{"id":12316,"date":"2007-10-04T19:12:09","date_gmt":"2007-10-04T19:12:09","guid":{"rendered":".\/?p=12316"},"modified":"2007-10-04T19:12:09","modified_gmt":"2007-10-04T19:12:09","slug":"12316","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/10\/12316\/","title":{"rendered":"Solidarit&#228;t mit den Streikenden bei der Bahn!"},"content":{"rendered":"<p>  Unterst&#252;tzungsflugblatt der SAV: &quot;Wir unterst&#252;tzen Euren Kampf f&#252;r   h&#246;here L&#246;hne und k&#252;rzere Arbeitszeiten voll und ganz.&quot;<\/p>\n<p><center>  <\/p>\n<p>    <small>[<a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/gdl-streik-flyer.pdf\">zurpdf-Version<\/a>]<\/small>  <\/p>\n<p><\/center><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <b><i>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/i><\/b><\/p>\n<p>  wir unterst&#252;tzen Euren Kampf f&#252;r h&#246;here L&#246;hne und k&#252;rzere Arbeitszeiten   voll und ganz. Mehdorn verk&#252;ndet monatlich neue Rekordgewinne der   Deutschen Bahn und hat selbst im Jahr 2006 etwa 2,185 Mio Euro aus   seiner Vorstandst&#228;tigkeit bezogen. Umgerechnet also rund 8.800 Euro pro   Tag! Ein Witz, wenn er Euch erz&#228;hlt, Eure Forderungen seien zu hoch.<\/p>\n<p>  Er musste in den letzten Jahren auch keine Reallohnverluste hinnehmen,   so wie die meisten abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten, sei es bei der Bahn oder   anderswo. Daher ist ein Kampf f&#252;r eine sp&#252;rbare Lohnerh&#246;hung, wie Ihr   ihn f&#252;hrt, f&#252;r alle Besch&#228;ftigten ein Fortschritt.<\/p>\n<p>  Es hat sich gezeigt, dass das Bahn-Management das Schlichtungsverfahren   allein dazu nutzen wollte, Zeit zu gewinnen. Mehdorn will auf Teufel   komm raus die Kosten senken. Dahinter steht das Interesse, die Bahn zu   privatisieren.<\/p>\n<p>  Anstatt zum Wohl der Allgemeinheit soll die Bahn als Profitquelle   dienen. Daher wird Eurem Kampf f&#252;r bessere L&#246;hne mit aller H&#228;rte   begegnet. Nach einer Privatisierung sind sowohl die Besch&#228;ftigten der   Bahn als auch die Millionen von Bahnreisenden die Verlierer.<\/p>\n<p>  Euer Streik bietet jetzt &#8211; auch vor dem Hintergrund der Verschiebung der   Entscheidung &#8211; eine enorme Chance, den Privatisierungspl&#228;nen der   Bundesregierung einen Strich durch die Rechnung zu machen. Die Mehrheit   in der Bev&#246;lkerung, zwei Drittel, lehnen die Bahnprivatisierung ab. Wir   schlagen Euch und der GDL-F&#252;hrung vor: verbindet den Kampf f&#252;r   L&#246;hnerh&#246;hungen mit dem Kampf gegen die Privatisierung.<\/p>\n<p>  Die F&#252;hrer der anderen Bahngewerkschaften werfen Euch Spaltung vor. In   Wirklichkeit sind sie durch Euer Beispiel unter Druck geraten, denn die   meisten anderen Besch&#228;ftigten bei der Bahn w&#252;nschen sich eine   k&#228;mpferische Politik ihrer Gewerkschaft anstatt Co-Management. Jetzt   hetzen Norbert Hansen und Klaus Dieter Hommel gegen Euch und fordern   ihre Mitglieder nicht zu Solidarit&#228;t auf. Das macht es umso dringlicher,   mit den KollegInnen zu reden und ihnen aufzuzeigen, dass Eurer Erfolg   auch ein Erfolg f&#252;r sie ist. Eure Forderung nach mehr Lohn ist absolut   berechtigt.