{"id":12209,"date":"2007-07-10T16:08:42","date_gmt":"2007-07-10T16:08:42","guid":{"rendered":".\/?p=12209"},"modified":"2007-07-10T16:08:42","modified_gmt":"2007-07-10T16:08:42","slug":"12209","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/07\/12209\/","title":{"rendered":"Warnstreik: &#8222;Der Zug bleibt stehen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>  Ein Bericht vom Warnstreik der Lokf&#252;hrer in Stuttgart am 10. Juli<\/p>\n<p>  <i>von Ursel Beck<\/i><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  &#8222;<i>Kein Eisenbahner im Dienst, auch nicht der, der bei Transnet   organisiert ist, h&#228;lt diesen Abschluss f&#252;r akzeptabel<\/i>&#8220;.   Dessen ist sich der GDL-Bezirksvorsitzende, Volker Drexler, am Tag nach   dem Abschluss bei der Bahn sicher. Er rechnet vor, dass der   Transnet-Abschluss unterm Strich nur eine tabellenwirksame Erh&#246;hung von   2,8% aufs Jahr gerechnet, bedeute. Die Streikbeteiligung am 10.7.   scheint ihm Recht zu geben. Mehr Lokf&#252;hrer und auch Zugbegleiter als   letzte Woche treten um 8.00 Uhr am Stuttgarter Hauptbahnhof in den   Warnstreik.<\/p>\n<p>  Aus Unmut &#252;ber den Abschluss seien gestern sogar Kolleginnen und   Kollegen von Transnet in die GDL &#252;bergetreten und w&#252;rden heute bereits   mitstreiken. Und das w&#228;ren keine Einzelf&#228;lle, sondern das passiere   fortlaufend und w&#252;rde sich fortsetzen. Und wenn bei den Verhandlungen am   Freitag nichts Besseres herausk&#228;me, dann wird es wohl keine weiteren   Warnstreiks, sondern Urabstimmung und Streik geben. Das ist die Stimmung   unter den ca. 30 neben einem Prellbock des Stuttgarter Kopfbahnhofs   versammelten Eisenbahnern und ihres Bezirksvorsitzenden.<\/p>\n<p>  Der Versuch von Mehdorn, den Streik der GDL per Gerichtsbeschluss zu   unterbinden hat die Kampfbereitschaft zus&#228;tzlich befl&#252;gelt. Niemand   glaubt, dass ein richtiger Streik am Ende tats&#228;chlich verboten werden   k&#246;nnte. Sie glauben fest daran, dass sie am Ende einen besseren   Tarifvertrag bekommen.<\/p>\n<p>  An diesem Morgen sorgen aber Meldungen &#252;ber eine einstweilige Verf&#252;gung   f&#252;r Verunsicherung. Die Pressemeldung vom Streikverbot wird von   Fahrdienstleitern genutzt um Lokf&#252;hrer mit der Androhung von   arbeitsrechtlichen Konsequenzen zur Arbeit zu zwingen. Laufend klingelt   das handy des GDL-Vorsitzenden.<\/p>\n<p>  Ein Kollege einer G&#252;terzuglok, der vor einem Bahnhof steht, meldet sich.   Er bekommt Druck von oben weiterzufahren und ist verunsichert, ob man   ihm was anhaben k&#246;nne. &#8222;<i>Der Zug steht am Signal, da bleibt   er auch, Ende, aus<\/i>&#8220;, so die Antwort der Streikleitung. Der Kollege   am Ende wird beruhigt. Man sagt ihm, die drohen immer. Aber damit k&#228;men   sie nicht durch. &#8222;<i>Und wenn, dann sei er nicht Schuld, sondern   die Streikleitung<\/i>&#8220;.