{"id":11995,"date":"2007-02-28T18:11:03","date_gmt":"2007-02-28T18:11:03","guid":{"rendered":".\/?p=11995"},"modified":"2007-02-28T18:11:03","modified_gmt":"2007-02-28T18:11:03","slug":"11995","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2007\/02\/11995\/","title":{"rendered":"Hamburg: &#8222;Gewerkschaftsexpress in die Zukunft&#8220; &#8211; mit angezogener \r\n      Handbremse"},"content":{"rendered":"<p>  23. Februar: Auf dem weiten Hamburger Rathausplatz dreht eine Eisenbahn   aus dekorierten Gep&#228;ckwagen seine Runden. Ihm folgen etwa 100 Menschen.   Ein verirrter Karnevalsumzug? Nein, es ist die Protestaktion des   DGB-Hamburg zur Rentenreform.<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  von Andreas, Hamburg<\/p>\n<p>  Unter dem Motto &#8222; Mit Angies Geisterbahn in die Sackgasse oder mit dem   Gewerkschaftsexpress in die Zukunft&#8220; hatte der DGB f&#252;r Freitag, den 23.   Februar mobilisiert &#8211; leider nur virtuell per E-Mail. Die Themen Rente   mit 67, Gesundheitsreform und Mindestlohn gehen uns alle an, daher ist   es gut, dass die Gewerkschaft Aktionen startet. Nur ohne das Verteilen   von Flugbl&#228;ttern, Kampagnezeitungen oder Plakaten erf&#228;hrt kaum jemand   von diesen Aktionen. E-Mails &#252;ber die Gewerkschaftsverteiler zu schicken   reicht nicht aus, um eine Demonstration zu initiieren.<\/p>\n<p>  Zudem macht eine Demonstration der Gewerkschaft zwischen 11 und 13 Uhr   nur Sinn, wenn sie mit einem Streikaufruf verkn&#252;pft wird. Wer soll da   sonst hinkommen? Sicher war es ein positives Zeichen, dass viele   Senioren sich an der Aktion beteiligt haben. Aber die Senioren h&#228;tten   bestimmt nichts gegen einen Termin gehabt, welcher auch f&#252;r Besch&#228;ftigte   und Jugendliche geeignet gewesen w&#228;re. Also wenn schon Vormittags, warum   ohne einen Streikaufruf?<\/p>\n<h4>  Protest- und Streiktag ist &#252;berf&#228;llig<\/h4>\n<p>  Es ist bedauerlich, dass auf der Kundgebung zwar viele Allgemeinpl&#228;tze   zur sozialen Ungleichheit erz&#228;hlt wurden, aber kaum ein Wort dar&#252;ber   verloren wurde wie der Widerstand aufgebaut werden kann gegen diese   soziale Ungleichheit. Mit kleinen kreativen Aktionen f&#252;r die Presse   werden wir nicht genug Druck aufbauen, um diese Reformen zu kippen.   Daf&#252;r sind schon Streiks und Massenproteste notwendig. Privatisierung   des Hamburger Hafens, Lohnk&#252;rzungen bei den st&#228;dtischen   Kindertagesst&#228;tten, Massenentlassungen bei der Telekom, Entlassungen bei   Airbus &#8211; die Zeit ist reif f&#252;r einen gemeinsamen Protest und Streiktag   in Hamburg. Und nicht nur Hamburg.<\/p>\n<h4>  Gummientchen &amp; Co werden uns nicht retten<\/h4>\n<p>  Unter diesen Bedingungen ist es kein Wunder, dass nur 100 Menschen   demonstriert haben, obwohl das Thema f&#252;r die gesamte Arbeiterklasse von   Bedeutung ist. Viele Teilnehmer waren entt&#228;uscht, sprachen von einem   &#8222;Trauerspiel&#8220;. Doch d&#252;rfen wir uns von solchen Aktionen nicht entmutigen   lassen.<\/p>\n<p>  Dass nur 100 an dieser Demonstration teilgenommen haben, liegt nicht an   mangelnder Demonstrationsbereitschaft bei Kolleginnen und Kollegen,   sondern am Charakter des Protests. Die Art der Mobilisierung, der   Zeitpunkt und das Fehlen weitergehender Pl&#228;ne belegen, dass &#252;berhaupt   nicht mehr geplant war als solch eine kleine Aktion f&#252;r die Presse.<\/p>\n<p>  Genau dieselbe Taktik mussten wir schon w&#228;hrend des Streiks im   &#214;ffentlichen Dienst erleben: Statt entschlossenen Aktionen, wurden zum   Beispiel Gummientchen in die Alster gesetzt. Diese Taktik ist schon beim   Streik gescheitert und wird auch in diesem Fall nichts ausrichten.<\/p>\n<p>  Der Gewerkschaftsexpress wird sein Ziel nicht mit angezogner Handbremse   erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>      23. Februar: Auf dem weiten Hamburger Rathausplatz dreht eine Eisenbahn<br \/>\n      aus dekorierten Gep&#228;ckwagen seine Runden. Ihm folgen etwa 100 Menschen.<br \/>\n      Ein verirrter Karnevalsumzug? Nein, es ist die Protestaktion des<br \/>\n      DGB-Hamburg zur Rentenreform.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11995"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11995"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11995\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11995"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11995"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11995"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}