{"id":12079,"date":"2007-04-16T14:00:48","date_gmt":"2007-04-16T14:00:48","guid":{"rendered":".\/?p=12079"},"modified":"2007-04-16T14:00:48","modified_gmt":"2007-04-16T14:00:48","slug":"12079","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/04\/12079\/","title":{"rendered":"Wahlkampf in Bremen"},"content":{"rendered":"<p>  &#8222;Als Berliner h&#228;tte ich Lucy Redler unterst&#252;tzt&#8220; (P. Erlanson,   Spitzenkandidat der Bremer &#8222;Linken&#8220;)<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  von Heino Berg<\/p>\n<p>  Bei der &#246;ffentlichen Veranstaltung von ver.di mit den   B&#252;rgerschaftskandidaten am 12.4. ging es nicht nur um den Protest der   etwa hundert anwesenden KollegInnen gegen die Stellenstreichungen und   Privatisierungen des Bremer Senats, sondern auch um die Glaubw&#252;rdigkeit   von Wahlversprechungen.<\/p>\n<p><img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/erlanson.jpg\">  Peter Erlanson hatte als Betriebsrat eines Krankenhauses und als   Spitzenkandidat der &#8222;Linken&#8220; die Forderungen der Gewerkschaftsmitglieder   gegen den massiven Stellenabbau und gegen Privatisierungen unterst&#252;tzt   und daf&#252;r viel Beifall erhalten. Nicht einmal der Landesvorsitzende der   Bremer SPD, Carsten Sieling, konnte die katastrophalen Folgen des   Personalabbaus bei der Feuerwehr, in den sozialen Einrichtungen und bei   &#8222;Stadtgr&#252;n&#8220; leugnen. Er bestritt jedoch, dass die Wahlversprechen der   Linkspartei zum Ausbau des &#214;ffentlichen Dienstes glaubw&#252;rdig und ernst   gemeint seien. Schlie&#223;lich habe die Linkspartei in der   Regierungsverantwortung, also in Berlin, mindestens ebenso harte   Einschnitte im &#214;ffentlichen Dienst vorgenommen.<\/p>\n<p>  Peter Erlanson erinnerte in seiner Antwort auf Sieling zun&#228;chst daran,   dass er Mitglied der Bremer WASG sei, die diese Politik der Linkspartei   im Berliner Senat immer abgelehnt habe. Um dem verbreiteten Misstrauen   an der Glaubw&#252;rdigkeit von linken Wahlaussagen entgegen zu treten,   berief er sich auf die eigenst&#228;ndige Kandidatur der Berliner WASG und   ihre konsequente Opposition gegen die Regierungspolitik der Linkspartei:   &#8222;Wenn ich ein Berliner w&#228;re,&#8220; erkl&#228;rte Erlanson, &#8222;h&#228;tte ich bei den   Wahlen zum Abgeordnetenhaus Lucy Redler unterst&#252;tzt&#8220;.<\/p>\n<p>  In der weiteren Debatte sprach sich Erlanson im Gegensatz zu Carsten   Sieling und der Spitzenkandidatin der Gr&#252;nen, Caroline Linnert, f&#252;r eine   R&#252;ckf&#252;hrung der bereits privatisierten Einrichtungen in &#246;ffentliches   Eigentum aus. Unter privater Kontrolle k&#246;nnten sie n&#228;mlich nicht dem   Gemeinwohl dienen, sondern orientierten sich allein der betrieblichen   Kostendeckung und Ertragsoptimierung.<\/p>\n<p>  Solche Stellungnahmen sind im Bremer Wahlkampf besonders wichtig, wenn   sich die Linke von dem politischen M&#252;hlstein der Regierungspraxis in   Berlin befreien und das Potential der von der SPD entt&#228;uschten   Wahlberechtigten aussch&#246;pfen will. Das gilt vor allem, weil die   WASG-Vertreter in Bremen auf einer Liste der Linkspartei und nicht wie   in Bremerhaven als Teil einer linken B&#252;ndnisliste zu den   B&#252;rgerschaftswahlen antreten. Leider sind solche Bekenntnisse zu einer   glaubw&#252;rdigen Oppositionspolitik im Wahlkampf der Linkspartei bisher   eine Ausnahme geblieben und werden in der Berichterstattung (zum   Beispiel auf der gemeinsamen Website von WASG und Linkspartei) auch noch   &#228;ngstlich unterschlagen. Sie sind &#8211; ebenso wie die anf&#228;ngliche   Unterst&#252;tzung Erlansons f&#252;r das Projekt einer partei&#252;bergreifenden   B&#252;ndnisliste &#8211; der Grund daf&#252;r, warum ihn die Bundesf&#252;hrung von WASG und   L.PDS als Spitzenkandidaten der Bremer &#8222;Linken&#8220; unbedingt verhindern und   durch Axel Troost ersetzen wollten.<\/p>\n<p>  Die SAV unterst&#252;tzt die Absage von Peter Erlanson und vieler anderer   WASG-Mitglieder gegen Stellenstreichungen, Privatisierungen und   Regierungen, die sich am Sozialabbau beteiligen. Wir k&#228;mpfen daf&#252;r, dass   die &#8222;Linke&#8220; und die W&#228;hlervereinigung in Bremerhaven auf dieser   Grundlage an den Wahlerfolg bei den Bundestagswahlen ankn&#252;pfen k&#246;nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      &#8222;Als Berliner h&#228;tte ich Lucy Redler unterst&#252;tzt&#8220; (P. 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