{"id":12317,"date":"2007-10-05T00:22:05","date_gmt":"2007-10-05T00:22:05","guid":{"rendered":".\/?p=12317"},"modified":"2007-10-05T00:22:05","modified_gmt":"2007-10-05T00:22:05","slug":"12317","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/10\/12317\/","title":{"rendered":"Burma: DemonstrantInnen erschossen"},"content":{"rendered":"<p>  Am Donnerstag den 27. September feuerten Polizisten und Soldaten bereits   den zweiten Tag auf friedlich Protestierende. Sie versuchten damit, die   gegen das Milit&#228;r gerichteten Proteste in der wichtigsten Stadt,   Rangoon, zu unterdr&#252;cken.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Es sind weniger M&#246;nche auf der Stra&#223;e weil so viele verhaftet wurden.   Aber BBC news berichtet, dass nun stattdessen gro&#223;e Mengen von &#8222;normalen   Menschen&#8220; protestieren. Die regierende Milit&#228;rjunta hat die Menschen   gewarnt &#8222;nach Hause zu gehen oder sich ernsthaften Aktionen gegen&#252;ber zu   sehen&#8220;. Aber am Mittag des 27. September gingen tausende Protestierende   auf die Stra&#223;en von Rangoon &#8222;in einer offensichtlich spontanen   Missachtung dieser Anweisung&#8230;sie sangen nationalistische Lieder und   beleidigten die Soldaten, die in LKWs vorbeifuhren&#8220; (BBC online news).   Als Antwort er&#246;ffneten die Soldaten das Feuer und man geht davon aus,   dass neun Menschen get&#246;tet wurden, darunter auch ein japanischer   Videoreporter.<\/p>\n<p>  Auf der ganzen Welt vor allem in den Nachbarl&#228;ndern und der Region,   beobachten Menschen die Ereignisse in Burma. Auch in S&#252;dkorea gibt es   laut Berichten Proteste gegen das Milit&#228;rregime in Burma.<\/p>\n<h5>  Hier folgt ein Bericht von Khalid Batti, Socialist Movement Pakistan<\/h5>\n<p>  Am Mittwoch setzte die Milit&#228;rjunta in Burma (Myanmar) aus Angst vor den   andauernden oppositionellen Protesten und Demonstrationen Polizei und   Milit&#228;r in der gr&#246;&#223;ten Stadt Yangon (Rangoon) ein um die Massenproteste   zu zerschlagen. Die &#8222;Sicherheitskr&#228;fte&#8220; er&#246;ffneten im Herzen der Stadt   das Feuer und setzten Tr&#228;nengas ein um die friedlichen DemonstrantInnen   auseinander zu treiben. Es wird berichtet, dass vier M&#246;nche und zwei   andere Protestierer erschossen und mehr als 300 eingesperrt wurden.<\/p>\n<p>  Obwohl die Milit&#228;rjunta am Donnerstag eine Ausgangssperre verh&#228;ngte um   die Proteste zu stoppen, protestierten bis zu 100.000 Menschen, darunter   tausende M&#246;nche und AktivistInnen der Pro-Demokratie Bewegung. Sie kamen   im Zentrum der Stadt zusammen trotz der Drohungen der Milit&#228;rjunta   strikte und extreme Ma&#223;nahmen anzuwenden. Der Einsatz von ausufernder   Gewalt kennzeichnet die 45- j&#228;hrige Herrschaft der brutalen   Milit&#228;rjunta. Die Razzien der Streitkr&#228;fte haben bisher bereits zur   Verhaftung von hunderten Menschen gef&#252;hrt. Das ist offensichtlich ein   Versuch die j&#252;ngste Welle von Protesten gegen das Milit&#228;rregime zu   zerschlagen. Polizei und Armee haben die Protestierenden brutal   angegriffen und dabei Schlagst&#246;cke und Tr&#228;nengas eingesetzt.