{"id":12054,"date":"2007-04-05T14:39:40","date_gmt":"2007-04-05T12:39:40","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=12054"},"modified":"2012-07-02T19:36:10","modified_gmt":"2012-07-02T17:36:10","slug":"12054","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/04\/12054\/","title":{"rendered":"Italien: Welche Zukunft hat die Rifondazione Comunista (Prc)?"},"content":{"rendered":"<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/PRC-Fahnen.jpg\">  Seit ihrer Gr&#252;ndung 1991 war die Partei der kommunistischen Neugr&#252;ndung   &#8211; Rifondazione Comunista (Prc) ein Bezugspunkt und ein Hoffnungsschimmer   nicht nur f&#252;r die italienische Arbeiterklasse, sondern f&#252;r ArbeiterInnen   in ganz Europa.<br \/>  <i>von Peter Taaffe<\/i> <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Urspr&#252;nglich entstand sie als Ausdruck einer massenhaften linken   Reaktion von italienischen ArbeiterInnen gegen den Rechtsruck der   F&#252;hrung der damaligen Kommunistischen Partei, die ihren Namen in   &#8222;Demokratische Linke&#8220; (DS) &#228;nderte.<\/p>\n<p>  Die Prc entwicklete sich nach Links, verteidigte Sozialismus und   &#8222;Kommunismus&#8220; und Fausto Bertinotti, ihr Anf&#252;hrer sei 1994, setzte auf   sehr radikale, sozialistische und marxistische Rhetorik. Die Partei   entwickelte  &#8222;zentristische&#8220; Tendenzen &#8211; die Verwendung von radikaler   und sogar revolution&#228;rer Sprache und Ideen, die aber nicht durch   revolution&#228;re Taten getragen werden.<\/p>\n<p>  Die Transformation der alten Arbeiterorganisationen in ganz Europa in   kapitalistische Formationen (und das galt in den meisten F&#228;llen sowohl   f&#252;r die sozialdemokratischen wie die ehemaligen kommunistischen   Parteien) wurde verk&#246;rpert durch Blairs New Labour Party  in   Gro&#223;britannien. Die Perspektive f&#252;r neue Massenparteien der   Arbeiterklasse in Europa und auch anderen Teilen der Welt wurde durch   den Aufbau der Prc und ihren urspr&#252;nglichen Erfolg angespornt.<\/p>\n<p>  Aber wie das Komitee f&#252;r eine Arbeiterinternationale (CWI) schon damals   (und bis heute immer wieder) betont hat, kann eine &quot;halbe Sache&quot;, sei   sie reformistisch oder &#8222;zentristisch&#8220;, nicht &#252;ber eine l&#228;ngere   historische Periode anhalten. Sie entwickelt sich entweder zu einer   linken, marxistischen Partei oder wird den R&#252;ckzug zu einer rechteren   Position antreten. Das ist in der Periode eines globalisierten   Weltkapitalismus und seiner grausamen neoliberalen Politik noch viel   st&#228;rker der Fall.<\/p>\n<p>  Die Prc konnte sich wegen der radikalen und k&#228;mpferischen Traditionen   der italienischen Arbeiterbewegung halten und sich in den 1990er Jahren   und seither auch bei Wahlen als linke Wahlalternative pr&#228;sentieren. Aber   trotz der enormen Sympathie und speziell der Unterst&#252;tzung in   Schl&#252;sselbereichen der Gewerkschaften blieb sie doch eine relativ kleine   Massenpartei.<\/p>\n<p>  Bis zur Abspaltung von Amando Cossuta und seiner Gr&#252;ndung einer Partei   der italienischen Kommunisten (PdCI) 1998 erzielte sie in landesweiten   Wahlen nie mehr als 8,6 Prozent. Es gab ein gro&#223;es Potential f&#252;r das   Wachstum von Einfluss und Mitgliedern. Dennoch scheint es, als h&#228;tte die   Anzahl der Mitglieder nie die Marke von 120.000 &#252;berschritten &#8211; bei   10.000 bis 20.000 AktivistInnen. <\/p>\n<p>  Mit einem klaren marxistischen und revolution&#228;ren Programm und auf der   Basis von Aktionen h&#228;tte die Prc ein Magnet f&#252;r all jene ArbeiterInnen,   Jugendlichen und vor allem die gewerkschaftliche Basis sein k&#246;nnen, die   sich die DS nach der Spaltung erhalten konnte. Aber die F&#252;hrung der Prc   unter Bertinotti ist nicht in eine linke und marxistische Richtung   gegangen, sondern hat sich zu sozialdemokratischen und reformistischen   Positionen entwickelt.