{"id":12265,"date":"2007-08-30T00:12:40","date_gmt":"2007-08-30T00:12:40","guid":{"rendered":".\/?p=12265"},"modified":"2007-08-30T00:12:40","modified_gmt":"2007-08-30T00:12:40","slug":"12265","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/08\/12265\/","title":{"rendered":"Pakistans Unabh&#228;ngigkeit: 60 Jahre zerst&#246;rte Tr&#228;ume"},"content":{"rendered":"<p>  Pakistan feiert am 14. August 2007 sein 60-j&#228;hriges Bestehen<\/p>\n<p>  <i>von Khalid Bhatti, Socialist Movement Pakistan, Lahore<\/i><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>&#220;bersetzung von Se&#225;n McGinley<\/i><\/p>\n<p>  Millionen armer Moslems aus ganz Indien machten sich auf den Weg in den   neuen Heimatstaat ihrer Tr&#228;ume, als der britische Imperialismus im   August 1947 die Aufteilung Indiens bekannt gab. Der indische   Subkontinent war fortan auf religi&#246;ser Grundlage gespalten, was dem Hass   und der religi&#246;s motivierten Gewalt zwischen Hindus, Sikhs und Moslems,   der ca. 2 Millionen Todesopfer forderte, die T&#252;r &#246;ffnete. Dies schuf die   Grundlage f&#252;r die lange anhaltende Feindschaft zwischen den neuen   unabh&#228;ngigen Nachbarstaaten Indien und Pakistan.<\/p>\n<p>  Millionen kamen nach Pakistan mit Hoffnungen auf ein besseres Leben f&#252;r   sich und die folgenden Generationen. Aber ihre Tr&#228;ume wurden durch die   parasit&#228;re herrschende Klasse und von einer Regierung nach der anderen   zerst&#246;rt. Chronische Armut, Arbeitslosigkeit, Hunger, Super-Ausbeutung,   Unterdr&#252;ckung, Ungerechtigkeit, Polizeigewalt, religi&#246;ser Extremismus,   Milit&#228;rherrschaft und die verrotteten Systeme des Kapitalismus und   Feudalismus stellen die allt&#228;gliche Situation dar, mit der sich die   Massen nach 60 Jahren der Unabh&#228;ngigkeit gegen&#252;ber sehen. Die Mehrheit   der Bev&#246;lkerung muss ohne angemessene Gesundheitsversorgung, Bildung,   Sanit&#228;reinrichtung, sauberes Wasser, Wohnungen und Verkehrsmittel   auskommen. Die Massen f&#252;hlen sich durch die herrschende Elite verraten,   die Mehrheit sieht keine Zukunft. Gef&#252;hle der Entt&#228;uschung und   Verzweifelung sind weit verbreitet.<\/p>\n<p>  Die ganze Geschichte Pakistans ist voller Krisen, Kriege, milit&#228;rischer   Interventionen, Verrat, Experimente, Bewegungen der Arbeiterklasse sowie   politischer und sozialer Explosionen. Die schwache einheimische   herrschende Klasse, die koloniale Staatsstruktur und die starke   imperialistische Beherrschung schufen viele Probleme f&#252;r den neuen Staat   &#8211; Probleme, die nicht nur weiter existieren, sondern sogar noch gr&#246;&#223;er   und komplizierter geworden sind. Um die aktuelle Situation zu verstehen,   ist es wichtig sich anzuschauen, wie der pakistanische Staat, die   herrschenden Klassen, die Arbeiterklasse, die Wirtschaft, die   politischen Bewegungen und die Gesellschaft als Ganzes sich in den   letzten 60 Jahren entwickelt haben.<\/p>\n<h4>  Eine schwache herrschende Klasse<\/h4>\n<p>  Pakistan erbte eine schwache herrschende Klasse, &#252;berwiegend bestehend   aus muslimischen Feudalherren, ehemaligen Funktionstr&#228;gern der   verschiedenen kleinen Staaten (es gab in Britisch-Indien mehrere kleine   Staaten &#8211; &#8218;Rajs&#8217;, mit begrenzter Souver&#228;nit&#228;t), muslimischen H&#228;ndlern,   einigen Kapitalisten und ehemaligen Beamten.<\/p>\n<p>  Eine Massenbewegung f&#252;r Pakistan entwickelte sich erst in den 1940er   Jahren. Die F&#252;hrung der Muslimischen Liga (der politischen Partei,   welche die Kampagne f&#252;r einen eigenst&#228;ndigen muslimischen Staat begann)   entstammte haupts&#228;chlich der Aristokratie und der muslimischen Elite.   Sie entwickelten diese Partei, um ihre Klasseninteressen gegen&#252;ber dem   Aufstieg der Kongress-Partei zu sch&#252;tzen. Quid-e-Azam Muhammad Ali   Jinnah (Der offizielle Gr&#252;nder der Nation) war die einzige Figur in der   Muslimischen Liga mit Autorit&#228;t unter den Massen. Er starb 1948, nur ein   Jahr nach der Unabh&#228;ngigkeit.