<\/p>\n<h4>  Verlust der Angst<\/h4>\n<p>  Hunderttausende kamen auf die Stra&#223;e, trotz der wiederholten Warnungen   des Milit&#228;rs, Gewalt einzusetzen. Die Drohungen von offizieller Seite   haben die Menschen nicht davon abgehalten, an den von den M&#246;nchen   gef&#252;hrten Protesten f&#252;r mehr Demokratie teilzunehmen. Die Proteste am   Mittwoch waren ein deutliches Zeichen der Herausforderung. Polizei und   Armee waren auf der Stra&#223;e pr&#228;sent. Im Gegensatz zu fr&#252;heren Protesten,   wo die &#8222;Sicherheitskr&#228;fte&#8220; sich in einiger Distanz zu den   Protestierenden aufhielten, wusste jedeR ProtestiererIn genau, dass die   Staatsgewalt eingesetzt und dass sie angegriffen werden w&#252;rden. Trotzdem   haben sich mehr als 100.000 an den Protesten beteiligt. Die Stimmung war   sehr aufgeheizt und politischer als bei fr&#252;heren Demonstrationen. Die   Menschen in Burma haben begonnen ihre Angst vor dem Regime zu verlieren   und werden selbstbewusster. Ein junger Sch&#252;ler bemerkte: &#8222;Wir haben   keine Angst; wir wissen, dass sie Gewalt anwenden werden aber wir sind   hier um wenn n&#246;tig auch unser Leben zu opfern&#8220;. Ein anderer junger Mann   sagte: &#8222;Ich habe von den K&#228;mpfen von 1988 geh&#246;rt und vom Blutvergie&#223;en,   aber ich habe keine Angst hinaus zu gehen und meine Ablehnung der   Milit&#228;rjunta zu zeigen. Ich bin hier um die Heldentaten der M&#228;rtyrer von   1988 zu wiederholen&#8220;. Ein politischer Kommentator formulierte es   folgenderma&#223;en: &#8222;Die allgemeine Stimmung ist Angst und Hass gegen die   Milit&#228;rjunta. Die Menschen leiden und unter dieser Milit&#228;rherrschaft   gibt es keine Hoffnung f&#252;r sie. Der einzige Ausweg f&#252;r eine bessere   Zukunft ist es gegen das Regime zu k&#228;mpfen und es zu st&#252;rzen. Eine   Schicht junger Menschen hat ihre Angst verloren und sie sind bereit,   alles zu opfern&#8220;.<\/p>\n<h4>  Die Protestbewegung w&#228;chst<\/h4>\n<p>  Am Mittwoch entschied sich die Milit&#228;rjunta die Gewalt zu entfesseln, da   sie noch gr&#246;&#223;ere und breitere Proteste sowie Demonstrationen   bef&#252;rchtete. Ein westlicher Diplomat berichtete der AFP News Agency:   &#8220;Die Milit&#228;rjunta hat beschlossen die Bewegung um jeden Preis zu   zerschlagen, weil sie au&#223;er Kontrolle und ernsthaft gef&#228;hrlich ist.&#8220;<\/p>\n<p>  Gulf News hat einen Milit&#228;rvertreter zitiert: &#8220;Die Situation ist   wesentlich gef&#228;hrlicher als wir anfangs dachten. Die Proteste von Montag   und die Stimmung der Teilnehmer lagen au&#223;erhalb unserer Toleranzgrenze.   Wenn wir jetzt nicht agieren, dann ist dass Spiel in den n&#228;chsten paar   Tagen vorbei.&#8220;<\/p>\n<p>  Am Montag gab es Demonstrationen nicht nur in Yangon, sondern auch in   Taunggok, einer K&#252;stenregion n&#246;rdlich von Yangon. Nun breiten sich die   Proteste auf andere St&#228;dte und Orte aus. In Yangon wurden zwei M&#228;rsche   organisiert bei denen mehr als 30.000 Menschen teilgenommen haben. In   Taunggok haben sich fast 40.000 an den Protesten beteiligt. Anfangs   waren die Demonstrationen und Proteste sehr klein und haben in den   meisten F&#228;llen gerade mal 400 bis 500 Menschen umfasst, vor allem   politische AktivistInnen &#8211; nun beteiligen sich Tausende daran.