<\/p>\n<p>  Auch eine Zugbegleiterin streikt mit und hat sich unter die Versammelten   gemischt. Sie findet dass die GDL die bessere Gewerkschaft sei. Wieder   wird Druck ausge&#252;bt auf einen Lokf&#252;hrer. &#8222;<i>Der   Fahrdienstleiter kann drei&#223;igmal um Deinen Bahnhof rennen, der Zug   bleibt stehen wo er ist<\/i>&#8220;, so die unterst&#252;tzenden Worte an den   Kollegen am anderen Ende. Ein anderer anrufender Kollege sagt, er h&#228;tte   Anweisung zu fahren, weil es ein Notfall sei. &#8222;<i>Wenn ein Zug   irgendwo steht, ist das kein Notfall, sondern ein Streikfall. Der Zug   bleibt stehen<\/i>&#8220;, so die Anweisung vom Streikzentrum am Bahnsteig ins   F&#252;hrerhaus. Ohnehin h&#228;tte die Bahn keine Notdienstvereinbarung   abgeschlossen, also g&#228;be es keine Notdienste. Eine aus Transnet   ausgetretene Zugbegleiterin kommt auf die Gruppe der Streikposten zu.   Sie muss heute arbeiten, aber sie wollte es sich &#8222;<i>nicht nehmen   lassen vorher meine Kollegen zu begr&#252;&#223;en<\/i>&#8220;: &#8222;<i>   Das ist wirklich in Ordnung was ihr macht. Ganz toll, dass ihr das   durchzieht<\/i>&#8220;, erkl&#228;rt sie euphorisch.<\/p>\n<p>  Auch sie ist unzufrieden mit den 4,5%. &#8222;<i>Was bleibt denn da am   Ende &#252;brig? Nix. Das frisst alles die Steuer wieder auf. So ist es doch<\/i>  &#8220;. Man ist sich auch einig, dass es ohne GDL-Streik &#252;berhaupt keinen Streik   von Transnet gegeben h&#228;tte und der Abschluss noch schlechter gewesen   w&#228;re. Transnet-Chef Hansen h&#228;tte nur im Kopf mitzuhelfen, die Bahn   b&#246;rsenf&#228;hig zu machen.<\/p>\n<p>  Die Lokf&#252;hrer sind gegen die Privatisierung. Nach den Worten des   GDL-Bezirksvorsitzenden, Volker Drexler, war die GDL gegen die   Umwandlung der Bahn in eine Aktiengesellschaft. Und heute sei man gegen   die Privatisierung.<\/p>\n<p>  Auf die Frage, ob er der Meinung sei, dass die Privatisierung der Bahn   Diebstahl sei, antwortet er: &#8222;<i>Ganz eindeutig. Wer ein Objekt,   das 120 bis 130 Milliarden wert ist, f&#252;r 10 bis 20 Milliarden   verschachern m&#246;chte, der betreibt Diebstahl am Volk<\/i>&#8220;. Doch ein   politischer Streik zur Verhinderung der Privatisierung kommt f&#252;r den   GDL-Funktion&#228;r aus dem S&#252;dwesten nicht in Frage: &#8222;<i>Wir   halten uns streng an die Gesetze. Und politischer Streik ist in der   Bundesrepublik Deutschland nicht zul&#228;ssig<\/i>&#8220;.<\/p>\n<p>  Eine der vielen sich auf dem Bahnhof befindenden Journalisten berichtet,   das Arbeitsgericht Mainz h&#228;tte die Streiks verboten und will wissen, wie   die GDL darauf reagiert. Bis zur Minute g&#228;be es nur Pressemeldungen   dar&#252;ber. Und bis zur Zustellung der einstweiligen Verf&#252;gung werde man   weiterstreiken.<\/p>\n<p>  Genaue Zahlen &#252;ber die ausfallenden Z&#252;ge und S-Bahnen gibt es nicht. Die   Streikenden sch&#228;tzen ihren Wirkungsgrad auf 80%. Auch die Anzeigentafeln   streiken. Ein Kollege berichtet von Stress am Gleis 3. Dem f&#252;r den Zug   nach Singen eingeplante Lokf&#252;hrer wird Arbeitsverweigerung vorgeworfen   und eine Abmahnung angedroht. Die Fahrg&#228;ste sind eingestiegen. Der   Lokf&#252;hrer befindet sich im F&#252;hrerhaus. Noch steht der Zug.<\/p>\n<p>  Der Bezirksvorsitzende spurtet durch den Bahnhof &#252;ber den Bahnsteig an   die Spitze des Zuges. Kurze Zeit sp&#228;ter gibt der Lokf&#252;hrer den   Fahrg&#228;sten bekannt, dass der Zug wegen Streik ausf&#228;llt. Seinem   Vorgesetzten meldet er: &#8222;<i>Die Streikleitung hat gesagt, ich   bleib stehen, dann bleib ich stehen<\/i>&#8220;.