<\/p>\n<p>  Er hinterlie&#223; einen Haufen von Opportunisten und machtgierigen   Politikern mit wenig Unterst&#252;tzung durch die Massen. Sie brachten es   nicht zustande, eine Verfassung f&#252;r den Staat zu schreiben oder   bundesweite Wahlen zu organisieren (die ersten nationalen Wahlen fanden   1970 statt, nach 23 Jahren der Unabh&#228;ngigkeit). Die herrschende   Muslimische Liga organisierte in der 1950er Jahren Wahlen auf   Provinzebene in Punjab und Ostbengal (heute Bangladesh), aber die   Ergebnisse waren ein Alptraum f&#252;r die herrschende Elite. Sie verloren   Haushoch in Ostbengal und gewannen in Punjab nur durch massiven   Wahlbetrug. Die Mehrheit der herrschenden Klassen bestand aus   Feudalherren aus Punjab und Sind, sowie aus Stammesf&#252;hrern aus   Belutschistan und der Nordwestprovinz. Sie hatten Angst vor den Massen   und den Folgen bundesweiter Wahlen.<\/p>\n<p>  Der Mangel an &#246;ffentlicher Unterst&#252;tzung zwang sie zu einem B&#252;ndnis mit   der zivilen B&#252;rokratie und dem milit&#228;rischen Establishment. Dieses   B&#252;ndnis f&#252;hrte zur Einmischung dieses Establishments in die Politik. Die   von den Massen entfremdete herrschende Elite wurde mehr und mehr vom   Establishment abh&#228;ngig, um ihre Macht zu erhalten. Die ohnehin schon   sehr starke zivile B&#252;rokratie wurde noch m&#228;chtiger. Innerhalb von zehn   Jahren wurden fast ein Dutzend Premierminister ernannt und wieder   entlassen.<\/p>\n<h4>  Milit&#228;rherrschaft<\/h4>\n<p>  Das zivile Establishment nutzte die Schw&#228;che der Politiker voll aus und   machte sich zu einem dominierenden Faktor in der Politik. Auch die   Justiz stellte sich auf die Seite der B&#252;rokratie, so dass sich eine   starke Verkn&#252;pfung entwickelte, die in der Zukunft eine wichtige Rolle   spielen sollte.<\/p>\n<p>  Die konstituierende Versammlung einigte sich schlie&#223;lich 1956 auf eine   Verfassung und nationale Wahlen waren f&#252;r 1958 vorgesehen. Aber es war   klar, dass die regierende Muslimische Liga bei den Wahlen eine Schlappe   erleiden w&#252;rde und die radikale links-nationalistische National Awami   Party (NAP) eine Mehrheit gewinnen w&#252;rde. Die NAP war ein Sammelbecken   von KommunistInnen, radikalen ReformistInnen, Intellektuellen,   NationalistInnen und linken Einzelpersonen. Es war eine pro-sowjetische   Partei, die als anti-imperialistisch galt.<\/p>\n<p>  Dies war ein Alptraum f&#252;r den US-Imperialismus, da Pakistan eine   Schl&#252;sselstellung in der Region als Verb&#252;ndeter gegen das stalinistische   Russland einnahm. Die USA ermutigten die Obersten Befehlshaber der Armee   dazu, das Kriegsrecht auszurufen und die geplanten Wahlen 1958   abzusagen. Die politische Bet&#228;tigung wurde verboten. General Ayub Khan   wurde der erste Milit&#228;rdiktator des Landes, mit voller Unterst&#252;tzung des   US-Imperialismus in Form von finanzieller Hilfe und g&#252;nstigen Krediten.   Diese Diktatur dauerte zehn Jahre und stellte den Anfang einer langen   Periode von Interventionen und Herrschaft des Milit&#228;rs dar, die bis zum   heutigen Tage anhalten (die einzige Ausnahme war eine Periode Anfang der   1970er Jahre). Aktuell erlebt Pakistan die vierte Milit&#228;rregierung seit   1958.<\/p>\n<p>  W&#228;hrend der Diktatur des Generals Zia-ul-Haq in den 1980er Jahren wurden   die Gener&#228;le zum einflussreichsten Faktor in der Politik. Das Milit&#228;r   steigerte nicht nur seinen politischen Einfluss, sondern entwickelte   auch eine eigene industrielle und kommerzielle Machtbasis. Gener&#228;le und   Geheimdienste wurden in der Politik so dominant, dass sie schon vor den   Wahlen mit der Regierungsbildung begannen.