{"id":12284,"date":"2007-09-02T00:28:03","date_gmt":"2007-09-01T22:28:03","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12284"},"modified":"2012-07-02T19:35:34","modified_gmt":"2012-07-02T17:35:34","slug":"12284","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/09\/12284\/","title":{"rendered":"Kosova: Die UNMIK ist kolonialistisch und kriminell"},"content":{"rendered":"<p>  Die UNMIK-Verwaltung in Kosova gibt offiziell an &quot;Freiheit und   Demokratie&quot; in Kosova zu vertreten. In Wirklichkeit hat die Verwaltung   totalit&#228;re kolonialistische Macht. Der polizeiliche Einsatzleiter Steven   Curtis, gab am 10. Februar in Prishtina Feuerbefehl, gegen eine   friedliche Demonstration. Zwei junge Menschen aus den Reihen der LPV   (Bewegung f&#252;r Selbstbestimmung) verloren dabei ihr Leben.<\/p>\n<p> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Max Brym, Redaktion kosova-aktuell und SAV M&#252;nchen<\/i><\/p>\n<p>  Anschlie&#223;end reiste Herr Curtis aus Kosova ab. Die britische Regierung   verweigert bis heute jegliche Auskunft &#252;ber den Aufenthalt ihres   Staatsb&#252;rgers.<\/p>\n<p>  Die rum&#228;nischen Spezialeinheiten welche den Feuerbefehl ausf&#252;hrten,   durften ungehindert das Land verlassen und sich in ihrer Heimat   dekorieren lassen. Laut UNMIK Regelung untersteht kein &#8222;Internationaler&#8220;   der &#246;rtlichen Gerichtsbarkeit.<\/p>\n<p>  Der Gerichtsbarkeit durch internationale Richter unterstehen nur   Personen wie der bekannte LPV-Aktivist Albin Kurti, welcher wegen einer   abweichenden Meinung zuerst ins Gef&#228;ngnis geworfen wurde und bis heute   in unmenschlichem Hausarrest festgehalten wird.<\/p>\n<h4>  Ausverkauf des Landes<\/h4>\n<p>  Der in Kosova stattfindende Privatisierungsprozess ist eine einzige   neoliberale Ausverkaufs- und Betrugsveranstaltung. Das Volk verarmt und   dubiose Mafiakapitalsten bereichern sich. Gro&#223;e Konzerne sichern sich   g&#252;nstige Optionen zum Erwerb der Reicht&#252;mer Kosovas. Die UNMIK   besch&#228;ftigt mit Vorliebe offen kriminelle Gestalten und gescheiterte   Existenzen in ihren Reihen.<\/p>\n<p>  Besonders bekannt wurden die Figuren Ioan Woollett aus England und der   Deutsche Jo Truschler. Der Hochstapler Jo Truschler leitete von 2001 bis   2003 das Energieversorgungsunternehmen KEK. Herr Truschler verscheuerte   dabei zugunsten seines eigenen Kontos, Strom an Serbien, Montenegro,   Mazedonien und Bulgarien. Auf seinem Konto in Gibraltar sammelten sich   4,3 Millionen Dollar an. Wegen dieses Delikts wurde Truschler in Kosova   nicht angeklagt und auch nicht in Deutschland.<\/p>\n<p>  Nebenbei ruinierte Herr Truschler Frau Hisaris Existenz, bei der er   wohnte. Frau Hisari ist 70 Jahre alt, Witwe und ohne Einkommen.   Truschlers Sal&#228;r betrug um die 20.000 Euro im Monat und wurde von der   Europ&#228;ischen Union &#252;berwiesen. Frau Hasari hatte pl&#246;tzlich eine   Telefonrechnung von 3.500 Euro. Ihr wurde das Telefon abgestellt,   welches haupts&#228;chlich Truschler f&#252;r Ferngespr&#228;che nach Bochum nutzte.   Der Schmalspurgangster Truschler lehnte jegliche Zahlung ab. Das SZ   Magazin vom 25. August 2007 beschreibt den Vorgang so: &#8222;Die verzweifelte   alte Dame wendet sich nun an die UN-&#220;bergangsverwaltung. Tut uns leid,   lautet die Antwort, wir sind nicht f&#252;r das Privatleben unserer   Mitarbeiter verantwortlich. Frau Hisari reicht Klage gegen den Deutschen   vor dem Gericht in Pristina ein. Ihr bleibt keine Wahl: Die Rechnung   bel&#228;uft sich auf 3500 Euro, etwa ein anderthalbfaches Jahresgehalt im   Kosovo. &quot;Herr Trutschler f&#228;llt nicht in unsere Gerichtsbarkeit&quot;,   antwortet das Gericht. Er arbeite f&#252;r die UNO und genie&#223;e daher   Immunit&#228;t im Kosovo. Der Bochumer Truschler landete wegen anderer   Delikte schlie&#223;lich in Bochum vor Gericht.&#8220;<\/p>\n<h4>  Die Engl&#228;nder am Flughafen<\/h4>\n<p>  Der englische Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des Flughafens- Prishtina Ioan Woollett   engagierte im Jahr 2004 einen alten Bekannten als Leiter der   Personalabteilung. Der Typ stellte pro Tag durchschnittlich drei   Personen ein. Meist atemberaubende Sch&#246;nheiten ohne Kenntnisse der   englischen Sprache. Einige von ihnen haben Sch&#246;nheitswettbewerbe   gewonnen. Nach vier Monaten hat sich die Zahl der Angestellten von 235   auf 486 verdoppelt, 200 mehr als f&#252;r einen Flughafen dieser Gr&#246;&#223;e n&#246;tig.   Viele Damen mussten nach Augenzeugenberichten den beiden Herren   jederzeit zur Verf&#252;gung stehen. Der emsige Mister Smith ( der Freund   Woolletts) verlie&#223; nach vier Monaten Kosova, um der Weltgemeinschaft im   Sudan zu dienen. Woollett fl&#252;chtet etwas sp&#228;ter. Das Magazin der SZ vom   25.08.07 berichtet: &#8222;Niemand wei&#223;, wie viel Geld die beiden M&#228;nner aus   dem Land schleusten, es d&#252;rften einige hunderttausend Euro sein.&#8220;<\/p>\n<h4>  Fazit<\/h4>\n<p>  Diese Ausschnitte aus der kolonialistischen Realit&#228;t in Kosova belegen   eindeutig: Die Menschen in Kosova haben jegliches Recht sich den   &#8222;zivilisierten Kolonialherren&#8220; entgegenzustellen. Kosova hat nur eine   Zukunft wenn die Selbstbestimmung in allen sozialen, nationalen und   kulturellen Fragen erk&#228;mpft wird und die kapitalistische Ausbeutung &#8211; ob   durch westliche Kolonialisten oder einheimische Kapitalisten &#8211; durch   eine sozialistische Demokratie ersetzt wird. Diese Feststellung richtet   sich auch gegen das geplante neue EU-Protektorat in Kosova.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Die UNMIK-Verwaltung in Kosova gibt offiziell an &quot;Freiheit und<br \/>\n      Demokratie&quot; in Kosova zu vertreten. In Wirklichkeit hat die Verwaltung<br \/>\n      totalit&#228;re kolonialistische Macht. Der polizeiliche Einsatzleiter Steven<br \/>\n      Curtis, gab am 10. Februar in Prishtina Feuerbefehl, gegen eine<br \/>\n      friedliche Demonstration. 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