{"id":12322,"date":"2007-10-06T00:58:50","date_gmt":"2007-10-06T00:58:50","guid":{"rendered":".\/?p=12322"},"modified":"2007-10-06T00:58:50","modified_gmt":"2007-10-06T00:58:50","slug":"12322","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/10\/12322\/","title":{"rendered":"Preise steigen: Wir brauchen mehr Geld!"},"content":{"rendered":"<p>  Wer Arbeitslosengeld II bezieht, kann seine Kinder nicht gesund   ern&#228;hren. So lautet das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts   f&#252;r Kinderern&#228;hrung. Das wussten Eltern, die von ALG II leben m&#252;ssen,   allerdings schon lange. Ein zw&#246;lfj&#228;hriges Kind soll von 2,57 Euro am Tag   ern&#228;hrt werden, das sind 86 Cent pro Mahlzeit. Auch Milch, Saft, Wasser   m&#252;ssen davon bezahlt werden. Wie soll das gehen?<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Georg K&#252;mmel, K&#246;ln<\/i><\/p>\n<p>  Jetzt kommt es noch schlimmer: Butter wurde um 37 Prozent teurer,   Vollmilch um 11,5 Prozent, auch die Preise f&#252;r Brot, Nudeln, Eier   steigen. Selbst der Strom zum Kochen ist um sieben Prozent teurer   geworden.<\/p>\n<p>  Die &#196;rmsten trifft es am h&#228;rtesten. Deshalb ist hier die deutlichste   Anhebung des Einkommens n&#246;tig. Erwerbslose, alleinerziehende M&#252;tter,   Menschen mit schmaler Rente brauchen keine unw&#252;rdigen Almosen, sondern   eine Mindestsicherung, von der man wie ein Mensch leben kann.<\/p>\n<p>  Zu den Leuten mit wenig Geld geh&#246;ren auch die Millionen Billigjobber,   die in Call-Centern, bei Wachdiensten oder als Postzusteller arbeiten,   die &#8222;Generation Praktikum&#8220;, die f&#252;r wenig Geld ackert und die   Studierenden, die keine reichen Eltern haben und jetzt auch noch   Studiengeb&#252;hren bezahlen m&#252;ssen. Bei allen reichte schon vor den   j&#252;ngsten Preiserh&#246;hungen das Geld nicht zum Leben.<\/p>\n<p>  Die laufenden Preissteigerungen treffen aber auch alle so genannten   Durchschnittsverdiener. Von der Lohnerh&#246;hung, soweit es eine gab, bleibt   nach dem Einkaufen und Tanken nicht mehr viel &#252;brig.<\/p>\n<p>  Seit Jahren gibt es f&#252;r die breite Masse der Bev&#246;lkerung nur steigende   Zuzahlungen, Geb&#252;hren, h&#246;here Mehrwertsteuer. Dabei haben wir doch   Aufschwung. Was angeblich ein Aufschwung f&#252;r alle sein soll, entpuppt   sich als Aufschwung der Einkommen und Gewinne f&#252;r eine kleine Minderheit   und als Aufschwung der Preise f&#252;r alle anderen.<\/p>\n<p>  Wir brauchen mehr Geld. Daf&#252;r m&#252;ssen wir k&#228;mpfen. Politisch, indem noch   viel mehr Druck gegen die Verarmungspolitik dieser Regierung gemacht   wird. Gewerkschaftlich, indem bei den Forderungen der Lohnverlust in den   letzten Jahren und die j&#252;ngsten Preissteigerungen ber&#252;cksichtigt werden.   Das gilt gerade auch in der kommenden Tarifrunde im &#214;ffentlichen Dienst.   n<\/p>\n<h4>  Wir fordern:<\/h4>\n<p>  <i>Weg mit Agenda 2010 und Hartz I bis IV <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>R&#252;cknahme der Mehrwertsteuererh&#246;hung, R&#252;cknahme der Studiengeb&#252;hren <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>R&#252;cknahme der Steuergeschenke an Unternehmen, Banken, Konzerne <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>Einf&#252;hrung eines einfachen Steuersystems von direkten Steuern auf   Einkommen, Gewinne, Erbschaften und Ver-m&#246;gen bei starker Progression.   Die Reichen sollen zahlen <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>Garantierte Mindestsicherung f&#252;r Erwerbslose und Mindestrente von 750   Euro plus Warmmiete <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>Sofortige Einf&#252;hrung eines Mindestlohns von zehn Euro als erster   Schritt zu einem Mindestlohn von zw&#246;lf Euro pro Stunde <\/i>    <\/p>\n<p>  <i>F&#252;r k&#228;mpferische und demokratische Gewerkschaften, gegen faule   Kompromisse bei Tarifverhandlungen<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Wer Arbeitslosengeld II bezieht, kann seine Kinder nicht gesund<br \/>\n      ern&#228;hren. So lautet das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts<br \/>\n      f&#252;r Kinderern&#228;hrung. Das wussten Eltern, die von ALG II leben m&#252;ssen,<br \/>\n      allerdings schon lange. Ein zw&#246;lfj&#228;hriges Kind soll von 2,57 Euro am Tag<br \/>\n      ern&#228;hrt werden, das sind 86 Cent pro Mahlzeit. Auch Milch, Saft, Wasser<br \/>\n      m&#252;ssen davon bezahlt werden. 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