<\/p>\n<p>  Die Bewegung begann durch eine kleinen Dissidentengruppe mit dem Namen   &#8220;Die Studierendengeneration von 88&#8221; , vor allem von politischen   AktivistInnen. Nun haben sich M&#246;nche, Nonnen, Studierende, Anw&#228;lte,   GewerkschaftsaktivistInnen und andere Schichten der Gesellschaft den   Protesten angeschlossen. Die Bewegung kann sich weiter ausbreiten, wenn   sie sich der zunehmenden Unterdr&#252;ckung und Gewalt, die die Junta   einsetzt, widersetzen kann.<\/p>\n<h4>  Preisanstieg bei Treibstoff<\/h4>\n<p>  Die j&#252;ngsten Proteste begannen in der zweiten Augustwoche mit Protesten   gegen die pl&#246;tzliche Preissteigerung um 100 Prozent bei Treibstoff. Das   war f&#252;r die 53 Millionen EinwohnerInnen, die mehrheitlich in   erb&#228;rmlicher Armut leben, ein Schock. Die F&#252;hrung der Gruppe &#8220;Die   Studierendengeneration von 88&#8221; (fr&#252;here Anf&#252;hrerInnen der   pro-Demokratie-Bewegung von 1988) haben die j&#252;ngsten Proteste begonnen.   Diese Proteste waren nicht sehr gro&#223;, aber sie dauerten &#252;ber mehr als   drei Wochen an ohne dass Unterst&#252;tzung aus anderen Teilen der   Gesellschaft kam. Die Milit&#228;rjunta ging gegen diese Gruppe vor und   inhaftierte mehr als 20 der Anf&#252;hrerInnen aus Yangon. Diese Repression   hatte die Proteste aber nicht gestoppt, die sich nun auf andere St&#228;dte   und Orte ausbreitete. Auch einige GewerkschaftsaktivistInnen haben sich   der Protestbewegung angeschlossen, und einige wurden verhaftet und zu   langen Gef&#228;ngnisstrafen verurteilt.<\/p>\n<p>  ArbeiterInnen und SozialistInnen auf der ganzen Welt unterst&#252;tzen den   Kampf f&#252;r demokratische Rechte in Burma und den Kampf von immer mehr   ArbeiterInnen in Burma f&#252;r ein anderes System als den Kapitalismus. Die   Massenbewegung gegen die Junta ist ein gro&#223;artiges und inspirierendes   Beispiel f&#252;r die Bereitschaft der Armen und Unterdr&#252;ckten sich zu   wehren. Aber bis jetzt hat die Arbeiterklasse in Burma die Arena des   Kampfes noch nicht in entscheidendem Ausma&#223; betreten &#8211; hat den   Ereignissen noch nicht ihren unabh&#228;ngigen Klassenstempel aufgedr&#252;ckt.   Die kollektive Macht der Arbeiterklasse &#8211; die im Generalstreik und   andere Methoden des Massenkampfes deutlich wird &#8211; mit einer mutigen und   entschlossenen F&#252;hrung die alle unterdr&#252;ckten Schichten der Gesellschaft   hinter sich zusammenbringen kann, w&#228;re eine Macht, der die Milit&#228;rjunta   in Burma nicht standhalten k&#246;nnte. Ein Generalstreik w&#252;rde auch die   Entstehung von Massenaktionskomitees mit sich bringen, die ArbeiterInnen   und Jugendliche in ganz Burma, die in Opposition zum Regime sind,   zusammenbringen w&#252;rden.<\/p>\n<p>  Die Milit&#228;rjunta hat den Fehler gemacht, die St&#228;rke der AktivistInnen zu   untersch&#228;tzen, die im Untergrund organisiert sind und die Unterst&#252;tzung   der ArbeiterInnen, Bauern und B&#228;uerinnen, der Studierenden und der   M&#246;nche haben. Der Gro&#223;teil der F&#252;hrung der Gruppe &#8220;Die   Studierendengeneration von 88&#8221; lebt in Thailand im Exil. Die Proteste   nahmen eine entscheidende Wendung, als die Polizei M&#246;nche, die in der   Gruppe &#8220;Die Studierendengeneration von 88&#8221; aktiv sind und an den   Demonstrationen in Yangon teilgenommen haben, &#246;ffentlich zusammenschlug   und dem&#252;tigte. Diese Behandlung von M&#246;nchen hat viele andere M&#246;nche   emp&#246;rt, die sich daraufhin den Protesten anschlossen.