<\/p>\n<p>  Die Fahrg&#228;ste verlassen den Zug. Ein in Anzug gekleideter Herr aus der   Mitte des Zuges kommt in festen Schritten zum F&#252;hrerhaus. Sieht nach   Beschwerde aus. Ist es aber nicht: &#8222;<i>Ich finde es richtig, was   sie machen. Lassen sie sich nicht verarschen<\/i>&#8220;, sagt er trocken,   dreht sich um und geht.<\/p>\n<p>  Das beeindruckendeste an diesem Streiktag ist, wie die sitzengebliebenen   Fahrg&#228;ste den Streik aufnehmen. Alle finden es erwartungsgem&#228;&#223; l&#228;stig,   dass sie ihr Ziel versp&#228;tet erreichen. Aber bis auf ganz vereinzelte   Ausnahmen herrscht Gelassenheit und viel Verst&#228;ndnis unter den   Hunderten, die sich im Bahnhofsgeb&#228;ude tummeln.<\/p>\n<p>  Einige kritisieren, dass sie sich nicht darauf einstellen konnten, weil   die Meldung kam, der Streik sei verboten. Eine Lehrerin will mit ihrer   Schulklasse ins Schullandheim nach Sylt. Ob sie da heute noch ankommen   weiss sie nicht. Sie hat f&#252;r den Streik Verst&#228;ndnis, weil der Lohn der   Lokf&#252;hrer in keinem Verh&#228;ltnis zu der Verantwortung stehe. Andererseits   f&#228;nde sie aber die Forderung unrealistisch. Schiebt dann aber hinterher,   dass es wahrscheinlich politisch Sinn mache, so eine hohe Forderung zu   stellen. Abspecken k&#246;nne man dann ja immer noch.<\/p>\n<p>  Ein Berufst&#228;tiger, der auf die S-Bahn angewiesen ist, findet es &#8222;<i>  l&#228;stig<\/i>&#8220;, aber wenn &#8222;<i>ich streiken k&#246;nnte, w&#252;rde ich es   auch tun. Ich verdien viel zu wenig und hab keine Gewerkschaft. Die   Gesch&#228;ftsf&#252;hrung unterdr&#252;ckt Betriebsrat und Gewerkschaft<\/i>  &#8220;. Ein anderer Betroffener erkl&#228;rt zum Streik: &#8222;<i>Was sein   muss, muss sein<\/i>&#8220;. Mehr h&#228;tte er dazu eigentlich nicht zu sagen.   Schon wieder wird ein Kollege mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen   beroht. Der GDL-Vorsitzende erkl&#228;rt &#252;ber Handy, dass die Vorgesetzten   mit ihren Drohungen nicht durchkommen werden. Das h&#228;tte sich letzte   Woche schon in NRW gezeigt.<\/p>\n<p>  Viele Beamte sind auf dem Bahnhof anzutreffen. Einige sind in ihrer   Freizeit gekommen, um ihre Streikenden Kollegen zu unterst&#252;tzen. Andere   kommen kurz vor oder nach Dienstschluss vorbei. Sie d&#252;rfen nicht   streiken. Und daran wollen sie sich genauso halten wie an den Fahrplan.   Eigentlich d&#252;rften sie sich zum Streik gar nicht &#228;u&#223;ern, meinen sie. <\/p>\n<p>  Doch der angestaute Unmut ist zu gro&#223;, um das durchzuhalten. Und so   platzt es bald aus ihnen heraus, was ihnen nicht passt. &#8222;<i>Die da   oben stecken die fetten Pr&#228;mien ein. Da ist es doch h&#246;chste Zeit, dass   die jungen Kollegen sich mal zu Wort melden<\/i>&#8220;.<\/p>\n<p>  Und die 30%-Forderung? Die w&#228;re nicht von der Gewerkschaft gekommen. Das   h&#228;tte die Presse so aufgebauscht. Man m&#252;sse so rangehen, dass man den   Betrag einfordert, den man brauche, um eine Familie zu ern&#228;hren. &#8222;<i>  Wenn das dann auf 30% mehr kommt, dann sind es halt 30%. Dann ist es trotzdem   in Ordnung<\/i>&#8220;. Andere erg&#228;nzen, dass es gut w&#228;re, dass durch den   Streik in die &#214;ffentlichkeit gekommen w&#228;re, unter welchen Bedingungen   die Lokf&#252;hrer heute arbeiten. Aber da m&#252;sste noch viel mehr bekannt   gemacht werden. Dazu geh&#246;re, dass die Lokf&#252;hrer nur noch eine kurze   Ausbildung bek&#228;men und dann gucken m&#252;ssten, wie sie mit der Technik klar   k&#228;men. Hinzu k&#228;me, dass begonnen werde, die Zugbegleiter ganz   abzuschaffen. In den Regionalz&#252;gen nach Ulm und Heilbronn w&#228;re das schon   so. Die n&#228;chste Strecke sei Ulm. Und so gehe das immer weiter.