<\/p>\n<p>  Seit den 1980er Jahren wurden alle wichtigen innen- und au&#223;enpolitischen   Entscheidungen im Hauptquartier des Milit&#228;rs gef&#228;llt. Die Gener&#228;le sind   zur herrschenden Klasse geworden, oder zumindest zum m&#228;chtigsten und   einflussreichsten Teil der herrschenden Elite. Die wichtigsten   kapitalistischen Parteien und Politiker haben diese Herrschaft   akzeptiert und vollst&#228;ndig vor der Milit&#228;rf&#252;hrung kapituliert. Seit 25   Jahren regieren die Gener&#228;le und Geheimdienste das Land mit   Bequemlichkeit. Es gibt eine t&#246;dliche Verbindung zwischen Gener&#228;len,   Feudalherren, Kapitalisten und gro&#223;en Gesch&#228;ftsleuten, und den Mullahs.   Die Gener&#228;le sind dabei der wichtigste Teil, unterst&#252;tzt durch   reaktion&#228;re Mullahs und Feudalherren. Religi&#246;se politische F&#252;hrer wurden   in den fr&#252;hen 1980er Jahren zum Teil der herrschenden Klasse und haben   ihre Position seitdem weiter gefestigt.<\/p>\n<p>  Heute hat die Situation wieder begonnen, sich zu ver&#228;ndern. Ablehnung   der Milit&#228;rherrrschaft und Widerstand dagegen wachsen. Menschen haben   angefangen, das Eingreifen des Milit&#228;rs in die Politik in Frage zu   stellen. Die Gener&#228;le beherrschen das Land seit 31 Jahren und haben es   in dieser Zeit nicht geschafft, ein einziges Problem zu l&#246;sen, das f&#252;r   die arbeitenden Massen von Bedeutung ist. Es wird f&#252;r die Gener&#228;le   zunehmend schwierig, ihre Rolle und und ihre politische Dominanz zu   rechtfertigen.<\/p>\n<h4>  Staat in der Krise<\/h4>\n<p>  Die zunehmende politische, soziale und wirtschaftliche Krise hat zu   ernsthaften Spannungen innerhalb der staatlichen Institutionen gef&#252;hrt.   Die alles dominierende Herrschaft des Milit&#228;rs &#252;ber alle anderen   staatlichen Institutionen hat eine Situation geschaffen, in der   unterschiedliche Teile der herrschenden Klasse es mit einander   aufnehmen, im Kampf um die Kontrolle des Staatsapparates. Es hat eine   sehr starke Reaktion einiger Teile der zivilen B&#252;rokratie gegen die   Milit&#228;rherrschaft gegeben. Ehemalige und aktuelle Milit&#228;roffiziere   nehmen fast alle wichtigsten Posten in der Verwaltung ein, das gleiche   Bild pr&#228;sentiert sich in den &#196;mtern und Unternehmen des &#246;ffentlichen   Dienstes. Die attraktivsten Posten im zivilen Sektor gehen auch an   Milit&#228;roffiziere.<\/p>\n<p>  Nach den Ereignissen des 11. September 2001 wurde das Regime von General   Pervez Musharraf dazu gezwungen, die Jahrzehnte alte Politik des   pakistanischen Staates zu ver&#228;ndern. Pakistan musste seine   Afghanistan-Politik ver&#228;ndern. Es gab dramatische Kurswechsel in   verschiedenen Politikbereichen. Der pakistanische Staat wurde gezwungen,   gegen islamische fundamentalistische Gruppen aktiv zu werden, die er   selbst in den 1980er und 1990er Jahren geschaffen hatte. Musharraf   musste auch einige Ver&#228;nderungen in der Kaschmir-Politik machen, und   einen Dialog mit Indien aufnehmen. Er begann, gegen die Jihadi-Kultur zu   sprechen und verbot einige islamistische Organisationen. Aber diese   Politik hat nicht nur islamisch-fundamentalistische Elemente innerhalb   des Staatsapparates w&#252;tend gemacht, sondern auch die Gef&#252;hle und   Interessen konservativer und nationalistischer Elemente verletzt.<\/p>\n<p>  Die neuliche Entfernung des obersten Richters aus seinem Amt hat eine   Ver&#228;nderung der Haltung der Justiz herbeigef&#252;hrt. Die Justiz hat sich   entschieden gegen diese Amtsenthebung ausgesprochen und damit begonnen,   unabh&#228;ngige Entscheidungen gegen die Exekutive zu f&#228;llen. Einige   Mitglieder der hohen Justiz stellen sich immer noch auf die Seite der   Exekutive, aber sie sind isoliert. Dies ist das erste Mal dass diese   alten traditionellen Partner sich gegen&#252;berstehen.<\/p>\n<p>  Die meisten staatlichen Institutionen haben in den Augen der   Arbeiterklasse ihre Glaubw&#252;rdigkeit verloren. Menschen haben keinen   Respekt mehr vor der Polizei, der am meisten verhassten staatlichen   Institutionen. Die Armee war in weiten Teilen des Landes die am meisten   respektierte staatliche Institution, doch nun hat sogar die Armee   einiges an Ansehen eingeb&#252;&#223;t. Die Unterst&#252;tzung f&#252;r die Armee ist auf   Grund ihrer politischen Rolle massiv eingebrochen.