34","date_gmt":"2007-10-21T18:04:34","guid":{"rendered":".\/?p=12348"},"modified":"2007-10-21T18:04:34","modified_gmt":"2007-10-21T18:04:34","slug":"12348","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/10\/12348\/","title":{"rendered":"Rostock: Nein zu Stellenabbau, K&#252;rzungen &amp; Privatisierungen"},"content":{"rendered":"<p>  &#220;ber 800 Menschen, darunter viele st&#228;dtische Besch&#228;ftigte protestierten   am 17.10. vor dem Rathaus gegen den geplanten Kahlschlag und Ausverkauf.   Die Forderungen der Abgeordneten der SAV, Christine Lehnert, fanden   gro&#223;e Zustimmung.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Torsten Sting, Rostock<\/i><\/p>\n<p>  F&#252;r den 17.10. rief die Gewerkschaft ver.di die Besch&#228;ftigten und   Betroffenen zum Protest vor das Rathaus auf. Trotz Regen kamen mehr als   800 Menschen und quittierten K&#252;rzungspl&#228;ne mit Pfiffen und Buhrufen.   Dies musste auch der Vertreter von B&#252;ndnis 90 &#252;ber sich ergehen lassen,   das in Rostock Teil der Sozialr&#228;uber-Koalition ist. Nach seinen   kl&#228;glichen Rechtfertigungsversuchen, dass es keine Alternative gegen die   K&#252;rzungen und den Stellenabbau g&#228;be, forderte er &#8211; sicher eher   rhetorisch &#8211; auf, dass derjenige, der eine L&#246;sung w&#252;sste, vorkommen soll.<\/p>\n<h4>  Es gibt Alternativen zur K&#252;rzungspolitik!<\/h4>\n<p>  Dies lie&#223; sich die Abgeordnete der SAV, Christine Lehnert, nicht zweimal   sagen. Sie zw&#228;ngte sich kurzerhand von hinten durch die Massen und   ergriff beherzt das Mikrofon um mit klaren Worten den asozialen Pl&#228;nen   der Etablierten eine Abfuhr zu erteilen. Ihre Forderungen nach einem   Politikwechsel, einem Ende bei Prestigeobjekten und dem Ausverkauf der   Stadt, wurden kr&#228;ftig begr&#252;&#223;t. Sie sprach den Kolleginnen und Kollegen   aus dem Herzen als sie deutlich machte, dass auf ihrem R&#252;cken die   Finanzmisere ausgetragen werden soll, obwohl die etablierten Parteien   die Verantwortung daf&#252;r tragen. Doch statt die Mehrheit im Rathaus sich   f&#252;r h&#246;here Zuweisungen von Land und Bund an die Kommune einsetzt, um die   Schulden auszugleichen, wird beim Personal und den Sozialausgaben   gestrichen. Der Aufschwung in Deutschland kommt nicht bei der Masse der   Bev&#246;lkerung an. Statt die Steuermehreinnahmen an die St&#228;dte und   Gemeinden weiterzuleiten, um Arbeit, Soziales, Bildung und Kultur zu   finanzieren gibt es Steuergeschenke an die Reichen und Konzerne. Dies   muss sich &#228;ndern, um den Menschen wieder Perspektiven zu bieten.<\/p>\n<h4>  Aufstehen gegen Armut &#8211; Heuchelei der Etablierten<\/h4>\n<p>  Der 17. Oktober war auch weltweiter Aktionstag gegen Armut. So rief denn   der Oberb&#252;rgermeister zu einem &quot;Aufstehen&quot; gegen Armut auf. Dem folgten   alle Mitglieder der B&#252;rgerschaft zu Beginn der Sitzung und h&#246;rten   wohlmeinende Worte gegen Armut in der Welt. Nur unsere Abgeordnete   Christine Lehnert erteilte diesem heuchlerischen Treiben eine Abfuhr und   proterstierte lautstark gegen die verlogene Politik der Stadtoberen.   W&#228;hrend diese ein Lippenbekenntnis gegen Armut abgaben, wollten sie   w&#228;hrend derselben B&#252;rgerschaftssitzung u.a. das Sozialticket f&#252;r Hartz   IV-Empf&#228;nger abschaffen. Gl&#252;cklicherweise kam hier eine Mehrheit gegen   die Abschaffung zustande, so dass die, ma&#223;geblich aufgrund der   Initiative der SAV errungene Erleichterung f&#252;r ALG II-Empf&#228;nger wieder   Bestand hat. Dieser kleine Erfolg w&#228;re so ohne die Proteste nicht   m&#246;glich gewesen.<\/p>\n<h4>  Das war erst der Anfang &#8211; Der Protest muss weiter gehen!<\/h4>\n<p>  Die ersten Protestaktionen von ver.di und die breite &#214;ffentlichkeit, die   dadurch erreicht wurde, haben weitere Fr&#252;chte getragen. Die Mehrheit im   Rathaus aus SPD, B90 und CDU ruderten etwas zur&#252;ck in puncto Theater &#8211;   und Gr&#252;namtausgliederung. Das Theater soll erst nach Erstellung eines   Konzeptes zum Fr&#252;hjahr 2008 zu einer GmbH werden und das Gr&#252;namt der   Stadt soll einen Haustarifvertrag bekommen statt privatisiert zu werden.   Auch wenn die gefassten Beschl&#252;sse die K&#252;rzungspl&#228;ne des   Innenministeriums und des OB&#180;s etwas abmilderten, sind sie immer noch   hart genug und m&#252;ssen weiter bek&#228;mpft werden. Alle Betroffenen forderte   die SAV-Abgeordnete auf, Mut zu haben, nach diesen ersten Erfolgen   weiter zu machen und sich nicht auf Verschlechterungen &#252;ber Haustarife   einzulassen, sondern den Protest zu steigern und so einen Sieg zu   erringen. Die Betroffenen m&#252;ssen zusammen gebracht werden und der   Protest muss in die Betriebe, zu den Belegschaften getragen werden. Die   Kollegen und Kolleginnen den Einzelhandels und die Lokf&#252;hrer mit ihren   Streikaktionen machen es uns vor. Hier sehen wir vor allem die   Gewerkschaften in der Pflicht, die mit ihrer Kampagne &quot;Lebenswertes   Rostock&quot; einen guten Anfang gemacht haben und sich nun nicht auf faule   Kompromisse zu Lasten der Besch&#228;ftigten und Einwohner einlassen sollten.   Die avisierte Arbeitszeitverk&#252;rzung ohne Lohnausgleich beim Gr&#252;namt   bedeutet harte Einschnitte f&#252;r das Personal und Leistungsabbau f&#252;r die   Einwohner.<\/p>\n<p>  Die SAV und die Abgeordnete Christine Lehnert werden weiterhin alle   Proteste unterst&#252;tzen und laden alle Interessierten ein, sich mit uns   auszutauschen, &#252;ber die konkreten Kampfma&#223;nahmen gegen die K&#252;rzungen in   Rostock und &#252;ber eine Alternative zu dieser kranken Gesellschaft. Macht   mit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      &#220;ber 800 Menschen, darunter viele st&#228;dtische Besch&#228;ftigte protestierten<br \/>\n      am 17.10. vor dem Rathaus gegen den geplanten Kahlschlag und Ausverkauf.<br \/>\n      Die Forderungen der Abgeordneten der SAV, Christine Lehnert, fanden<br \/>\n      gro&#223;e Zustimmung.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,104],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12348"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12348"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12348\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}