{"id":12341,"date":"2007-10-11T14:35:45","date_gmt":"2007-10-11T12:35:45","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12341"},"modified":"2012-05-15T15:36:51","modified_gmt":"2012-05-15T13:36:51","slug":"12341","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/10\/12341\/","title":{"rendered":"Vorschl&#228;ge der SAV zur Konferenz antikapitalistischer Linker am 14.10.07"},"content":{"rendered":"<p>  F&#252;r eine handlungsf&#228;higes sozialistisches Oppositions-Netzwerk!<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p align=\"center\">  <small>[<a href=\"\/?p=12295\">Aufruf zur   Konferenz antikapitalistischer Linker<\/a>]<\/small><\/p>\n<p>  Am 14.10. treffen sich AntikapitalistInnen aus verschiedenen   Zusammenh&#228;ngen, um &#252;ber eine kontinuierliche Zusammenarbeit   sozialistischer Kr&#228;fte innerhalb und au&#223;erhab der Partei DIE LINKE zu   beraten. SAV-Mitglieder geh&#246;ren zum Einladerkreis zu dieser Konferenz.   Die SAV propagiert schon seit circa einem Jahr die Bildung eines   oppositionellen Netzwerks, das antikapitalistische AktivistInnen   verbinden k&#246;nnte, unabh&#228;ngig davon, ob sie in DIE LINKE eingetreten sind   oder nicht. Wir unterst&#252;tzen die Idee eine Sozialistische Koordination   zu bilden.<\/p>\n<p>  In den Diskussionen im Einladerkreis hat sich jedoch heraus gestellt,   dass es unterschiedliche Vorstellungen dar&#252;ber gibt, was eine   Sozialistische Koordination sein soll und sein kann. Aus unserer Sicht   laufen einige ge&#228;u&#223;erte &#220;berlegungen darauf hinaus, dass aus der   Beratung am 14.10. keine politisch handlungsf&#228;hige Kraft heraus kommt,   sondern ein Debattier- und Selbsterfahrungsclub der   sozialistisch-revolution&#228;ren Linken. Dazu sehen wir keinen Bedarf.<\/p>\n<p>  Deshalb wollen wir hier einige Vorschl&#228;ge machen, die aus unserer Sicht   einen notwendigen Minimalkonsens f&#252;r eine Sozialistische Koordination   darstellen k&#246;nnten.<\/p>\n<p>  Die Hauptakteure, die am 14.10. zusammen kommen, haben in der WASG einen   gemeinsamen Kampf gegen die politische Anpassung, gegen Akzeptanz von   Regierungsbeteiligungen in Koalitionen mit der SPD und f&#252;r die   Verteidigung der Berliner WASG gef&#252;hrt. Sie waren sich einig in der   Perspektive auf die Schaffung einer neuen Massenpartei, die die   Interessen von ArbeiterInnen, Erwerbslosen, Jugendlichen und   RentnerInnen vertritt und eine sozialistische Alternative zu   Neoliberalismus und Kapitalismus anstrebt. Auf dieser Basis sollten wir   weiter machen.<\/p>\n<p>  Ein neues oppositionelles Netwerk ist n&#246;tig, weil die Politik der Partei   DIE LINKE &#8211; trotz aller radikalen Rhetorik eines Oskar Lafontaine &#8211;   antikapitalistischen und sozialistischen Anspr&#252;chen nicht gen&#252;gt, weil   in der Partei die Macht der Bundestags- und Landtagsfraktionen, des   Apparates und der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Vergleich zur Macht der   Basis viel zu hoch ist und weil sich daraus die Gefahr ableitet, dass   aus dieser neuen Partei eine weitere Entt&#228;uschung f&#252;r die Arbeiterklasse   und die Jugend wird &#8211; so wie sie es in Berlin und weiten Teilen   Ostdeutschlands als reine Fortsetzung der alten PDS schon ist.<\/p>\n<p>  Ein neues oppositionelles Netzwerk ist auch notwendig, weil es zur Zeit   keine demokratisch organisierte, politisch handlungsf&#228;hige und   programmatisch klar antikapitalistische Struktur innerhalb der Partei   gibt, die politische und personelle Alternativen zu den beiden   dominierenden Fl&#252;geln um Lafontaine\/Maurer einerseits und Gysi\/Bisky   andererseits formulieren k&#246;nnte.