<\/p>\n<p>  Der Staat hat praktisch die Kontrolle &#252;ber viele Teile des Landes   verloren &#8211; entweder an islamistische Gruppen oder an nationalistische   Milizen. Feudalherren und kriminelle Banden haben ihre eigenen Staaten   innerhalb des Staates entwickelt. Die nationale Frage ist in   Belutschistan und Sindh zu einem explosiven Thema geworden. Das   Ansteigen des islamischen Extremismus, unter Beteiligung bewaffneter   Gruppen, ist eine direkte Herausforderung f&#252;r die Autorit&#228;t des Staates,   da diese Gruppen parallele Regierungsstrukturen gebildet haben. Die   wachsende soziale und politische Polarisierung, zusammen mit   versch&#228;rften Spannungen zwischen den Klassen, tragen ebenfalls zur Krise   des Staates bei. Teile der herrschenden Klasse und einige   Funktionstr&#228;ger im Staatsapparat sind zunehmend besorgt &#252;ber diese   Situation.<\/p>\n<h4>  Verzerrtes Wirtschaftswachstum<\/h4>\n<p>  Es hat in den letzten vier Jahren hohes Wirtschaftswachstum gegeben, im   Durchschnitt mehr als 7%. Aber dieses gro&#223;e Wachstum hat weder die Armut   gemindert noch den Lebensstandard der Armen und der Arbeiterklasse   verbessert. Wie die Geschichte zeigt, ist dies kein neues Ph&#228;nomen in   Pakistan. Die 1960er Jahre wurden als Jahrzehnt der Entwicklung und des   Wirtschaftswachstums bezeichnet, das so genannte &#8218;goldene Jahrzehnt&#8217;,   mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 6,7%. Es war auch   die Zeit der Industrialisierung. Auf der einen Seite entstand dadurch   die Situation, dass die 22 reichsten Familien Pakistans den gr&#246;&#223;ten Teil   der Industrie und der Wirtschaft kontrollierten. Auf der anderen Seite   wurde ein Meer der Armut geschaffen, in dem 46% der Bev&#246;lkerung leben   mussten. Dieses hohe Wirtschaftswachstum und die Akkumulierung des   Wohlstands schufen die Grundlage f&#252;r den gr&#246;&#223;ten revolution&#228;ren   Aufschwung der Arbeiterklasse in der Geschichte Pakistans, in den Jahren   1968-69.<\/p>\n<p>  Die Wirtschaft hatte sich zum Wohle der Elite entwickelt. Pakistan war   zum Zeitpunkt der Unabh&#228;ngigkeit ein Agrarland, mehr als 85% der   Bev&#246;lkerung lebte in l&#228;ndlichen Regionen. Die Landwirtschaft stellte den   gr&#246;&#223;ten Anteil am Bruttosozialprodukt. Im Zuge der Industrialisierung in   den 1960er und 1970er Jahren begann die l&#228;ndliche Bev&#246;lkerung, in die   Industriest&#228;dte zu ziehen.<\/p>\n<p>  Heute leben fast 40% der Bev&#246;lkerung in den St&#228;dten. Einige hundert   feudale Familien dominieren die l&#228;ndliche Wirtschaft (die Industrie wird   ebenfalls von einigen wenigen Dutzend Familien beherrscht), die   Landwirtschaft besch&#228;ftigt 43% der Erwerbst&#228;tigen und tr&#228;gt 23% zum BSP   bei. Fast 60% der Bev&#246;lkerung ist immer noch von der sich in einer   ernsthaften Krise befindlichen Landwirtschaft abh&#228;ngig. Feudalismus,   Wasserknappheit, &#252;berteuerte Preise f&#252;r Strom, D&#252;ngermittel und Saatgut,   immer weniger Anbaufl&#228;che, sehr geringe Ertr&#228;ge und Ernten sowie   veraltete Methoden der landwirtschaftlichen Arbeit sind die Hauptgr&#252;nde   f&#252;r diese Krise.<\/p>\n<p>  Die Textilindustrie ist die gr&#246;&#223;te Industrie in Pakistan, und befindet   sich ebenfalls in einer Krise. Mehr als 300 Textilbetriebe haben in den   letzten zwei Jahren zugemacht. Textilexporte fallen ebenfalls angesichts   zunehmender Konkurrenz aus China, Indien und Bangladesch. Es hat in den   Bereichen Automobil- und Informationstechnologie sowie Elektronik   Wachstum gegeben, und auch der Dienstleistungssektor boomt, vor allem   der Bankensektor. Die Profite der Banken haben von 130 Millionen Dollar   2002 auf 1.8 Milliarden Dollar 2006 zugenommen. Pakistan liegt in Sachen   Bankenprofite auf Platz drei in der Welt hinter Kolumbien und Venezuela.