<\/p>\n<p>  Der Lokf&#252;hrer sei dann das einzige Personal im Zug. Dadurch w&#252;rde der   Druck noch mal enorm steigen. Ein anderer Beamter f&#252;gt hinzu: &#8222;<i>  Das sind unsere Kollegen, und sie haben recht. Und deshalb stehen wir hinter   ihnen<\/i>&#8220;. Sich selbst sehen die Beamten als &#8222;<i>   Auslaufmodell<\/i>&#8220; bei der Bahn. Aber das h&#228;tte die Bahn jetzt davon,   dass sie die Beamten abschaffe, jetzt w&#252;rde halt gestreikt. Die formal   an die Bahn ausgeliehenen Staatsdiener verdienen zwar noch mehr als die   angestellten Lokf&#252;hrer. Aber sie finden es nicht richtig, dass sie immer   l&#228;nger und h&#228;rter arbeiten m&#252;ssen und daf&#252;r immer weniger Geld bekommen. <\/p>\n<p>  Seit 10 Jahren h&#228;tten sie keine Besoldungserh&#246;hung mehr bekommen. Man   habe ihnen das Urlaubsgeld ganz gestrichen, das Weihnachtsgeld auf 30%   gek&#252;rzt und die Wochenarbeitszeit auf 41 Stunden hochgesetzt. Und wenn   jetzt noch privatisiert w&#252;rde, dann w&#252;rde alles noch schlimmer. &#8222;<i>  Dann kriegen wir englische Verh&#228;ltnisse<\/i>&#8220;.<\/p>\n<p>  Ein Rentner mischt sich unter die Streikposten. Er war 40 Jahre lang bei   der Stuttgarter Stra&#223;enbahn besch&#228;ftigt, war Mitglied in der &#214;TV und   jetzt in ver.di und an vielen Lohnk&#228;mpfen beteiligt. Nein, er wolle   heute nicht mit dem Zug fahren. Er sei extra hierher gekommen, um zu   sehen, ob die Lokf&#252;hrer tats&#228;chlich Ernst machen und zeigt sich   sichtlich erfreut &#252;ber den Streik.<\/p>\n<p>  Es k&#246;nne ja wohl so nicht weitergehen, dass die Preise immer mehr den   L&#246;hnen davonrennen. Er habe auch kein Verst&#228;ndnis daf&#252;r, dass die   anderen Gewerkschaften, auf den Lokf&#252;hrern herumhacken, statt sie zu   unterst&#252;tzen. Er ist fest davon &#252;berzeugt, dass alle Arbeiter was davon   haben, wenn die Lokf&#252;hrer was rausholen. Und er betont, dass jede   Lohnerh&#246;hung auch mehr Geld in die Renten- und Krankenkassen bringen   w&#252;rde.<\/p>\n<p>  10.15 Uhr. Die einstweilige Verf&#252;gung ist bei der GDL eingegangen. Der   Warnstreik wird abgebrochen. Aber alle sind sich einig. Das ist nicht   das Ende. Der Bezirksvorsitzende geht davon aus, dass es nach kommenden   Freitag auch eine Rechtslage geben wird, die den Streik legal macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Ein Bericht vom Warnstreik der Lokf&#252;hrer in Stuttgart am 10. Juli\n    <\/p>\n<p>\n      <i>von Ursel Beck<\/i>\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17,20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12209"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12209"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12209\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}