{"id":12009,"date":"2007-03-09T00:28:30","date_gmt":"2007-03-09T00:28:30","guid":{"rendered":".\/?p=12009"},"modified":"2007-03-09T00:28:30","modified_gmt":"2007-03-09T00:28:30","slug":"12009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/03\/12009\/","title":{"rendered":"Steuerreform: Haltet den Dieb!"},"content":{"rendered":"<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/Steinbrueck.jpg\">  Jubelstimmung in den Chefetagen. F&#252;r die Kapitalisten gab es im Februar   viele gute Nachrichten: die Lohnst&#252;ckkosten sind auf dem niedrigsten   Niveau seit 1992, Rekordgewinne winken. Und weil es den Reichen noch   nicht gut genug geht, schenkt die Bundesregierung ihnen in den n&#228;chsten   f&#252;nf Jahren 30 Milliarden Euro per Steuerreform.<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Sascha Stanicic, Berlin<\/i><\/p>\n<p>  Das sei n&#246;tig, damit die deutsche Wirtschaft wettbewerbsf&#228;hig bleibe,   Arbeitspl&#228;tze geschaffen werden und es allen besser gehe. D&#233;ja vu? Ja,   denn im Jahr 2001 wurden den Konzernen ebenfalls milliardenschwere   Steuergeschenke gemacht. Mit der gleichen Begr&#252;ndung. Seitdem gab es   Reallohnverluste f&#252;r die ArbeitnehmerInnen, Massenentlassungen,   Sozialabbau. Profitiert haben nur die, die im Kapitalismus immer   profitieren: die Kapitalisten!<\/p>\n<p>  Angeblich ist die Steuerbelastung f&#252;r Unternehmen in Deutschland zu   hoch. Komischerweise hindert das die deutsche Wirtschaft nicht daran,   Jahr f&#252;r Jahr Exportweltmeister zu werden. Das wundert nicht, denn die   reale Steuerquote f&#252;r Unternehmen liegt hierzulande &#252;ber sieben   Prozentpunkte niedriger als in anderen EU-Staaten. Seit dem Jahr 2000   sind Gewinne und Verm&#246;gensertr&#228;ge um 31 Prozent gestiegen, die   entsprechenden Steuereinnahmen aber um acht Prozent gesunken!<\/p>\n<p>  Die Politiker der Gro&#223;en Koalition l&#252;gen die Bev&#246;lkerung einfach an.   Damit wollen sie verschleiern, dass ihre Steuerpolitik in Wirklichkeit   Diebstahl an der Mehrheit der Bev&#246;lkerung ist. Die Masse muss die drei   Prozent Mehrwertsteuererh&#246;hung schultern, w&#228;hrend die superreiche Elite   immer reicher wird.<\/p>\n<p>  Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzbank, sagte zu diesen   Entwicklungen: &#8222;Wenn wir es klassenk&#228;mpferisch ausdr&#252;cken, haben wir in   den letzten Jahren eine Umverteilung von Arbeit zu Kapital gesehen.&#8220;   Recht hat er: Die Kapitalisten f&#252;hren einen Klassenkampf gegen die Masse   der Bev&#246;lkerung. Darauf m&#252;ssen Gewerkschaften und linke Parteien endlich   mit ernsthaftem Widerstand &#8211; Klassenkampf von unten &#8211; reagieren. n <\/p>\n<h4>  Wir fordern:<\/h4>\n<ul>\n<li>    Einf&#252;hrung eines einfachen Systems direkter Steuern auf Einkommen,Gewinne und Verm&#246;gen bei starker Progression f&#252;r h&#246;here Einkommen   <\/li>\n<li>    Abschaffung der Mehrwertsteuer und aller anderen indirekten Steuern  <\/li>\n<li>    &#214;ffnung der Gesch&#228;ftsb&#252;cher und deutliche Erh&#246;hung derBetriebspr&#252;fungen  <\/li>\n<li>    Bei Steuer- und Kapitalflucht: &#220;berf&#252;hrung des Betriebes in&#246;ffentliches Eigentum bei demokratischer Kontrolle und Verwaltungdurch die Besch&#228;ftigten  <\/li>\n<\/ul>\n<p>  <i>Sascha Stanicic ist Bundessprecher der SAV<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/Steinbrueck.jpg\"><br \/>\n      Jubelstimmung in den Chefetagen. 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