<\/p>\n<p>  Die pakistanische Wirtschaft ist zu einem gro&#223;en Teil von ausl&#228;ndischen   Hilfsleistungen und Krediten abh&#228;ngig. In den 1960er und 1980er Jahren   bekam Pakistan Hilfsleistungen und Kredite im Wert von 40 Milliarden   Dollar. In den 1990er Jahren lag das Wirtschaftswachstum um die 4%, fiel   aber in den letzten beiden Jahren des Jahrzehnts auf 3%. In den ersten   drei Jahren des aktuellen Jahrzehnts betrug die Wachstumsrate 3.5%. Dies   war die Zeit, in der die USA einige Sanktionen verh&#228;ngte und auch das   IWF und die Weltbank strenge Auflagen f&#252;r Kredite stellten.<\/p>\n<h4>  Superreichtum f&#252;r wenige &#8211; Verzweiflung f&#252;r die Armen<\/h4>\n<p>  Nach dem 11. September 2001 startete die pakistanische Wirtschaft durch.   In den letzten vier Jahren wurden Hilfsleistungen und Kredite im Wert   von 12 Milliarden Dollar empfangen. J&#228;hrliche &#220;berweisungen von   pakistanischen Arbeitern in den USA, in Europa und im Nahen Osten haben   die Marke von 5 Milliarden Dollar &#252;berschritten, insgesamt 21 Milliarden   Dollar in den letzten vier Jahren. Dieser Geldfluss hat dem Finanz- und   Bankensektor neues Leben eingehaucht. Private Kredite belaufen sich auf   6 Milliarden, w&#228;hrend die gesamten Bankeinlagen 20 Milliarden Dollar   betragen. Dies ist auf lange Sicht nicht haltbar. Diese Kredite und die   ansteigenden &#220;berweisungen aus dem Ausland haben einen Teil der   Mittelschicht entwickelt und erhalten. Aber diese Schicht kann auf lange   Sicht nicht erhalten werden.<\/p>\n<p>  Es kann keinen Zweifel daran geben, dass das aktuelle   Wirtschaftswachstum der herrschenden Elite gedient und eine neue Schicht   arroganter Superreichen geschaffen hat. Die Mehrheit der Bev&#246;lkerung   wurde jedoch zur&#252;ckgelassen. Die Armen sind &#228;rmer geworden: 88% der   Bev&#246;lkerung leben von weniger als 2 Dollar am Tag, 63% leben unterhalb   der Armutsgrenze (weniger als ein Dollar); 72% haben keinen Zugang zu   sauberem Trinkwasser oder Sanit&#228;ranlagen.<\/p>\n<p>  Inflation und Preissteigerungen treffen die arbeitenden Massen schwer.   Die Preise von Lebensmittel und Artikel des t&#228;glichen Bedarfs haben sich   in den letzten Monaten verdoppelt. Es hat Preissteigerungen von 200% bis   300% bei Lebensmitteln und anderen Waren gegeben. Der Mehlpreis stieg   zwischen 1947 und 1997 um sechs Ruppee, aber allein in den letzten   Jahren um elf Ruppee. Der Preis von Koch&#246;l hat sich in den letzten   Monaten verdoppelt. Diese Preissteigerungen unbekannten Ausma&#223;es haben   das Leben aus Sicht der Arbeiterklasse noch miserabler gemacht.<\/p>\n<p>  &#220;ber 35 000 Grundschulen im Land haben keine richtige Infrastruktur wie   flie&#223;endes Wasser, Sanit&#228;ranlagen, Begrenzungsmauern oder angemessene   Sitzgelegenheiten. 17 000 Schulen haben keine richtigen Geb&#228;uden, 12 000   Mittel- und Oberschulen haben keine Laborr&#228;ume oder wissenschaftliche   Instrumente. Es gibt eine akute Stromknappheit, Stromausf&#228;lle werden zum   Teil des Alltags. Karatschi, die gr&#246;&#223;te Stadt und das Industriezentrum   Pakistans, wird h&#228;ufig von mehrst&#252;ndigen Stromausf&#228;llen getroffen. Die   Arbeitslosigkeit steigt an, der Lebensstandard sinkt.<\/p>\n<p>  Die neoliberale Wirtschaftspolitik der Gegenreformen, der Privatisierung   und Deregulierung, Strukturanpassung und Handelsliberalisierung begann   in den sp&#228;ten 1980er und fr&#252;hen 1990er Jahren. Diese Zeit wurde als &#196;ra   der &#8218;freien Marktwirtschaft&#8217; bekannt, und war von Preissteigerungen,   Arbeitslosigkeit und Armut begleitet. 17% der Bev&#246;lkerung lebte 1988   unter der Armutsgrenze, diese Quote erh&#246;hte sich bis 1999 auf 34% und   stieg in den letzten acht Jahren erneut an. Dies zeigt die Brutalit&#228;t   und die Superausbeutung des kapitalistischen Systems, das in Pakistan   mit dem Feudalismus koexistiert.