<\/p>\n<p>  Doch nun ist selbst das fraglich, wie der Ausschluss des Prc-Senators   Franco Turigliatto andeutet. Wie auch bei den Ausschl&#252;ssen der   Militant-Gruppe (heute die Socialist Party) aus der Labour Party in   Gro&#223;britannien in den 1980er Jahren ist dieser Schritt untrennbar mit   einer politischen Rechtsverschiebung verbunden &#8211; was sich in der   Teilnahme der Prc in der kapitalistischen Koalition von Romano Prodi   ausdr&#252;ckt.<\/p>\n<p>  Nach der j&#252;ngsten Krise und dem vor&#252;bergehenden R&#252;cktritt von Prodi hat   die F&#252;hrung der Prc das 12-Punkte K&#252;rzungsprogramm geschluckt, auf das   Prodi als Bedingung f&#252;r die weitere Teilnahme an seiner Regierung   bestand.<\/p>\n<p>  Trotz der Differenzen mit Turigliatto und seiner Organisation, Sinistra   Critica (Kritische Linke, die italienischen Unterst&#252;tzerInnen des   Vereinigten Sekretariats der Vierten Internationale, in &#214;sterreich SOAL,   Anm.) haben alle wichtigen linken Str&#246;mungen in der Prc richtigerweise   gegen seinen Ausschluss gestimmt.<\/p>\n<p>  Aber es gab dazu eine wichtige Ausnahme. Die kleine italienische Gruppe   Falce Martello, die zum Komitee f&#252;r eine Marxistische Internationale (in   Deutschland: Der Funke, A.d.&#220;.) unter der F&#252;hrung von Alan Woods geh&#246;rt,   hat sich urspr&#252;nglich bez&#252;glich der Frage von Turigliattos Ausschluss   enthalten, was de facto einer Best&#228;tigung gleich kam. Erst unter dem   Druck der restlichen Linken haben sie ihre Position ge&#228;ndert und gegen   den Ausschluss gestimmt.<\/p>\n<p>  Ihre urspr&#252;ngliche Position ist nur eines von vielen Beispielen f&#252;r den   starren, dogmatischen Fetischismus dieser Organisation, die die   Mitgliedschaft und die Orientierung auf die sogenannten &#8222;traditionellen   Organisationen der Arbeiterklassee&#8220; auch auf Kosten der sozialistischen   Prinzipien verteidigen. <\/p>\n<p>  Sie behalten diese Orientierung auch dann bei, wenn diese Organisationen   als klare Arbeiterorganisationen zusammengebrochen sind bzw. sich im   Prozess des Zusammenbruchs befinden. Das k&#246;nnte nun ungl&#252;cklicherweise   auch bei der Prc der Fall sein. Sie haben angedeutet, dass sie auch in   der neuen Formation, die die Prc gr&#252;nden will, bleiben werden, selbst   wenn diese einen liberal-kapitalistischen Charakter hat!<\/p>\n<p>  In einem Interview mit Franco Giordano, dem Generalsekret&#228;r der Prc, in   der italienischen Zeitung Il Messaggero am 19.3. wird die Richtung, in   die die Prc geht deutlich, wenn er meint: &#8222;Links von der Demokratischen   Partei kann eine neue Partei geboren werden.&#8220;<\/p>\n<p>  Die &#8220;Demokratische Partei&#8221; ist eine neue kapitalistische Formation, die   die F&#252;hrung der DS gemeinsam mit den Resten der Christdemokraten in   Italien, wie der Partei &quot;Margherita&quot;, zusammenbringen m&#246;chte. Das wird   klar als Basis f&#252;r einen neuen kapitalistischen Wahlblock verstanden.<\/p>\n<p>  Die Hoffnung ist, dass ein &#8222;Mitte-Links-Block&#8220; mit der &#8222;neuen&#8220;   Demokratischen Partei als zentrale Kraft eine kapitalistische   Alternative zu Berlusconis &#8222;mitte-rechts&#8220; Forza Italia werden k&#246;nnte.   