<\/p>\n<p>  Ein neues oppositionelles Netzwerk ist drittens n&#246;tig, weil sich die   oppositionellen Kr&#228;fte in der WASG, welche sich weitgehend um die   Unterst&#252;tzung der eigenst&#228;ndigen Kandidatur der Berliner WASG sammelten,   in verschiedene Richtungen entwickelt haben. Einige, vor allem im   Westen, sind den Weg in die Partei gegangen; andere, so die BASG in   Berlin, haben sich unabh&#228;ngig organisiert. Ein neues Netzwerk muss aus   unserer Sicht einen Weg finden, diese Kr&#228;fte zusammen zu bringen &#8211; es   sollte AntikapitalistInnen, die sich sowohl in Opposition zur   Parteif&#252;hrung als auch in gesellschaftlicher Opposition befinden   vernetzen und organisieren, egal ob sie Mitglied der Partei DIE LINKE   sind oder nicht.<\/p>\n<p>  Das bedeutet aus unserer Sicht aber nicht, dass es eine Beliebigkeit in   der Herangehensweise an die Partei DIE LINKE in einer m&#246;glicherweise zu   bildenden Sozialistischen Koordination geben darf.<\/p>\n<p>  Wir wollen keine Fixierung auf DIE LINKE. Wir denken aber, dass Basis   einer praktischen Zusammenarbeit sein muss, anzuerkennen, dass DIE LINKE   in Westdeutschland zum Bezugspunkt f&#252;r viele AktivistInnen aus   Gewerkschaften und sozialen Bewegungen geworden ist und die wachsenden   Umfragewerte ausdr&#252;cken, dass sich in einem Teil der Bev&#246;lkerung   Hoffnungen in diese Partei entwickeln. Eine Sozialistische Koordination   sollte sich deshalb auf die Partei beziehen und versuchen auf sie   Einfluss zu nehmen und in ihr zu wirken. Das w&#252;rde beinhalten, dass man   in Anwendung dessen, was MarxistInnen Einheitsfrontmethode nennen,   Vorschl&#228;ge an die Partei richtet und zu gemeinsamen Aktivit&#228;ten bereit   ist. Das w&#252;rde beinhalten, dass man in den F&#228;llen, in denen DIE LINKE   keine offene Politik des Sozialabbaus betreibt und\/oder es keine   substanzielle sozialistische Alternative zu ihr gibt, auch zur Wahl f&#252;r   sie aufruft, so wie dies in Bremen richtig war. Das w&#252;rde auch   beinhalten, dass man sich &#8211; zumindest im Westen &#8211; innerhalb der Partei   konstituiert, politische Initiativen in der Partei (z.B. f&#252;r Kampagnen,   Positionsbestimmungen etc.) ergreift und KandidatInnen f&#252;r Parteigremien   aufstellt. Sie m&#252;sste tats&#228;chliche Opposition sein und d&#252;rfte nicht als   Tiger losspringen, um als Bettvorleger des Parteivorstandes zu landen.   Konkret hie&#223;e das zum Beispiel keine Unterordnung unter die   &quot;Parteidisziplin&quot; in prinzipiellen politischen Fragen zu akzeptieren   oder im Falle von Wahlen z.B. in Berlin wieder eine linke Alternative   zur Senats-LINKEN zu unterst&#252;tzen, sollte eine solche antreten.<\/p>\n<p>  Dies steht nicht im Widerspruch dazu, auch solche Kr&#228;fte zu sammeln, die   sich zwar au&#223;erhalb der Partei befinden, aber anerkennen, dass diese zur   Zeit der entscheidende politische Bezugspunkt auf der Linken bundesweit   ist und die die Zielsetzung der Bildung einer   antikapitalistischen\/sozialistischen Massenpartei teilen. Eine   Sozialistische Koordination k&#246;nnte innerhalb und au&#223;erhalb der Partei   agieren, je nach Region mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung.<\/p>\n<p>  Die mittlerweile von einigen EinladerInnen vertretene Position   &#8222;innerhalb der Partei die AKL aufbauen &#8211; au&#223;erhalb eine SoKo als   Zusammenschluss aller sozialistischen Kr&#228;fte bilden&#8220; teilen wir nicht.