{"id":12334,"date":"2007-10-15T00:00:58","date_gmt":"2007-10-15T00:00:58","guid":{"rendered":".\/?p=12334"},"modified":"2007-10-15T00:00:58","modified_gmt":"2007-10-15T00:00:58","slug":"12334","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/10\/12334\/","title":{"rendered":"&#220;berwachungsstaat? Nein, Danke!"},"content":{"rendered":"<p>  George Orwell beschreibt in seinem Buch &#8222;1984&#8220; das Horrorszenario eines   totalen &#220;berwachungsstaates. F&#252;r Innenminister Sch&#228;uble scheint das   hingegen das Ziel zu sein. Fast t&#228;glich kommt er mit neuen Forderungen,   die es dem Staat erlauben sollen, alles zu kontrollieren, was wir sagen,   lesen, schreiben, tun &#8211; jetzt auch online.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Bianca Suttner, Kassel<\/i><\/p>\n<p>  Bereits heute &#252;berwachen immer mehr Videokameras den &#246;ffentlichen Raum   und neue P&#228;sse enthalten neben biometrischen Fotos bald auch   Fingerabdr&#252;cke. Der Verfassungsschutz speichert bereits &#252;ber eine   Million Datens&#228;tze, jetzt gibt es auch noch die &#8222;Anti-Terror-Datei&#8220;.<\/p>\n<p>  Wenn es nach den Vorstellungen der Regierung geht, k&#246;nnten bald noch   viel mehr Daten gespeichert werden. Aktuell wird der Zugriff der Polizei   auf Telefon- und Internetdaten (Vorratsdatenspeicherung) und   Online-Durchsuchungen geplant (siehe Seite 2). Auch der &#167; 129a (Bildung   einer terroristischen Vereinigung) soll ausgeweitet werden. Aber die   Pl&#228;ne mancher Politiker gehen noch viel weiter. Auf der Wunschliste   stehen auch ein zentrales Finanzregister, Gesundheits-Card oder die   Erfassung aller, die zum Islam konvertiert sind.<\/p>\n<p>  Um ihre &#220;berwachungspl&#228;ne der Bev&#246;lkerung zu verkaufen, wird immer   wieder die Bedrohung durch den Terrorismus an die Wand gemalt. Wer   wirklich Terroranschl&#228;ge verhindern will, der sollte nicht den   Schn&#252;ffelstaat ausbauen, sondern die Ursachen von Terrorismus bek&#228;mpfen.   Der Krieg in Afghanistan findet mit deutscher Beteiligung statt. Dieser   Krieg hat nicht Terror verhindert, sondern bildet im Gegenteil den   N&#228;hrboden f&#252;r wachsenden Hass und neuen Terror. Aber auf ihre   Kriegstreiberei wollen die Regierungen nicht verzichten. Und Deutschland   ist weltweit der drittgr&#246;&#223;te Exporteur von Waffen (Stockholmer   Friedensforschungsinstitut SIPRI).<\/p>\n<p>  Der Ausbau des &#220;berwachungsstaates richtet sich vielmehr gegen alle, die   mit der Politik der Regierung und den Verh&#228;ltnissen in dieser   Gesellschaft nicht einverstanden sind und sich dagegen wehren wollen &#8211;   nicht mit terroristischen, sondern mit politischen Mitteln. Schon der   &#8222;Radikalenerlass&#8220; von 1972 wurde mit der Gefahr durch die RAF begr&#252;ndet.   In der Praxis wurde mit diesem Gesetz dann aber versucht, eine ganze   Generation Linker einzusch&#252;chtern, weil man zum Beispiel aus dem   Postdienst entlassen werden konnte, nur weil man DKP-Mitglied war.<\/p>\n<p>  Unter Berufung auf den &#167; 129a wurden in diesem Jahr vor dem G8-Gipfel   H&#228;user durchsucht und Computer beschlagnahmt. Fahndungserfolg gegen   &#8222;Terrorismus&#8220;: Null! Schn&#252;ffelfaktor: Hoch!<\/p>\n<\/p>\n<p>  <i>Nein zu Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchung,   Video&#252;berwachung, Lauschangriff und Abbau demokratischer Rechte <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>Keine Ausdehnung sondern Abschaffung des &#167; 129a <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>Besatzungstruppen raus aus Irak und Afghanistan. Nein zu   Auslandseins&#228;tzen der Bundeswehr <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>Stopp aller Waffenexporte <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>Kein Bundeswehreinsatz im Inneren<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      George Orwell beschreibt in seinem Buch &#8222;1984&#8220; das Horrorszenario eines<br \/>\n      totalen &#220;berwachungsstaates. F&#252;r Innenminister Sch&#228;uble scheint das<br \/>\n      hingegen das Ziel zu sein. 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