Daraus k&#246;nnte eine &#8222;stabilere&#8220; Situation entstehen, wie zum Beispiel in   Gro&#223;britannien wo es mit der &#8222;mitte-links&#8220; New Labour Partei und der   &#8222;mitte-rechts&#8220; Tory Partei zwei verl&#228;ssliche kapitalistische Kr&#228;fte   gibt. Es wird gehofft, dass das durch ein neues Wahlrecht erreicht   werden k&#246;nnte, welches durch die gegenw&#228;rtige oder eine k&#252;nftige   Regierung durchgepeitscht werden k&#246;nnte.<\/p>\n<p>  Die f&#252;hrenden Strategen des italienischen Kapitalismus lehnen das   gegenw&#228;rtige Verh&#228;ltniswahlrecht in Italien, dass kleinen Parteien wie   der Prc die M&#246;glichkeit f&#252;r eine parlamentarische Vertretung gibt, ab.   Diese &#8222;kleinen Parteien&#8220; k&#246;nnen Regierungen &#8222;erpressen&#8220; und die   Durchf&#252;hrung jener Politik verhindern, die die Kapitalisten fordern.<\/p>\n<p>  Es ist wahr dass die Prodi-Regierung in ihren ersten neun Monaten   durchaus schizophrene Charakterz&#252;ge gezeigt hat. Die Rechten in der   Regierung haben energisch auf massive Deregulierungen, Privatisierungen   und die Unterst&#252;tzung f&#252;r eine zweite US-Milit&#228;rbasis in Vicenza, nur   f&#252;nf Kilometer von der ersten entfernt, sowie die Re-Finanzierung der   italienischen Intervention in Afghanistan gedr&#228;ngt. Die Prc schien sich   in beide Richtungen zu entwickeln.<\/p>\n<p>  Das f&#252;hrte zu einer Situation, wo es Demonstrationen gegen die Regierung   gab, die manchmal von F&#252;hrerInnen und Abgeordneten der Prc, die   au&#223;erhalb der Regierung agieren, gef&#252;hrt wurden, w&#228;hrend gleichzeitig   MinisterInnen der Prc und auch Bertinotti die Angriffe auf die   Arbeiterklassee und auf demokratische Rechte mittrugen.   <\/p>\n<p>  Das spitzte sich bei der Abstimmung &#252;ber die Au&#223;enpolitik, inklusive der   Frage von Afghanistan, zu, bei der Prodi durch seinen R&#252;cktritt der   Prc-F&#252;hrung die Pistole auf die Brust setzte. Sie entschlossen sich, f&#252;r   das Programm von brutalen Angriffen auf die italienische Arbeiterklasse   zu stimmen.<\/p>\n<p>  Vor diesem Hintergrund orientiert die Prc recht deutlich auf eine Fusion   mit der &#8220;Linken&#8221; in der DS, Teilen der Gr&#252;nen und der PdCI zu einer   Partei, die praktisch eine liberale kapitalistische Partei sein wird.   Die sozialdemokratischen Elemente der Prc werden auf diesem Weg   liquidiert.<\/p>\n<p>  Aber das wird von der italienischen Arbeiterklasse bzw. ihren   Organisationen, speziell wichtigen Teilen in den Gewerkschaften, nicht   einfach hingenommen werden. In der italienischen Linken hat eine   intensive Debatte dar&#252;ber begonnen, was der beste Weg nach vorne ist.<\/p>\n<p>  Nach der gro&#223;artigen Demonstration in Vicenza, an der hunderttausende   teilnahmen, m&#252;ssen prinzipienfeste SozialistInnen bzw. MarxistInnen   gegen Gelder f&#252;r die italienische Intervention in Afghanistan stimmen.   Turigliatto hat daher korrekt gehandelt, als er seine Stimme gegen diese   Ma&#223;nahme verwendet hat.<\/p>\n<p>  Aber so wichtig dieses Thema auch ist, es gibt sogar noch dr&#228;ngendere   geplante Ma&#223;nahmen, die direkte Angriffe auf den Lebensstandard der   italienischen Arbeiterklasse darstellen, insbesondere der Angriff auf   die Renten. Daher ist es notwendig eine Strategie und Taktik anzuwenden,   die zu einer gr&#246;&#223;tm&#246;glichen Opposition &#8211; sowohl innerhalb der Prc als   auch au&#223;erhalb &#8211; f&#252;hren kann.  <\/p>\n<p>  Wir stimmen nicht mit jenen &#252;berein, die entweder explizit oder   zumindest aus &#8220;taktischen Gr&#252;nden&#8221; den Rechtsruck und m&#246;glichen   Zusammenbruch der Prc als klare ArbeiterInnenpartei als eine   &#8222;fortschrittliche&#8220; Entwicklung betrachten. Diese Entwicklung wird eine &#8211;   wenn auch beschr&#228;nkte &#8211; Blockade gegen&#252;ber den Angriffen der   italienischen KapitalistInnen auf die Arbeiterklassee beseitigen. <\/p>\n<p>  Die Existenz von Arbeitermassen-Organisationen, sogar von jenen mit   sozialdemokratischem Charakter, k&#246;nnen unter gewissen Umst&#228;nden die   Aktionen der Kapitalisten partiell in Schach halten. Dar&#252;ber hinaus gibt   es die M&#246;glichkeit, sie in k&#228;mpferische sozialistische und sogar   revolution&#228;re Organisationen umgewandelt werden k&#246;nnen, wenn die   Arbeiterklasse in solche Parteien eintritt, &#8211; das hat die Geschichte der   italienischen Arbeiterklasse gezeigt. <\/p>\n<p>  Die Sozialistische Partei Italiens hat sich 1921 gespalten und das   f&#252;hrte zur Gr&#252;ndung einer Kommunistischen Partei als Massenpartei. Es   ist aber unwahrscheinlich dass sich das vor dem momentanen politischen   Hintergrund wiederholt. Es k&#246;nnen zwar wichtige Kr&#228;fte aus der Prc f&#252;r   eine neue linke Formation kommen, aber es ist unwahrscheinlich, dass   diese von Beginn an einen Massencharakter h&#228;tte. Darum muss der Kampf   innerhalb der Prc gegen den Rechtsruck zum momentanen Zeitpunkt   fortgesetzt werden.<\/p>\n<p>  Obwohl es stimmt, dass es nur wenig Raum innerhalb der Prc gibt, so   existiert er doch und kann von einer geschickten und entschlossenen   Linken genutzt werden. Die Organisation Controcorrente versucht &#8211;   durchaus mit einigem Erfolg &#8211; andere linke Str&#246;mungen und f&#252;hrende   GewerkschafterInnen zu &#252;berzeugen, dem Rechtsruck in der Prc durch eine   vereinte linke Politik, in erster Linie bei der kommenden Konferenz der   Prc, zu widerstehen.<\/p>\n<p>  Es gibt Raum f&#252;r eine Kampagne innerhalb der Prc und daf&#252;r, diese   zwischen nun und dem geplanten Parteitag im n&#228;chsten Jahr, mit   Bewegungen au&#223;erhalb der Partei zu verbinden, vor allem mit den   Gewerkschaften. Auf jeden Fall muss das Glas bis zum letzten Tropfen   geleert werden. Alle M&#246;glichkeiten f&#252;r die Linke in der Prc m&#252;ssen   genutzt werden, bevor ihre Zukunft als Arbeiterpartei abgeschrieben   werden kann.<\/p>\n<p>  Die unterschwellige wirtschaftliche Krise ist trotz eines geringen   Wachstums des italienischen BIP in diesem Jahr klar. Unerbittlich wurde   auf Prodi Druck ausge&#252;bt um die &#246;ffentlichen Ausgaben wegen der gro&#223;en   &#246;ffentlichen Verschuldung drastisch zu k&#252;rzen. Aber die Regierung hat   nicht einmal die Unterst&#252;tzung ihrer eigenen W&#228;hlerInnen. 62 Prozent der   ItalienerInnen, (73 Prozent der Unterst&#252;tzerInnen der Regierung), wollen   den R&#252;ckzug aller italienischen Truppen aus Afghanistan.<\/p>\n<p>  Wenn sich die Prc darauf st&#252;tzen w&#252;rde und, anstatt nur als Bremse in   der Koalition von Prodi zu agieren, au&#223;erhalb der Partei f&#252;r eine   unabh&#228;ngige Politik der Arbeiterklasse mobilisieren w&#252;rde, k&#246;nnte sie   enorm anwachsen. Sie muss auch geschickt den Zeitpunkt w&#228;hlen, um aus   Prodis kapitalistischer Koalition heraus zu gehen, zum Beispiel rund um   die Rentenfrage, da die ArbeiterInnen die geplanten K&#252;rzungen klar   ablehnen.<\/p>\n<p>  So wichtig die Frage von Afghanistan auch ist, die Renten, wie auch   andere Fragen des tagt&#228;glichen Lebens, betreffen das Leben von   ArbeiterInnen noch direkter. Eine klare Position zu diesen Fragen w&#252;rde   daher breite Unterst&#252;tzung finden.