<\/p>\n<h4>  Gewerkschaftsbewegung<\/h4>\n<p>  Zum Zeitpunkt der Unabh&#228;ngigkeit gab es ein Dutzend Gewerkschaften in   Pakistan. Die Eisenbahngewerkschaft war die gr&#246;&#223;te und k&#228;mpferischste,   und spielte eine wichtige Rolle bei der Herausbildung einer starken   Gewerkschaftsbewegung. Es gab andere Gewerkschaften im Hafen und auf der   Werft von Karatschi, bei der Post und in einigen Industrien. Die   Gewerkschaftsbewegung florierte Ende der 1960er Jahre. Die   Industrialisierung gebar das Proletariat und dieses junge Proletariat   spielte die f&#252;hrende Rolle in der revolution&#228;ren Erhebung von 1968-69.   Die Zeit von 1967 bis 1974 kann als goldene &#196;ra der pakistanischen   Gewerkschaftsbewegung bezeichnet werden. Tausende neue Gewerkschaften   wurde gegr&#252;ndet und hunderte Streiks, Betriebesbesetzungen und   Protestbewegungen wurden in dieser Zeit organisiert.<\/p>\n<p>  Vor 1968 drehten sich die Politik und die politischen Parteien nur um   die herrschende Klasse. Es war keine Rede von der Arbeiterklasse und   ihrer politischen Rolle, weder in den Medien noch unter den   Intellektuellen. Aber das alles &#228;nderte sich. Mit einer   au&#223;ergew&#246;hnlichen revolution&#228;ren Bewegung hievte sich die Arbeiterklasse   auf die politische B&#252;hne. Diese Bewegung begann mit von StudentInnen   angef&#252;hrten Protesten gegen das Regime von Ayub Khan im November 1968,   und wuchs innerhalb weniger Monate zu einem Generalstreik unter F&#252;hrung   der Arbeiterklasse an.<\/p>\n<p>  ArbeiterInnen begannen, Fabriken zu besetzen und B&#228;uerInnen &#252;bernahmen   die L&#228;ndereien feudaler Gro&#223;grundbesitzer. In einigen Gebieten   organisierte die Bauernschaft den bewaffneten Kampf gegen die   Gro&#223;grundbesitzer. MieterInnen weigerten sich, die Miete zu zahlen. Die   Arbeiterklasse &#252;bernahm die Kontrolle &#252;ber die St&#228;dte und begann, die   Verwaltung zu organisieren. Ein paar St&#228;dte blieben mehr als zwei Wochen   unter Arbeiterkontrolle. Eine sozialistische Revolution lag in der Luft.   Der Sozialismus war das wichtigste Schlagwort der Bewegung. Die   herrschenden Klassen wurde in Angst und Schrecken versetzt.<\/p>\n<p>  Zulifqar Ali Bhutto, Gr&#252;nder der Pakistanische Volkspartei (PPP), kam   ihnen zur Hilfe. Es gab keine revolution&#228;re Partei und F&#252;hrung, die in   der Lage waren, die Revolution durchzuf&#252;hren, Kapitalismus und   Feudalismus zu st&#252;rzen und einen Arbeiterstaat zu gr&#252;nden. Bhutto nutzte   diese Situation aus und entgleiste die m&#246;gliche sozialistische   Revolution zugunsten einer reformistischen demokratischen Bewegung. Die   Arbeiterklasse verlor diese M&#246;glichkeit und sollte sp&#228;ter den Preis f&#252;r   dieses Scheitern bezahlen. Verschiedene Regierung griffen die   k&#228;mpferischsten und klassenbewusstesten Teile der Arbeiterklasse scharf   an, es wurden Gesetze eingef&#252;hrt um Streiks und die Gr&#252;ndung von   Gewerkschaften zu verbieten. In vielen Teilen der Wirtschaft wurde die   gewerkschaftliche Bet&#228;tigung verboten.<\/p>\n<p>  Die Gewerkschaft erlebte seit den 1980er Jahren einen Niedergang und ist   seitdem deutlich geschw&#228;cht worden. Der Zusammenbruch des Stalinismus in   der Sowjetunion und in Osteuropa wirkte sich ebenfalls auf die   Gewerkschaftsbewegung aus. Viele linke Gewerkschaften,   Gewerkschaftsdachverb&#228;nde und ihre F&#252;hrer kapitulierten vollst&#228;ndig vor   dem Kapitalismus und begannen, ihrer Basis die freie Marktwirtschaft zu   predigen. Viele K&#228;mpfe gegen Privatisierung und Neoliberalismus wurden   von Gewerkschaftsf&#252;hrern verraten. Die F&#252;hrung der gr&#246;&#223;ten   Gewerkschaften hat verfolgt einen Kurs des Kompromisses und des   Opportunismus gegen&#252;ber den Angriffen der Regierung auf ArbeiterInnen   und Gewerkschaften. Heute sind nur noch 3% der ArbeiterInnen   gewerkschaftlich organisiert.