<\/p>\n<p>  Ein Anf&#252;hrer der Gruppe &#8220;Die Studierendengeneration von 88&#8221;, Htay Kywe,   der unl&#228;ngst nach Thailand kam ,nachdem er einer Verhaftung entkommen   konnte, erz&#228;hlte der AFP News Agency, dass diese Proteste erst der   Anfang sind. Es gibt kein Ende f&#252;r diese Proteste sagte Htay Kywe, weil   es gro&#223;en Unmut gegen die herrschende Junta gibt. Wie die anschwellende   Flut und Wellen, so wird auch diese Bewegung niemals enden. Das   Milit&#228;rregime wird laut und deutlich die Proteststimmen h&#246;ren.   Tats&#228;chlich werden die Menschen in Burma, solange sie eine   wirtschaftliche katastrophale Situation, eine autorit&#228;re Herrschaft,   Ungerechtigkeit, Repression und Ausbeutung vorfinden und solange die   Gesellschaft unterentwickelt bleibt, solange werden die Menschen das   nicht akzeptieren und sich dagegen wehren wollen.<\/p>\n<h4>  Die Milit&#228;rjunta hat Probleme<\/h4>\n<p>  Wenn die Proteste und Demonstrationen anwachsen und die Bewegung sich   ausdehnt k&#246;nnen Spannungen innerhalb der Spitze der Junta entstehen.   Dies ist die gef&#228;hrlichste Herausforderung der sich die   Milit&#228;rmachthaber seit der Bewegung f&#252;r Demokratie von 1988   gegen&#252;bersehen. Sie wurde damals von der Junta zerschlagen. Es gibt   bereits Spannungen innerhalb der Junta. Insbesondere die mittleren R&#228;nge   sind &#252;ber die Situation aufgebracht. Der Druck der Massenproteste kann   diese Spannungen und Unstimmigkeiten innerhalb der Junta vergr&#246;&#223;ern.<\/p>\n<p>  Wenn die Oppositionsbewegung st&#228;rker wird, kann eine umfassende   Repression durch die Junta Rebellion in den mittleren und unteren R&#228;ngen   des Milit&#228;rs ausl&#246;sen. Es gibt innerhalb der F&#252;hrungsspitze Differenzen   &#252;ber &#8222;politische Reformen&#8220; und die R&#252;ckkehr zu einer Art von &#8222;ziviler   Herrschaft&#8220;. Die Hardliner wollen mit der Milit&#228;rherrschaft   weitermachen, ohne irgendwelche Konzessionen an die Gruppen, die f&#252;r   Demokratie eintreten, zu geben. Aber einige &#8222;Moderate&#8220; wollen   Kompromisse machen um einen &#8222;reibungslosen &#220;bergang&#8220;, gemeinsam mit   einigen der Pro-Demokratie Kr&#228;ften, zu schaffen, um ihre eigenen   Interessen zu sch&#252;tzen.<\/p>\n<p>  Die Zeit l&#228;uft der Junta davon, um eine friedliche Ver&#228;nderung zu   schaffen. Aber eine Sache ist klar: die Junta kann so nicht f&#252;r immer   weiterherrschen. Die Milit&#228;rjunta kann die momentane Protestwelle   &#252;berleben, den Sturm aussitzen. Selbst wenn, das Regime ist in sich   instabil und verwundbar. Ein neuer Milit&#228;rputsch gegen die momentanen   Milit&#228;rischen Herrscher ist nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<h4>  Die Strategie des Imperialismus<\/h4>\n<p>  China und Indien sind im Ausland die wichtigsten Unterst&#252;tzer der   Milit&#228;rjunta. Besonders China hat starke wirtschaftliche Verbindungen   zum Regime in Burma. China ist der gr&#246;&#223;te Wirtschaftspartner von Burma   und versorgt das Regime mit milit&#228;rischer Ausr&#252;stung. Das &#214;l und Gas von   Burma sind von zentraler Bedeutung f&#252;r China. Burma ist au&#223;erdem ein   Absatzmarkt f&#252;r G&#252;ter aus der Provinz Yunnan in China.