{"id":12021,"date":"2007-03-16T00:00:58","date_gmt":"2007-03-16T00:00:58","guid":{"rendered":".\/?p=12021"},"modified":"2007-03-16T00:00:58","modified_gmt":"2007-03-16T00:00:58","slug":"12021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/03\/12021\/","title":{"rendered":"Personalvertretungsgesetzt NRW: Brutale Einschnitte"},"content":{"rendered":"<p>  Die CDU\/FDP-Landesregierung in Nordrhein-Westfalen kam 2005 als   Wunschregierung der Unternehmer ins Amt. Sie lie&#223;en nicht lange darauf   warten, den Erwartungen nachzukommen. <!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Von Beginn an setzten sie alles daran, durch Privatierungen,   Stellenabbau und Arbeitszeitverl&#228;ngerungen eine Bresche f&#252;r das Kapital   zu schlagen und den &#246;ffentlichen Dienst zur&#252;ck zu dr&#228;ngen. Das Vorhaben,   das sie nun ins Auge gefasst haben und unmittelbar in Angriff nehmen   wollen, besteht darin, die Rechte der Personalr&#228;te stark einzuschr&#228;nken   durch massive Einschnitte in das Landespersonalvertretungsgesetz.<\/p>\n<p>  Die erk&#228;mpfte Mitbestimmung und gesetzlich verbriefte Rechte der   Personalr&#228;te sollen &#8211; das ist der Kern des Vorhabens &#8211; praktisch   abgeschafft werden.<\/p>\n<p>  &#8222;Die CDU\/FDP-Landesregierung will schneller Personalabbau und   Personalversetzungen durchsetzen. Dabei stehen ihnen die Personalr&#228;te im   Wege. Deshalb wollen sie alle mitbestimungspflichtige Punkte in   &#8216;Mitwirkungspunkte&#8217; verwandeln, damit die Personalr&#228;te wirkungslos   werden&#8220;, so Manfred Engelhardt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der   Personalr&#228;te der NRW-Studentenwerke.<\/p>\n<p>  Bei dem neuen Gesetz soll das Mitbestimmungsrecht bei Privatisierungen   und bei K&#252;ndigungen wegfallen. Damit w&#252;rde die Landesregierung den   K&#252;ndigungsschutz in Zukunft leicht umgehen k&#246;nnen. Durch die drastische   K&#252;rzung der Freistellungsstunden sollen die Arbeitsm&#246;glichkeiten der   Personalr&#228;te enorm eingeschr&#228;nkt werden. Bei dem geltenden Gesetz gibt   es eine volle Freistellung bei 200-300 Besch&#228;ftigten. Demn&#228;chst soll das   erst ab 300-600 Mitarbeitern der Fall sein. Unter 300 gibt es dann nur   noch zw&#246;lf Stunden im Monat.<\/p>\n<h4>  Dammbruch verhindern<\/h4>\n<p>  In der Tat wird hier versucht, die in der Vergangenheit erk&#228;mpften   demokratischen Rechte mit einem Federstrich zu beseitigen. Wenn die von   Ministerpr&#228;sident J&#252;rgen R&#252;ttgers (CDU) gef&#252;hrte Landesregierung damit   durchkommt, dann wird das auch in weiteren Bundesl&#228;ndern rasch   Nachahmung finden.<\/p>\n<p>  Der Arbeitgeberwillk&#252;r w&#228;re T&#252;r und Tor ge&#246;ffnet. Was w&#228;ren es anderes   als diktatorische Verh&#228;ltnisse in den Betrieben? Die Arbeitgeber k&#246;nnten   Heuern und Feuern, wie es ihnen beliebt. Sie k&#246;nnten nach Lust und Laune   ihre Besch&#228;ftigten umsetzen und versetzen. Die Personalr&#228;te st&#252;nden   machtlos da und h&#228;tten kaum Zeit, sich &#252;berhaupt mit den Problemen des   Einzelnen zu besch&#228;ftigen.<\/p>\n<p>  &#8222;Wenn es der NRW-Landesregierung gelingen sollte, h&#228;tte es eine   Fanalwirkung f&#252;r andere Bundesl&#228;nder, f&#252;r das   Bundespersonalvertretungsgesetz und letztendlich auch f&#252;r das   Betriebsverfasungsgesetz&#8220;, stellt Manfred Engelhardt die Bedeutung der   Auseinandersetzung heraus.<\/p>\n<p>  Die Arbeitgeber h&#228;tten so ihre erkl&#228;rten Ziele, die Abschaffung der   Mitbestimung und des K&#252;ndigungsschutzes, durch die Hintert&#252;r via   Nordrhein-Westfalen erreicht!<\/p>\n<h4>  Protestaktion vorm CDU-B&#252;ro<\/h4>\n<p>  Aus diesen Gr&#252;nden versuchen Kolleginnen und Kollegen gegen dieses   Vorhaben mobil zu machen. In Aachen haben &#8211; auf Initiative der   Stundentenwerker &#8211; 130 Kolleginen und Kollegen aus verschieden Bereichen   vor dem CDU-B&#252;ro protestiert. Wegen der angeheizten Stimmung hatte die   CDU aus Angst vor einer m&#246;glichen Besetzung ihr B&#252;ro vorsorglich   abgeriegelt!<\/p>\n<h4>  ver.di und DGB wachr&#252;tteln<\/h4>\n<p>  Unterschriften- und Postkarten-Aktionen laufen bereits und weitere   Demonstrationen sind geplant. Die Kol-legInnen des Stundentenwerks sind   mit den bisherigen Aktivit&#228;ten von ver.di und dem DGB extrem   unzufrieden. Manfred Engelhardt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft   der Personalr&#228;te der NRW-Studentenwerke, dr&#252;ckte es folgenderma&#223;en aus:   &#8222;Angesichts solch weitreichenden Angriffen ist eine volle Mobilisierung   n&#246;tig. Leider sind Aktivit&#228;ten bislang nur bei den Studentenwerkern und   bei der Polizei zu vernehmen. Der DGB schl&#228;ft! Die Zeit zu   Resolutionieren ist aber vorbei, jetzt gilt es zu Revolutionieren!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      Die CDU\/FDP-Landesregierung in Nordrhein-Westfalen kam 2005 als<br \/>\n      Wunschregierung der Unternehmer ins Amt. 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