{"id":12223,"date":"2007-07-25T09:40:15","date_gmt":"2007-07-25T09:40:15","guid":{"rendered":".\/?p=12223"},"modified":"2007-07-25T09:40:15","modified_gmt":"2007-07-25T09:40:15","slug":"12223","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/07\/12223\/","title":{"rendered":"Bahn-Streik: Sommer in Sorge"},"content":{"rendered":"<p>  DGB-Chef kritisiert Lokf&#252;hrer<\/p>\n<p>  <i>von Daniel Behruzi<\/i><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>zuerst ver&#246;ffentlicht in der <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/07-23\/024.php\"> jungen Welt, 23.7.07<\/a><\/i><\/p>\n<p>  Einem wahren Trommelfeuer &#246;ffentlicher Kritik sieht sich die   Lokf&#252;hrergewerkschaft GDL ausgesetzt, die heute ihre Urabstimmung &#252;ber   einen Streik des Fahrpersonals bei der Deutschen Bahn (DB) einleitet.   Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sorgt sich um die Urlauber, ihr   Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) um das Wohlergehen der   deutschen Wirtschaft und der Fahrgastverband &#187;Pro Bahn&#171; um die Umwelt.   Konzernchef Hartmut Mehdorn will &#187;nicht zulassen, da&#223; wenige   Gewerkschaftsfunktion&#228;re die beispiellose Sanierungsleistung von 230000   Bahnmitarbeitern kaputt machen&#171;. Und Norbert Hansen, Chef der   Gewerkschaft Transnet, die die Forderungen der miserabel bezahlten   Lokf&#252;hrer und Zugbegleiter jahrelang ignorierte, h&#228;lt den Streik ohnehin   f&#252;r &#187;v&#246;llig &#252;berfl&#252;ssig&#171;.<\/p>\n<p>  Nun hat sich auch DGB-Chef Michael Sommer zu Wort gemeldet. Dieser   erweckte ja schon zu anderen Gelegenheiten den Eindruck, als bereiteten   ihm k&#228;mpferische Gewerkschafter mehr Alptr&#228;ume als alle Attacken von   Unternehmern und Regierung zusammen. Im Nachrichtenmagazin Focus   erkl&#228;rte er zu dem Versuch der GDL, die Einkommen des Fahrpersonals per   Spartentarifvertrag zu erh&#246;hen: &#187;Das spaltet die Bahnbesch&#228;ftigten. Wenn   sie damit Erfolg hat und vielleicht sogar Nachahmer finden sollte, was   ich nicht glaube und hoffe, dann k&#246;nnte das zu einer Gef&#228;hrdung f&#252;r den   Fl&#228;chentarif werden.&#171;<\/p>\n<p>  Im Schienenverkehr m&#252;&#223;te jener Fl&#228;chentarifvertrag allerdings erst   einmal erk&#228;mpft werden, da bei der Bahn AG und ihren Konkurrenten   bislang jeweils nur Konzern- bzw. Firmentarifvertr&#228;ge gelten. Die GDL   hat sich die mittelfristige &#220;berwindung der daraus resultierenden   Konkurrenzsituation ja gerade auf die Fahnen geschrieben und   beispielsweise bei dem norddeutschen Mitbewerber Metronom bereits eine   Angleichung der Einkommen an das DB-Niveau durchgesetzt.<\/p>\n<p>  Auch in anderen Branchen geht die Gefahr f&#252;r den Fl&#228;chentarif nicht in   erster Linie von sich eigenst&#228;ndig organisierenden Berufsgruppen aus &#8211;   so sehr man diese Entwicklung auch bedauern mag. Denn es sind die   DGB-Gewerkschaften selbst, die einen Gro&#223;teil Verantwortung f&#252;r die   fortgesetzte Zerfaserung der Fl&#228;chentarife tragen. Und das gilt nicht   nur f&#252;r die Vielzahl von &#187;Notlagen-&#171;, &#187;Sanierungs-&#171; oder &#187;besonderen&#171;   Tarifvertr&#228;gen, die zum Beispiel die ver.di-Spitze in den vergangenen   Jahren abgesegnet hat. Auch der Spartentarifvertrag ist keine Erfindung   der GDL, sondern war das Mittel, mit dem ver.di bzw. ihre Vorg&#228;ngerin   &#214;TV die kampfstarken Verkehrsbetriebe vom restlichen &#246;ffentlichen Dienst   abgekoppelt hat &#8211; mit fatalen Folgen f&#252;r beide Seiten.<\/p>\n<p>  GDL-Chef Manfred Schell zeigt sich von der DGB-Schelte bislang v&#246;llig   unbeeindruckt. Und auch auf die Kritik des Bahnmanagements an der   Lohnforderung f&#252;r die Lokf&#252;hrer hat er die passende Antwort: Bei einer   Steigerung der Vorstandsbez&#252;ge von 2005 auf 2006 um satte 62 Prozent   k&#246;nne man dem Fahrpersonal wohl kaum &#252;berzogene Anspr&#252;che vorhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      DGB-Chef kritisiert Lokf&#252;hrer\n    <\/p>\n<p>\n      <i>von Daniel Behruzi<\/i>\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17,20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12223"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12223"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12223\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}