{"id":12002,"date":"2007-03-03T00:00:00","date_gmt":"2007-03-03T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=12002"},"modified":"2007-03-03T00:00:00","modified_gmt":"2007-03-03T00:00:00","slug":"12002","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/03\/12002\/","title":{"rendered":"Costa Rica: Erfolgreiche Massendemo gegen CAFTA"},"content":{"rendered":"<p>  <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/CostaRicaDemovonben.jpg\">  In der bislang gr&#246;&#223;ten Demo gegen das CAFTA-DR-Freihandelsabkommen   (spanisch TLC) mit den USA legten 100.000 CostaricanerInnen (die   Veranstalter sprachen sogar von 200.000) am 26. Februar den Verkehr im   Zentrum der Hauptstadt San Jos&#233; f&#252;r Stunden lahm.<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  <i>von Teresa Salom&#233;, San Jos&#233;<\/i><\/p>\n<p>  Aus der ganzen Republik waren sie mit Bussen angereist, zehntausende   Landwirte, Besch&#228;ftigte des &#246;ffentlichen Dienstes, Umweltsch&#252;tzer,   Frauengruppen, Ind&#237;genas, ganze Kirchengemeinden und viele andere. Die   Bewegung gegen CAFTA-DR ist in Costa Rica bunt und vielf&#228;ltig. Wichtig   ist aber allen Vertretern der &#8222;nationalen Front gegen CAFTA&#8220; immer   wieder zu betonen, dass ihre Proteste friedlich sind.<\/p>\n<p>  Und es blieb friedlich beim Aktionstag am vergangen Montag. Auch wenn   die Stimmung in den Tagen vor der Demonstration sp&#252;rbar angespannt   gewesen ist. Auf dem Protestmarsch stellten die Sch&#252;ler dann aber ein   wichtiges Kontingent. &#8222;<i>Auf dieser Demo sehen wir sehr viele   Sch&#252;ler der Sekundarstufe. Das ist wichtig, denn wir wollen den   Regierenden deutlich machen, dass wir hier sind, dass wir jemand sind   und dass wir auch k&#228;mpfen und uns nicht einsch&#252;chtern lassen. Wir rufen   immer zu friedlichen Aktionen auf, wir stellen uns gegen diesen Mythos,   dass die M&#228;rsche angeblich gewaltt&#228;tig sind. Hier sieht man wie es   wirklich ist: Die Menschen sind friedlich, sie singen, sie tanzen<\/i>&#8220;,   sagt Esteban Camacho von der &#8222;alternativen Bewegung der Studierenden und   Sch&#252;ler&#8220; (MEA)<\/p>\n<p>  Deutlich wurde die Kritik an den Massenmedien des Landes, Fernsehteams   mussten sich w&#252;tende Beschimpfungen anh&#246;ren, da sie einseitig berichten.   Der TV-Sender Teletica positionierte seine Kameraleute dann auch   vorsichtshalber nur in Helikoptern und auf der Dachterasse im neunten   Stock eines Hotels.<\/p>\n<p>  Begleitet wurde die Montagsdemo von einem namenlosen, aber professionell   gemachten Radioprogramm. Nicht nur im <a href=\"http:\/\/www.radiourgente.com\"> Internet<\/a> war es zu h&#246;ren, sondern auch ohne Genehmigung auf einer   Kurzwellenfrequenz in ganz San Jos&#233;.<\/p>\n<p>  Doch wie weiter? Gem&#228;&#223;igte Kr&#228;fte fordern ein Referendum zu CAFTA.   Radikalere Linke setzen auf einen Generalstreik. In den Gewerkschaften   wird dieser Vorschlag zumindest diskutiert:<\/p>\n<p>  &quot;<i>Die Demos sind wichtig, wir nennen sie das Referendum der   Stra&#223;e. Nun m&#252;ssen weitere Aktionen folgen. Eine M&#246;glichkeit ist der   Generalstreik. Das diskutieren wir derzeit. Ich weiss, dass die Kollegen   von Telekom und Elektrizit&#228;tswerken (ICE) sich bereits f&#252;r so einen   Streik entschieden haben<\/i>&quot;, sagt Albino Vargas (Vorsitzender der   Gewerkschaft des &#214;ffentlichen Dienstes ANEP)<\/p>\n<p>  Vorbild ist die Bewegung gegen das als &#8222;Combo&#8220; bekannt gewordene Gesetz   zur Telekomprivatisierung im Jahr 2000. Nach Massendemos, Blockaden und   Stra&#223;enschlachten zog die Regierung das bereits beschlossene Gesetz   zur&#252;ck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      <img align=\"left\" src=\"\/media\/2007\/CostaRicaDemovonben.jpg\"><br \/>\n      In der bislang gr&#246;&#223;ten Demo gegen das CAFTA-DR-Freihandelsabkommen<br \/>\n      (spanisch TLC) mit den USA legten 100.000 CostaricanerInnen (die<br \/>\n      Veranstalter sprachen sogar von 200.000) am 26. 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