<\/p>\n<p>  Die Gewerkschaftsbewegung befindet sich am Scheideweg. Kompromiss und   Kapitulation werden zu einer weiteren Schw&#228;chung und zu einer   Fortsetzung des Niedergangs f&#252;hren. Aber Kampf und organisierter   Widerstand k&#246;nnen Kraft und dringend n&#246;tiges Selbstvertrauen f&#252;r die   Arbeiterbewegung zur&#252;ckgewinnen. Neue Gewerkschaften haben sich   gebildet, als sich neue Teile der Arbeiterklasse beginnen, sich zu   organisieren. In den letzten Jahren hat es einige wichtige K&#228;mpfe und   Streiks gegeben, unter anderem der historische Streik der PTCL-   (Telekommunikations-) ArbeiterInnen und der Besch&#228;ftigten der   Textilindustrie. Auch LehrerInnen k&#228;mpfen f&#252;r ihre Rechte, und   IndustriearbeiterInnen haben einige wichtige K&#228;mpfe gegeben. In den   n&#228;chsten Jahren wird es einen Aufschwung der K&#228;mpfe und Streiks geben.<\/p>\n<h4>  Aufstieg und Fall der PPP<\/h4>\n<p>  Die Pakistanische Volkspartei wurde 1967 von nur 35 Personen gegr&#252;ndet.   Zulifqar Ali Bhutto war der erste Parteivorsitzende. Er war ein gro&#223;er   Feudalherr aus Sindh und diente als Minister in der Milit&#228;rregierung von   Ayub Khan. Er war ein schlauer Politiker. Er verstand die Stimmung der   Massen und legte ein radikales Programm mit sozialistischen Parolen vor.   Er forderte Brot, Wohnungen und Kleidung f&#252;r alle. Er sprach au&#223;erdem   von einer sozialistischen Planwirtschaft und einer klassenlosen   Gesellschaft. Angesichts der Abwesenheit einer organisierten linken   Partei und Bewegung trat er mit radikalen antikapitalistischen und   antifeudalen Parolen auf.<\/p>\n<p>  In der Folgezeit der revolution&#228;ren Bewegung der Arbeiterklasse wurde   die PPP innerhalb von nur wenigen Monaten zur gr&#246;&#223;ten politischen Partei   in Pakistan. Sie wurde zur gr&#246;&#223;ten Partei in Westpakistan, w&#228;hrend die   Awami-Liga in Ostpakistan bei den ersten Wahlen 1970 einen Erdrutschsieg   einfuhr. Das milit&#228;rische und zivile Establishment weigerte sich, der   Awami-Liga die Macht zu &#252;bergeben, was 1971 zum B&#252;rgerkrieg und zur   Abspaltung Ostpakistans (heute Bangladesch) f&#252;hrte. Bhutto wurde zum   F&#252;hrer des restlichen Pakistans. Er kam mit einer breiten Unterst&#252;tzung   an die Macht, f&#252;hrte am Anfang seiner Amtszeit einige Reformen durch und   verstaatlichte mehr als 70% der Wirtschaft.<\/p>\n<p>  Er hatte allerdings Angst vor einer starken Arbeiterklasse und setzte   repressive Mittel gegen die Gewerkschaften ein. Er verriet die   Arbeiterklasse und begann ihre fortgeschrittenen Teile anzugreifen.   Seine Unterst&#252;tzung schwand in den letzten Jahren seiner Amtszeit. Das   Milit&#228;r organisierte 1977 einen Putsch gegen ihn, nachdem es eine   gewaltt&#228;tige rechtsgerichtete Kampagne gegen ihn gegeben hatte. Er wurde   sp&#228;ter von der Milit&#228;rregierung erh&#228;ngt. Seine Hinrichtung machte ihn   bei den Massen beliebt, weil dadurch gezeigt wurde, dass er sich   geweigert hatte, mit dem Milit&#228;rdiktator Kompromisse zu machen.<\/p>\n<p>  Seine Tochter Benazir Bhutto wurde 1979 Vorsitzende der PPP. Die PPP   organisierte ab 1983 eine Bewegung f&#252;r die Wiederherstellung der   Demokratie gegen die Milit&#228;rdiktatur von General Zia-ul-Haq. Benazir   machte Kompromisse mit dem Establishment und wurde nach den   Parlamentswahlen 1988 Ministerpr&#228;sidentin. Es war ein Neuanfang f&#252;r   Benazir und die PPP. Sie verriet Millionen von armen arbeitenden   Menschen und ParteiaktivistInnen die mehrere Jahre im Gef&#228;ngnis   verbracht hatten. Sie kapitulierte vollst&#228;ndig vor den herrschenden   Klassen und dem US-Imperialismus. Die PPP-Regierung f&#252;hrte eine   neoliberale Wirtschaftspolitik durch und bereitete den Weg f&#252;r   Privatisierung und Gegenreformen.