<\/p>\n<p>  Die AKL hat sich in der Vergangenheit als zahnlose Opposition   herausgestellt. Da wo es ernst wurde, hat sie gekniffen. Sie hat die   Berliner WASG-Kandidatur nicht nur nicht unterst&#252;tzt, sondern auch   darauf bestanden sich von dieser zu distanzieren und dadurch schon bei   ihrer Konstituierung einen gro&#223;en Teil linker Oppositioneller in der   WASG ausgegrenzt. Mittlerweile hat sie erkl&#228;rt, dass sie keine   demokratisch organisierte Struktur bilden will. Die AKL ist eine   Pressure Group einer Gruppe von Funktion&#228;rInnen und Abgeordneten der   LINKEN. Wir sehen in der AKL kein attraktives Angebot zur Organisierung   einer sozialistischen Opposition innerhalb und au&#223;erhalb der LINKEN.   Deshalb muss eine Sozialistische Koordination auch innerhalb der Partei   agieren. Das bedeutet nat&#252;rlich nicht, dass AKL-GenossInnen in einer   solchen Koordination nicht willkommen w&#228;ren. Die konstruktive   Zusammenarbeit von SAV und AKL in Bremen k&#246;nnte in einer Sozialistischen   Koordination fortgesetzt werden, ohne dass die verschiedenen Komponenten   ihre eigenen Identit&#228;ten und Strukturen aufgeben m&#252;ssten.<\/p>\n<p>  Auf der anderen Seite wird die Bildung einer Sozialistischen   Koordination, die von NLO, DKP und Interventionistischer Linken auf der   einen Seite bis zur AKL auf der anderen Seite reicht, keine politische   Handlungsf&#228;higkeit erreichen k&#246;nnen. Unter den gegebenen Bedingungen   w&#228;re eine solche Koordination dazu verdammt, den Charakter eines   Diskussionsclubs anzunehmen. Da es mit der Marxismuskonferenz und dem   Leverkusener Dialog aber schon Angebote in dieser Richtung gibt, sehen   wir &#252;berhaupt keinen Sinn darin, diesen Weg zu beschreiten.<\/p>\n<p>  Wir schlagen deshalb vor:<\/p>\n<p>  1. Den urspr&#252;nglichen Aufrufentwurf von Angela Klein, Michael Schilwa   und Sascha Stanicic (siehe unten) &#8211; ggf. mit &#196;nderungen &#8211; am 14.10. zu   verabschieden und damit eine Sozialistische Koordination zu gr&#252;nden.<\/p>\n<p>  2. Auf dieser Basis eine Redaktionsgruppe zur Erarbeitung eines   programmatischen Selbstverst&#228;ndnistextes zu bilden.<\/p>\n<p>  3. Auf dieser Basis einen siebenk&#246;pfigen Koordinationskreis zu w&#228;hlen.<\/p>\n<p>  4. Auf dieser Basis an die Organisierung &#246;rtlicher und ggf. landesweiter   Treffen der Sozialistischen Koordination zu gehen.<\/p>\n<p>  5. Im Januar\/Februar zu einem n&#228;chsten bundesweiten Treffen zusammen zu   kommen.<\/p>\n<p>  Sollte es keine Einigung in dieser Richtung geben, warnen wir davor die   Gr&#252;ndung einer unverbindlichen Sozialistischen Koordination zu   proklamieren. Dies w&#252;rde Erwartungen wecken, die nur entt&#228;uscht werden   k&#246;nnten. Stattdessen w&#252;rden wir in diesem Fall die Durchf&#252;hrung   regelm&#228;&#223;iger halbj&#228;hrlicher Beratungen der anwesenden Kr&#228;fte   vorschlagen, um einen offenen Diskussionsprozess zu erm&#246;glichen.<\/p>\n<h4>  Anhang: Aufruf zur Beratung &#252;ber eine Sozialistische Koordination<\/h4>\n<p>  <i>Entwurf von Angela Klein, Michael Schilwa, Sascha Stanicic<\/i><\/p>\n<p>  Am16.Juni 2007 ist die Partei &#8222;Die Linke&#8220; offiziell aus der Taufe   gehoben worden. Ihre steigenden Umfragewerte dr&#252;cken das   gesellschaftliche Potenzial f&#252;r eine linke und antikapitalistische   Partei aus: Nach einer politischen Kraft, die konsequent die Interessen   der Besch&#228;ftigten und Erwerbslosen vertritt und Auslandseins&#228;tze der   Bundeswehr ablehnt, besteht gro&#223;er Bedarf.<\/p>\n<p>  Viele Menschen setzen gro&#223;e Hoffnungen in eine vereinigte Linke, die auf   Massenebene wirksam ist. Zu Recht f&#252;rchtet die SPD eine weitere   Abwanderung ihrer Anh&#228;ngerInnen zur neuen Partei &#8211; insbesondere unter   Gewerkschaftsmitgliedern. Die SPD &#252;bt nicht mehr uneingeschr&#228;nkt die   politische Hegemonie &#252;ber die Gewerkschaften aus &#8211; dies ist ein   historischer Fortschritt.