<\/p>\n<p>  Gemeinsam mit Russland hat China Strafma&#223;nahmen der UNO gegen die   Diktatur in Burma blockiert. Aber China ist ernsthaft besorgt, dass die   Ereignisse in Burma au&#223;er Kontrolle geraten k&#246;nnten und kritisiert die   Junta &#246;ffentlich. Es forderte die Diktatur laut Bericht der offiziellen   chinesischen Nachrichtenagentur auf &#8222;einen demokratischen Prozess, der   f&#252;r das Land passt&#8220; voran zu treiben. Die chinesische TV Station CC9   gibt an, dass die chinesische Regierung &#252;ber die anhaltenden Unruhen in   Mynamar beunruhigt ist und die Regierung auffordert, den demokratischen   Prozess zu starten, um die Situation abzuk&#252;hlen. Chinesische   VertreterInnen sind auch in st&#228;ndigem Kontakt mit Oppositionellen und   kleineren Rebellengruppen. Ein Sprecher der nationalen   Koalitionsregierung der Union von Burma im Exil, die in Thailand   stationiert ist, gab an, dass seine Organisation seit einem Jahr mit   chinesischen VertreterInnen in Kontakt ist. &#8222;Die chinesische Regierung   hat uns nicht offiziell anerkannt aber sie sind sehr freundlich und   wollen dem Land helfen die Krise zu beenden&#8220;, erkl&#228;rte der Sprecher der   Nationalen Koalition (Reuters 26 September).<\/p>\n<p>  Am 25. September verk&#252;ndete die US-Regierung neue Sanktionen gegen das   Regime in Burma und die EU sagte, sie ziehe in Erw&#228;gung die   existierenden Sanktionen zu &#8222;versch&#228;rfen&#8220;. Aber die westlichen M&#228;chte   machen das nicht wegen der Notlage der Protestierenden in Burma oder   wegen der Armut und Unterdr&#252;ckung im Land. Man darf nicht vergessen,   dass Bush den milit&#228;rischen Herrscher von Pakistan, General Musharraf,   als eine Schl&#252;sselperson im so genannten &#8222;Krieg gegen den Terror&#8220; sieht.   Die Motivation des Wei&#223;en Hauses liegt vor allem in der geostrategischen   Bedeutung von Burma und seinen reichen Vorkommen an Gas und &#214;l &#8211; und bei   beiden gibt es eine zunehmende Konkurrenz zwischen China und den USA.<\/p>\n<p>  Die ProtestiererInnen in Burma, Studierende, ArbeiterInnen und die Armen   d&#252;rfen kein Vertrauen in die westlichen M&#228;chte oder die UNO haben, dass   diese ihre Probleme l&#246;sen w&#252;rden. Sie m&#252;ssen sich auf ihre eigene St&#228;rke   und Selbstorganisierung verlassen. Das bedeutet, dass die Massenbewegung   demokratische Rechte fordert, inklusive dem Versammlungsrecht, dem Recht   politische Parteien zu bilden &#8211; auch eine Arbeiterpartei, das Wahlrecht   und auch das Recht unabh&#228;ngige Gewerkschaften zu gr&#252;nden. Aber es   bedeutet auch die Entwicklung von klaren Forderungen mit einem   Klassenstandpunkt im Interesse der Studierenden, der Armen und der   ArbeiterInnen.