<\/p>\n<p>  Viele Mitglieder von Transnet und GDBA sind unzufrieden mit den   Abschl&#252;ssen der letzten Jahre. Es wird behauptet, der aktuelle Abschluss   w&#252;rde zu einer Lohnerh&#246;hung von 4,5 Prozent f&#252;hren. In Wirklichkeit   kommt es nur zu einer Erh&#246;hung von ca. 2,7 Prozent pro Jahr, denn die   Laufzeit betr&#228;gt 19 Monate.<\/p>\n<p>  Gemessen an den Reallohnverlusten der letzten Jahre und den   Preissteigerungen bleibt also nichts mehr &#252;brig. Das &#8222;Angebot&#8220; der   Arbeitgeber an die GDL, l&#228;ngeren Arbeitszeiten zuzustimmen, und dar&#252;ber   die L&#246;hne zu &#8222;steigern&#8220; war ein Affront.<\/p>\n<p>  Es ist eine L&#252;ge, dass h&#246;here L&#246;hne f&#252;r Euch automatisch niedrigere   L&#246;hne f&#252;r die anderen KollegInnen bei der Bahn bedeuten. Im Gegenteil &#8211;   wenn endlich mit offensiven Forderungen und konsequent gek&#228;mpft wird,   kann f&#252;r alle mehr rausgeholt werden.<\/p>\n<p>  Manche bef&#252;rchten, dass Euer &#8222;Alleingang&#8220; die Spaltung der Belegschaft   f&#246;rdert. Doch die Verantwortung daf&#252;r, dass ihr alleine k&#228;mpft, liegt   bei der F&#252;hrung von Transnet und GDBA. Wenn Ihr ein besseres Ergebnis   erk&#228;mpft, kann der von Transnet und GDBA abgeschlossene Tarifvertrag   nachverhandelt werden. So steht es im Abschluss. Fordert auf dieser   Basis die KollegInnen der anderen Bereiche auf, Euren Streik zu   unterst&#252;tzen, auch wenn die Transnet- und GDBA-F&#252;hrung ihre Mitglieder   auffordert, dies nicht zu tun.<\/p>\n<p>  Euer Erfolg kann die Voraussetzung schaffen, dass auch f&#252;r die anderen   KollegInnen noch mehr rausgeholt wird.<\/p>\n<p>  Macht den KollegInnen, klar, dass nicht Euer Streik, sondern die   Co-Management-Politik ihrer F&#252;hrung sowohl Spaltung der Belegschaft als   auch Ausverkauf bedeutet.<\/p>\n<p>  Wenn Ihr Euren Streik durchzieht, k&#246;nnt Ihr gro&#223;en wirtschaftlichen   Druck aus&#252;ben. Die Gegenseite wird alle ihnen zur Verf&#252;gung stehenden   Mittel einsetzen, um Euren Streik zu unterbinden oder zu schw&#228;chen. Ein   Angriff auf das Streikrecht ist ein Angriff auf alle arbeitenden   Menschen. Daher muss breite Solidarit&#228;t organisiert werden, damit Ihr   nicht alleine steht. Wir werden uns einsetzen, Eure Sache bekannt zu   machen, der Hetze entgegenzutreten und praktische Solidarit&#228;t zu   organisieren.<\/p>\n<p>  <b><i>Wir w&#252;nschen Euch Kraft und Mut, diese Auseinandersetzung   erfolgreich durchzustehen &#8211; f&#252;r die volle Durchsetzung Eurer Forderungen!<\/i><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Unterst&#252;tzungsflugblatt der SAV: &quot;Wir unterst&#252;tzen Euren Kampf f&#252;r<br \/>\n      h&#246;here L&#246;hne und k&#252;rzere Arbeitszeiten voll und ganz.&quot;\n    <\/p>\n<p>    <center><\/p>\n<p>\n        <small>[<a href=\"http:\/\/www.sozialismus.info\/gdl-streik-flyer.pdf\">zur<br \/>\n        pdf-Version<\/a>]<\/small>\n      <\/p>\n<p>    <\/center><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17,20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12316"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12316"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12316\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12316"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12316"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12316"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}