{"id":12092,"date":"2007-04-30T16:01:16","date_gmt":"2007-04-30T16:01:16","guid":{"rendered":".\/?p=12092"},"modified":"2007-04-30T16:01:16","modified_gmt":"2007-04-30T16:01:16","slug":"12092","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/04\/12092\/","title":{"rendered":"Metaller machen Druck"},"content":{"rendered":"<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/MetallTarifrunde2.jpg\">  Unmittelbar nach Ablaufen der Friedenspflicht macht die IG Metall im   laufenden Tarifkonflikt Druck. Bereits in der Nacht von Samstag auf   Sonntag haben die ersten Belegschaften in Rheinland-Pfalz,   Niedersachsen, Bayern und Berlin die Arbeit vor&#252;bergehend niedergelegt,   um f&#252;r die Gewerkschaftsforderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt   zu demonstrieren.<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Daniel Behruzi; dieser Artikel erschien in der <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/04-30\/050.php\"> jungen Welt, 30.4.07<\/a><\/i><\/p>\n<p>  &#187;Sonntag null Uhr, und bei Osram ruht die Arbeit &#8211; das ist die richtige   Antwort auf die Unversch&#228;mtheiten der Arbeitgeber.&#171; Mit diesen Worten   er&#246;ffnete Klaus Abel, 2. Bevollm&#228;chtigter der Berliner IG Metall, am   Wochenende die Welle von Warnstreiks in den Metallbetrieben der   Hauptstadt. Den Anfang machten Betriebsangeh&#246;rige des Glas- und   Lampenherstellers Osram in Siemensstadt. 40 Arbeiter fertigen hier um   diese Zeit &#252;blicherweise High-Tech-Lampen f&#252;r Beamer, Schaufenster und   Autos. Statt dessen versammelten sie sich um Mitternacht vor dem   Werkstor &#8211; unterst&#252;tzt von Kollegen anderer Schichten sowie   Gewerkschaftern von DaimlerChrysler, Otis und Siemens. Selbst eine   Delegation britischer Gewerkschafter war gekommen und erkl&#228;rte sich mit   den Metallern solidarisch. Die Arbeit im Werk hatte wegen einer   Informationsveranstaltung des Betriebsrats indes bereits zwei Stunden   zuvor geruht.<\/p>\n<p>  &#187;Die Arbeitgeber haben behauptet, sie wollten eine schnelle Tarifrunde   und keine Rituale. Doch in den mehr als sechsw&#246;chigen Verhandlungen   haben sie gezeigt, da&#223; sie nicht bereit sind, den Besch&#228;ftigten das zu   geben, was sie verdienen&#171;, kritisierte IG-Metall-Sekret&#228;r Stefan   Schaumburg vor den Streikenden. Das Angebot der Unternehmer von 2,5   Prozent tabellenwirksamer Lohnerh&#246;hung sei angesichts der   &#187;hervorragenden wirtschaftlichen Situation der Branche keine faire   Beteiligung der Besch&#228;ftigten&#171;. &#187;Osram hat Gewinne ohne Ende gemacht &#8211;   die sind in der Lage, die 6,5 Prozent ohne Abstriche zu bezahlen&#171;,   erg&#228;nzte Betriebsratschef Gottfried Dolinski.<\/p>\n<p>  Die von den Unternehmern geforderte &#187;Variabilisierung&#171; des   Weihnachtsgeldes, das je nach wirtschaftlicher Situation zwischen 40 und   70 Prozent schwanken soll, nannte Schaumburg &#187;aberwitzig&#171;. &#187;Der Weg ist   klar: Sie wollen die Absenkung des Weihnachtsgeldes auf 40 Prozent &#8211; und   das werden wir bei dieser wirtschaftlichen Situation schon mal gar nicht   zulassen&#171;, stellte der Gewerkschaftssekret&#228;r klar. Er k&#252;ndigte an, die   Warnstreiks w&#252;rden sich nicht &#252;ber mehrere Wochen hinziehen. &#187;Entweder   bewegen sich die Arbeitgeber bald &#8211; und das hei&#223;t in den n&#228;chsten Tagen   &#8211;, oder es kommt zum Arbeitskampf&#171;, drohte Schaumburg. Bereits in den   kommenden Tagen w&#252;rden mehr als 10 000 Besch&#228;ftigte in den   Metallbetrieben der Region zu vor&#252;bergehenden Arbeitsniederlegungen   aufgerufen.<\/p>\n<p>  In Bayern will die IG Metall mehr als 100 000 Besch&#228;ftigte in 100   Betrieben und im Pilotbezirk Baden-W&#252;rttemberg die Belegschaften von 400   Werken zu Warnstreiks aufrufen. Zu den entscheidenden Verhandlungen wird   es am 3.Mai in Sindelfingen kommen. Der Bezirksleiter der IG Metall im   S&#252;dwesten, J&#246;rg Hofmann, erkl&#228;rte in der Frankfurter Allgemeinen   Sonntagszeitung, dies sei die letzte M&#246;glichkeit vor Urabstimmung und   Streik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/MetallTarifrunde2.jpg\"><br \/>\n      Unmittelbar nach Ablaufen der Friedenspflicht macht die IG Metall im<br \/>\n      laufenden Tarifkonflikt Druck. 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