<\/p>\n<p>  Nach vielen Jahrzehnten der milit&#228;rischen Unterdr&#252;ckung schauen viele   Menschen in Burma auf die Oppositionsf&#252;hrerin Aung San Suu Kyi, und ihre   Nationale Liga f&#252;r Demokratie (NLD) und hoffen, dass sie eine   Alternative anbieten. W&#228;hrend der j&#252;ngsten Proteste sind Mitglieder der   NLD wieder verst&#228;rkt unter Repression geraten und Aung San Suu Kyi   selbst war viele Jahre in &#8222;Hausarrest&#8220; oder im Gef&#228;ngnis. Aber die NLD   wird keinen entscheidenden Kampf gegen die Milit&#228;rherrschaft f&#252;hren und   auch nicht f&#252;r demokratische Rechte oder darum die Gesellschaft zu   ver&#228;ndern. Sie ist eine pro-kapitalistische, pro-westliche Partei, die   in der Vergangenheit erfolglos versucht hat, eine Form von   &#8222;Zivilherrschaft&#8220; mit den Gener&#228;len auszuhandeln, ohne die so wichtigen   wirtschaftlichen und sozialen Probleme die die Mehrheit der Menschen im   Land hartn&#228;ckig qu&#228;len anzusprechen.<\/p>\n<p>  Um erfolgreich das Milit&#228;rregime zu beseitigen, um demokratische Rechte   zu erreichen und um die Gesellschaft zu ver&#228;ndern, brauchen die   Arbeiterinnen, die Armen und Unterdr&#252;ckten in Burma ihre eigene   Massenorganisation und ein mutiges sozialistisches Programm.<\/p>\n<h4>  SozialistInnen sagen:<\/h4>\n<p>  <i>Schluss mit der milit&#228;rischen Repression und der Herrschaft der Junta <\/i><\/p>\n<p>  <i>Freiheit f&#252;r alle politischen Gefangenen <\/i><\/p>\n<p>  <i>F&#252;r einen Generalstreik um das Milit&#228;rregime zu Fall zu bringen <\/i><\/p>\n<p>  <i>F&#252;r demokratische Rechte inklusive dem Recht sich zu organisieren, zu   versammeln und politische Parteien zu bilden <\/i><\/p>\n<p>  <i>F&#252;r die Bildung unabh&#228;ngiger Gewerkschaften <\/i><\/p>\n<p>  <i>F&#252;r eine Massenpartei, die die Interessen der Arbeiterklasse und der   Kleinbauern und LandarbeiterInnen vertritt <\/i><\/p>\n<p>  <i>F&#252;r freie Wahlen zu einer Verfassungsgebenden Versammlung <\/i><\/p>\n<p>  <i>F&#252;r eine Arbeiterregierung mit sozialistischer Politik, basierend auf   den Bed&#252;rfnissen der ArbeiterInnen, der Kleinbauern und   LandarbeiterInnen sowie der Armen in den St&#228;dten <\/i><\/p>\n<p>  <i>Verstaatlichung des nat&#252;rlichen Gas- und &#214;lreichtums, zusammen mit   anderen Grundpfeilern der Wirtschaft, unter demokratischer   ArbeiterInnenkontrolle und Verwaltung im Interesse aller <\/i><\/p>\n<p>  <i>Volle Rechte f&#252;r alle Minderheiten <\/i><\/p>\n<p>  <i>F&#252;r eine sozialistische F&#246;deration in der Region <\/i>    <\/p>\n<\/p>\n<p>  <b>Dieser Artikel wurde zuerst am 27.9.2007 auf <a href=\"http:\/\/www.socialistworld.net\">www.socialistworld.net<\/a>   ver&#246;ffentlicht.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Am Donnerstag den 27. September feuerten Polizisten und Soldaten bereits<br \/>\n      den zweiten Tag auf friedlich Protestierende. Sie versuchten damit, die<br \/>\n      gegen das Milit&#228;r gerichteten Proteste in der wichtigsten Stadt,<br \/>\n      Rangoon, zu unterdr&#252;cken.\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[38],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12317"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12317"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12317\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}