<\/p>\n<p>  Die Prc-F&#252;hrung ist bereit, w&#228;hrend sie ihr Vertrauen in Sozialismus und   Kommunismus beteuert, K&#252;rzungen mitzutragen. Das f&#252;hrt zu einem Trauma   unter gro&#223;en Teilen der Bev&#246;lkerung, die bereits in l&#228;ngere   Arbeitszeiten gedr&#228;ngt wurden und oft gezwungen sind, in zwei oder drei   &#8222;prek&#228;ren&#8220; Jobs zu arbeiten und in einem immer verzweifelteren Kampf ums   &#220;berleben stecken.<\/p>\n<p>  Ein Brief von einem Wirtschaftsprofessor, der j&#252;ngst in der Financial   Times erschien, zitierte Daten, die zeigten, dass &#8222;in Italien bei einer   wahllos zusammengestellten Gruppe nur 11Prozent angaben, mit ihrem Leben   zufrieden zu sein. Im Gegensatz dazu lag dieser Anteil unter den   D&#228;nInnen bei 66 Prozent, den Niederl&#228;nderInnen bei 52 Prozent, den   SchwedInnen bei 38 Prozent.&#8220; <\/p>\n<p>  Sogar die BritInnen, mit einer massiven, unterschwelligen Revolte gegen   Blair, liegen in Bezug auf &#8222;Zufriedenheit&#8220; mit 37 Prozent vor den   ItalienerInnen.<\/p>\n<p>  Der Wert von 11 Prozent ist zweifellos das Ergebnis von Stress und   Unsicherheit von breiten Teilen der italienischen Gesellschaft,   insbesondere der Arbeiterklasse, und wird durch die Politik der   italienischen Kapitalisten und ihrer politischen Formationen noch   versch&#228;rft.<\/p>\n<p>  Um zu verhindern, dass die Prc nur ein weiteres Instrument des   Kapitalismus wird, muss jetzt ein entschlossener Kampf begonnen werden.   Die Prc-Mitglieder stehen keineswegs alle auf der Seite der F&#252;hrung und   ihrer Angriffe auf Linke wie in der erfolgreichen Revolte der Mitglieder   in Turin deutlich wurde.<\/p>\n<p>  Auf Initiative von Controcorrente haben sie bei einem Treffen k&#252;rzlich   den Ausschluss abgelehnt, die Einheit der Linken und den Kampf gegen die   Rentenreform unterst&#252;tzt. Wichtig war dabei auch, dass ein Teil der   bisher die mehrheitliche Position der F&#252;hrung unterst&#252;tzt hatte,   gewonnen werden konnte.<\/p>\n<p>  Sogar wenn es Bertinotti nach einem bitteren Kampf gelingen sollte, die   Prc in eine liberale, kapitalistische Partei umzuwandeln, w&#252;rde ein   entschlossener Widerstand der Linken dabei helfen, jene Kr&#228;fte   aufzubauen, die eine neue linke Alternative aufbauen k&#246;nnrn, die, wie   auch im restlichen Europa, die Basis f&#252;r eine neue Massenpartei der   Arbeiterklasse legen k&#246;nnte.<\/p>\n<p>  <i>Peter Taaffe ist Generalsekret&#228;r der Socialist Party in England und   Wales. Er besuchte im M&#228;rz Italien und f&#252;hrte Diskussionen mit   AktivistInnen der italienischen Arbeiterbewegung und der Prc. <\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/PRC-Fahnen.jpg\"><br \/>\n      Seit ihrer Gr&#252;ndung 1991 war die Partei der kommunistischen Neugr&#252;ndung<br \/>\n      &#8211; Rifondazione Comunista (Prc) ein Bezugspunkt und ein Hoffnungsschimmer<br \/>\n      nicht nur f&#252;r die italienische Arbeiterklasse, sondern f&#252;r ArbeiterInnen<br \/>\n      in ganz Europa.<\/p>\n<p>\n      <i>von Peter Taaffe<\/i><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[44],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12054"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12054"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12054\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12054"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12054"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12054"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}