{"id":12154,"date":"2007-06-06T09:09:58","date_gmt":"2007-06-06T09:09:58","guid":{"rendered":".\/?p=12154"},"modified":"2007-06-06T09:09:58","modified_gmt":"2007-06-06T09:09:58","slug":"12154","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/06\/12154\/","title":{"rendered":"Bericht von den Protesten gegen die G8"},"content":{"rendered":"<p>  Tausende DemonstrantInnen widerstehen Polizeirepression auf   Demonstration f&#252;r die Rechte von MigrantInnen. Blockaden des Treffens   der Kriegsverbrecher und Ausbeuter geplant.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Niall Mulholland, CWI Kontingent, Rostock<\/i><\/p>\n<p>  Rund zehntausend DemonstrantInnen leisteten Widerstand gegen massive   Polizeirepression auf einer Demonstration, die volle Rechte f&#252;r   MigrantInnen und Asylsuchende forderte. Diese Demonstration fand am 4.   Juni in Rostock statt, als Teil der Proteste gegen den G 8 Gipfel.<\/p>\n<p>  Als der Block des CWI am Startpunkt der Demonstration ankam, wurden sie   mit einer Reihe von polizeilichen Vorkontrollen konfrontiert. Diese   Vorkontrollen hatten die Demonstration effektiv in zwei Teile gespalten.   Als die DemonstrantInnen schlie&#223;lich zu einander aufschlie&#223;en konnten,   mit dem Plan in das Stadtzentrum Rostocks zu laufen, verbot die Polizei   das losziehen der 10,000 Menschen starken Demonstration. Obwohl die   Polizei viele DemonstrantInnen bereits durchsucht hatte, behauptete sie   l&#228;cherlicherweise, es bef&#228;nden sich gewaltbereite Kr&#228;fte auf der   Demonstration, die eventuell mit &#196;xten bewaffnet seien, weshalb die   Demonstration nicht loslaufen d&#252;rfe. Die DemonstrantInnen wurden   stundenlang von Wasserwerfern und PolizistInnen in voller Kampfr&#252;stung   festgehalten. Immer wieder wurde der Demonstration das loslaufen   gestattet, nur um wenige hundert Meter weiter wieder zum Anhalten   gezwungen zu werden. Der Gro&#223;teil der Demonstration verhielt sich   diszipliniert und resolut im Angesicht dieser provokativen   Polizeitaktiken. Die Demonstrationsleitung rief DemonstrantInnen immer   wieder dazu auf, sich nicht von der Polizei zu unbedachten Handlungen   provozieren zu lassen. Dies h&#228;tte insbesondere Menschen mit ungekl&#228;rtem   Aufenthaltsstatus, die an dieser Demonstration teilgenommen hatten,   gef&#228;hrdet. Auf der Demonstration waren viele Asylsuchende, f&#252;r die eine   Verhaftung Abschiebung zur Folge gehabt h&#228;tte. Die gro&#223;e Mehrheit der   DemonstrantInnen verstand und respektierte diesen Wunsch der   Organisatoren der Demonstration, einschlie&#223;lich vieler von   anarchistischen Ideen beeinflussten Jugendliche, die Halst&#252;cher ablegten   um der Polizei keinen Vorwand f&#252;r einen Angriff wegen Versto&#223; gegen das   Vermumungsverbot zu geben.<\/p>\n<p>  <b>DemonstrantInnen bilden Ketten<\/b><\/p>\n<p>  Nach Stundenlangem Warten im Polizeikessel l&#246;ste die   Demonstrationsleitung die Demonstration auf und forderte die   Teilnehmenden dazu auf, in kleinen Gruppen, an den gesammelten   Polizeieinheiten vorbei, zur Abschlusskundgebung im Rostocker Hafen zu   laufen. Dies h&#228;tte m&#246;glicherweise gef&#228;hrliche Konsequenzen f&#252;r   DemonstrantInnen gehabt, die dann gezwungen gewesen w&#228;hren, als   Kleingruppen aggressiven Polizisten gegen&#252;ber zu stehen. Im Gegensatz   dazu entschied sich das CWI, zusammen mit anderen linken und vielen   anderen DemonstrantInnen, gemeinsam, in einem gro&#223;en und disziplinierten   Block, mit Kettenbildung, zum Hafen zu demonstrieren. Die Polizei griff   nicht ein.<\/p>\n<p>  Obwohl sich die CWI MitgliederInnen stundenlang fast nicht vom Fleck   bewegen konnten, wurden unsere sozialistischen Ideen von den   DemonstrantInnen enthusiastisch aufgenommen. &#220;ber 60 Ausgaben der   Solidarit&#228;t konnten in nur einer Stunde verkauft werden.<\/p>\n<p>  Das CWI war au&#223;erdem eines der lebendigsten und insbesondere das   politischste Kontingent. Auf dem Marsch durch die Stra&#223;en Rostocks   riefen CWI Mitglieder: &#8222;<i>G 8 kostet 100 Millionen, gebt&quot;s den   Leuten die hier wohnen.&#8220;<\/i> Dies wurde von der Bev&#246;lkerung   Rostocks, die am Stra&#223;enrand zuschaute, begr&#252;&#223;t. MC Holger Burner, ein   bekannter Rapper unter linken Jugendlichen in Deutschland und CWI   Mitglied, gab wiederholt Kostproben seines K&#246;nnens, was sehr gut f&#252;r die   Moral der DemonstrantInnen w&#228;hrend der stundenlangen Einkesselung war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Tausende DemonstrantInnen widerstehen Polizeirepression auf<br \/>\n      Demonstration f&#252;r die Rechte von MigrantInnen. 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