{"id":12029,"date":"2007-03-18T00:00:00","date_gmt":"2007-03-18T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12029"},"modified":"2007-03-18T00:00:00","modified_gmt":"2007-03-18T00:00:00","slug":"12029","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/03\/12029\/","title":{"rendered":"Schottland: Konferenz von Solidarity &#8211; Scotland&quot;s Socialist Movement"},"content":{"rendered":"<p>  <i><img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/Schottland-tommyrosemarygill.jpg\">  K&#228;mpferischer Wahlkampf begonnen. Armut von einer Million Menschen   angeprangert. <\/i><br \/>Anfang M&#228;rz nahmen 200 Mitglieder von Solidarity &#8211;   Scotland&#8217;s Socialist Movement an der politischen Konferenz der Partei   teil, auf der in euphorischer Atmosph&#228;re der Entwurf des Wahlprogramms   von Solidarity f&#252;r die im Mai stattfindenden dritten schottischen   Parlamentswahlen diskutiert wurde.<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Trotz der Hochstimmung begann die Konferenz mit einer Schweigeminute, da   zwei Tage zuvor zwei Bergleute bei einem Arbeitsunfall in einem Tagebau   ums Leben gekommen waren.<\/p>\n<p>  <i>von Philip Stott, 13. M&#228;rz 2007 <\/i><\/p>\n<p>  Die Pr&#228;sidentin der PCS (britische Gewerkschaft der Staatsangestellten;   Anm. d. &#220;bers.), Janice Godrich, hilet einen Bericht &#252;ber den Kampf der   ArbeiterInnen im &#246;ffentlichen Dienst gegen Arbeitsplatzabbau und   Privatisierungen. Nan Wilson, eine von hunderten vom Chef des   Unternehmens Simclar, Sam Russell, entlassenen ArbeiterInnen brachte   ihre Wut &#252;ber die schamlose Behandlung durch Schottlands achtreichsten   Mann zum Ausdruck. 400 KollegInnen waren dort zur Arbeit erschienen. Sie   fanden verschlossene Firmentore vor und eine Nachricht, dass ihre Jobs   weg sind.<\/p>\n<p>  Tommy Sheridan sprach ebenfalls in der am Morgen stattfindenden   Veranstaltung, in der er das Engagement von Solidarity umriss, gegen   Niedrigl&#246;hne und Privatisierungen zu k&#228;mpfen und den Kriegen der   sozialdemokratischen Regierungspartei New Labour im Irak und in   Afghanistan Widerstand zu leisten. Er erkl&#228;rte auch, dass Solidarity am   3. Mai &#252;berall in Schottland antreten wird, um eine prinzipielle   sozialistische Opposition gegen&#252;ber dem entfesselten Programm des   &#8222;freien Marktes&#8220; anzubieten, das von allen anderen Parteien getragen   wird. Wahlumfragen haben gezeigt, dass die Unterst&#252;tzung f&#252;r Solidarity   weiter w&#228;chst, je mehr verstanden wird, dass es sich hierbei um die von   Tommy Sheridan und Rosemary Byrne gef&#252;hrte Partei handelt.<\/p>\n<h4>  Deckt die Unterbezahlung auf!<\/h4>\n<p>  Philip Stott, Mitglied der International Socialists, hielt das   Einleitungsreferat &#252;ber das Wahlprogramm. Dieses besch&#228;ftigte sich mit   den Fragen, die &#252;ber die Macht und Kompetenzen des schottischen   Parlaments hinaus gehen. Er f&#252;hrte aus, dass in der Woche, in der die   f&#252;nf schottischen Gro&#223;banken Rekordgewinne von nahezu 40 Milliarden   britischer Pfund verk&#252;ndeten, ein Bericht &#252;ber Niedrigl&#246;hne und Armut in   Schottland fest stellte, dass eine Million Menschen (davon 250.000   Kinder!) unterhalb der Armutsgrenze leben. Die H&#228;lfte der darin   aufgef&#252;hrten Kinder leben in Haushalten mit einem erwerbst&#228;tigen   Elternteil. Solidarity kann durch das Aufdecken des Skandals um die   Niedrigl&#246;hne, Ungleichheit und kapitalistische Ausbeutung Unterst&#252;tzung   leisten. Philip erkl&#228;rte auch, dass nur eine sozialistische Politik,   basierend auf demokratisch verwaltetem &#246;ffentlichen Eigentum der   Wirtschaft, diese Probleme l&#246;sen kann.<\/p>\n<p>  In der Sitzung am Nachmittag wurde der spezifische Politikansatz   diskutiert, den Solidarity vorlegen wird und an dem es im schottischen   Parlament festzuhalten gilt. Zu mehr als 20 Vorschl&#228;gen wurde   &#220;bereinstimmung erzielt, einschlie&#223;lich der Punkte &#252;ber kostenlose   Schulspeisung, Abschaffung der Verwaltungssteuer, Verstaatlichung der   Eisenbahnen und Aufhebung der Wohnungsbausteuer der Regionalregierung.<\/p>\n<p>  Die Konferenz ging mit einem Beschluss &#252;ber einen von Alan Manley, einem   Mitglieder der NHS Unison (Gewerkschaft f&#252;r das Gesundheitswesen; Anm.   d. &#220;bers.), und einem Mitglied der International Socialists vorgelegten   Dringlichkeitsantrag zu Ende. Dieser Antrag richtet sich gegen den vom   britischen Finanzminister Gordon Brown gemachten Vorschlag zu   Lohnk&#252;rzungen f&#252;r Besch&#228;ftigte des &#246;ffentlichen Dienstes. Darin wird   diese unverhohlene Attacke auf die Besch&#228;ftigten des Niedriglohnsektors   verurteilt und zu landesweiten Aktionen aufgerufen, um die Demontage des   NHS (National Health Service, staatliches Gesundheitswesen; Anm. d.   &#220;bers.) abzuwehren.<\/p>\n<p>  Aufgrund der Tatsache, dass es nur noch acht Wochen bis zu den   schottischen Parlaments- und Kommunalwahlen am 3. Mai sind, besteht f&#252;r   die Solidarity-Mitgliedschaft dringende Eile, um das Profil der neuen   Partei zu sch&#228;rfen. Das erfolgreiche Eingreifen von Solidarity beim   j&#252;ngsten Streik der Gewerkschaft PCS, dem Kampf der   Simclar-Besch&#228;ftigten und in der Antikriegsbewegung hat jedoch die   Tatsache unterstrichen, dass Solidarity zunehmend als die einzig   brauchbare sozialistische Organisation in Schottland angesehen wird.<\/p>\n<p>  <i>Philip Stott ist Mitglied der International Socialists   (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in Schottland). Er   lebt in Dundee. <\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <i><img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/Schottland-tommyrosemarygill.jpg\"><br \/>\n      K&#228;mpferischer Wahlkampf begonnen. 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