{"id":12338,"date":"2007-10-09T11:34:10","date_gmt":"2007-10-09T11:34:10","guid":{"rendered":".\/?p=12338"},"modified":"2007-10-09T11:34:10","modified_gmt":"2007-10-09T11:34:10","slug":"12338","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/10\/12338\/","title":{"rendered":"Telekom vor neuem Krach"},"content":{"rendered":"<p>  Konzern plant versch&#228;rften Personalabbau bei T-Systems und droht mit   K&#252;ndigungen. Ausgliederung der T-Com als Vorbild. Ver.di k&#252;ndigt   Widerstand an<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Daniel Behruzi, zuerst ver&#246;ffentlicht in der <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-09\/005.php\">jungen   Welt, 9.10.07<\/a><\/i><\/p>\n<p>  Beim Telekom-Konzern drohen erneut Auseinandersetzungen zwischen   Management und Besch&#228;ftigtenvertretern. Nur kurzzeitig trat nach   Beendigung des wochenlangen Streiks in Zusammenhang mit der   Ausgliederung von 50000 Servicemitarbeitern &#8211; dessen Ergebnis u.   a.Lohnk&#252;rzungen und eine unbezahlte Arbeitszeitverl&#228;ngerung von vier   Wochenstunden sind &#8211; Ruhe im Unternehmen ein. Doch nun sorgen   Forderungen der Konzernspitze zur Kostenreduzierung &#8211; dieses Mal in der   Tochter T-Systems &#8211; schon wieder f&#252;r Unruhe.<\/p>\n<p>  &#187;Entlassungen m&#246;glich&#171;<\/p>\n<p>  Einem Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vom Montag   zufolge plant das Telekom-Management in der Unternehmenssparte T-Systems   die Vernichtung von 5500 Arbeitspl&#228;tzen bis 2008. Bislang war ein Abbau   von 5100 Stellen erwartet worden. Selbst Entlassungen seien nicht   ausgeschlossen. &#187;Wir haben betriebsbedingte K&#252;ndigungen f&#252;r T-Systems   nie ausgeschlossen&#171;, so Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick   gegen&#252;ber dem Blatt, das weiter berichtet, rund 4600 Mitarbeiter seien   bereits angeschrieben worden, um ihren Sozialstatus abzufragen &#8211;   &#252;blicherweise eine Vorbereitung auf Entlassungswellen.<\/p>\n<\/p>\n<p>  Insgesamt wolle die Telekom ihre Personalausgaben um rund ein F&#252;nftel   senken, so die FAZ weiter. &#187;Benchmark&#171; sei dabei die France T&#233;l&#233;com,   deren &#187;Personalaufwandsquote&#171; bei 17 statt wie bei der Deutschen Telekom   bei 22,3 Prozent liege. Personalvorstand Eick lie&#223; zudem wissen, da&#223;   sich die bei der T-Com vorexerzierte Auslagerung von Teilbereichen in   rechtlich selbst&#228;ndige Untergesellschaften &#187;bew&#228;hrt&#171; habe. Er sehe darin   auch f&#252;r andere Konzernbereiche ein m&#246;gliches Vorbild. Ver.di hatte die   Ausgliederung in drei eigenst&#228;ndige Servicegesellschaften seinerzeit   zwar kritisiert, in dem folgenden Arbeitskampf war es jedoch lediglich   um die tarifliche Absicherung der Betroffenen gegangen. Auch eine von   linken Gewerkschaftern w&#228;hrend des Ausstands geforderte Ausweitung der   Aktionen auf andere Konzernbereiche &#8211; vor allem die jetzt betroffene   T-Systems &#8211; hatte die ver.di-Spitze zur&#252;ckgewiesen.<\/p>\n<h4>  Ver.di emp&#246;rt<\/h4>\n<p>  Auf die neuerliche Kampfansage reagierte die Gewerkschaft emp&#246;rt. &#187;Diese   &#196;u&#223;erungen sind alamierend. Offenbar soll der Konfliktkurs, der vor   allem mit dem Namen Ren&#233; Obermann verkn&#252;pft ist, jetzt bei T-Systems   fortgesetzt werden&#171;, erkl&#228;rte ver.di-Sprecher Jan Jurczyk am Montag auf   jW-Nachfrage. Ganz offensichtlich gingen die aktuellen Ank&#252;ndigungen   noch &#252;ber die im November 2005 genannten Zahlen hinaus. Seinerzeit hatte   die Telekom-Spitze bekanntgegeben, im Gesamtkonzern in den Jahren 2006   bis 2008 rund 32000 Arbeitspl&#228;tze &#187;sozialvertr&#228;glich&#171; abbauen zu wollen.   Offenbar f&#252;hle sich das Management an die von ihm selbst formulierten   Vorgaben nicht gebunden. Jurczyk betonte, da&#223; auch die zuvor bereits   bekannten Stellenstreichungen von Betriebsrat und Gewerkschaft   keineswegs mitgetragen worden seien. &#187;Es gibt keine Vereinbarung   hier&#252;ber.&#171; Der Vorstand sei lediglich seinen Informationspflichten   gegen&#252;ber der betrieblichen Interessenvertretung nachgekommen.<\/p>\n<p>  Den neuerlichen Vorsto&#223; der Telekom-Bosse Obermann und Eick betrachtet   die Gewerkschaft nicht nur als Affront gegen sich selbst und die   Besch&#228;ftigten, sondern auch gegen den erst vor wenigen Wochen   eingesetzten neuen T-Systems-Vorstand. &#187;Wie soll denn dieses Gremium   noch eigene Strategien entwickeln, wenn der Telekom-Vorstand von Anfang   an klarmacht: Unsere Maxime hei&#223;t Personalabbau&#171;, kritisierte Jurczyk.   Sollte die Unternehmensleitung an den Ma&#223;nahmen festhalten, werde es in   jedem Fall Proteste geben, k&#252;ndigte der ver.di-Funktion&#228;r an, ohne   allerdings Details zu nennen. &#187;Wir werden alle gebotenen Mittel nutzen,   um den Vorstand von seinem Wahnsinnskurs abzubringen&#171;, sagte er. Die   Stimmung sei infolge der immer neuen Ank&#252;ndigungen und Ma&#223;nahmen &#187;ganz   unten&#171;, berichtete der Gewerkschafter. &#187;Im Sinne des innerbetrieblichen   Friedens, den das Management im Anschlu&#223; an den Streik bei der T-Com   eigentlich wiederherstellen wollte, ist das v&#246;llig kontraproduktiv &#8211; und   das werden sie auch zu sp&#252;ren bekommen.&#171;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Konzern plant versch&#228;rften Personalabbau bei T-Systems und droht mit<br \/>\n      K&#252;ndigungen. Ausgliederung der T-Com als Vorbild. 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