{"id":12343,"date":"2007-10-12T16:53:07","date_gmt":"2007-10-12T16:53:07","guid":{"rendered":".\/?p=12343"},"modified":"2007-10-12T16:53:07","modified_gmt":"2007-10-12T16:53:07","slug":"12343","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/10\/12343\/","title":{"rendered":"Berlin: GDL-Streik &#8211; Ein voller Erfolg"},"content":{"rendered":"<p>  Heute Nacht ab 2 Uhr legten die Lokf&#252;hrer der GDL im Nah- und   Regionalverkehr f&#252;r 22 Stunden die Arbeit nieder. Die Berliner SAV war   am Ostbahnhof vor Ort, um sie dabei zu unterst&#252;tzen.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Anne Engelhardt, Berlin<\/i><\/p>\n<p>  Bis 0 Uhr soll der Streik diesmal andauern. Das Bahnmanagement weigert   sich weiterhin die Forderungen der Lokf&#252;hrer nach h&#246;heren L&#246;hnen   ernsthaft entgegenzukommen. Stattdessen werden Gerichte herangezogen,   die die juristisch rechtm&#228;&#223;igen Streikaktionen einschr&#228;nken bzw. sie   komplett verbieten sollen. Streik ist die richtige Reaktion auf die   Vorgehensweise von Mehdorn und Co.<\/p>\n<p>  Die Bahnhofshalle im Ostbahnhof ist f&#252;r diese Zeit verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig   ruhig. Auf der Suche nach streikenden Besch&#228;ftigten treffen wir einen   Kollegen an, mit dem wir eine Woche zuvor beim GDL-Streik diskutiert   hatten. Aufgeschlossen berichtet er uns, dass es laut   GDL-Gesch&#228;ftsf&#252;hrung in der Nacht nach Streikbeginn Drohungen auf   Streikbeteiligte gab. Die Streikenden wurden daher aufgefordert in den   Meldestellen zu bleiben und keine Streikposten zu bilden.<\/p>\n<p>  &#8222;Nur noch 20 % der Z&#252;ge fahren&#8220;, teilt uns einer der streikenden   S-Bahnfahrer in Berlin-Ostbahnhof zufrieden mit. Im Notfallplan der   Gesch&#228;ftsf&#252;hrung war vorgesehen gewesen, die Stadtbahn wenigstens im 20   Minutentakt abfertigen zu k&#246;nnen. Doch nichtmal alle halbe Stunde rollt   ein Zug an, der die wenigen, &#252;briggebliebenen Passagiere transportiert.<\/p>\n<p>  Die Besch&#228;ftigten sind zurecht stolz auf ihren Streik. Die Kollegen   werden nicht erst vereinzelt aus ihren Bahnen geholt oder m&#252;ssen erst   den n&#228;chsten Bahnhof anfahren, um mit dem Streiken anzufangen. Da die   Arbeit schon in der Nacht niedergelegt wurde und die Z&#252;ge in den Depots   stehen, ist ein kollektiver Streikbeginn m&#246;glich. Einige Lokf&#252;hrer haben   sogar die Nacht durchgemacht und nutzen auch ihre Freizeit, um den   Streik zu unterst&#252;tzen.<\/p>\n<p>  Der Erfolg der Arbeitsniederlegung ist offensichtlich und motivierend.   Leider wird die Gelegenheit verpasst, Bahnkunden und Besch&#228;ftigte durch   &#246;ffentliche Aktionen wie die Bildung von Streikposten mit Transparenten   oder Flugblattverteilungen zu erreichen. Denn letztendlich kann ein   Erfolg nur durch die Unterst&#252;tzung der Bahnpassagiere &#8211; und aller   Besch&#228;ftigten &#8211; erreicht werden. In der Meldestelle, d.h. in   geschlossenen B&#252;ror&#228;umen soll auf Grund der Drohungen und &#220;bergriffe   verharrt werden. Dabei w&#228;re es sinnvoll, wenn die GDLer in Gruppen auf   oder vor den Bahnh&#246;fen vor Ort sein w&#252;rden und sich an die Betroffenen   wenden.<\/p>\n<p>  Mehdorn k&#252;ndigte an, bis zum Montag ein neues Verhandlungsangebot   vorzulegen. Der Bahnchef fordert von der GDL eine Friedenspflicht   w&#228;hrend erneuter Verhandlungen. Das kann nur als eine weitere   Provokation gewertet werden und sollte von der GDL zur&#252;ckgewiesen   werden. Denn nur unter dem Druck weiterer Protest- und Streikaktionen im   gesamten Nah- und Regionalverkehr k&#246;nnen die Verhandlungen zu einem   Erfolg f&#252;hren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Heute Nacht ab 2 Uhr legten die Lokf&#252;hrer der GDL im Nah- und<br \/>\n      Regionalverkehr f&#252;r 22 Stunden die Arbeit nieder. 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