{"id":12181,"date":"2007-06-29T00:59:54","date_gmt":"2007-06-29T00:59:54","guid":{"rendered":".\/?p=12181"},"modified":"2007-06-29T00:59:54","modified_gmt":"2007-06-29T00:59:54","slug":"12181","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/06\/12181\/","title":{"rendered":"Schluss mit Billigjobs &amp; Leiharbeit"},"content":{"rendered":"<p>  In den vergangenen zw&#246;lf Monaten ist die Arbeitslosigkeit um 800.000   gesunken. Offiziell. Weil Hunderttausende aus der Statistik   herausgerechnet wurdena. Und weil etwa 50 Prozent der neuen Stellen in   der Zeit- oder Leiharbeit geschaffen wurden.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Holger Dr&#246;ge, Berlin<\/i><\/p>\n<p>  Hartz IV hat den Druck erh&#246;ht, jede Arbeit anzunehmen. Egal zu welchem   Lohn, egal zu welchen Bedingungen. Als Leiharbeiter muss man besonders   flexibel sein. Von R&#252;cksicht auf Familie, Freundeskreis, Hobbys keine   Spur. Und das f&#252;r einen Lohn, der teilweise 30 oder gar 50 Prozent unter   dem Verdienst der Stammbelegschaft liegt. Kein Wunder, dass jeder achte   Leiharbeiter so wenig verdient, dass er auf erg&#228;nzende   Hartz-IV-Leistungen angewiesen ist.<\/p>\n<p>  Angeblich sollen Leiharbeiter die miesen Bedingungen in Kauf nehmen, um   sp&#228;ter &#252;bernommen zu werden. Doch damit ist es nicht weit her. Statt   dessen gibt es einen &#8222;Dreht&#252;reffekt&#8220;: Teile der Stammbelegschaften   werden durch Leiharbeiter ersetzt.<\/p>\n<p>  Alles nur, um die Profite zu maximieren. Allein 2006 stiegen die Gewinne   der 30 Dax-Konzerne um sieben Prozent. In diesem Jahr sollen sie gar um   20 Prozent zulegen.<\/p>\n<p>  Die Stammbelegschaften sollen unter Druck gesetzt werden. Wer zu keinen   Zugest&#228;ndnissen bei Lohn oder Arbeitszeit bereit ist, soll wissen, dass   bald ein Leiharbeiter an seine Stelle treten kann.<\/p>\n<p>  Das macht deutlich, dass eine gewerkschaftliche Kampagne n&#246;tig ist, die   das Ziel verfolgt, in Tarifvertr&#228;gen den Ausschluss vom Einsatz von   LeiharbeiterInnen in den betreffenden Branchen und Betrieben zu   erreichen. Au&#223;erdem muss gegen tariflose Zust&#228;nde sowie Billigtarife   vorgegangen werden. Gleichzeitig sollte die Partei DIE LINKE im   Bundestag einen Gesetzesentwurf f&#252;r ein allgemeines gesetzliches Verbot   von Leiharbeit einbringen und f&#252;r diese Forderung mobilisieren.<\/p>\n<p>  Das muss verbunden werden mit dem Kampf f&#252;r einen vern&#252;nftigen   Mindestlohn und f&#252;r die Aufteilung der Arbeit auf alle &#8211; ohne   Lohnverlust. Es darf keinen Ausverkauf wie bei der Telekom mehr geben.   Einen Ausverkauf, den die ver.di-Spitze zu verantworten hat &#8211; weil sie   den Streik weder steigerte noch ausweitete. Die Gewerkschaften m&#252;ssen   endlich wieder zu echten Kampforganisationen werden.<\/p>\n<p>  <i>Holger Dr&#246;ge ist Mitglied der SAV-Bundesleitung<\/i><\/p>\n<h5>  Forderungen der SAV:<\/h5>\n<ul>\n<li>    Weg mit Hartz I bis IV  <\/li>\n<li>    Gewerkschaftlicher Kampf f&#252;r den Ausschluss von Leiharbeit und dieVerhinderung des Einsatzes von KollegInnen unter dem Tarifniveau f&#252;rdie Stammbelegschaften durch die &#173;Tarifvertr&#228;ge. Ein Betrieb &#8211; eineBelegschaft!  <\/li>\n<li>    F&#252;r eine gewerkschaftliche Kampagne zur &#173;Organisierung von prek&#228;rBesch&#228;ftigten und sogenannten &#8222;illegal&#8220; &#173;Besch&#228;ftigten   <\/li>\n<li>    Gleicher Lohn f&#252;r gleiche Arbeit &#8211; in Ost und West, f&#252;r Frau und Mann,f&#252;r Deutsche und MigrantInnen  <\/li>\n<li>    Verbot von Leiharbeit  <\/li>\n<li>    Sofortige Einf&#252;hrung eines Mindestlohns von zehn Euro pro Stunde alserster Schritt zu einem Mindestlohn von zw&#246;lf Euro pro Stunde  <\/li>\n<li>    Einf&#252;hrung der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und &#173;Personalausgleich  <\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      In den vergangenen zw&#246;lf Monaten ist die Arbeitslosigkeit um 800.000<br \/>\n      gesunken. Offiziell. Weil Hunderttausende aus der Statistik<br \/>\n      herausgerechnet wurdena. 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