{"id":12084,"date":"2007-04-25T12:21:22","date_gmt":"2007-04-25T12:21:22","guid":{"rendered":".\/?p=12084"},"modified":"2007-04-25T12:21:22","modified_gmt":"2007-04-25T12:21:22","slug":"12084","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/04\/12084\/","title":{"rendered":"Telekom bestreiken"},"content":{"rendered":"<p>  <i><img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/Telekom4.jpg\">  Wann, wenn nicht jetzt?<\/i><br \/>13 Milliarden Euro Gewinn hat die Telekom   in den letzten drei Jahren gemacht. Die Vorstandsgeh&#228;lter sind   explodiert. Daf&#252;r haben die Besch&#228;ftigten mit Lohnverzicht und   Arbeitsverdichtung bezahlt. Jedes Mal hie&#223; es, damit w&#252;rden die   Arbeitspl&#228;tze gesichert. Pustekuchen.<br \/><center>  <small>[<a href=\"https:\/\/www.archiv.sozialismus.info\/?swid=5\">Weitere Artikel   zur Telekom<\/a>] <\/small><\/center><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Ursel Beck, Stuttgart<\/i><\/p>\n<p>  Seit Herbst 2005 l&#228;uft der Abbau von 32.000 Arbeitspl&#228;tzen bis Ende   2008. Obendrauf sollen jetzt noch mal 900 Millionen Personalkosten   gek&#252;rzt werden.<\/p>\n<p>  Um das zu erreichen, greifen die Telekom-Manager zu Tarif&#64258;ucht durch   Ausgr&#252;ndung. 50.000 Besch&#228;ftigte sind direkt betroffen.<\/p>\n<p>  Diesen Horrorkatalog haben die Telekom-Manager f&#252;r die T-Com-   Besch&#228;ftigten auf dem Plan: direkter Lohnverlust von 22 Prozent (zw&#246;lf   Prozent weniger Gehalt, und etwa zehn Prozent weniger durch Wegfall des   Leistungsentgeltes). Zudem soll die Wochenarbeitszeit, die zuvor ohne   vollen Lohnausgleich auf 34 Stunden verk&#252;rzt wurde, wieder auf 38   Stunden verl&#228;ngert werden. Das macht zusammen mit dem Wegfall von   bezahlten Wegezeiten nochmal um die 25,5 Prozent indirekten   Gehaltsverlust. BeamtInnen droht die unbezahlte Verl&#228;ngerung der   Arbeitszeit auf 41 Stunden.<\/p>\n<h4>  Nein zur Ausgr&#252;ndung<\/h4>\n<p>  Die bisherige Verzichtspolitik der ver.di-F&#252;hrung ist nicht aufgegangen.   Im Gegenteil, die Telekom-Oberen f&#252;hlten sich stets ermutigt   nachzulegen. Es muss einen radikalen Kurswechsel bei ver.di geben. Die   Belegschaft braucht ein klares Signal f&#252;r einen entschlossenen Streik   gegen den Horrorkatalog.<\/p>\n<p>  Ein Streik sollte nicht auf die 50.000 direkt betroffenen Besch&#228;ftigten   begrenzt bleiben, sondern auf alle knapp 160.000 Telekom-Besch&#228;ftigten,   inklusive der BeamtInnen, ausgedehnt werden. Es gilt, jede weitere   Verschlechterung und die Ausgr&#252;ndungspl&#228;ne komplett zu stoppen.<\/p>\n<p>  Doch wie w&#228;re eine Ausweitung des Kampfes m&#246;glich? Kritische, k&#228;mp   ferische ver.di-Mitglieder bei der Telekom schlagen in ihrer   Betriebszeitung Magentat vor: &#8222;Die Abbaupl&#228;ne k&#246;nnten von ver.di mit der   Forde rung nach einem Konzerntarifvertrag gegen Arbeits&#252;berlastung   gekontert werden. F&#252;r einen solche Tarifvertrag w&#228;re in allen   Telekom-Betrieben innerhalb ganz kurzer Zeit ein ganz legaler Streik   m&#246;glich.&#8220;<\/p>\n<p>  Wenn die Telekom-Besch&#228;ftigten streiken, gibt es keine neuen DSL-   Anschl&#252;sse, keine Entst&#246;rung und vieles andere nicht mehr. Mit gezielten   Streikaktionen, demokratisch kontrolliert durch die KollegInnen, k&#246;nnte   man daf&#252;r sorgen, dass die gro&#223;en Konzerne und ihre Vorstandsmitglieder   emp&#64257;ndlich an den Pro&#64257;ten getroffen werden. Es bietet sich auch die   M&#246;glichkeit zeitgleicher Streiks mit MetallerInnen und DruckerInnen. So   lie&#223;e sich der Druck enorm erh&#246;hen.<\/p>\n<p>  Es kommt jetzt darauf an, den Herren Obermann und Co. klarzumachen, dass   ohne die Besch&#228;ftigten gar nichts l&#228;uft.<\/p>\n<p>  <i>Ursel Beck ist gewerkschaftspolitische Sprecherin der SAV<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <i><img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/Telekom4.jpg\"><br \/>\n      Wann, wenn nicht jetzt?<\/i><br \/>13 Milliarden Euro Gewinn hat die Telekom<br \/>\n      in den letzten drei Jahren gemacht. Die Vorstandsgeh&#228;lter sind<br \/>\n      explodiert. Daf&#252;r haben die Besch&#228;ftigten mit Lohnverzicht und<br \/>\n      Arbeitsverdichtung bezahlt. Jedes Mal hie&#223; es, damit w&#252;rden die<br \/>\n      Arbeitspl&#228;tze gesichert. 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