{"id":12086,"date":"2007-04-27T00:50:25","date_gmt":"2007-04-27T00:50:25","guid":{"rendered":".\/?p=12086"},"modified":"2007-04-27T00:50:25","modified_gmt":"2007-04-27T00:50:25","slug":"12086","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/04\/12086\/","title":{"rendered":"Metall: 6,5% mehr Lohn voll durchsetzen!\r\n    \r\n    <br>"},"content":{"rendered":"<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/IGMetallFahnen.jpg\">  Die Financial Times Deutschland spricht von der &#8222;satten Forderung&#8220; der   IG Metall (IGM) nach 6,5 Prozent mehr Lohn in der Tarifrunde. Was genau   ist eigentlich &#8222;satt&#8220; an dieser Forderung, wenn laut einer   Handelsblatt-Studie im letzten Jahr die Vorstandsgeh&#228;lter bei den 30   gr&#246;&#223;ten Aktiengesellschaften um bis zu 20 Prozent gestiegen sind? Hier   gab es keine z&#228;hen Verhandlungen, bevor sich die Bosse gro&#223;z&#252;gig selbst   bedienten. <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Angelika Teweleit, Berlin<\/i><\/p>\n<p>  In einigen Betrieben haben KollegInnen f&#252;r h&#246;here Forderungen   argumentiert. Damit konnten sie sich leider nicht durchsetzen. Der   Arbeitsdruck ist enorm. Die Lebenshaltungskosten steigen, nicht zuletzt   durch die Erh&#246;hung der Mehrwertsteuer. Die Reall&#246;hne bleiben seit Jahren   hinter den Produktivit&#228;tssteigerungen zur&#252;ck. Mit 6,5 Prozent w&#252;rde   lediglich die Umverteilung von unten nach oben gestoppt.<\/p>\n<p>  Die Metallarbeitgeber hoffen, die IG-Metall-F&#252;hrung mit Einmalzahlungen   &#252;ber den Tisch zu ziehen. Aber die Einmalzahlung wirkt nicht f&#252;r die   n&#228;chste Tarifrunde. Nach IGM-Berechnungen w&#252;rden KollegInnen zwischen   500 und 1.100 Euro pro Jahr verlieren.<\/p>\n<h4>  Gemeinsam streiken bei Metall und Telekom<\/h4>\n<p>  Die offizielle Linie der IG-Metall-Spitze lautet, dass Einmalzahlungen   nur als &#8222;Sahneh&#228;ubchen obendrauf&#8220; akzeptabel seien, so IGM-Vize Berthold   Huber in der M&#228;rzausgabe der metall. Doch haben einzelne   IGM-Verhandlungsf&#252;hrer schon Kompromissbereitschaft signalisiert. Aus   den Betrieben muss daher ein klares Signal kommen: Es darf keine   Kompensationsgesch&#228;fte geben.<\/p>\n<p>  Die Bedingungen f&#252;r Streik sind g&#252;nstig: Erstens sind die Unternehmer   aufgrund der Auftragslage verwundbar. Zweitens stehen in anderen   Branchen Auseinandersetzungen an, wie auch bei der Telekom. So gibt es   die M&#246;glichkeit f&#252;r zeitgleiche Streiks und gemeinsame Proteste.   Drittens ist die Wut am Kochen.<\/p>\n<h4>  Erzwingungsstreik vorbereiten<\/h4>\n<p>  Ohne Arbeitskampf wird es keine 6,5 Prozent geben. Aber mit einem   entschlossenem Erzwingungsstreik in der gesamten Metall- und   Elektroindustrie w&#228;re das m&#246;glich.<\/p>\n<p>   Zudem bietet die Tarifrunde die Chance, den Versuch der Unternehmen   abzuwehren, das Entgeldrahmenabkommen (ERA) zu Lohnraub zu nutzen. Im   Rahmen des Tarifkampfes kann eine  Neuverhandlung der &#8222;Tarifreform&#8220;   durchgesetzt werden, um jegliche Verschlechterungen im Entlohnungssystem   &#8211; auch f&#252;r Neueingestellte &#8211; zu verhindern.<\/p>\n<p>  <i>Angelika Teweleit ist Mitglied der SAV-Bundesleitung<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/IGMetallFahnen.jpg\"><br \/>\n      Die Financial Times Deutschland spricht von der &#8222;satten Forderung&#8220; der<br \/>\n      IG Metall (IGM) nach 6,5 Prozent mehr Lohn in der Tarifrunde. Was genau<br \/>\n      ist eigentlich &#8222;satt&#8220; an dieser Forderung, wenn laut einer<br \/>\n      Handelsblatt-Studie im letzten Jahr die Vorstandsgeh&#228;lter bei den 30<br \/>\n      gr&#246;&#223;ten Aktiengesellschaften um bis zu 20 Prozent gestiegen sind? 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