{"id":12345,"date":"2007-10-17T16:05:34","date_gmt":"2007-10-17T16:05:34","guid":{"rendered":".\/?p=12345"},"modified":"2007-10-17T16:05:34","modified_gmt":"2007-10-17T16:05:34","slug":"12345","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/10\/12345\/","title":{"rendered":"Streik im Einzelhandel: &#187;Muss richtig weh tun&#171;"},"content":{"rendered":"<p>  Ver.di weitet Arbeitsniederlegungen im Einzelhandel aus. Unternehmer   bestehen auf K&#252;rzung der Zuschl&#228;ge f&#252;r Sp&#228;t- und Wochenendarbeit. Heute   Aktionen in Berlin<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Daniel Behruzi, zuerst ver&#246;ffentlicht in der <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-17\/005.php\">jungen   Welt, 17.10.07<\/a><\/i><\/p>\n<p>  Im laufenden Tarifkonflikt des Einzelhandels erh&#246;ht die Gewerkschaft   ver.di den Druck. In Berlin und Brandenburg sind heute mehrere hundert   Besch&#228;ftigte bei REWE, Penny, Reichelt, Extra und Kaiser&quot;s zu   Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die Gewerkschaft will damit erreichen,   da&#223; die Unternehmer von ihrer Forderung nach Streichung bzw. K&#252;rzung der   Zuschl&#228;ge abr&#252;cken und ein verhandlungsf&#228;higes Lohnangebot vorlegen.<\/p>\n<p>  Ver.di erwartet, da&#223; rund 800 Verk&#228;uferinnen und Verk&#228;ufer aus den rund   260 Berliner Lebensmittelfilialen der genannten Unternehmen an der   Protestaktion teilnehmen. Ab acht Uhr wollen die Gewerkschafter im   Innenhof der ver.di-Bundesverwaltung zusammenkommen und um elf Uhr in   einem Demonstrationszug zum Alexanderplatz ziehen. Zum Abschlu&#223; wird vor   dem dortigen Kaufhof ab zw&#246;lf Uhr eine Abschlu&#223;kundgebung stattfinden.<\/p>\n<p>  Obwohl viele Aktive in Urlaub seien, hoffe man auf rege Beteiligung, so   ver.di-Verhandlungsf&#252;hrerin Erika Ritter am Dienstag gegen&#252;ber junge   Welt. Alle Gewerkschaftsmitglieder seien pers&#246;nlich angeschrieben   worden. &#187;Die Unternehmer werden sicher wieder versuchen, den Betrieb mit   Aushilfen und Fremdkr&#228;ften aufrecht zu erhalten. Wegen der gr&#246;&#223;eren   Dimension des Ausstands gehe ich aber davon aus, da&#223; sich der Streik   trotz der langfristigen Ank&#252;ndigung bemerkbar machen wird&#171;, sagte   Ritter. REWE sei auch deshalb Ziel des Ausstands, weil das Unternehmen   den Verhandlungsf&#252;hrer der Gegenseite stelle. In den kommenden Tagen   w&#252;rden die Aktionen in anderen Teilen des Berliner Einzelhandels   fortgesetzt, k&#252;ndigte die ver.di-Landesfachbereichsleiterin an.<\/p>\n<p>  Hintergrund der Versch&#228;rfung des Konflikts ist die Haltung der   Unternehmerverb&#228;nde, die als Vorbedingung f&#252;r weitere Verhandlungen die   Streichung der Zuschl&#228;ge f&#252;r belastende Arbeitszeiten Abends und an   Samstagen sowie die K&#252;rzung der Nachtzuschl&#228;ge verlangen. &#187;Es kann nicht   sein, da&#223; die Besch&#228;ftigten zu immer ung&#252;nstigeren Zeiten zur Arbeit   eingeteilt werden und daf&#252;r durch die Streichung der Zuschl&#228;ge doppelt   bestraft werden&#171;, betonte Ritter.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend die Verhandlungen in Berlin und Brandenburg nach zwei Runden im   Juni und Juli festgefahren sind, hatten die Unternehmer im   voraussichtlichen Pilotbezirk Nordrhein-Westfalen Anfang September ein   &#187;Angebot&#171; vorgelegt. Dieses h&#228;tte f&#252;r die Besch&#228;ftigten durch die   Reduzierung von Zuschl&#228;gen allerdings Lohnverluste von bis zu 180 Euro   im Monat bedeutet. Ver.di unterbrach die Gespr&#228;che daraufhin und   bereitete gr&#246;&#223;ere Arbeitsniederlegungen vor. &#187;Ver.di ist jederzeit zu   Verhandlungen bereit, aber nur, wenn die Arbeitgeber ihre Vorbedingung   einer Streichung oder K&#252;rzung der Zuschl&#228;ge aufgeben&#171;, erkl&#228;rte Ritter.   Bis jetzt gebe es auf seiten der Einzelhandelsunternehmer keinerlei   sichtbare Bewegung. &#187;Sie setzen voll auf Blockade &#8211; offenbar m&#252;ssen wir   ihnen erst richtig weh tun&#171;, so die Gewerkschafterin.<\/p>\n<p>  Daf&#252;r will ver.di auch in anderen Bundesl&#228;ndern sorgen. So sprachen sich   die Gewerkschaftsmitglieder in &#252;ber 50 Stuttgarter   Einzelhandelsbetrieben k&#252;rzlich mit 96,7 Prozent f&#252;r   Arbeitskampfma&#223;nahmen aus. Selbst unter den gewerkschaftlich nicht   organisierten Besch&#228;ftigten votierten mehr als 90 Prozent f&#252;r Streiks.   &#187;Die Arbeitgeber m&#252;ssen mit einer Streikwelle in bisher nicht   dagewesenem Umfang rechnen&#171;, k&#252;ndigte Bernd Riexinger,   ver.di-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer im Bezirk Stuttgart-Ludwigsburg, in einer   Pressemitteilung an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Ver.di weitet Arbeitsniederlegungen im Einzelhandel aus. Unternehmer<br \/>\n      bestehen auf K&#252;rzung der Zuschl&#228;ge f&#252;r Sp&#228;t- und Wochenendarbeit. 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