<\/p>\n<p>  Trotz ihrer programmatischen und praktischen Beschr&#228;nkungen ist es   au&#223;erdem f&#252;r Gewerkschaften, soziale Bewegungen und die Klasse der   Lohnabh&#228;ngigen wichtig, eine Vertretung im Parlament zu haben, die ihre   Anliegen aufgreift.<\/p>\n<p>  Der Wahlerfolg f&#252;r &#8222;Die Linke&#8220; in Bremen zeigt &#8211; zumal im Vergleich zum   Wahldebakel der Linkspartei.PDS in Berlin &#8211; dass eine konsequente,   radikale Opposition zu den etablierten Parteien &#8222;Die Linke&#8220; stark macht.<\/p>\n<p>  &#8222;Die Linke&#8220; beginnt ihre Existenz jedoch mit einem gro&#223;en Widerspruch:   Auf der einen Seite gehen von ihr Signale aus, dass sie bestimmte   Forderungen der sozialen Bewegungen und der Gewerkschaften aufgreift &#8211;   unter anderem wirft sie die Frage des Generalstreiks und des   Gesellschaftssystems auf. In der &#214;ffentlichkeit verbinden sich solche   Positionen vor allem mit Oskar Lafontaine und dem linkskeynesianischen   Fl&#252;gel, der ihn unterst&#252;tzt.<\/p>\n<p>  Dem steht jedoch die politische Praxis in Berlin und in ostdeutschen   L&#228;ndern gegen&#252;ber, die von der Mehrheit der bundesweiten Parteif&#252;hrung   mitgetragen wird. Dort tr&#228;gt sie in Gemeinden und Landesregierungen   prokapitalistische und neoliberale Politik mit &#8211; z.B. indem sie der   Privatisierung &#246;ffentlichen Wohnungseigentums, Tarifflucht oder der   Flexibilisierung der Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse zustimmt.<\/p>\n<p>  Die Parteif&#252;hrung selbst ist nicht homogen. So falsch es jedoch w&#228;re,   der neuen Partei und auch ihrer F&#252;hrung einheitlich eine neoliberale   Orientierung zu unterstellen, so wenig kann man die Augen davor   verschlie&#223;en, dass die Mehrheit im Parteivorstand, in der   Bundestagsfraktion, im Hauptamtlichenapparat und auch die Mehrzahl der   Amts- und Mandatstr&#228;ger vor Ort und in den L&#228;ndern anstreben, auch im   Bund &#8222;regierungsf&#228;hig&#8220; zu werden und in Koalitionen mit SPD und ggf.   Gr&#252;nen auch unter Preisgabe wichtiger politischer Grunds&#228;tze   mitzuregieren.<\/p>\n<p>  Die Hoffnungen, die viele in &#8222;Die Linke&#8220; setzen, k&#246;nnen nur erf&#252;llt   werden, wenn die Partei in allen Fragen unmissverst&#228;ndlich auf der Seite   der abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten und Erwerbslosen steht. Ihre gesamte   Aktivit&#228;t, auch die in den Parlamenten, muss im Dienst der Ermutigung   und Bef&#246;rderung von Massenmobilisierungen, Streiks und der   Eigenaktivit&#228;t von unten stehen. Was z&#228;hlt, sind nicht Reden oder   Programme, sondern die politische Praxis: Nur wenn &quot;Die Linke&quot; sich   einer Politik des Sozialabbaus, der Privatisierungen,   Arbeitsplatzvernichtung und des Lohnraubs hartn&#228;ckig verweigert und die   Millionen Menschen, die von diesen Ma&#223;nahmen betroffen sind, dazu   ermutigt und bef&#228;higt, sich ihnen aktiv entgegen zu stellen, kann sie   mehr werden als nur eine Hoffnung: sie kann dann tats&#228;chlich eine   politische Alternative f&#252;r eine sozial gerechte, &#246;kologische, auf   Kooperation orientierte Gesellschaft sein.<\/p>\n<p>  Ob &#8222;Die Linke&#8220; sich so entwickelt, ist noch offen. Um f&#252;r einen solchen   Kurs auf die Partei Druck aufzubauen, bedarf es einer starken   antikapitalistischen Opposition innerhalb und au&#223;erhalb der Partei.