<\/p>\n<p>  Ab 1993 begann die Unterst&#252;tzung f&#252;r die PPP zu schwinden. Tausende von   &#252;berzeugten ParteiaktivistInnen verlie&#223;en die Partei. Sie gilt nicht   mehr als Partei der Armen und der Arbeiterklasse, ist aber immer noch   eine Kraft auf Wahlebene, die in der Lage ist, Wahlen zu gewinnen &#8211;   allerdings nur mit Unterst&#252;tzung des Establishments. Die F&#252;hrung der PPP   besteht aus Feudalherren und Gro&#223;kapitalisten. Sie war nie eine   traditionelle Partei der Arbeiterklasse, sondern stets eine Partei,   dessen F&#252;hrung aus den Ober- und Mittelschichten stammte und solide   Unterst&#252;tzung seitens der Massen genoss.<\/p>\n<p>  Die heutige PPP ist nicht einmal ein Schatten der alten Partei. Es kann   nicht ausgeschlossen werden, dass angesichts der Abwesenheit einer   Alternative einige Teile der Arbeiterklasse erneut die PPP w&#228;hlen   werden. Es werden allerdings kritische Proteststimmen sein, die   &#252;berhaupt nicht mit den Stimmen verglichen werden k&#246;nnen, welche die PPP   1970 oder sogar 1988 noch erhielt. Die PPP hat als Partei der Massen und   der Arbeiterklasse ausgedient. Der Verrat der PPP war und ist ein gro&#223;er   R&#252;ckschlag f&#252;r die Politik der Arbeiterklasse. Aktuell gibt es in   Pakistan keine Partei der Arbeiterklasse.<\/p>\n<h4>  Welche Zukunft f&#252;r Pakistan?<\/h4>\n<p>  Viele westliche und US-amerikanische Think-Tanks und Kommentatoren   &#228;u&#223;ern ernsthafte Zweifel &#252;ber die Zukunft des Landes. Sie werfen die   M&#246;glichkeit einer Talibanisierung auf, sowie der Desintegration und der   B&#252;rgerkriege; nicht aber die Idee einer m&#246;glichen Erhebung und   Revolution der Arbeiterklasse. Es steht au&#223;er Frage, dass Pakistan vor   ernsthaften Problemen steht, darunter der Aufstieg des rechten   politischen Islam, einer explosiven nationalen Frage, die Staatskrise   und einem m&#246;glichen Zusammenbruch der Wirtschaft. Allerdings wird es im   Kapitalismus und Feudalismus keine Zukunft f&#252;r die Arbeiterklasse geben.   Die herrschende Klasse hat es nicht geschafft, die grundlegenden   Probleme der Bev&#246;lkerung zu l&#246;sen. Die herrschende Klasse hat es nicht   geschafft, eine funktionierende Demokratie zu etablieren. Es gibt keinen   Wohlstand, keine soziale oder wirtschaftliche Gerechtigkeit und keine   politische Freiheit. Es wird auf dieser Grundlage keine Ver&#228;nderung im   Leben der Massen geben.<\/p>\n<p>  Die einzige Klasse die in der Lage ist, Ver&#228;nderung herbeizuf&#252;hren und   das Leben der arbeitenden Massen zu verwandeln ist die Arbeiterklasse.   Der Sozialismus ist das einzige lebensf&#228;hige System das den Kapitalismus   ersetzen kann. Die Arbeiterklasse hat noch nicht angefangen, sich zu   bewegen, doch wenn dies erstmal geschieht, wird sich das ganze   politische Szenario ver&#228;ndern. Es gibt eine 43 Millionen starke   Arbeiterklasse, ein Drittel der gesamten Bev&#246;lkerung. Die pakistanische   Arbeiterklasse und die Massen haben gezeigt dass sie das Potenzial, den   Mut und die F&#228;higkeit dazu haben, einen revolution&#228;ren Kampf gegen ihre   verrotteten Herrscher zu f&#252;hren. Die Arbeiterklasse braucht ihre eigene   revolution&#228;re Partei und F&#252;hrung, um den Kampf zu organisieren. Eine   solche Partei, mit einem klaren Programm, klarer Strategie und Taktik,   und mit der Unterst&#252;tzung der Massen, kann die Zukunft f&#252;r die Massen   erobern.<\/p>\n<p>  Pakistan steuert auf einen erneuten Zusammensto&#223; zwischen den   herrschenden Klassen und der Arbeiterklasse zu. Der Ausgang dieses   Zusammensto&#223;es wird die Zukunft des Landes und der Massen bestimmen. Die   Arbeiterklasse kann die Vorteile der Unabh&#228;ngigkeit nicht voll   aussch&#246;pfen und kann keine echte Freiheit genie&#223;en, ohne den   Kapitalismus und Feudalismus gest&#252;rzt zu haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Pakistan feiert am 14. 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