<\/p>\n<p>  AntikapitalistInnen verschiedener Richtungen haben auf die Gr&#252;ndung der   Partei &quot;Die Linke&quot; unterschiedlich reagiert. Insbesondere in Berlin und   Ostdeutschland haben viele den Schritt in die neue Partei nicht   vollzogen, weil diese dort direkt an Sozialabbau und Privatisierungen   beteiligt ist. In Berlin hat die Mehrheit der Aktiven des   WASG-Landesverbands mit der BASG eine neue politische Organisation des   sozialen Widerstands gegr&#252;ndet. In Westdeutschland haben sich viele   entschieden, den Kampf gegen den Anpassungskurs innerhalb der Partei zu   f&#252;hren.<\/p>\n<p>  Weder k&#246;nnen die einen sich damit begn&#252;gen, in der neuen Partei bereits   den fertigen Rahmen einer neuen Kraft links von der SPD zu sehen, noch   kann den anderen gleichg&#252;ltig sein, wohin diese Partei treibt, denn sie   ist zur Zeit die einzige Kraft mit einem antikapitalistischen Anspruch   mit Massenbasis.<\/p>\n<p>  Die neue Partei muss mit der Linken au&#223;erhalb ihrer Reihen zusammen   arbeiten, sie hat, entgegen ihrem selbst gew&#228;hlten Namen, kein Monopol   auf das Linkssein; die antikapitalistischen Kr&#228;fte, die der neuen Partei   skeptisch gegen&#252;ber stehen, m&#252;ssen Wege der Zusammenarbeit mit ihr   suchen, um linke Positionen in ihr und den sozialen Widerstand in der   Gesellschaft zu st&#228;rken. Dies betrifft Kampagnen zu einzelnen Fragen, es   betrifft aber auch die Wahlen zu Parlamenten oder Gemeinder&#228;ten. Die   Teilnahme an solchen Wahlen spielt f&#252;r die Bildung eines Massenanhangs   auch einer antikapitalistischen Partei einer herausragende Rolle. Die   Entscheidung wird dabei im Einzelfall zu treffen sein: So wie es richtig   war, in Berlin eine Wahlalternative zur Partei &#8222;Die Linke.PDS&#8220; zu   bilden, so richtig war es in Bremen &#8211; und w&#228;re es unter den gegebenen   Bedingungen auch bei einer Bundestagswahl &#8211; zur Wahl der &#8222;Linken&#8220;   aufzurufen.<\/p>\n<p>  Sozialistische Positionen innerhalb der Partei m&#252;ssen dabei mehr sein,   als verbale Kritik. Sie m&#252;ssen sich in praktischer Opposition aller auf   Anpassung und Regierungsbeteiligung orientierten Kr&#228;fte und Ma&#223;nahmen   ausdr&#252;cken und d&#252;rfen keine Unterordnung unter eine &quot;Parteidisziplin&quot; in   Fragen der politischen Prinzipien praktizieren.<\/p>\n<p>  Wir sehen daher die Notwendigkeit, oppositionelle antikapitalistische   Kr&#228;fte innerhalb und au&#223;erhalb der neuen Partei, die eine sozialistische   Orientierung verfolgen, zusammen zu f&#252;hren und zu koordinieren. Wir   schlagen vor, &#252;ber die Bildung einer st&#228;ndigen Sozialistischen   Koordination (SoKo) zu beraten und laden dazu f&#252;r den 14. Oktober ins   Berliner Haus der Demokratie ein.<\/p>\n<p>  Das Treffen wird von 10 Uhr bis 16 Uhr stattfinden und es wird folgende   Tagesordnung vorgeschlagen:<\/p>\n<p>  1. Allgemeine Aussprache &#252;ber die Einsch&#228;tzung der Partei DIE LINKE und   den Vorschlag einer Sozialistischen Koordination<\/p>\n<p>  2. Diskussion &#252;ber eine (noch zu erarbeitende) Gr&#252;ndungserkl&#228;rung<\/p>\n<p>  3. Diskussion &#252;ber Struktur und Selbstverst&#228;ndnis einer Sozialistischen   Koordination<\/p>\n<p>  <i>Berlin, 8.7.2007 <\/i><\/p>\n<p align=\"center\">  <small>[<a href=\"\/?p=12295\">Aufruf zur   Konferenz antikapitalistischer Linker<\/a>]<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      F&#252;r eine handlungsf&#228;higes sozialistisches Oppositions-Netzwerk!\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78,25,104],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12341"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12341"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12341\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}